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	<title>Nachhaltigkeit allgemein &#8211; Simple and slow living</title>
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		<title>Plastikwelt</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Nov 2023 21:15:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir leben in einer Welt aus Plastik. Es ist aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Kaum jemand von uns kann sich vorstellen mit Glasbehältern oder Vorratsdosen einkaufen zu gehen. Die verschiedenen Arten Plastik Plastik ist nicht gleich Plastik, es gibt verschiedene Arten und Herstellungsverfahren. Wir verwenden im alltäglichen Gebrauch auch nicht alle vorhandenen Sorten an Plastik. Hier stelle ich die Bekanntesten vor: Polyethylen (PE) Polyethylen wird durch die Polymerisation von Ethylenmonomeren hergestellt. Es ist das häufigste Kunststoffmaterial und wird häufig für Verpackungen, Folien und Behälter verwendet. Es gibt verschiedene Typen von Polyethylen (zB, HDPE, LDPE). HDPE (High-Density Polyethylen) ist gut recycelbar, während LDPE (Low-Density Polyethylen) aufgrund seiner geringen Dichte schwierig zu recyceln ist. Polypropylen (PP) Polypropylen wird durch die Polymerisation von Propylenmonomeren hergestellt. Es wird häufig für Verpackungen, Textilien und Kunststoffteile in Autos verwendet. Polypropylen ist prinzipiell recycelbar, jedoch akzeptieren es nicht alle Recyclinganlagen. Die Recyclingfähigkeit hängt von der Reinheit des Materials ab. Polyvinylchlorid (PVC) PVC wird durch die Polymerisation von Vinylchloridmonomeren hergestellt. Es wird sowohl in der Bauindustrie für Rohre, Bodenbeläge und Fensterprofile als auch in der Elektronikindustrie verwendet. PVC ist schwer zu recyceln, da es in der Regel mit Weichmachern und anderen Zusatzstoffen gemischt ist. Dies erschwert die Verwertung. Polystyrol (PS) Polystyrol wird aus Styrolmonomeren hergestellt und ist als expandiertes Polystyrol (EPS) für Verpackungen und als extrudiertes Polystyrol (XPS) für die Wärmedämmung bekannt. Der Kunststoff kann prinzipiell recycelt werden. Polyethylenterephthalat (PET) PET wird durch die zweistufige Kondensation von Terephthalsäure und Ethylenglykol hergestellt. Es wird häufig für Getränkeflaschen und Verpackungen verwendet. Mittlerweile erfolgt die Herstellung des PET häufig aus bereits verwendeten Kunststoffflaschen. PET ist gut recycelbar und wird in vielen Regionen gesammelt und recycelt. Polycarbonat (PC) Polycarbonat wird durch die Polymerisation von Bisphenol A und Phosgen hergestellt. Es wird für transparente Kunststoffe wie sie für Flaschen, Brillen und elektronischen Geräte verwendet. Die Recyclingfähigkeit von Polycarbonat ist begrenzt, da es in der Regel Bisphenol A enthält. Plastik ist nicht zwangsläufig schlecht Kunststoffe haben sich, weil sie günstig und leicht sind am Markt durchgesetzt. Schwere Flaschen, Glas- oder Tonbehälter konnten durch Plastikartikel ersetzt werden. Damit entspricht Plastik dem, was wir uns in einer mobilen Welt benötigen. In Plastikdosen packen wir unsere Brote und unser Mittagessen, wenn wir mittags nicht nach Hause kommen. Diese Plastikgefäße existieren bereits länger; bereits im Jahr 1907 gelang die industrielle Herstellung von Plastik. Jährlich werden 245 Millionen Tonnen Plastik hergestellt, davon werden 60 Millionen Tonnen in Europa hergestellt (Quelle). Die industrielle Massenproduktion hatte ihre Ursprünge in den 1960er Jahren. Damals gab es die ersten Selbstbedienungsläden, bei denen die Kunden sich fertig abgewogene und abgepackte Waren im Supermarkt selbst nehmen können. Bis dahin gingen die Menschen mit einer Milchkanne, einem Gefäß etc. in den Laden, um dort Milch, Mehl etc. zu kaufen. Bereits in den 1960er Jahren begann der Import von Lebensmitteln sowie die Ausweitung der Angebotspalette. Diese Waren mussten so verpackt und transportiert werden, dass sie heil und haltbar beim Kunden ankommen. Plastik, das wir immer wieder nutzen, ist nicht zwangsläufig schlecht. Problematisch sind die vielen Einwegplastikartikel, in die unsere Konsumwaren und unsere Lebensmittel eingepackt werden. Wie viel Plastikmüll entsteht pro Jahr? Die Menge des Alleine in Deutschland fielen im Jahr 2021 5,67 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Davon ist 96% Einwegplastik, also sog. Post-Consumer-Abfälle. Die vier verbleibenden Prozent entstehen bei der Herstellung und der Weiterverarbeitung der Kunststoffe. All dieser Plastikmüll muss entsorgt und im Idealfall abschließend recycelt werden. Das verbraucht erneut Energie. Insgesamt ist Plastik für einen kurzen Gebrauch ein energieintensives Produkt, das nicht ausreichend entsorgt wird. Plastik an sich kann biologisch nicht vollständig abgebaut werden. Derzeit wird davon ausgegangen, dass Mikroorganismen die Kunststoffe nicht vollständig zersetzen. Die einzelnen Partikel an sich werden zwar kleiner, jedoch verschwinden sie nicht vollständig. Der Grund hierfür ist, dass der Kunststoff biologisch betrachtet, &#8218;inert&#8216; ist, was bedeutet, dass sie kaum mineralisieren (Quelle). Plastik in den Weltmeeren Es ist schwierig, die genaue Menge an Plastik in den Meeren zu bestimmen, da sie ständig in Bewegung ist und sich auf verschiedene Weisen verteilt. Die Schätzungen variieren, es wird jedoch angenommen, dass Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen schwimmen. Jährlich gelangen etwa 8 Millionen Tonnen Plastik vom Landesinneren in die Meere (Quelle). Es wird derzeit von einer Gesamtmenge von 150 Millionen Tonnen ausgegangen. Davon ausgehend ist ein Modell entstanden, bei dem es einen 7. Kontinent gibt, der nur aus Plastik besteht. Es handelt sich hierbei jedoch um eine Konvergenzzone, die ausschließlich aus Müll besteht. Der sog. Great Pacific Garbage Patch befindet sich im Nordpazifik zwischen Japan und Kalifornien. Dies ist jedoch nicht die einzige Konvergenzzone. Mittlerweile sind weitere fünf Zonen bekannt. Die Wirbelströmungen bewegen eine Art &#8222;Müllsuppe&#8220;, die aus kleinsten Plastikpartikeln bestehen. Der Great Pacific Garbage Patch könnte geschätzt aus zwischen 45 und 129 Tausend Tonnen Müll bestehen. Der Plastikmüll in den Meeren hat verheerende Auswirkungen auf die Meerestierwelt, da Tiere sich in Plastik verheddern können oder es fressen, was zu ernsthaften Gesundheitsproblemen und sogar zum Tod führen kann. Außerdem können giftige Substanzen aus dem Plastik ins Wasser gelangen. Mikroplastik Ein erheblicher Teil des Plastikmülls in den Meeren besteht aus Mikroplastik, winzigen Partikeln, die durch den Zerfall größerer Kunststoffteile entstehen oder direkt als Mikroplastikprodukte ins Meer gelangen. Unterschieden wird zwischen hergestelltem Mikroplastik und entstandenem Mikroplastik. Hergestelltes Mikroplastik ist beispielsweise in Kosmetika oder in Zahnpasta enthalten. Zudem kann Mikroplastik entstehen, wenn Kunststoffe zerfallen. Die Mikroteilchen sind in der Regel unter 0,5 mm groß und meist durch das bloße Auge nicht erkennbar Unabhängig von der Entstehung des Mikroplastiks verursachen die 330.000 Tonnen, die in Deutschland in die Umwelt gelangen, immense Probleme. Es handelt sich hierbei um nicht vermeidbare Umweltbelastungen. Etwa ein Drittel des Mikroplastiks entsteht durch Reifenabrieb. Im Meer selbst wird der größte Anteil an Mikroplastik durch verlorene oder entsorgte Schleppnetze und Reusen verursacht. Das Mikroplastik schädigt nicht nur die im Meer lebenden Tiere. Über die Nahrungsmittelkette kommt es zu uns zurück. Mittlerweile konnten Forscher Mikroplastik bereits in unserem Gefäßsystem nachweisen. Beseitigung von Plastik aus dem Meer Das Entfernen von Plastik aus den Ozeanen ist eine technisch anspruchsvolle Aufgabe. Es gibt verschiedene Ansätze, ... <a title="Plastikwelt" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/plastikwelt/" aria-label="Mehr Informationen über Plastikwelt">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/garbage-4252118_640.jpg" alt="Auf dem BIld befindet sich ein kleiner Junge in einem Müllhaufen, in dem sich viel Plastikmüll befindet." class="wp-image-775" style="width:218px;height:329px" width="218" height="329" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/garbage-4252118_640.jpg 425w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/garbage-4252118_640-199x300.jpg 199w" sizes="(max-width: 218px) 100vw, 218px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/wostemme-11703009/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4252118">Wolfgang Stemme</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4252118">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Wir leben in einer Welt aus Plastik. Es ist aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Kaum jemand von uns kann sich vorstellen mit Glasbehältern oder Vorratsdosen einkaufen zu gehen.</p>



<span id="more-774"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Die verschiedenen Arten Plastik</h2>



<p>Plastik ist nicht gleich Plastik, es gibt verschiedene Arten und Herstellungsverfahren. Wir verwenden im alltäglichen Gebrauch auch nicht alle vorhandenen Sorten an Plastik. Hier stelle ich die Bekanntesten vor:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Polyethylen (PE)</h3>



<p>Polyethylen wird durch die Polymerisation von Ethylenmonomeren hergestellt. Es ist das häufigste Kunststoffmaterial und wird häufig für Verpackungen, Folien und Behälter verwendet. Es gibt verschiedene Typen von Polyethylen (zB, HDPE, LDPE). HDPE (High-Density Polyethylen) ist gut recycelbar, während LDPE (Low-Density Polyethylen) aufgrund seiner geringen Dichte schwierig zu recyceln ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Polypropylen (PP)</h3>



<p>Polypropylen wird durch die Polymerisation von Propylenmonomeren hergestellt. Es wird häufig für Verpackungen, Textilien und Kunststoffteile in Autos verwendet. Polypropylen ist prinzipiell recycelbar, jedoch akzeptieren es nicht alle Recyclinganlagen. Die Recyclingfähigkeit hängt von der Reinheit des Materials ab.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Polyvinylchlorid (PVC)</h3>



<p>PVC wird durch die Polymerisation von Vinylchloridmonomeren hergestellt. Es wird sowohl in der Bauindustrie für Rohre, Bodenbeläge und Fensterprofile als auch in der Elektronikindustrie verwendet. PVC ist schwer zu recyceln, da es in der Regel mit Weichmachern und anderen Zusatzstoffen gemischt ist. Dies erschwert die Verwertung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Polystyrol (PS)</h3>



<p>Polystyrol wird aus Styrolmonomeren hergestellt und ist als expandiertes Polystyrol (EPS) für Verpackungen und als extrudiertes Polystyrol (XPS) für die Wärmedämmung bekannt. Der Kunststoff kann prinzipiell recycelt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Polyethylenterephthalat (PET)</h3>



<p>PET wird durch die zweistufige Kondensation von Terephthalsäure und Ethylenglykol hergestellt. Es wird häufig für Getränkeflaschen und Verpackungen verwendet. Mittlerweile erfolgt die Herstellung des PET häufig aus bereits verwendeten Kunststoffflaschen. PET ist gut recycelbar und wird in vielen Regionen gesammelt und recycelt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Polycarbonat (PC)</h3>



<p>Polycarbonat wird durch die Polymerisation von Bisphenol A und Phosgen hergestellt. Es wird für transparente Kunststoffe wie sie für Flaschen, Brillen und elektronischen Geräte verwendet. Die Recyclingfähigkeit von Polycarbonat ist begrenzt, da es in der Regel Bisphenol A enthält.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Plastik ist nicht zwangsläufig schlecht</h2>



<p>Kunststoffe haben sich, weil sie günstig und leicht sind am Markt durchgesetzt. Schwere Flaschen, Glas- oder Tonbehälter konnten durch Plastikartikel ersetzt werden. Damit entspricht Plastik dem, was wir uns in einer mobilen Welt benötigen. In Plastikdosen packen wir unsere Brote und unser Mittagessen, wenn wir mittags nicht nach Hause kommen. </p>



<p>Diese Plastikgefäße existieren bereits länger; bereits im Jahr 1907 gelang die industrielle Herstellung von Plastik. Jährlich werden 245 Millionen Tonnen Plastik hergestellt, davon werden 60 Millionen Tonnen in Europa hergestellt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/seit-wann-gibt-es-kunststoffe#:~:text=Kunststoffe%20werden%20erst%20seit%201907,werden%20allein%20in%20Europa%20produziert..">Quelle</a>). </p>



<p>Die industrielle Massenproduktion hatte ihre Ursprünge in den 1960er Jahren. Damals gab es die ersten Selbstbedienungsläden, bei denen die Kunden sich fertig abgewogene und abgepackte Waren im Supermarkt selbst nehmen können. Bis dahin gingen die Menschen mit einer Milchkanne, einem Gefäß etc. in den Laden, um dort Milch, Mehl etc. zu kaufen. Bereits in den 1960er Jahren begann der Import von Lebensmitteln sowie die Ausweitung der Angebotspalette. Diese Waren mussten so verpackt und transportiert werden, dass sie heil und haltbar beim Kunden ankommen. </p>



<p>Plastik, das wir immer wieder nutzen, ist nicht zwangsläufig schlecht. Problematisch sind die vielen Einwegplastikartikel, in die unsere Konsumwaren und unsere Lebensmittel eingepackt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie viel Plastikmüll entsteht pro Jahr?</h2>



<p>Die Menge des Alleine in Deutschland fielen im Jahr 2021 5,67 Millionen Tonnen Plastikmüll an. Davon ist 96% Einwegplastik, also sog. Post-Consumer-Abfälle. Die vier verbleibenden Prozent entstehen bei der Herstellung und der Weiterverarbeitung der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle#hohe-verwertungsquoten-">Kunststoffe</a>.</p>



<p>All dieser Plastikmüll muss entsorgt und im Idealfall abschließend recycelt werden. Das verbraucht erneut Energie. Insgesamt ist Plastik für einen kurzen Gebrauch ein energieintensives Produkt, das nicht ausreichend entsorgt wird. </p>



<p>Plastik an sich kann biologisch nicht vollständig abgebaut werden. Derzeit wird davon ausgegangen, dass Mikroorganismen die Kunststoffe nicht vollständig zersetzen. Die einzelnen Partikel an sich werden zwar kleiner, jedoch verschwinden sie nicht vollständig. Der Grund hierfür ist, dass der Kunststoff biologisch betrachtet, &#8218;inert&#8216; ist, was bedeutet, dass sie kaum mineralisieren (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/verrottet-plastik-gar-nicht-nur-sehr-langsam">Quelle</a>). </p>



<h2 class="wp-block-heading">Plastik in den Weltmeeren</h2>



<p>Es ist schwierig, die genaue Menge an Plastik in den Meeren zu bestimmen, da sie ständig in Bewegung ist und sich auf verschiedene Weisen verteilt. Die Schätzungen variieren, es wird jedoch angenommen, dass Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen schwimmen.  Jährlich gelangen etwa 8 Millionen Tonnen Plastik vom Landesinneren in die Meere (<a href="https://de.oceancampus.eu/cours/O99/die-ozeane-und-die-plastikbedrohung#chapter-5">Quelle</a>). Es wird derzeit von einer Gesamtmenge von 150 Millionen Tonnen ausgegangen.</p>



<p>Davon ausgehend ist ein Modell entstanden, bei dem es einen 7. Kontinent gibt, der nur aus Plastik besteht. Es handelt sich hierbei jedoch um eine Konvergenzzone, die ausschließlich aus Müll besteht. Der sog. Great Pacific Garbage Patch befindet sich im Nordpazifik zwischen Japan und Kalifornien. </p>



<p>Dies ist jedoch nicht die einzige Konvergenzzone. Mittlerweile sind weitere fünf Zonen bekannt. Die Wirbelströmungen bewegen eine Art &#8222;Müllsuppe&#8220;, die aus kleinsten Plastikpartikeln bestehen. Der Great Pacific Garbage Patch könnte geschätzt aus zwischen 45 und 129 Tausend Tonnen Müll bestehen.</p>



<p>Der Plastikmüll in den Meeren hat verheerende Auswirkungen auf die Meerestierwelt, da Tiere sich in Plastik verheddern können oder es fressen, was zu ernsthaften Gesundheitsproblemen und sogar zum Tod führen kann. Außerdem können giftige Substanzen aus dem Plastik ins Wasser gelangen.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Mikroplastik</h2>



<p>Ein erheblicher Teil des Plastikmülls in den Meeren besteht aus Mikroplastik, winzigen Partikeln, die durch den Zerfall größerer Kunststoffteile entstehen oder direkt als Mikroplastikprodukte ins Meer gelangen. Unterschieden wird zwischen hergestelltem Mikroplastik und entstandenem Mikroplastik. Hergestelltes Mikroplastik ist beispielsweise in  Kosmetika oder in Zahnpasta enthalten. Zudem kann Mikroplastik entstehen, wenn Kunststoffe zerfallen. Die Mikroteilchen sind in der Regel unter 0,5 mm groß und meist durch das bloße Auge nicht erkennbar</p>



<p>Unabhängig von der Entstehung des Mikroplastiks verursachen die 330.000 Tonnen, die in Deutschland in die Umwelt gelangen, immense Probleme.  Es handelt sich hierbei um nicht vermeidbare Umweltbelastungen. Etwa ein Drittel des Mikroplastiks entsteht durch Reifenabrieb. </p>



<p>Im Meer selbst wird der größte Anteil an Mikroplastik durch verlorene oder entsorgte Schleppnetze und Reusen verursacht. Das Mikroplastik schädigt nicht nur die im Meer lebenden Tiere. Über die Nahrungsmittelkette kommt es zu uns zurück. Mittlerweile konnten Forscher Mikroplastik bereits in unserem Gefäßsystem <a href="https://www.quarks.de/umwelt/muell/fakten-zu-mikroplastik/#:~:text=wir%20Mikroplastik%20aufnehmen%3F-,K%C3%B6nnen%20wir%20Mikroplastik%20aufnehmen%3F,erstmals%20in%20menschlichem%20Blut%20nachweisen.">nachweisen</a>.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Beseitigung von Plastik aus dem Meer</h2>



<p>Das Entfernen von Plastik aus den Ozeanen ist eine technisch anspruchsvolle Aufgabe. Es gibt verschiedene Ansätze, wie das Aufstellen von Auffangvorrichtungen oder die Förderung von Aufräumaktionen, aber es ist schwer, den bereits vorhandenen Müll vollständig zu beseitigen. Eines der wohl bekanntesten Projekte ist  &#8222;The Ocean clean up&#8220;. Dieses rief Boyan Slat ins Leben. Der damals 16-jährige sah im Griechenland-Urlaub das viele Plastik im mehr und entwickelte den Plan, die Ozeane von Plastikmüll zu befreien. Die Universität Delf setzte das Projekt wissenschaftlich um. Seit 2018 sammelt das Projekt am Meeresboden Plastikmüll.</p>



<p>Neben dem &#8222;The Ocean clean up&#8220; gibt es weitere Projekte wie das &#8222;Everwave&#8220;. Auch hier filtert eine Plattform selbst kleinste Plastikpartikel aus den Meeren.  Mit dem Projekt Seekuh setzte die Umweltorganisation One Earth – One Ocean (OEOO) zunächst einen Katamaran ein, um die Meere von Öl, Chemikalien und Plastikabfällen zu befreien. Bei der Aktion &#8222;Healthy Seas&#8220; entfernen ehrenamtliche Taucher zurückgelassene Fischernetze und bei dem Projekt &#8222;Seabin&#8220; filtert eine Art Mülltonne Plastik aus dem Meer.</p>



<p>Letzen Endes ist Vermeidung von Plastik die effektivste Lösung. Plastik, das nicht existiert, schwimmt nicht als Plastikmüll in den Ozeanen. Dieses Problem erfordert weltweite Anstrengungen und Lösungen, angefangen bei der Vermeidung von Einwegplastik bis hin zur Verbesserung der Abfallwirtschaftssystemen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<h2 class="wp-block-heading">Das Plastik in unserem Leben</h2>



<p>Es gibt eine Vielzahl verschiedener Plastikarten, die zu den unterschiedlichsten Zwecken eingesetzt werden. Prinzipiell erleichtert Plastik unser Leben und sorgt dafür, dass wir schnell auf dem Heimweg abgebpackte Lebensmittel kaufen können. </p>



<p>Ich glaube die wenigsten von uns wären in der Lage von heute auf Morgen den Alltag so zu planen und zu strukturieren, dass wir zu unseren Einkäufen Gefäße mitnehmen. Ein Einkauf im Unverpacktladen bedarf meist einiger Vorbereitung und die wenigsten von uns wohnen direkt neben einem. </p>



<p>Mittlerweile haben bereits einige Lebensmittelmärkte Unverpackt-Ecken. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn man nur ein paar Gramm benötigt. Hier befinden sich jedoch in der Regel nur trockene Lebensmittel wie Nüsse, Nudeln oder Mehl.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Veränderung unseres Verhaltens</h2>



<p>Dennoch werden wir nicht drum herum kommen uns in Bezug auf unser Konsumverhalten ein wenig zu bremsen oder die Recyclingverfahren so zu verbessern, dass kaum Schäden entstehen. Allerdings ist ein Produkt, das sich im Umlauf befindet immer ressourcennutzend. Selbst bei optimaler <a href="https://simpleandslowliving.de/kreislaufwirtschaft-das-allheilmittel-fuer-die-umwelt/#more-762">Kreislaufwirtschaft </a>werden Ressourcen verbraucht.</p>



<p>Aufgrund der Verordnungen und Vorschriften in Bezug auf Lebensmittelhygiene ist die Umsetzung eines Mehrwegsystems im Handel vielversprechender als das Mitbringen eigener Gefäße. Die Waren müssten trotzdem abgepackt werden, die Behälter können zurückgegeben werden. </p>



<p>Diese Lösungen sind jedoch alle im Vergleich zum Ist-Zustand kostenintensiver. Das wird in erster Linie die Konsumenten abschrecken. Die Produzenten und Händler haben damit weniger Probleme, weil sich die steigenden Preise im Produkt widerspiegeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Plastik ist nicht per se schlecht. Es gibt nur sehr wenige Haushalte in diesem Land, die nahezu komplett auf Plastik verzichten können. Alle anderen besitzen sehr viele Artikel aus Plastik. Teilweise bekommen wir bestimmte Dinge nicht oder nur sehr schwer aus anderen Materialien wie Holz, Ton oder Glas. </p>



<p>Unser Alltag ist nicht darauf ausgelegt mit unseren Töpfen einen weit entfernten Laden aufzusuchen. Dennoch sollten wir uns darbietende Alternativen nutzen. Selbst wenn es Dir nur vorkommt wie eine Kleinigkeit, jeder einzelne Beitrag ist wertvoll und ein Schritt in die Richtige Richtung.  </p>



<p></p>
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		<title>Kreislaufwirtschaft: das Allheilmittel für die Umwelt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2023 20:40:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Kreislaufwirtschaft ist auch bekannt als Circular Economy, ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das die Ressourcennutzung zu minimieren und Umweltauswirkungen reduzieren möchte. Im Mittelpunkt der Kreislaufwirtschaft steht die Idee, dass Produkte und Materialien in geschlossenen Kreisläufen verbleiben. Das soll die Entsorgung nach einmaliger Verwendung verhindern. Dieses Modell hat eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf die Umwelt. Ursprung und Geschichte der Circular Economy Die Kreislaufwirtschaft, bzw. das dahinterstehende Konzept wurde im Jahr 1990 durch den Wirtschaftswissenschaftler David W. Pearce entwickelt. Er baute das Konzept auf den Grundlagen der industriellen Ökologie auf. Das Ziel war eine Reduzierung der Ressourcen auf das notwendige Minimum. Zusätzlich sollen saubere Technologien eingesetzt werden. Das Ziel der Kreislaufwirtschaft ist nicht nur das Absenken der Schadstoffe im Abfallbereich, vielmehr soll auch der künftige Materialeinsatz bei den Herstellungsprozessen verringert werden. Zur Entwicklung des Konzepts orientierte sich Pearce am natürlichen Stoffkreislauf. Eines der Ziele war die kaskadische Nutzung von Rohstoffen, ohne dabei Abfälle oder Emissionen zu verursachen. Bei der kaskadischen Nutzung handelt es sich um eine Mehrfachnutzung über mehrere Stufen hinweg. (Quelle) Die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft Der deutsche Chemiker Michael Braungart und der US-amerikanische Architekt William McDonough entwickelten Ende der 1990er Jahre das Cradle-to-Cradle-Prinzip. Dieses Prinzip verwirklicht eine konsequente und durchgängige Kreislaufwirtschaft. Das Ziel des Cradle-to-Cradle-Prinzips ist die Ökoeffektivität. Produkte sollen entweder als biologische Nährstoffe in die biologischen Kreisläufe verbracht werden oder sie verbleiben als technische Nährstoffe innerhalb von technischen Kreisläufen. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz In Deutschland trat das Kreislaufwirtschaftsgesetzt zum 01. Juli 2012 in Kraft. Das Gesetz hat das Ziel, durch die Kreislaufwirtschaft die natürlichen Ressourcen zu schonen und fördern. Das übergeordnete Ziel ist der Schutz der Menschen und der Umwelt. Die eigentliche Richtlinie stammt aus einer EU-Verordnung, die bis zum 05.07.2020 in Deutschland umgesetzt werden musste. &#8222;Diese Umsetzung erfolgte durch Artikel 1 des &#8222;Gesetzes zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie der Europäischen Union&#8220; (Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes –&#160;KrWG). Ziel der novellierten Abfallrahmenrichtlinie ist eine verstärkte Förderung der Kreislaufwirtschaft durch Vermeidung und vor allem durch das verstärkte Recycling von Abfällen.&#8220; (Quelle) Obhutspflicht und Transparenzpflicht Das bisherige System der Produktverantwortung erhielt im Rahmen dieser Richtlinie eine Erweiterung um die Obhutspflicht. Entsprechend der Obhutspflicht müssen Erzeugnisse, soweit es möglich ist, erhalten werden, die Entsorgung ist das letzte Mittel der Wahl. Zusätzlich zur Obhutspflicht wurde eine Transparenzpflicht eingeführt. Die Berichte, die den Umgang mit Warenüberhängen dokumentieren, Aufzeichnungen zu Retouren können ebenso wie die ergriffenen Maßnahmen zur Gebrauchserhaltung eingefordert werden. Bevorzugung recycelbarer Materialien In Deutschland sind Institutionen und Stellen des Bundes verpflichtet abfallarme, reparierbare, schadstoffarme, rohstoffschonende und recyclingfähige Produkte zu bevorzugen, insofern hiermit keine unzumutbar hohen Mehrkosten verbunden sind. Gesetz zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie &#8222;Das Gesetz zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie wurde am 17. September 2020 vom deutschen Bundestag beschlossen und am 9. Oktober 2020 vom Bundesrat gebilligt. Das Gesetz ist am 29. Oktober 2020 in Kraft getreten&#8220; (Quelle) Die praktische Anwendung der Kreislaufwirtschaft Die Kreislaufwirtschaft wird heute nicht nur in Deutschland und in der Europäischen Union, sondern auf der ganzen Welt sowohl auf unternehmerischer als auch auf staatlicher Ebene umgesetzt. Die Kreislaufwirtschaft kann folgende Punkte beinhalten: Umweltauswirkungen und Wirtschaftlichkeit Die Umsetzung Kreislaufwirtschaft schont die Umwelt durch die Schonung von Ressourcen, der Vermeidung von Abfall und der Reduktion von Emissionen. Diese positiven Auswirkungen auf die Umwelt schließen den Schutz von Ökosystemen und die Reduzierung von Umweltverschmutzung ein. In Bezug auf die Wirtschaftlichkeit kann die Kreislaufwirtschaft langfristig Kosten einsparen. Unternehmen können ihre Material- und Energiekosten senken, indem sie die vorhandenen Materialien wiederverwenden und weniger Abfälle entsorgen müssen. Verbraucher können langlebigere Produkte und Sharing-Economy-Modelle nutzen, die auf Dauer ebenfalls kostengünstiger sind. Zu Beginn kostet der Übergang zur Kreislaufwirtschaft insbesondere die Unternehmen zunächst Geld. Das kann in Form von Investitionen oder durch Veränderungen der Produktions- und Konsumgewohnheiten erfolgen. Gerade bei Unternehmen könnten anfänglich höhere Kosten anfallen, wenn sie nachhaltigere Produktionsmethoden implementieren. Langfristig können die Kosten jedoch ausgeglichen werden. Die Kreislaufwirtschaft unter Umweltgesichtspunkten Die Kreislaufwirtschaft, die auch als Circular Economy bekannt ist, ist ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das das Ziel hat, die Ressourcennutzung zu minimieren und die Umweltauswirkungen zu reduzieren. Der Fokus der Kreislaufwirtschaft ist das Halten von Produkten und Materialien in geschlossenen Kreisläufen, statt sie nach einmaliger oder kurzer Verwendung zu entsorgen. Das Modell wirkt sich an verschiedenen Stellen positiv auf die Umwelt aus: Ressourcenschonung In einer Kreislaufwirtschaft werden Produkte so entwickelt und produziert, dass sie länger halten und zudem leichter repariert wiederverwendet oder recycelt werden können. Das hat zur Folge, dass weniger natürliche Ressourcen verbraucht werden, da Produkte länger im Einsatz bleiben. Abfallvermeidung Die Kreislaufwirtschaft hat die Abfallminimierung als zentrales Ziel. Dieses Ziel wird durch Recycling, Reparatur und erneute Verwendung von Produkten und Materialien umgesetzt. Weniger Abfall bedeutet weniger Mülldeponien und daraus folgt eine geringere Umweltbelastung. Emissionsreduktion in der Kreislaufwirtschaft Die Herstellung von Produkten und die Entsorgung von Abfällen sind häufig mit hohen Emissionen verbunden. In einer Kreislaufwirtschaft werden diese Emissionen effektiv reduziert, da weniger neue Produkte hergestellt und folglich weniger Abfälle beseitigt werden. Biodiversitätsschutz Die Kreislaufwirtschaft trägt dazu bei, dass natürliche Lebensräume erhalten bleiben, da durch sie weniger Land für Deponien oder den Rohstoffabbau benötigt wird. Das kommt der Erhaltung der Biodiversität zugute. Energieeinsparung durch die Kreislaufwirtschaft Durch die Wiederverwendung von Erzeugnissen und Waren und das Recycling von Materialien wird weniger Energie für die Produktion neuer Produkte eingesetzt, was zur Reduktion des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Umweltbelastungen beiträgt. Innovative Geschäftsideen Durch die Kreislaufwirtschaft werden innovative Geschäftsmodelle, wie beispielsweise das Teilen von Produkten, Reparaturdienste, das Recycling und das Upcycling gefördert. Dies Ideen und Innovationen schaffen neue Wirtschaftsmöglichkeiten, Absatzmärkte und Arbeitsplätze. Die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft erfordert auf globaler, nationaler und lokaler Ebene eine koordinierte Anstrengung. Gesetze und Vorschriften wie in der EU können Anreize schaffen, um die Umstellung der Unternehmen auf ein kreislauforientiertes Wirtschaftsmodell zu unterstützen. Zudem sorgen die Bildung und die Aufklärung der Verbraucher für Akzeptanz während der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Die Kreislaufwirtschaft ist ein Schlüsselkonzept im Kampf gegen Umweltprobleme wie Ressourcenverschwendung, die Umweltverschmutzung und den Klimawandel. Sie trägt zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Gestaltung der Wirtschaft bei. Die Kreislaufwirtschaft in Deutschland Deutschland hat sich insbesondere in den letzten Jahren verstärkt um die Förderung der Kreislaufwirtschaft und um nachhaltige Wirtschaftspraktiken gekümmert. Wichtige Punkte ... <a title="Kreislaufwirtschaft: das Allheilmittel für die Umwelt?" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/kreislaufwirtschaft-das-allheilmittel-fuer-die-umwelt/" aria-label="Mehr Informationen über Kreislaufwirtschaft: das Allheilmittel für die Umwelt?">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full is-resized is-style-default"><img decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/shoes-4585364_640.jpg" alt="Auf dem Bild befindet sich ein Tisch in einer Fabrikhalle, auf dem ein Haufen getragener Schuhe als Symbol der Kreislaufwirtschaftliegt." class="wp-image-763" style="width:269px;height:202px" width="269" height="202" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/shoes-4585364_640.jpg 640w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/shoes-4585364_640-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 269px) 100vw, 269px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/nicolas_meletiou-14026094/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4585364">Nicolas_Meletiou</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4585364">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p></p>



<p>Die Kreislaufwirtschaft ist auch bekannt als Circular Economy, ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das die Ressourcennutzung zu minimieren und Umweltauswirkungen reduzieren möchte.</p>



<span id="more-762"></span>



<p>Im Mittelpunkt der Kreislaufwirtschaft steht die Idee, dass Produkte und Materialien in geschlossenen Kreisläufen verbleiben. Das soll die Entsorgung nach einmaliger Verwendung verhindern. Dieses Modell hat eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf die Umwelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ursprung und Geschichte der Circular Economy</strong></h2>



<p>Die Kreislaufwirtschaft, bzw. das dahinterstehende Konzept wurde im Jahr 1990 durch den Wirtschaftswissenschaftler David W. Pearce entwickelt. Er baute das Konzept auf den Grundlagen der industriellen Ökologie auf. Das Ziel war eine Reduzierung der Ressourcen auf das notwendige Minimum. Zusätzlich sollen saubere Technologien eingesetzt werden. </p>



<p>Das Ziel der Kreislaufwirtschaft ist nicht nur das Absenken der Schadstoffe im Abfallbereich, vielmehr soll auch der künftige Materialeinsatz bei den Herstellungsprozessen verringert werden. Zur Entwicklung des Konzepts orientierte sich Pearce am natürlichen Stoffkreislauf. Eines der Ziele war die kaskadische Nutzung von Rohstoffen, ohne dabei Abfälle oder Emissionen zu verursachen. Bei der kaskadischen Nutzung handelt es sich um eine Mehrfachnutzung über mehrere Stufen hinweg. (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kreislaufwirtschaft">Quelle</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft</h2>



<p>Der deutsche Chemiker Michael Braungart und der US-amerikanische Architekt William McDonough entwickelten Ende der 1990er Jahre das Cradle-to-Cradle-Prinzip. Dieses Prinzip verwirklicht eine konsequente und durchgängige Kreislaufwirtschaft.</p>



<p>Das Ziel des Cradle-to-Cradle-Prinzips ist die Ökoeffektivität. Produkte sollen entweder als biologische Nährstoffe in die biologischen Kreisläufe verbracht werden oder sie verbleiben als technische Nährstoffe innerhalb von technischen Kreisläufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Kreislaufwirtschaftsgesetz</h2>



<p>In Deutschland trat das Kreislaufwirtschaftsgesetzt zum 01. Juli 2012 in Kraft. Das Gesetz hat das Ziel, durch die Kreislaufwirtschaft die natürlichen Ressourcen zu schonen und fördern. Das übergeordnete Ziel ist der Schutz der Menschen und der Umwelt.</p>



<p>Die eigentliche Richtlinie stammt aus einer EU-Verordnung, die bis zum 05.07.2020 in Deutschland umgesetzt werden musste. </p>



<p>&#8222;Diese Umsetzung erfolgte durch Artikel 1 des &#8222;Gesetzes zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie der Europäischen Union&#8220; (Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes –&nbsp;KrWG). Ziel der novellierten Abfallrahmenrichtlinie ist eine verstärkte Förderung der Kreislaufwirtschaft durch Vermeidung und vor allem durch das verstärkte Recycling von Abfällen.&#8220; (<a href="https://www.bmuv.de/gesetz/kreislaufwirtschaftsgesetz">Quelle</a>)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Obhutspflicht und Transparenzpflicht</h3>



<p>Das bisherige System der Produktverantwortung erhielt im Rahmen dieser Richtlinie eine Erweiterung um die Obhutspflicht. Entsprechend der Obhutspflicht müssen Erzeugnisse, soweit es möglich ist, erhalten werden, die Entsorgung ist das letzte Mittel der Wahl. </p>



<p>Zusätzlich zur Obhutspflicht wurde eine Transparenzpflicht eingeführt. Die Berichte, die den Umgang mit Warenüberhängen dokumentieren, Aufzeichnungen zu Retouren können ebenso wie die ergriffenen Maßnahmen zur Gebrauchserhaltung eingefordert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bevorzugung recycelbarer Materialien</h3>



<p>In Deutschland sind Institutionen und Stellen des Bundes verpflichtet abfallarme, reparierbare, schadstoffarme, rohstoffschonende und recyclingfähige Produkte zu bevorzugen, insofern hiermit keine unzumutbar hohen Mehrkosten verbunden sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gesetz zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie</h3>



<p>&#8222;Das Gesetz zur Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie wurde am 17. September 2020 vom deutschen Bundestag beschlossen und am 9. Oktober 2020 vom Bundesrat gebilligt. Das Gesetz ist am 29. Oktober 2020 in Kraft getreten&#8220; (<a href="https://www.bmuv.de/gesetz/kreislaufwirtschaftsgesetz">Quelle</a>)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die praktische Anwendung der Kreislaufwirtschaft</h2>



<p>Die Kreislaufwirtschaft wird heute nicht nur in Deutschland und in der Europäischen Union, sondern auf der ganzen Welt sowohl auf unternehmerischer als auch auf staatlicher Ebene umgesetzt. Die Kreislaufwirtschaft kann folgende Punkte beinhalten:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Recyclingprogramme</strong>: Viele Länder haben bereits umfassende Recyclingprogramme für Haushalte und Unternehmen eingerichtet, um Materialien wie Papier, Glas, Plastik und Metalle wiederzuverwenden.</li>



<li><strong>Produktlebensdauerverlängerung</strong>: (Einige wenige) Unternehmen entwickeln entsprechend der Kreislaufwirtschaft Produkte, die länger halten und leichter repariert werden können, um die Wiederverwendung zu fördern.</li>



<li><strong>Sharing Economy</strong>: Plattformen wie Airbnb und Carsharing-Dienste ermöglichen es Menschen, Ressourcen effizienter zu nutzen, indem sie Dinge gemeinsam nutzen.</li>



<li><strong>Upcycling</strong>: Kreative Lösungen, bei denen Abfallprodukte in neue und nützliche Produkte umgewandelt werden, werden immer beliebter.</li>
</ol>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Umweltauswirkungen und Wirtschaftlichkeit</strong></h2>



<p>Die Umsetzung Kreislaufwirtschaft schont die Umwelt durch die Schonung von Ressourcen, der Vermeidung von Abfall und der Reduktion von Emissionen. Diese positiven Auswirkungen auf die Umwelt schließen den Schutz von Ökosystemen und die Reduzierung von Umweltverschmutzung ein.</p>



<p>In Bezug auf die Wirtschaftlichkeit kann die Kreislaufwirtschaft langfristig Kosten einsparen. Unternehmen können ihre Material- und Energiekosten senken, indem sie die vorhandenen Materialien wiederverwenden und weniger Abfälle entsorgen müssen. Verbraucher können langlebigere Produkte und Sharing-Economy-Modelle nutzen, die auf Dauer ebenfalls kostengünstiger sind.</p>



<p>Zu Beginn kostet der Übergang zur Kreislaufwirtschaft insbesondere die Unternehmen zunächst Geld.  Das kann in Form von Investitionen oder durch Veränderungen der Produktions- und Konsumgewohnheiten erfolgen. Gerade bei Unternehmen könnten anfänglich höhere Kosten anfallen, wenn sie nachhaltigere Produktionsmethoden implementieren. Langfristig können die Kosten jedoch ausgeglichen werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Kreislaufwirtschaft unter Umweltgesichtspunkten</strong></h2>



<p>Die Kreislaufwirtschaft, die auch als Circular Economy bekannt ist, ist ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das das Ziel hat, die Ressourcennutzung zu minimieren und die Umweltauswirkungen zu reduzieren. Der Fokus der Kreislaufwirtschaft ist das Halten von Produkten und Materialien in geschlossenen Kreisläufen, statt sie nach einmaliger oder kurzer Verwendung zu entsorgen. Das Modell wirkt sich an verschiedenen Stellen positiv auf die Umwelt aus:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ressourcenschonung</h3>



<p>In einer Kreislaufwirtschaft werden Produkte so entwickelt und produziert, dass sie länger halten und zudem leichter repariert wiederverwendet oder recycelt werden können. Das hat zur Folge, dass <a href="https://simpleandslowliving.de/der-oekologische-fussabdruck/">weniger natürliche Ressourcen</a> verbraucht werden, da Produkte länger im Einsatz bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Abfallvermeidung</h3>



<p>Die Kreislaufwirtschaft hat die Abfallminimierung als zentrales Ziel. Dieses Ziel wird durch Recycling, Reparatur und erneute Verwendung von Produkten und Materialien umgesetzt. Weniger Abfall bedeutet weniger Mülldeponien und daraus folgt eine geringere Umweltbelastung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Emissionsreduktion in der Kreislaufwirtschaft</h3>



<p>Die Herstellung von Produkten und die Entsorgung von Abfällen sind häufig mit hohen Emissionen verbunden. In einer Kreislaufwirtschaft werden diese Emissionen effektiv reduziert, da weniger neue Produkte hergestellt und folglich weniger Abfälle beseitigt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Biodiversitätsschutz</h3>



<p>Die Kreislaufwirtschaft trägt dazu bei, dass natürliche Lebensräume erhalten bleiben, da durch sie weniger Land für Deponien oder den Rohstoffabbau benötigt wird. Das kommt der Erhaltung der Biodiversität zugute.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Energieeinsparung durch die Kreislaufwirtschaft</h3>



<p>Durch die Wiederverwendung von Erzeugnissen und Waren und das Recycling von Materialien wird weniger Energie für die Produktion neuer Produkte eingesetzt, was zur Reduktion des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Umweltbelastungen beiträgt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Innovative Geschäftsideen</h3>



<p>Durch die Kreislaufwirtschaft werden innovative Geschäftsmodelle, wie beispielsweise das Teilen von Produkten, Reparaturdienste, das Recycling und das Upcycling gefördert. Dies Ideen und Innovationen schaffen neue Wirtschaftsmöglichkeiten, Absatzmärkte und Arbeitsplätze.</p>



<p>Die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft erfordert auf globaler, nationaler und lokaler Ebene eine koordinierte Anstrengung. Gesetze und Vorschriften wie in der EU können Anreize schaffen, um die Umstellung der Unternehmen auf ein kreislauforientiertes Wirtschaftsmodell zu unterstützen. Zudem sorgen die Bildung und die Aufklärung der Verbraucher für Akzeptanz während der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft.</p>



<p>Die Kreislaufwirtschaft ist ein Schlüsselkonzept im Kampf gegen Umweltprobleme wie Ressourcenverschwendung, die Umweltverschmutzung und den Klimawandel. Sie trägt zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Gestaltung der Wirtschaft bei.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Kreislaufwirtschaft in Deutschland</h2>



<p>Deutschland hat sich insbesondere in den letzten Jahren verstärkt um die Förderung der Kreislaufwirtschaft und um nachhaltige Wirtschaftspraktiken gekümmert. Wichtige Punkte der Umsetzung in Deutschland sind:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gesetzgebung und Politik</h3>



<p>Deutschland gibt es umfangreiche Umweltgesetze und -Richtlinien, die die Kreislaufwirtschaft fördern. Beispielsweise gibt es Gesetze zur Abfallvermeidung und -entsorgung,  Gesetze zur Förderung von Recycling sowie zur Einführung umweltfreundlicherer Produktionsverfahren und -Erzeugnisse.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Recycling</h3>



<p>Deutschland verfügt mittlerweile über ein gut entwickeltes Recycling-System, das möglich macht, Papier, Glas, Plastik, Metall und andere Materialien zu trennen und diese in Folge zu recyceln. Das Pfandsystem für Einwegflaschen ist eines der bekanntesten Beispiele für erfolgreiche Abfallreduzierung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Produktdesign und Langlebigkeit</h3>



<p>Es gibt bereits einige Firmen, die sich bemühen, ihre Produkte so zu gestalten, dass sie länger halten und zudem leichter zu reparieren sind. Das ist leider noch nicht flächendeckend der Fall. Viele Produkte, insbesondere elektronische Artikel können häufig insbesondere aufgrund von festverbauten Teilen nur schwer repariert werden. Gerade bei Smartphones gibt es für einige Modelle überhaupt keine Ersatzteile. Die Kosten für die Reparatur übersteigen insbesondere bei günstigen Modellen die Anschaffungskosten für ein neues Modell.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bereiche, in denen noch nicht das Optimum erreicht wurde</h2>



<p>In Deutschland gab es bereits bedeutende Fortschritte in Richtung Kreislaufwirtschaft. Dennoch gibt es nach wie vor Raum für Verbesserungen. Hier sind einige Bereiche, in denen nachgebessert werden kann:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Elektronikschrott</h3>



<p>Die ordnungsgemäße Entsorgung und das Recycling von Elektronikschrott sind nach wie vor eine Herausforderung. Hier könnte mehr getan werden, um den Elektroschrott-Kreislauf zu schließen. Die Trennung und das Recycling von elektronischen Artikeln sind jedoch aufgrund der unterschiedlichen Materialien zeitaufwändig und teuer. Solange wir Edelmetalle und seltene Erden zu relativ günstigen Preisen erhalten, ist eine ressourcenschonende Trennung der Materialien nicht wirtschaftlich genug. Das wird sich erst ändern, wenn wir bereits beim Kauf das Recycling der Produkte mit bezahlen müssen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Textilindustrie</h3>



<p>Die Modeindustrie ist für einen erheblichen Anteil des globalen Abfalls verantwortlich. Zudem wird die Umwelt durch den Anbau von Baumwolle und die Weiterverarbeitung belastet. Eine nachhaltigere Herstellung und Entsorgung von Textilien minimiert die Umweltauswirkungen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Bildung und Bewusstseinsbildung</h3>



<p>Die Förderung des Bewusstseins und der Bildung der Bevölkerung bezüglich der Kreislaufwirtschaft kann dazu beitragen, die Akzeptanz und die Umsetzung zu gewährleisten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Forschung und Innovation</h3>



<p>Mehr Investitionen in die Forschung kann zu neuen Innovationen im Bereich der Kreislaufwirtschaft beitragen. Durch die Entwicklung neuer Technologien und Lösungen können die Effizienz und die Nachhaltigkeit gesteigert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Insgesamt ist die Kreislaufwirtschaft in Deutschland auf einem guten Weg, allerdings gibt es immer Raum für Verbesserungen. Das bezieht sich insbesondere auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit bestimmten Abfallströmen und der Integration nachhaltiger Praktiken in verschiedenen Branchen. </p>



<p>Die Kreislaufwirtschaft kann erst dann ihre volle Wirkung entwickeln, wenn alle Länder dieser Erde das System implementieren. Trotz des ausgeklügelten Systems wird es immer einen Verschleiß geben, also die Abnutzung von Produkten. Hierdurch werden die Möglichkeiten des Recyclings stellenweise stark eingeschränkt. Dennoch ist es eine effektive Möglichkeit, ressourcenschonender zu handeln.</p>
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		<title>Nachhaltige Körperpflege</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2023 18:29:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachhaltige Körperpflege bedeutet nicht, dass Du verzichten muss. Ich verspreche Dir, Du musst Dich nicht mit Kernseife waschen, um mehr Nachhaltigkeit in der Körperpflege umzusetzen. Wie viel Müll entsteht eigentlich durch unsere Körperpflege? Bei unserer Körperhygiene säubern wir zwar unsere Körper, verschmutzen jedoch unsere Meere und unsere Umwelt. Kritisch ist dabei nicht allein der hohe Wasserverbrauch, der beim Duschen oder Baden entsteht. Vielmehr ist es das Mikroplastik in den Produkten und die Plastikverpackung um unsere Hygieneprodukte: &#8222;Im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche 10 Shampoo-Flaschen,&#160;11 Flaschen Duschgel, und 3,7 Packungen Flüssigseife &#8211; pro Jahr! Multipliziert mal 83 Millionen Einwohner macht das: 2075 Millionen Plastikflaschen. Multipliziert mit den 80 Jahren, die wir durchschnittlich auf der Welt sind, ergibt das die stattliche Zahl von 166 Milliarden. So viele Plastikflaschen verbrauchen wir. Hinzu kommen die kleinen Shampoofläschchen, die man in Hotels klaut.&#160;&#8220; (SZ, veröffentlicht am 10.02.2019) Wir nutzen also nicht nur (zumeist) täglich etwa 120-150 Liter Wasser, sondern auch eine Menge Pflegeprodukte. Der Witz an der Sache ist, dass wir diese Pflegeprodukte nicht nutzen, um Dreck von uns zu schrubben, sondern meist nur, damit wir uns sauber fühlen, obwohl wir vorher nicht dreckig waren. Das häufige Duschen kann Deine natürliche Hautbarriere schädigen und die Haut austrocknen. Gegen diesen Effekt setzen wir meistens andere Produkte wie Bodylotion ein. Wir nutzen also ein Produkt, das wir nicht oder wesentlich seltener nutzen müssten, wenn wir weniger oft und lange duschen würden. Aber wir stinken, wenn wir nicht duschen Nicht duschen oder baden bedeutet nicht, nicht säubern. Gerade im Herbst oder Winter reicht Katzenwäsche zwischen dem Duschen vollkommen aus. Im Sommer, wenn es heiß ist und wir quasi aus allen Poren schwitzen, kann ein kurzes Abduschen durchaus sinnvoll sein. Menschen mit empfindlicher Haut kenne die Ekzeme, die sich durch zu häufiges und zu langes Duschen bilden können, Menschen mit trockenen Haaren merken, wenn sie ihre Haare zu oft waschen. Das gilt auch für schnell fettende Haare. Du entfernst mit Shampoo die Fettschicht auf den Haaren, dein Körper wird Talg nachproduzieren. Je öfter Du die Haare wäschst, umso häufiger wird die Kopfhaut nachfetten. Körperhygiene im Wandel Die Vorstellungen und Praktiken der Körperpflege haben sich im Laufe der Geschichte erheblich verändert. Der Wandel in der Körperpflege ist ein komplexer Prozess und wurde von verschiedenen Faktoren beeinflusst: darunter soziale, kulturelle, technologische und technologische Entwicklungen. Hier ist eine grobe Zeitleiste, die die Veränderungen in der Körperpflege skizziert: Der Wandel in der Körperpflege hängt von kulturellen und regionalen Unterschieden ab. In einigen Kulturen sind traditionelle Pflegerituale nach wie vor relevant, während in andere den Fokus auf moderne, hygienische Standards legen. Die Veränderungen in der Körperpflege sind somit das Ergebnis einer langen und vielschichtigen Entwicklung im Laufe der Geschichte. Nachhaltige Körperpflege Nachhaltige Körperpflege bedeutet nicht, dass Du dich von Deinen persönlichen Hygienevorstellungen distanzieren musst. Vielmehr kannst Du Deine bisherigen Produkte durch Nachhaltigere ersetzen. Shampoo ersetzen Als Alternative zu Shampooflaschen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an festen Seifen, Shampoo-Bars und festen Conditionern. Insbesondere bei den Haarseifen und den festen Shampoos gibt es eine breite Palette für die verschiedenen Haar-Typen. Während die festen Shampoos in der Regel relativ gut schäumen, wirst du bei den meisten Seifen und Haarseifen einen deutlichen Rückgang der Schaumbildung feststellen. Die Menge des Schaums ist allerdings nicht für den Erfolg der Reinigung erforderlich. Rasierhobel Einwegrasierer sind noch in einer Vielzahl der Bäder vorhanden. Das Problematische bei Einwegrasierern ist die Tatsache, dass diese aus Plastik hergestellt werden und in der Regel nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden Rasierhobel sind eine ausgezeichnete Wahl, wenn es um nachhaltige Körperpflege geht. Im Gegensatz zu Einwegrasierern sind Rasierhobel nicht aus Plastik, sondern aus Edelstahl oder Metallen, wieder verwendbar sind und sie produzieren wesentlich weniger Abfall. Sie sind langlebig und können bei guter Pflege über Jahre verwendet werden. Die Klingen sind austauschbar, was sie kosteneffizient macht. Bambuszahnbürsten: Die ökologische Zahnpflege Die Zahnpflege mit Bambuszahnbürsten ist eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Zahnbürsten aus Plastik. Sie sind biologisch abbaubar und werden aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt. Der Vorteil liegt in ihrer Umweltverträglichkeit, da Bambus schnell nachwächst. Allerdings ist zu beachten, dass die Borsten häufig aus Nylon bestehen und daher nicht biologisch abbaubar sind. Wenn Du sie kompostieren möchtest, solltest Du auf Zahnbürsten ohne Plastikborsten zurückgreifen. Es gibt mittlerweile auch elektrische Zahnbürsten aus Bambus. Zusätzlich (aus meiner Sicht nicht ausschließlich möglich) kannst Du Miswak-Zahnputzhölzer nutzen. Die kleinen runden Hölzer des Siwakbaums, der auch Zahnbürstenbaum genannt wird, eigenen sich insbesondere für die Zahnreinigung zwischendurch, also im Büro. Zahnputztabletten: Zahnpflege ohne Plastik Zahnputztabletten sind eine innovative und nachhaltige Möglichkeit, Deine Zähne zu reinigen. Sie werden in wieder verschließbaren Glasbehältern oder Papiertüten angeboten, was den Plastikmüll effektiv reduziert. Diese Tabletten sind kompakt, leicht zu transportieren und enthalten keine schädlichen Inhaltsstoffe. Sie sind eine großartige Option für unterwegs und umweltbewusste Verbraucher. Viele Zahnputztabletten werden mit oder ohne Fluorid angeboten. Wenn die Zahnputztabletten für Dich keine Alternative sind, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an herkömmlichen Zahnpasta-Tuben, die aus recyceltem Plastik hergestellt wurden. Wiederverwendbarer Zungenreiniger: Frischer Atem ohne Abfall Neben den Plastik-Zungenreinigern, die in regelmäßigen Abständen ersetzt werden müssen, gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an Zungenreinigern aus Edelstahl oder Kupfer. Diese sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch hygienisch. Du kannst ihn nach der Verwendung einfach reinigen und immer wieder verwenden, ohne Einwegplastik zu verschwenden. Zungenreiniger helfen, Mundgeruch zu bekämpfen und die Mundhygiene zu verbessern. Im Gegensatz zu den Zungenreinigern aus Plastik sind sie wesentlich leichter zu reinigen und halten bei ordnungsgemäßem Einsatz ewig. Wiederverwendbare Ohrreiniger (Silikon Q-Tips) Du hast sicher bereits mitbekommen, dass die Plastik-Ohrreiniger im Drogeriemarkt nicht mehr erhältlich sind. Die Plastikröhrchen wurden durch Papp-Stiele ersetzt, ähnlich wie es bei Trinkstrohhalmen und Lutscherstielen der Fall ist. Im Gegensatz zu Strohhalmen und Lutscherstielen. Allerdings steckt sich (vermutlich) niemand Q-Tips in den Mund. Das Argument, dass Trinkpäckchen jetzt nach altem Mathe-Buch schmecken würden, kann im Fall der Q-Tipps nicht angebracht werden. Allerdings handelt es sich bei den Q-Tips mit Pappröhrchen auch um Produkte, die nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden und in unseren Ozeanen landen. Silikon-Q-Tips sind leicht zu reinigen und können mehrfach verwendet werden, was nicht nur die Umwelt ... <a title="Nachhaltige Körperpflege" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/nachhaltige-koerperpflege/" aria-label="Mehr Informationen über Nachhaltige Körperpflege">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/shaver-525819_640.jpg" alt="Auf dem Bild befindet sich ein älterer Mehrweg-Rasierer auf einer ebenfalls alten Blechdose." class="wp-image-759" style="width:287px;height:287px" width="287" height="287" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/shaver-525819_640.jpg 640w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/shaver-525819_640-300x300.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/11/shaver-525819_640-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 287px) 100vw, 287px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/eme-240202/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=525819">Esther Merbt</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=525819">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Nachhaltige Körperpflege bedeutet nicht, dass Du verzichten muss. Ich verspreche Dir, Du musst Dich nicht mit Kernseife waschen, um mehr Nachhaltigkeit in der Körperpflege umzusetzen.</p>



<span id="more-758"></span>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie viel Müll entsteht eigentlich durch unsere Körperpflege</strong>?</h2>



<p>Bei unserer Körperhygiene säubern wir zwar unsere Körper, verschmutzen jedoch unsere Meere und unsere Umwelt. Kritisch ist dabei nicht allein der hohe <a href="https://simpleandslowliving.de/der-wasser-fussabdruck/">Wasserverbrauch</a>, der beim Duschen oder Baden entsteht. Vielmehr ist es das Mikroplastik in den Produkten und die Plastikverpackung um unsere Hygieneprodukte: </p>



<p></p>



<p>&#8222;<em>Im Durchschnitt verbraucht jeder Deutsche 10 Shampoo-Flaschen,&nbsp;11 Flaschen Duschgel, und 3,7 Packungen Flüssigseife &#8211; pro Jahr! Multipliziert mal 83 Millionen Einwohner macht das: 2075 Millionen Plastikflaschen. Multipliziert mit den 80 Jahren, die wir durchschnittlich auf der Welt sind, ergibt das die stattliche Zahl von 166 Milliarden. So viele Plastikflaschen verbrauchen wir. Hinzu kommen die kleinen Shampoofläschchen, die man in Hotels klaut.&nbsp;</em>&#8220; (<a href="https://sz-magazin.sueddeutsche.de/die-loesung-fuer-alles/wie-wir-endlich-von-der-flasche-loskommen-86783">SZ</a>, veröffentlicht am 10.02.2019)</p>



<p>Wir nutzen also nicht nur (zumeist) täglich etwa 120-150 Liter Wasser, sondern auch eine Menge Pflegeprodukte. Der Witz an der Sache ist, dass wir diese Pflegeprodukte nicht nutzen, um Dreck von uns zu schrubben, sondern meist nur, damit wir uns sauber fühlen, obwohl wir vorher nicht dreckig waren. Das häufige Duschen kann Deine natürliche Hautbarriere schädigen und die Haut austrocknen. Gegen diesen Effekt setzen wir meistens andere Produkte wie Bodylotion ein. Wir nutzen also ein Produkt, das wir nicht oder wesentlich seltener nutzen müssten, wenn wir weniger oft und lange duschen würden.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aber wir stinken, wenn wir nicht duschen</strong></h2>



<p>Nicht duschen oder baden bedeutet nicht, nicht säubern. Gerade im Herbst oder Winter reicht Katzenwäsche zwischen dem Duschen vollkommen aus. Im Sommer, wenn es heiß ist und wir quasi aus allen Poren schwitzen, kann ein kurzes Abduschen durchaus sinnvoll sein. </p>



<p>Menschen mit empfindlicher Haut kenne die Ekzeme, die sich durch zu häufiges und zu langes Duschen bilden können, Menschen mit trockenen Haaren merken, wenn sie ihre Haare zu oft waschen. Das gilt auch für schnell fettende Haare. Du entfernst mit Shampoo die Fettschicht auf den Haaren, dein Körper wird Talg nachproduzieren. Je öfter Du die Haare wäschst, umso häufiger wird die Kopfhaut nachfetten.  </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Körperhygiene im Wandel</strong></h2>



<p>Die Vorstellungen und Praktiken der Körperpflege haben sich im Laufe der Geschichte erheblich verändert. Der Wandel in der Körperpflege ist ein komplexer Prozess und wurde von verschiedenen Faktoren beeinflusst: darunter soziale, kulturelle, technologische und technologische Entwicklungen. Hier ist eine grobe Zeitleiste, die die Veränderungen in der Körperpflege skizziert:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Frühe Zivilisationen:</strong> In antiken Zivilisationen wie Ägypten, Griechenland und Rom spielte die Körperpflege eine wichtige Rolle. Die Menschen nutzen nicht nur Öle und Salben, um ihre Haut zu pflegen, sondern sie nahmen regelmäßige Bäder in öffentlichen Bädern.</li>



<li><strong>Mittelalter:</strong> Während des Mittelalters variierte die Körperpflege stark je nach sozialer Schicht. Die oberen Klassen hatten Zugang zu Bädern und entwickelten Pflegerituale, während die breite Bevölkerung häufig keinen Zugang zu Wasser oder Seife hatte. In dieser Zeit war es nicht ungewöhnlich, sich abzuklopfen, statt zu waschen, da Hygiene damals nicht im heutigen Sinne aufgefasst wurde.</li>



<li><strong>Renaissance und Barock:</strong> Im Verlauf der Renaissance und des Barocks entwickelten sich in Europa aufwändigere Praktiken zur Körperpflege. Parfums aber auch aufwendige Toilettenartikel standen der breiten Masse zur Verfügung.</li>



<li><strong>Industrielle Revolution:</strong> Mit der Industrialisierung und der damit einhergehenden Verbreitung von Wasserleitungen und sanitären Einrichtungen in Städten verbesserte sich die Zugangsmöglichkeiten zu sauberem Wasser immens. Das förderte die Entwicklung täglicher Waschroutinen.</li>



<li><strong>20. Jahrhundert:</strong> Im 20. Jahrhundert setzte sich die tägliche Dusche oder das Baden als Standard durch. Die Verbreitung von Seifen, Shampoos und anderen Körperpflegeprodukten schritt voran.</li>



<li><strong>Heutige Zeit:</strong> In der heutigen Zeit ist Körperpflege ein fester Bestandteil des täglichen Lebens. Es gibt eine breite Palette an Körperpflegeprodukten, die Deine persönliche Hygiene zu zwar optimieren, jedoch immense Umweltschäden mit sich bringen.</li>
</ol>



<p>Der Wandel in der Körperpflege hängt von kulturellen und regionalen Unterschieden ab. In einigen Kulturen sind traditionelle Pflegerituale nach wie vor relevant, während in andere den Fokus auf moderne, hygienische Standards legen. Die Veränderungen in der Körperpflege sind somit das Ergebnis einer langen und vielschichtigen Entwicklung im Laufe der Geschichte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nachhaltige Körperpflege</strong></h2>



<p>Nachhaltige Körperpflege bedeutet nicht, dass Du dich von Deinen persönlichen Hygienevorstellungen distanzieren musst. Vielmehr kannst Du Deine bisherigen Produkte durch Nachhaltigere ersetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Shampoo ersetzen</strong></h3>



<p>Als Alternative zu Shampooflaschen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an festen Seifen, Shampoo-Bars und festen Conditionern. Insbesondere bei den Haarseifen und den festen Shampoos gibt es eine breite Palette für die verschiedenen Haar-Typen. Während die festen Shampoos in der Regel relativ gut schäumen, wirst du bei den meisten Seifen und Haarseifen einen deutlichen Rückgang der Schaumbildung feststellen. Die Menge des Schaums ist allerdings nicht für den Erfolg der Reinigung erforderlich.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Rasierhobel</strong></h3>



<p>Einwegrasierer sind noch in einer Vielzahl der Bäder vorhanden. Das Problematische bei Einwegrasierern ist die Tatsache, dass diese aus Plastik hergestellt werden und in der Regel nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden Rasierhobel sind eine ausgezeichnete Wahl, wenn es um nachhaltige Körperpflege geht. Im Gegensatz zu Einwegrasierern sind Rasierhobel nicht aus Plastik, sondern aus Edelstahl oder Metallen, wieder verwendbar sind und sie produzieren wesentlich weniger Abfall. Sie sind langlebig und können bei guter Pflege über Jahre verwendet werden. Die Klingen sind austauschbar, was sie kosteneffizient macht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Bambuszahnbürsten: Die ökologische Zahnpflege</strong> </h3>



<p>Die Zahnpflege mit  Bambuszahnbürsten ist eine hervorragende Alternative zu herkömmlichen Zahnbürsten aus Plastik. Sie sind biologisch abbaubar und werden aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt. Der Vorteil liegt in ihrer Umweltverträglichkeit, da Bambus schnell nachwächst. Allerdings ist zu beachten, dass die Borsten häufig aus Nylon bestehen und daher nicht biologisch abbaubar sind. Wenn Du sie kompostieren möchtest, solltest Du auf Zahnbürsten ohne Plastikborsten zurückgreifen. Es gibt mittlerweile auch elektrische Zahnbürsten aus Bambus. Zusätzlich (aus meiner Sicht nicht ausschließlich möglich) kannst Du Miswak-Zahnputzhölzer nutzen. Die kleinen runden Hölzer des Siwakbaums, der auch Zahnbürstenbaum genannt wird, eigenen sich insbesondere für die Zahnreinigung zwischendurch, also im Büro. </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zahnputztabletten: Zahnpflege ohne Plastik</strong></h3>



<p>Zahnputztabletten sind eine innovative und nachhaltige Möglichkeit, Deine Zähne zu reinigen. Sie werden in wieder verschließbaren Glasbehältern oder Papiertüten angeboten, was den Plastikmüll effektiv reduziert. Diese Tabletten sind kompakt, leicht zu transportieren und enthalten keine schädlichen Inhaltsstoffe. Sie sind eine großartige Option für unterwegs und umweltbewusste Verbraucher. Viele Zahnputztabletten werden mit oder ohne Fluorid angeboten. Wenn die Zahnputztabletten für Dich keine Alternative sind, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an herkömmlichen Zahnpasta-Tuben, die aus recyceltem Plastik hergestellt wurden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wiederverwendbarer Zungenreiniger: Frischer Atem ohne Abfall</strong></h3>



<p>Neben den Plastik-Zungenreinigern, die in regelmäßigen Abständen ersetzt werden müssen, gibt es mittlerweile eine breite Auswahl an Zungenreinigern aus Edelstahl oder Kupfer. Diese sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch hygienisch. Du kannst ihn nach der Verwendung einfach reinigen und immer wieder verwenden, ohne Einwegplastik zu verschwenden. Zungenreiniger helfen, Mundgeruch zu bekämpfen und die Mundhygiene zu verbessern. Im Gegensatz zu den Zungenreinigern aus Plastik sind sie wesentlich leichter zu reinigen und halten bei ordnungsgemäßem Einsatz ewig.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wiederverwendbare Ohrreiniger (Silikon Q-Tips)</strong></h3>



<p>Du hast sicher bereits mitbekommen, dass die Plastik-Ohrreiniger im Drogeriemarkt nicht mehr erhältlich sind. Die Plastikröhrchen wurden durch Papp-Stiele ersetzt, ähnlich wie es bei Trinkstrohhalmen und Lutscherstielen der Fall ist. Im Gegensatz zu Strohhalmen und Lutscherstielen. Allerdings steckt sich (vermutlich) niemand Q-Tips in den Mund. Das Argument, dass Trinkpäckchen jetzt nach altem Mathe-Buch schmecken würden, kann im Fall der Q-Tipps nicht angebracht werden. Allerdings handelt es sich bei den Q-Tips mit Pappröhrchen auch um Produkte, die nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden und in unseren Ozeanen landen. Silikon-Q-Tips sind leicht zu reinigen und können mehrfach verwendet werden, was nicht nur die Umwelt und deinen Geldbeutel schont, sondern auch die Ressourcen spart.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wiederverwendbare Augenpads: Sanfte Pflege ohne Verschwendung</strong></h3>



<p>Ich glaube, dass Menschen, die keine drei Meter langen Augenringe haben, überhaupt keine Ahnung haben, wovon ich spreche. Ich meine die tropfenförmigen Silikon-Teile, in auf denen sich Kollagen oder Hyaluronsäure befinden. In der Regel werden diese gekühlt unterhalb des Unterlids aufgebracht werden und dort 15-20 Minuten bleiben. Sie sollen Falten mildern und Augenringe minimieren. Lange Zeit gab es diese nur in Einzelpackungen aus Plastik. Die beiden Pads waren zudem auf einem weiteren Plastikstreifen aufgebracht. Seit ein paar Jahren gibt es Dosen mit 50 oder 100 dieser Pads, was bereits ein guter Schritt in die richtige Richtung ist. Es gibt allerdings auch die absolut nachhaltige Alternative: waschbare Silikon-Pads.   Statt Einweg-Wattepads zu verwenden, die nach einmaliger Anwendung im Müll landen, kannst Du diese Pads waschen und immer wieder verwenden. Das schont die Umwelt und ist ökonomisch. Die Pflegeprodukte trägst Du direkt unterhalb des Auges auf.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mehrweg-Abschmink-Pads</strong></h3>



<p>Mehrweg-Abschmink-Pads sind bereits ein alter Hut. Es handelt sich um Produkte aus Frottee oder Baumwolle, die waschbar sind. Es gibt sie in der klassischen Abschmink-Pad-Form, also rund und in der quadratischen Variante. Du kannst diese Pads, wenn du eine Nähmaschine hast, einfach selbst aus einem altern Handtuch herstellen. Du solltest sie auf jeden Fall umsäumen, damit sie nicht ausfransen. Die einfachste Variante ist jedoch die klassische Nutzung eines Waschlappens, der bei 60 Grad gewaschen werden kann. Zum Reinigen kannst Du Seife oder Olivenöl nutzen.</p>



<p>Insgesamt ist die nachhaltige Körperpflege nicht nur eine umweltfreundliche Alternative, sondern tragen auch dazu bei, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Beachte jedoch, dass es wichtig ist, solche Produkte korrekt zu verwenden und zu pflegen, um ihre Lebensdauer zu maximieren. Nachhaltige Körperpflege ist weder ein Hexenwerk noch die Wurzel von permanentem Verzicht und unangenehmen Körpergeruch.</p>
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		<title>Der Wasser-Fußabdruck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 May 2023 16:40:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bild von H. B. auf Pixabay Wasser ist neben Sauerstoff die wichtigste Ressource, die wir zum Überleben benötigen. Jedoch haben nicht alle Menschen Zugriff auf Wasser. Haben alle Menschen Zugriff auf sauberes Wasser? Die Antwort dürfte Dich nicht verwundern: Nein. Die Wasserreserven und der Zugriff auf sauberes Trinkwasser sind weltweit ungleich verteilt. Bereits seit 30 Jahren wird gewarnt, dass der steigende Wasserverbrauch weltweit aber insbesondere regional zur Wasserknappheit führen wird. Weltweit sind etwa 1,2 Milliarden Menschen, die insbesondere in ländlichen Regionen wohnen, von Wasserknappheit betroffen. Diese betroffenen Gebiete werden besonders häufig von Dürren heimgesucht, was auch zu einer Verknappung der Nahrungsmittel führt. UNICEF geht davon aus, dass sogar 2 Milliarden Menschen von Wasserknappheit betroffen sind und etwa 771 Millionen Menschen nicht einmal grundsätzlich Zugang zu Wasser haben (Quelle) Neben den sich verändernden klimatischen Verhältnissen, also sinkende Niederschlagshäufigkeit und mehr Hitze, sorgt die wachsende Weltbevölkerung dafür, dass in den letzten 20 Jahren die Ressourcen an Süßwasser pro Person um etwa 20 Prozent gesunken sind. Hiervon waren allerdings Entwicklungsländer wie die Regionen, die südlich der Sahara liegen, Zentralasien, Westasien, Südasien und Nordafrika besonders stark betroffen. Diese Länder verfügen zudem über ein sowieso sehr geringes regionales Wasservorkommen (Quelle). Gründe für einen Mangel an Wasser Klimakrise Das Wasser war zwar bereits vor der Klimakrise knapp und es wäre auch ohne diese knapper geworden, allerdings verschärft diese die Probleme in den bereits zuvor betroffenen Regionen. Der Klimawandel sorgt dafür, dass sich die Niederschläge in ihrer Intensität, ihrer Dauer und in der Verteilung über die Jahreszeiten verändert haben und weiter verändern. Hierdurch wird nicht nur die Menge des Trinkwassers beeinflusst, sondern auch seine Qualität. Diese Wasserknappheit wird dafür sorgen, dass es &#8222;Wasserflüchtlinge&#8220; geben wird. Immer dann, wenn ein Gebiet oder eine Region so wenig Grund- und Oberflächenwasser bereit hält, dass die Bevölkerung nicht mehr oder nur sehr unzureichend versorgt werden kann, werden diese Menschen umsiedeln. Extreme Wetterereignisse als Gefahr für die Wasserversorgung Zu dem Wandel in der Intensität und Häufigkeit der Niederschläge kommen extreme Wetterereignisse. Diese extremen Wetterereignisse können neben Stürmen oder Tornados auch Starkregen sein, der dafür sorgt, dass die lokalen Wassersysteme beschädigt werden. In Folge sind bereits jetzt etwa eine Milliarde Kinder den Gefahren durch den Klimawandel schutzlos ausgeliefert. Wasserknappheit wirkt sich auch immer auf die Bereiche Bildung und Gesundheit aus. Zudem sind etwa 500 Millionen Kinder einem hohen Überschwemmungsrisiko ausgesetzt. Etwa 450 Millionen Kinder leben in Regionen, in denen Wasserunsicherheit oder -Knappheit besteht (Quelle). Kriege und Konflikte In Ländern, in denen Kriege und Konflikte ausgetragen werden, kann aus mehreren Gründen die Wasserversorgung nicht aufrecht erhalten bleiben. Zum einen werden Versorgungssysteme durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört, zum anderen werden beispielsweise Kläranlagen nicht oder nur unzureichend betrieben. Nicht zuletzt können Hilfstrupps in betroffene Gebiete nicht oder nur sehr schwer vordringen. Das ist in Syrien der Fall, ein Land, in dem bereits seit über 12 Jahren ein Bürgerkrieg tobt. Aber auch der Krieg in der Ukraine hat schnell aufgezeigt, dass durch kriegerische Auseinandersetzungen Versorgungssysteme schnell lahm gelegt oder zerstört werden. Auch in der Ukraine waren Menschen über Wochen und Monate von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Das hat immer gravierende Auswirkungen auf die Bereiche Hygiene und Gesundheit (Quelle). Steigender Verbrauch Etwa 70 Prozent des Süßwassers werden durch die Landwirtschaft verbraucht, etwa 20 Prozent durch die Industrie. Der kommunale Verbrauch, also auch der durch den Endverbraucher, liegt bei lediglich zehn Prozent. In Industrieländern liegt der Verbrauch durch die Industrie sogar bei bis zu 70 Prozent. Wachsende Weltbevölkerung Derzeit wird davon ausgegangen, dass sie Weltbevölkerung jährlich um 0,9&#8211;1,1 Prozent steigt. Dieses Wachstum soll vermutlich Ende dieses Jahrhunderts ein Ende bei über 10 Milliarden Menschen finden. Wann genau das sein soll, ist schwer vorherzusehen und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, unter anderem davon, ob diese Menschen mit Nahrung und Wasser versorgt werden können. Der Bevölkerungszuwachs von etwa 66 Millionen Menschen jährlich ist darauf zurückzuführen, dass die Menschen aufgrund der sich verbessernden medizinischen Möglichkeiten immer älter werden und die Kindersterblichkeit weltweit zurück geht. So kommt es trotz Geburtenrückgangs zu einer stetig wachsenden Weltbevölkerung. Hierdurch steigt der Wasserverbrauch jährlich um etwa ein Prozent. Das liegt an der direkten Nachfrage durch die Endverbraucher und durch den gestiegenen Konsum von Industrieprodukten. Wasserverschwendung Mangelndes Bewusstsein und/oder mangelndes Wissen um effiziente Bewässerung sorgen dafür, dass übermäßig viel Wasser aufgrund von Verdunstung verloren geht. Fracking Beim Fracking werden große Mengen an Wasser benötigt, die in die Hohlräume gepumpt werden, damit das Öl nach oben aufsteigt. Das Wasser, das durch Fracking genutzt wird, bedroht auch die umliegenden Grundwasservorräte (Quelle) Wasserverbrauch in Deutschland Wir verbrauchen in Deutschland durchschnittlich 4.000 Liter Wasser pro Tag. Der Anteil, den wir aktiv durch Duschen, kochen und Trinken verbrauchen ist verschwindend gering. Wesentlich höher ist der Anteil des indirekten Wassers, den wir täglich konsumieren. Dieses Wasser wird benötigt, um unsere Lebensmittel und Konsumgüter herzustellen. Wir verbrauchen also auch immer dann Wasser, wenn wir uns zum Beispiel ein Baumwollshirt kaufen oder Schokolade essen. Bei Baumwolle und Kakao ist der Wasserverbrauch besonders hoch. Lebensmittel mit dem höchsten Wasserverbrauch Auf Platz eins befindet sich der Kakao, der pro Kilo 27.000 Liter Wasser benötigt. Auf dem zweiten Platz befindet sich der allseits beliebte Röstkaffee, der stolze 21.000 Liter Wasser pro Kilo Kaffee beansprucht. Die Nummer drei ist das Rindfleisch, welches pro Kilo Fleisch 15.490 Liter Wasser verbraucht. Auf Platz vier befinden sich die Nüsse mit 5.000 Litern Wasser. Genauso viel Wasser wird zur Herstellung von einem Kilogramm Hirse benötigt. Gefolgt von Schweinefleisch, Geflügel und rohem Reis, der sich mit 3470 Litern Wasser auf Platz 8 befindet. Unter uns, hat Dich der Wasserverbrauch von Hirse und Reis auch erschreckt? Also bei Reis wusste ich, dass dieser ständig bewässert wird, also quasi in einem Sumpf wächst. Hirse hört sich für mich so deutsch an, dass ich davon ausgegangen bin, dass diese in Deutschland angebaut wird. Tatsächlich wird Hirse in europäischen Ländern wie Polen oder Österreich angebaut und auch sonst auf gefühlt der ganzen Welt, außer in Deutschland. Weltweit wurden 45.725.039 Tonnen Sorgumhirsen produziert. Die Sorgumhirse, die auch als Zuckerhirse bezeichnet wird, findet Einsatz als Nahrungsmittel, wird zum Bierbrauen und ... <a title="Der Wasser-Fußabdruck" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/der-wasser-fussabdruck/" aria-label="Mehr Informationen über Der Wasser-Fußabdruck">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/hands-1477262_1920-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-509" width="167" height="250" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/hands-1477262_1920-683x1024.jpg 683w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/hands-1477262_1920-200x300.jpg 200w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/hands-1477262_1920-768x1152.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/hands-1477262_1920-1024x1536.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/hands-1477262_1920.jpg 1280w" sizes="(max-width: 167px) 100vw, 167px" /></figure>



<p><sup>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/fotoemotions-872019/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1477262">H. B.</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1477262">Pixabay</a></sup></p>



<p>Wasser ist neben Sauerstoff die wichtigste Ressource, die wir zum Überleben benötigen. Jedoch haben nicht alle Menschen Zugriff auf Wasser. </p>



<span id="more-508"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Haben alle Menschen Zugriff auf sauberes Wasser?</h2>



<p>Die Antwort dürfte Dich nicht verwundern: Nein. Die Wasserreserven und der Zugriff auf sauberes Trinkwasser sind weltweit ungleich verteilt. Bereits seit 30 Jahren wird gewarnt, dass der steigende Wasserverbrauch weltweit aber insbesondere regional zur Wasserknappheit führen wird. </p>



<p>Weltweit sind etwa <a href="https://www.welthungerhilfe.de/welternaehrung/rubriken/klima-ressourcen/warum-die-welt-unter-schweren-wasserproblemen-leidet#:~:text=Etwa%20jeder%20sechste%20Mensch%20auf,Fehlnutzung%2C%20Verunreinigung%20und%20zunehmende%20Knappheit." target="_blank" rel="noreferrer noopener">1,2 Milliarden Menschen</a>, die insbesondere in ländlichen Regionen wohnen, von Wasserknappheit betroffen. Diese betroffenen Gebiete werden besonders häufig von Dürren heimgesucht, was auch zu einer Verknappung der Nahrungsmittel führt. </p>



<p>UNICEF geht davon aus, dass sogar 2 Milliarden Menschen von Wasserknappheit betroffen sind und etwa 771 Millionen Menschen nicht einmal grundsätzlich Zugang zu Wasser haben (<a href="https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/weltwassertag-2023-zehn-fakten-ueber-wasser/275338" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>)</p>



<p>Neben den sich verändernden klimatischen Verhältnissen, also sinkende Niederschlagshäufigkeit und mehr Hitze, sorgt die wachsende Weltbevölkerung dafür, dass in den letzten 20 Jahren die Ressourcen an Süßwasser pro Person um etwa 20 Prozent gesunken sind. Hiervon waren allerdings Entwicklungsländer wie die Regionen, die südlich der Sahara liegen, Zentralasien, Westasien, Südasien und Nordafrika besonders stark betroffen. Diese Länder verfügen zudem über ein sowieso sehr geringes regionales Wasservorkommen (<a href="https://www.welthungerhilfe.de/welternaehrung/rubriken/klima-ressourcen/warum-die-welt-unter-schweren-wasserproblemen-leidet#:~:text=Etwa%20jeder%20sechste%20Mensch%20auf,Fehlnutzung%2C%20Verunreinigung%20und%20zunehmende%20Knappheit." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p> </p>



<h2 class="wp-block-heading">Gründe für einen Mangel an Wasser</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Klimakrise</h3>



<p>Das Wasser war zwar bereits vor der <a href="https://simpleandslowliving.de/kipppunkte-im-klimawandel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klimakrise </a>knapp und es wäre auch ohne diese knapper geworden, allerdings verschärft diese die Probleme in den bereits zuvor betroffenen Regionen.</p>



<p>Der Klimawandel sorgt dafür, dass sich die Niederschläge in ihrer Intensität, ihrer Dauer und in der Verteilung über die Jahreszeiten verändert haben und weiter verändern. Hierdurch wird nicht nur die Menge des Trinkwassers beeinflusst, sondern auch seine Qualität. Diese Wasserknappheit wird dafür sorgen, dass es &#8222;Wasserflüchtlinge&#8220; geben wird. Immer dann, wenn ein Gebiet oder eine Region so wenig Grund- und Oberflächenwasser bereit hält, dass die Bevölkerung nicht mehr oder nur sehr unzureichend versorgt werden kann, werden diese Menschen umsiedeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Extreme Wetterereignisse als Gefahr für die Wasserversorgung</h3>



<p>Zu dem Wandel in der Intensität und Häufigkeit der Niederschläge kommen extreme Wetterereignisse. Diese extremen Wetterereignisse können neben Stürmen oder Tornados auch Starkregen sein, der dafür sorgt, dass die lokalen Wassersysteme beschädigt werden.</p>



<p>In Folge sind bereits jetzt etwa eine Milliarde Kinder den Gefahren durch den Klimawandel schutzlos ausgeliefert. Wasserknappheit wirkt sich auch immer auf die Bereiche Bildung und Gesundheit aus.</p>



<p>Zudem sind etwa 500 Millionen Kinder einem hohen Überschwemmungsrisiko ausgesetzt. Etwa 450 Millionen Kinder leben in Regionen, in denen Wasserunsicherheit oder -Knappheit besteht (<a href="https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/weltwassertag-2023-zehn-fakten-ueber-wasser/275338" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kriege und Konflikte</h3>



<p>In Ländern, in denen <a href="https://simpleandslowliving.de/warum-kriege-nie-gewinner-hervorbringen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kriege und Konflikte</a> ausgetragen werden, kann aus mehreren Gründen die Wasserversorgung nicht aufrecht erhalten bleiben. Zum einen werden Versorgungssysteme durch die kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört, zum anderen werden beispielsweise Kläranlagen nicht oder nur unzureichend betrieben. Nicht zuletzt können Hilfstrupps in betroffene Gebiete nicht oder nur sehr schwer vordringen. </p>



<p>Das ist in Syrien der Fall, ein Land, in dem bereits seit über 12 Jahren ein Bürgerkrieg tobt. Aber auch der Krieg in der Ukraine hat schnell aufgezeigt, dass durch kriegerische Auseinandersetzungen Versorgungssysteme schnell lahm gelegt oder zerstört werden. Auch in der Ukraine waren Menschen über Wochen und Monate von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Das hat immer gravierende Auswirkungen auf die Bereiche Hygiene und Gesundheit (<a href="https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/weltwassertag-2023-zehn-fakten-ueber-wasser/275338" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Steigender Verbrauch</h3>



<p>Etwa 70 Prozent des Süßwassers werden durch die Landwirtschaft verbraucht, etwa 20 Prozent durch die Industrie. Der kommunale Verbrauch, also auch der durch den Endverbraucher, liegt bei lediglich zehn Prozent. In Industrieländern liegt der Verbrauch durch die Industrie sogar bei bis zu 70 Prozent. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wachsende Weltbevölkerung</h3>



<p>Derzeit wird davon ausgegangen, dass sie Weltbevölkerung jährlich um<a href="https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/nachhaltigkeit/weltbevoelkerung-bevoelkerungswachstum-menschen-erde-welt-110.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> 0,9</a>&#8211;<a href="https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/W03-Bevoelkerungszahl-Wachstum-Welt-ab-1950.html#:~:text=Das%20zur%C3%BCckgehende%20Wachstum%20der%20Weltbev%C3%B6lkerung,um%20knapp%201%2C1%20Prozent." target="_blank" rel="noreferrer noopener">1,1 Prozent</a> steigt. Dieses Wachstum soll vermutlich Ende dieses Jahrhunderts ein Ende bei über 10 Milliarden Menschen finden. Wann genau das sein soll, ist schwer vorherzusehen und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, unter anderem davon, ob diese Menschen mit Nahrung und Wasser versorgt werden können.</p>



<p>Der Bevölkerungszuwachs von etwa 66 Millionen Menschen jährlich ist darauf zurückzuführen, dass die Menschen aufgrund der sich verbessernden medizinischen Möglichkeiten immer älter werden und die Kindersterblichkeit weltweit zurück geht. So kommt es trotz Geburtenrückgangs zu einer stetig wachsenden Weltbevölkerung. </p>



<p>Hierdurch steigt der Wasserverbrauch jährlich um etwa ein Prozent. Das liegt an der direkten Nachfrage durch die Endverbraucher und durch den gestiegenen Konsum von Industrieprodukten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wasserverschwendung</h3>



<p>Mangelndes Bewusstsein und/oder mangelndes Wissen um effiziente Bewässerung sorgen dafür, dass übermäßig viel Wasser aufgrund von Verdunstung verloren geht. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Fracking</h3>



<p>Beim Fracking werden große Mengen an Wasser benötigt, die in die Hohlräume gepumpt werden, damit das Öl nach oben aufsteigt. Das Wasser, das durch Fracking genutzt wird, bedroht auch die umliegenden Grundwasservorräte (<a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/drohende-wasserknappheit-verschwendet-verdreckt-verdunstet-a-793784.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>)</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wasserverbrauch in Deutschland</h2>



<p>Wir verbrauchen in Deutschland durchschnittlich 4.000 Liter Wasser pro Tag. Der Anteil, den wir aktiv durch Duschen, kochen und Trinken verbrauchen ist verschwindend gering. Wesentlich höher ist der Anteil des indirekten Wassers, den wir täglich konsumieren. Dieses Wasser wird benötigt, um unsere Lebensmittel und Konsumgüter herzustellen.</p>



<p>Wir verbrauchen also auch immer dann Wasser, wenn wir uns zum Beispiel ein Baumwollshirt kaufen oder Schokolade essen. Bei Baumwolle und Kakao ist der Wasserverbrauch besonders hoch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lebensmittel mit dem höchsten Wasserverbrauch</h2>



<p>Auf Platz eins befindet sich der Kakao, der pro Kilo 27.000 Liter Wasser benötigt. Auf dem zweiten Platz befindet sich der allseits beliebte Röstkaffee, der stolze 21.000 Liter Wasser pro Kilo Kaffee beansprucht. Die Nummer drei ist das Rindfleisch, welches pro Kilo Fleisch 15.490 Liter Wasser verbraucht. </p>



<p>Auf Platz vier befinden sich die Nüsse mit 5.000 Litern Wasser. Genauso viel Wasser wird zur Herstellung von einem Kilogramm Hirse benötigt. Gefolgt von Schweinefleisch, Geflügel und rohem Reis, der sich mit 3470 Litern Wasser auf Platz 8 befindet. </p>



<p>Unter uns, hat Dich der Wasserverbrauch von Hirse und Reis auch erschreckt? Also bei Reis wusste ich, dass dieser ständig bewässert wird, also quasi in einem Sumpf wächst. Hirse hört sich für mich so deutsch an, dass ich davon ausgegangen bin, dass diese in Deutschland angebaut wird. Tatsächlich wird Hirse in europäischen Ländern wie Polen oder Österreich angebaut und auch sonst auf gefühlt der ganzen Welt, außer in Deutschland. Weltweit wurden 45.725.039 Tonnen Sorgumhirsen produziert. Die Sorgumhirse, die auch als Zuckerhirse bezeichnet wird, findet Einsatz als Nahrungsmittel, wird zum Bierbrauen und als Futtermittel genutzt (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sorghumhirse#Wirtschaftliche_Bedeutung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p>In der Top10 der Lebensmittel mit dem höchsten Wasserverbrauch befinden sich zudem noch Eier, Hühner- und Schweinefleisch sowie die Kokosnuss (<a href="https://www.fitforfun.de/news/wasser-fussabdruck-diese-10-lebensmittel-verbrauchen-am-meisten-wasser-294549.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). Die Top10 endet mit der Kokosnuss, die &#8222;nur&#8220; 2.500 Liter Wasser pro Kilogramm verbraucht. Nicht in die Top10 geschafft hat es die Avocado, die 1.000 Liter Wasser pro Kilogramm benötigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alternativen zu den Lebensmitteln mit hohem Wasserverbrauch</h2>



<p>Den zehn Lebensmitteln mit dem höchsten Wasserverbrauch stehen die zehn Lebensmittel mit dem geringsten Wasserverbrauch gegenüber. Falls Du dich fragst, was Du essen kannst, wenn Du Dich wasserschonend ernähren möchtest findest Du hier die Antwort. Aus den Lebensmitteln der Top10 mit dem niedrigsten Wasserverbrauch lässt sich ein leckerer Salat herstellen. </p>



<p>Auf Platz eins befindet sich mit 110 Litern pro Kilogramm die Tomate, gefolgt von den Karotten mit 130 Litern. Auf Platz drei ist die Kartoffel mit 210 Litern.  Bei uns beliebte Getreide wie Weizen oder Gerste verbrauchen im Schnitt 1.350 Liter Wasser (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163215/umfrage/wasserverbrauch-fuer-getreide-und-fleisch/#:~:text=F%C3%BCr%20ein%20Kilogramm%20Getreide%20werden%201350%20Liter%20Wasser%20ben%C3%B6tigt." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p>Prinzipiell haben regional angebaute, pflanzliche Lebensmittel eine bessere Wasserbilanz als importierte Ware und Produkte tierischen Ursprungs. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Abweichende Berechnungsgrundlagen</h2>



<p><a href="/Users/angel/Downloads/fact_sheet_Wasserverbrauch_und_Landwirtschaft.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dipl.-Ing. Christian Krumphuber und Marcel Haider</a> legen in einem von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Abteilung Pflanzenbau, veröffentlichtem Papier eine ganz andere Berechnungsgrundlage zu Grunde. Sie gehen davon aus, dass das verdunstete Wasser nicht mit in die Berechnungen einbezogen werden dürfe, weil dieses als Niederschläge (andere) Futterpflanzen erzeuge. </p>



<p>Diese Berechnungsgrundlage ist auch schwierig. Kann der Niederschlag wirklich nutzbar gemacht werden? Wo kommt es zum Niederschlag? Unterm Strich merkt man in der Schlussbemerkung, dass sich die beiden Herren merklich touchiert sind und sich erheblich angegriffen fühlen.</p>



<p>Mit ihnen soll die Landwirtschaftsbranche ebenfalls sauer sein. Was die Herren scheinbar überlesen haben und das dürfte in Österreich nicht sehr viel anders sein: in Deutschland wurden im Jahr 2013 lediglich 2,2 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen <a href="https://albert-schweitzer-stiftung.de/themen/umwelt/wasserverbrauch-ernaehrung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">bewässert</a>. Es spielt bei einer Vielzahl von Nutzpflanzen überhaupt keine Rolle, weil es sich sowieso um Niederschlag handelt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Regional und saisonal</h2>



<p>Die Empfehlungen oder die Trends gehen also hin zu regionalen, saisonalen Produkten, die zum einen grundsätzlich weniger Wasser benötigen als beispielsweise Kokosnüsse oder Kakaobohnen und zum anderen bislang wenig bis kaum bewässert werden. </p>



<p>Wenn die Menschen statt zu Chiasamen zu regionalen Produkten wie Leinsamen greifen, dann kommt das nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch den Menschen vor Ort. Ich bin nicht sicher, ob die Herren mal darüber nachgedacht haben, dass die Produkte mit dem höchsten Wasserverbrauch aus Regionen mit Wassermangel stammen. </p>



<p>Mit und ohne Berücksichtigung des Transpirationskoeffizienten schneiden regional angebaute pflanzliche Lebensmittel wie Tomaten oder Karotten besser ab als Kakao, Ananas oder Kokosnuss. An der Reihenfolge wird sich nichts oder nicht viel ändern. Ich gehe davon aus, dass niemand auswendig weiß, wie viel Wasser zur Herstellung welches Lebensmittels benötigt wird. Allerdings merken wir uns, welche Lebensmittelgruppen tendenziell mehr Wasser benötigen. </p>



<p>Unterm Strich müssen wir uns alle irgendwie ernähren. Die Kehrtwende weg von einem hohen Fleischkonsum wird bei weiterhin wachsender Bevölkerung niemand aufhalten können, unabhängig davon, wie viel Wasser dafür benötigt wird. Die Pflanzen, die derzeit als Tierfutter genutzt werden, werden hoffentlich früher oder später eingesetzt, um Menschen zu ernähren.</p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Der ökologische Fußabdruck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2023 10:25:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bild von Colin Behrens auf Pixabay Der ökologische Fußabdruck ist in aller Munde. Doch was ist der ökologische Fußabdruck und wie groß ist unser Einfluss auf ihn? Was ist der ökologische Fußabdruck? Der ökologische Fußabdruck setzt sich aus dem Land-Fußabdruck, dem CO2-Fußabdruck, dem Wasser-Fußabdruck und dem Material-Fußabdruck zusammen. Die Rechner, die Du im Internet finden kannst, die Deinen individuellen Fußabdruck ausrechnen, beziehen sich meist auf den CO2-Fußabdruck. Bei dem CO2-Fußabdruck handelt es sich um einen Nachhaltigkeitsindikator, der aufzeigt, wie viele Ressourcen du verbrauchst und diese Werte weltweit vergleicht. Als Industrieland verursacht Deutschland prinzipiell mit etwa 11 Tonen CO2 pro Kopf mehr als doppelt so viel CO2 als der weltweite Durchschnitt. Der ökologische Fußabdruck und seine vier Unterteilungen Der Land-Fußabdruck Bei dem Land-Fußabdruck handelt es sich um die landwirtschaftlichen Flächen, die zur Versorgung benötigt wird. Dazu gehört die Nahrungsmittelproduktion aber auch die Produktion von Vieh-Futtermittel und die Flächen, die zur Rodung von Bäumen zur Produktion von Brennholz genutzt wird. In Europa werden 60% der landwirtschaftlich produzierten Produkte importiert. Der CO2-Fußabdruck Beim CO2-Fußabdruck werden die klimaverändernden Emissionen erfasst. Durch den Import von Waren aus aller Welt haben viele europäische Länder ihren ökologischen Fußabdruck vergrößert, obwohl die eigenen CO2-Emissionen rückläufig sind. Der Wasser-Fußabdruck Der Wasserfußabdruck beinhaltet sämtliches verbrauchtes Wasser, also auch Regenwasser und das Wasser, das zur Herstellung Deiner Produkte benötigt wird. Hier kannst Du deinen Wasser-Fußabdruck berechnen. Wie in den anderen Bereichen auch, hast Du über die Auswahl der Produkte direkten Einfluss auf deinen Wasserverbrauch. Der Wasser-Fußabdruck beinhaltet wesentlich mehr als das Wasser, das Du zum Duschen und zum Gießen Deiner Pflanzen benötigst. Er beinhaltet auch den Wasserverbrauch zur Herstellung Deiner Lebensmittel. Der Material-Fußabdruck Hier werden die Materialien erfasst, die zur Herstellung von Produkten verbraucht werden, also beispielsweise auch Metalle, die zur Herstellung von Handys benötigt werden. Der Material-Fußabdruck lässt sich durch Recycling verkleinern. Wie wird der ökologische Fußabdruck berechnet? Der ökologische Fußabdruck wird anhand mehrerer Faktoren berechnet. Nutzt du einen &#8222;einfachen&#8220; Rechner, wird dieser anhand Deines Einkommens, deiner Wohnraumgröße und deines Mobilitätsverhaltens sowie Deiner Ernährungsgewohnheiten berechnet. Personen, die fleischlastig essen, in einem großen Haus wohnen, viel Auto fahren und viel reisen haben einen wesentlich höheren Fußabdruck als ein Veganer, der in einer WG wohnt und kein Auto besitzt. Auf welcher Grundlage wird der ökologische Fußabdruck berechnet? Der ökologische Fußabdruck wird auf der Grundlage der natürlichen Biokapazität berechnet. Die natürliche Biokapazität ergibt sich aus den verschiedenen Flächen die genutzt werden können, wie beispielsweise Acker- und Weideland oder Waldflächen. Von diesen Flächen wird die biologische Produktivität ermittelt. Diese biologische Produktivität wird im sogenannten &#8222;globalen Hektar&#8220; (gha) angegeben. Diese Flächen stehen den Menschen zur Nutzung zur Verfügung. Bei der Berechnung des ökologischen Fußabdrucks wird der tatsächliche Verbrauch der Ressourcen mit der Biokapazität der Erde in Verhältnis gesetzt. Durch diese Berechnung lässt sich auch ermitteln, wie viel ein einzelner Mensch verbrauchen darf. In Deutschland sind das 1,6 gha. Tatsächlich verbrauchen wir pro Kopf 4,9 gha. Würden alle Menschen so leben wie wir in Deutschland, bräuchten wir 3 Erden. Tatsächlich ist der weltweite Durchschnittswert dennoch so hoch, dass wir 1,75 Erden benötigen würden. An dieser Stelle sollte ich anmerken, dass der weltweite Durchschnittsverbrauch so &#8222;niedrig&#8220; ist, weil es Menschen gibt, die kaum Ressourcen verbrauchen. Das hört sich erst einmal positiv für uns an, weil sie unseren Überkonsum ausgleichen. Allerdings handelt es sich hierbei um Menschen, die teilweise kein sauberes Trinkwasser und nicht genügend Nahrungsmittel besitzen. Weltweit sind 767 Millionen Menschen von absoluter Armut betroffen. Viele von ihnen zahlen den Ausgleich des ökologischen Fußabdrucks mit ihrem Leben, weil sie an Mangel- oder Unterernährung versterben oder erhebliche Behinderungen davontragen. Hat mein Verhalten Einfluss auf den Durchschnittswert? Bei 83,2 Millionen Einwohnern wird sich der Durchschnittswert nicht ändern, wenn eine Person ihr Verhalten ändert. Mal angenommen, es würde jede 10. Person den Verbrauch von Ressourcen reduzieren, dann wäre diese Änderung bereits sichtbar. Du kennst sicher Menschen, die keinen Sinn darin sehen, dass wir als ein relativ kleines Land unser persönliches Verhalten ändern, wenn ein Großteil der CO2-Emissionen durch die Industrie verursacht wird? Dabei sind wir es, die die Industrie am Laufen halten, wir sind diejenigen, die die Produkte nachfragen. Kein Gewerbe auf dieser Welt stellt Dinge her, die nicht benötigt werden. Jedenfalls nicht sehr lange. Es sind die Menschen in den USA, in Russland, Australien und Deutschland, die mehr Ressourcen verbrauchen, als ihnen die Erde zur Verfügung stellt. Wie viele Erden würden wir in Deutschland eigentlich benötigen? In Deutschland wurden im Jahr 2022 so viele Ressourcen verbraucht, dass wir eigentlich drei Erden benötigen, damit die Rohstoffe auf natürliche Art und Weise wieder nachwachsen können. Die USA liegen im &#8222;Erdenverbrauch&#8220; mit 5,1 Erden weltweit auf Platz eins. Der ökologische Fußabdruck in den USA ist immens, ebenso in Australien und Russland (Quelle). Was kann ich als Einzelperson ändern? Der ökologische Fußabdruck der USA ist zwar der größte, aber warum interessiert dieser uns oft mehr als der Eigene? Der ökologische Fußabdruck in den USA, Russland oder China ist durch uns zunächst nicht direkt beeinflussbar. Wir können die Verhältnisse, unter denen vor Ort produziert wird, nicht ändern. Wir können aber durch unser Konsumverhalten dafür sorgen, dass Produkte am Markt bestehen bleiben oder eben nicht. Wenn wir bestimmte Produkte nicht kaufen, dann kann das dazu führen, dass sie früher oder später vom Markt verschwinden. Kennst du das Sprichwort &#8222;Du kannst nur vor deiner eigenen Haustür kehren&#8220;? Das trifft beim CO2-Fußabdruck auch zu. Die Politik und die Industrie stehen vor immensen Herausforderungen in Bezug auf den Klimaschutz. Sie werden scheitern, wenn die Endverbraucher ihr Verhalten nicht ändern. Können wir uns Klimaschutz leisten? Fair und ökologisch nachhaltig produzierte Produkte sind in der Regel teuer. Insbesondere dann, wenn es sich um importierte Produkte handelt. Bei diesen steigt der Preis schnell um das Dreifache. Das betrifft insbesondere Nahrungsmittel wie Schokolade, Kaffee, Avocados und Cashewkerne. Bei regional produziertem Bio-Fleisch zahlen wir weitaus mehr als das Dreifache im Vergleich zum Discount-Preis. Die Preise ergeben sich nicht nur aus dem Schutz des Tierwohls, sondern auch aus den Löhnen und Gehältern, die in Deutschland gezahlt werden müssen. Deutsche Bauern, die ihre Nutztiere ... <a title="Der ökologische Fußabdruck" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/der-oekologische-fussabdruck/" aria-label="Mehr Informationen über Der ökologische Fußabdruck">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/green-4123698_1920-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-504" width="132" height="234" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/green-4123698_1920-576x1024.jpg 576w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/green-4123698_1920-169x300.jpg 169w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/green-4123698_1920-768x1365.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/green-4123698_1920-864x1536.jpg 864w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/green-4123698_1920.jpg 1080w" sizes="(max-width: 132px) 100vw, 132px" /></figure>



<p><sup>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/colin00b-346653/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4123698">Colin Behrens</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4123698">Pixabay</a></sup></p>



<p>Der ökologische Fußabdruck ist in aller Munde. Doch was ist der ökologische Fußabdruck und wie groß ist unser Einfluss auf ihn?</p>



<span id="more-503"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist der ökologische Fußabdruck?</h2>



<p>Der ökologische Fußabdruck setzt sich aus dem Land-Fußabdruck, dem CO<sub>2</sub>-Fußabdruck, dem Wasser-Fußabdruck und dem Material-Fußabdruck zusammen. Die Rechner, die Du im Internet finden kannst, die Deinen individuellen Fußabdruck ausrechnen, beziehen sich meist auf den CO<sub>2</sub>-Fußabdruck. </p>



<p>Bei dem CO2-Fußabdruck handelt es sich um einen Nachhaltigkeitsindikator, der aufzeigt, wie viele Ressourcen du verbrauchst und diese Werte weltweit vergleicht. Als Industrieland verursacht Deutschland prinzipiell mit etwa 11 Tonen CO<sub>2</sub> pro Kopf mehr als doppelt so viel CO<sub>2</sub> als der weltweite Durchschnitt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der ökologische Fußabdruck und seine vier Unterteilungen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Der Land-Fußabdruck</h3>



<p>Bei dem Land-Fußabdruck handelt es sich um die landwirtschaftlichen Flächen, die zur Versorgung benötigt wird. Dazu gehört die Nahrungsmittelproduktion aber auch die Produktion von Vieh-Futtermittel und die Flächen, die zur Rodung von Bäumen zur Produktion von Brennholz genutzt wird. In Europa werden 60% der landwirtschaftlich produzierten Produkte importiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der CO<sub>2</sub>-Fußabdruck</h3>



<p>Beim CO<sub>2</sub>-Fußabdruck werden die klimaverändernden Emissionen erfasst. Durch den Import von Waren aus aller Welt haben viele europäische Länder ihren ökologischen Fußabdruck vergrößert, obwohl die eigenen CO<sub>2</sub>-Emissionen rückläufig sind. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Wasser-Fußabdruck</h3>



<p>Der Wasserfußabdruck beinhaltet sämtliches verbrauchtes Wasser, also auch Regenwasser und das Wasser, das zur Herstellung Deiner Produkte benötigt wird. <a href="https://www.waterfootprint.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier </a>kannst Du deinen Wasser-Fußabdruck berechnen. Wie in den anderen Bereichen auch, hast Du über die Auswahl der Produkte direkten Einfluss auf deinen Wasserverbrauch. </p>



<p>Der Wasser-Fußabdruck beinhaltet wesentlich mehr als das Wasser, das Du zum Duschen und zum Gießen Deiner Pflanzen benötigst. Er beinhaltet auch den Wasserverbrauch zur Herstellung Deiner Lebensmittel. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Material-Fußabdruck</h3>



<p>Hier werden die Materialien erfasst, die zur Herstellung von Produkten verbraucht werden, also beispielsweise auch Metalle, die zur Herstellung von Handys benötigt werden. Der Material-Fußabdruck lässt sich durch Recycling verkleinern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie wird der ökologische Fußabdruck berechnet?</h2>



<p>Der ökologische Fußabdruck wird anhand mehrerer Faktoren berechnet. Nutzt du einen &#8222;einfachen&#8220; Rechner, wird dieser anhand Deines Einkommens, deiner Wohnraumgröße und deines Mobilitätsverhaltens sowie Deiner Ernährungsgewohnheiten berechnet.</p>



<p>Personen, die fleischlastig essen, in einem großen Haus wohnen, viel Auto fahren und viel reisen haben einen wesentlich höheren Fußabdruck als ein Veganer, der in einer WG wohnt und kein Auto besitzt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Auf welcher Grundlage wird der ökologische Fußabdruck berechnet?</h2>



<p>Der ökologische Fußabdruck wird auf der Grundlage der natürlichen Biokapazität berechnet. Die natürliche Biokapazität ergibt sich aus den verschiedenen Flächen die genutzt werden können, wie beispielsweise Acker- und Weideland oder Waldflächen. Von diesen Flächen wird die biologische Produktivität ermittelt. Diese biologische Produktivität wird im sogenannten &#8222;globalen Hektar&#8220; (gha) angegeben. Diese Flächen stehen den Menschen zur Nutzung zur Verfügung. </p>



<p>Bei der Berechnung des ökologischen Fußabdrucks wird der tatsächliche Verbrauch der Ressourcen mit der Biokapazität der Erde in Verhältnis gesetzt. </p>



<p>Durch diese Berechnung lässt sich auch ermitteln, wie viel ein einzelner Mensch verbrauchen darf. In Deutschland sind das 1,6 gha. Tatsächlich verbrauchen wir pro Kopf 4,9 gha. Würden alle Menschen so leben wie wir in Deutschland, bräuchten wir 3 Erden. Tatsächlich ist der weltweite Durchschnittswert dennoch so hoch, dass wir<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/588224/umfrage/oekologischer-fussabdruck-der-laender-mit-den-hoechsten-werten/#:~:text=Wenn%20die%20gesamte%20Weltbev%C3%B6lkerung%20nach,weltweiten%20Vergleich%20am%20h%C3%B6chsten%20ist." target="_blank" rel="noreferrer noopener"> 1,75 Erden</a> benötigen würden.</p>



<p>An dieser Stelle sollte ich anmerken, dass der weltweite Durchschnittsverbrauch so &#8222;niedrig&#8220; ist, weil es Menschen gibt, die kaum Ressourcen verbrauchen. Das hört sich erst einmal positiv für uns an, weil sie unseren Überkonsum ausgleichen. Allerdings handelt es sich hierbei um Menschen, die teilweise kein sauberes Trinkwasser und nicht genügend Nahrungsmittel besitzen. Weltweit sind <a href="https://simpleandslowliving.de/wie-arm-ist-deutschland/#more-463">767 Millionen</a> Menschen von absoluter Armut betroffen. Viele von ihnen zahlen den Ausgleich des ökologischen Fußabdrucks mit ihrem Leben, weil sie an Mangel- oder Unterernährung versterben oder erhebliche Behinderungen davontragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hat mein Verhalten Einfluss auf den Durchschnittswert?</h2>



<p>Bei 83,2 Millionen Einwohnern wird sich der Durchschnittswert nicht ändern, wenn eine Person ihr Verhalten ändert. Mal angenommen, es würde jede 10. Person den Verbrauch von Ressourcen reduzieren, dann wäre diese Änderung bereits sichtbar. </p>



<p>Du kennst sicher Menschen, die keinen Sinn darin sehen, dass wir als ein relativ kleines Land unser persönliches Verhalten ändern, wenn ein Großteil der CO<sub>2</sub>-Emissionen durch die Industrie verursacht wird? Dabei sind wir es, die die Industrie am Laufen halten, wir sind diejenigen, die die Produkte nachfragen. Kein Gewerbe auf dieser Welt stellt Dinge her, die nicht benötigt werden. Jedenfalls nicht sehr lange. </p>



<p>Es sind die Menschen in den USA, in Russland, Australien und Deutschland, die mehr Ressourcen verbrauchen, als ihnen die Erde zur Verfügung stellt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie viele Erden würden wir in Deutschland eigentlich benötigen?</h2>



<p>In Deutschland wurden im Jahr 2022 so viele Ressourcen verbraucht, dass wir eigentlich drei Erden benötigen, damit die Rohstoffe auf natürliche Art und Weise wieder nachwachsen können. </p>



<p>Die USA liegen im &#8222;Erdenverbrauch&#8220; mit 5,1 Erden weltweit auf Platz eins. Der ökologische Fußabdruck in den USA ist immens, ebenso in Australien und Russland (<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/588224/umfrage/oekologischer-fussabdruck-der-laender-mit-den-hoechsten-werten/#:~:text=Wenn%20die%20gesamte%20Weltbev%C3%B6lkerung%20nach,weltweiten%20Vergleich%20am%20h%C3%B6chsten%20ist." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). </p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was kann ich als Einzelperson ändern?</h2>



<p>Der ökologische Fußabdruck der USA ist zwar der größte, aber warum interessiert dieser uns oft mehr als der Eigene? Der ökologische Fußabdruck in den USA, Russland oder China ist durch uns zunächst nicht direkt beeinflussbar. Wir können die Verhältnisse, unter denen vor Ort produziert wird, nicht ändern.</p>



<p>Wir können aber durch unser Konsumverhalten dafür sorgen, dass Produkte am Markt bestehen bleiben oder eben nicht. Wenn wir bestimmte Produkte nicht kaufen, dann kann das dazu führen, dass sie früher oder später vom Markt verschwinden. </p>



<p>Kennst du das Sprichwort &#8222;Du kannst nur vor deiner eigenen Haustür kehren&#8220;? Das trifft beim CO<sub>2</sub>-Fußabdruck auch zu. Die Politik und die Industrie stehen vor immensen Herausforderungen in Bezug auf den Klimaschutz. Sie werden scheitern, wenn die Endverbraucher ihr Verhalten nicht ändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Können wir uns Klimaschutz leisten?</h2>



<p>Fair und ökologisch nachhaltig produzierte Produkte sind in der Regel teuer. Insbesondere dann, wenn es sich um importierte Produkte handelt. Bei diesen steigt der Preis schnell um das Dreifache. Das betrifft insbesondere Nahrungsmittel wie Schokolade, Kaffee, Avocados und Cashewkerne. </p>



<p>Bei regional produziertem Bio-Fleisch zahlen wir weitaus mehr als das Dreifache im Vergleich zum Discount-Preis. Die Preise ergeben sich nicht nur aus dem Schutz des Tierwohls, sondern auch aus den Löhnen und Gehältern, die in Deutschland gezahlt werden müssen. Deutsche Bauern, die ihre Nutztiere mit biologisch angebautem Futter aus der EU groß ziehen, wollen und müssen entsprechend bezahlt werden.</p>



<p>Auch die Bauern und ihre Angestellten müssen von ihren Einnahmen in Deutschland leben. Hier fängt das Dilemma bereits an. In Deutschland wollen alle fair entlohnt werden, die Produkte sollen jedoch bitte möglichst günstig sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist, wenn ich mir das nicht leisten kann?</h2>



<p>Ich weiß, dass das recht zynisch klingt, aber je weniger Geld eine Person zur Verfügung hat, umso weniger klimaschädlich kann sie sich verhalten. Unser CO2-Fußabdruck ist maßgeblich von unserem Einkommen und den Konsumausgaben sowie unserer Mobilität abhängig. Eine Person mit einem niedrigen Einkommen, die zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV zur Arbeit fährt, sich wenig Dinge über das Grundsätzliche hinaus leisten kann, hat einen weitaus niedrigeren ökologischen Fußabdruck als Personen mit hohem Einkommen.</p>



<p>Besser als Dr. Eckart von Hirschhausen in seinem Buch &#8222;Mensch, Erde. Wir könnten es so schön haben&#8220; kann ich es auch nicht beschreiben. Er geht in dem Kapitel &#8222;Das Dilemma der aufgeklärten Verschmutzer&#8220; darauf ein, dass mit mehr Geld auch mehr Schaden angerichtet werden kann. Er vergleicht eine SUV-fahrende, besser verdienende Familie mit einer allein erziehenden Mutter mit drei Kindern und einem Meerschweinchen. In dem anderen Haushalt wohnen ebenfalls vier Personen, zwei Erwachsene und zwei Kinder sowie ein Labrador. </p>



<p>Der CO<sub>2</sub>-Verbrauch der Familie mit den zwei Kindern ist alleine schon deshalb höher, weil sie in einem Einfamilienhaus leben. Die Information, dass sie auf dem Land leben ist ebenfalls relevant. Die meisten Menschen, die auf dem Land leben, arbeiten dort nicht. Auch die Kinder müssen irgendwie in die Schule kommen, die vermutlich nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft liegt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der ökologische Fußabdruck im Kontext des ökologischen Status&#8216;</h2>



<p>Wir können den ökologischen Fußabdruck folglich nie isoliert betrachten. Menschen, die viel Geld verdienen, legen dieses nicht nur in Aktien an, sondern auch in Immobilien, in denen sie zumindest teilweise selbst leben. Zudem fahren sie tendenziell größere Autos, die einen höheren Verbrauch haben. Sie erholen sich von ihrem anstrengenden Arbeitsalltag in weiter entfernten Gefilden als schlechter Verdienende.</p>



<p> Menschen mit einem hohen Bildungsgrad glauben häufig, sich ökologisch nachhaltig zu verhalten, auch wenn dies reine Farce ist. Dr. Eckart von Hirschhausen veranschaulicht das mit dem Beispiel des Einkaufs auf dem Bio-Bauenhof, zu dem natürlich mit dem SUV gefahren wird.</p>



<p>Der ökologische Fußabdruck ist folglich auch vom sozialen Status und der Fähigkeit, Wissen in Taten umzusetzen, abhängig. Ein niedriger sozioökonomischer Status ist in Bezug auf Nachhaltigkeit überaus hilfreich. Alle anderen müssen aktiv etwas tun, um nicht in die Pseudo-Öko-Falle zu tappen. Das Buch von Dr. Eckart von Hirschhausen findest du <a href="https://www.hirschhausen.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>. Wenn Du die Message des Buches bereits vor dem Lesen verstanden hast, kaufst du es wie ich gebraucht. Schlecht für den Autor, besser für die Umwelt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was soll ich jetzt tun?</h2>



<p>Der ökologische Fußabdruck setzt sich aus vielen Komponenten zusammen, die sich aus unserem Handeln ergeben. Wenn Du also nichts tut, dann wird dein ökologischer Fußabdruck automatisch kleiner. Natürlich können wir nicht ohne Konsum leben. Auch dann nicht, wenn wir uns größtenteils selbst versorgen oder containern gehen. Konsum ist nicht nicht nur davon abhängig, dass wir Geld ausgeben. </p>



<p>Allerdings können wir einen Teil des Konsums steuern. Wir können regionale Lebensmittel kaufen anstelle von importierten. Wir können<a href="https://simpleandslowliving.de/was-fast-fashion-zerstoert/#more-306" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> gebrauchte Kleidung</a> kaufen und diese reparieren oder weiter verwerten. Anstelle eines SUV können wir uns ein kleineres Auto in die Garage stellen und Strecken unter 10 Kilometern mit dem Fahrrad fahren. </p>



<p>Unsern Urlaub können wir in Europa oder in Deutschland machen oder kennst Du bereits alle Flecken in unserem Land? Ich denke kaum, ich war nicht einmal in meiner Heimatstadt an allen Orten, die schön und sehenswert sind. </p>



<p>Der ökologische Fußabdruck wird immer messbar sein, wir haben jedoch unmittelbaren Einfluss darauf, wie groß dieser ist. Vielleicht müssen wir uns auch von dem Gedanken lösen, dass wir alles haben können. Also gutes, günstiges Essen, drei Fernreisen im Jahr, die neueste Technik, einmal pro Quartal neue Kleidung,  Fleisch fressende Haustiere und zwei große Autos für zwei Erwachsene. Sind wir noch bereit und in der Lage zu verzichten oder Kompromisse zu finden?</p>
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		<title>Silvesterfeuerwerk: viel Schatten, wenig Licht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2022 21:48:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Silvester]]></category>
		<category><![CDATA[Silvesterfeuerwerk]]></category>
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		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[Silvester steht wieder vor der Tür und es entbrennen wieder bitterliche Diskussionen darüber, ob es okay ist, das alte Jahr mit einem Silvesterfeuerwerk zu verabschieden und das Neue damit zu begrüßen. Häufig wird als Contra-Argument die heimische Tierwelt, also Haus- und Wildtiere hervorgebracht, die teilweise panisch auf die lauten und grellen Feuerwerkskörper reagieren. Wie reagieren Haustiere auf das Silvesterfeuerwerk? Haustierbesitzer wissen, wie sensibel und teilweise panisch Tiere auf das laute Knallen reagieren können. Die Reaktionen auf solche Ereignisse sind keineswegs an- oder aberziehbar. Ich besitze beispielsweise zwei Hunde, von denen einer ängstlich auf das Silvesterfeuerwerk reagiert und der andere gelangweilt. Der gelangweilte Hund ist mittlerweile taub, es juckt ihn so oder so nicht mehr. Alle anderen Tiere, die nicht taub oder gleichgültig sind, können die grellen Lichter und das laute Knallen nicht einordnen. Viele Tierhalter müssen ihre Tiere vor Silvester sedieren, damit diese den Jahreswechsel unbeschadet überstehen, weil die Knallerei für diese Tiere einen solchen Stress bedeutet, dass sie ernsthafte körperliche Schäden erleiden könnten. Wie reagieren Wildtiere auf Silvesterfeuerwerk? Wildtiere kennen aus der Natur lautes Knallen und grell aufflackernde Lichter lediglich vom Gewitter. Das Silvesterfeuerwerk wird folglich als Gefahr eingestuft. Jährlich kommen Wildtiere auf Landstraßen um, weil sie vor dem Silvesterfeuerwerk fliehen. Für Wildtiere ist eine solche Flucht im Winter nicht vorgesehen. Insbesondere die Säugetiere im Wald haben aufgrund des begrenzten Nahrungszugangs ihren Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert. Nicht nur die Säugetiere, die sich teilweise im Winterschlaf befinden, werden durch das Silvesterfeuerwerk aufgeschreckt. Auch Vögel und andere Tiere leiden unter dem Lärm. Ornithologen beobachten jährlich am 01. Januar, dass die Ruheplätze der Vögel verlassen wurden. Die Vögel fliehen dabei in die Höhe, etwa zehn mal so hoch als üblich. Um die Flughöhe von etwa 1000 Meter zu erreichen, müssen sie erhebliche Energie aufbringen. Sie verlieren hierbei nicht selten die Orientierung oder erleiden ein Anflugtrauma. Aus den genannten Gründen ist es daher untersagt, Feuerwerkskörper in der Nähe von Wäldern, Wiesen oder Grünanlagen zu zünden. Ich habe jahreslang direkt am Wald gewohnt und mit mir viele andere Menschen und rate mal, wo so richtig viel geböllert wurde? Richtig, am Waldrand. Jetzt wohne ich in der Stadt, etwa 1,5 Kilometer vom Naherholungsgebiet und etwa 500 Meter von meiner Wohnung befindet sich ein kleines Wäldchen. In diesem Wäldchen haben sich im Sommer Wildschweine niedergelassen. Wenn diese Wildschweine aufgescheucht werden, rennen sie, egal wohin sie rennen werden, in Wohngebiete. Die Auswirkungen auf die Umwelt Abgesehen vom (Plastik-)Müll verursachen Feuerwerkskörper etwa 2.050 Tonnen Feinstaub. Etwa 75% davon werden in der Silvesternacht verursacht. Das entspricht etwa einem Prozent der gesamten Feinstaubbelastung pro Jahr. Das Presseportal veröffentlicht 0,7 Prozent Jahresanteil. An vielen Orten wird am Neujahrstag eine höhere Feinstaubbelastung als an allen anderen Tagen gemessen. Abgesehen vom Feinstaub verursacht das Silvesterfeuerwerk 2.373 Tonnen CO2. Auch wenn es sich hierbei um einen noch geringeren Anteil handelt, als es beim Feinstaub der Fall ist, so entsteht dennoch CO2, das wir eigentlich reduzieren wollen. Gefahren für die Gesundheit Neben Feinstaub und CO2 befinden sich im Silvesterfeuerwerk Schwermetalle, die für die Färbung der Raketen verwendet werden. Damit die Raketen am Himmel in diversen Farben erleuchten werden Schwermetalle und Sauerstoff zur Oxidation benötigt. Die Schwermetalle wie Strontium oder Barium sinken in Folge wieder zur Erde und werden mit dem Feinstaub durch uns eingeatmet. Die Größe der Moleküle entscheidet, ob sie lediglich unsere Atemwege reizen oder in unseren Blutkreislauf gelangen. Wo wird Silvesterfeuerwerk hergestellt? Unser Silvesterfeuerwerk wird in den seltensten Fällen in Deutschland oder der EU hergestellt. Die Produktion ist mit Gefahren verbunden und die Sicherheitsstandards sind hierzulande groß. Eine Produktion in Deutschland würde dafür sorgen, dass die Feuerwerkskörper wesentlich teurer wären. Natürlich werden auch bei den in die EU importieren Feuerwerkskörpern Sicherheitsstandards eingehalten. Das betrifft jedoch lediglich die Feuerwerkskörper, nicht die Arbeitsplatzsicherheit. Die in Deutschland legal verkauften Feuerwerkskörper kommen zu 90 Prozent aus China. Neben China produzieren Indien, Peru, Guatemala und El Salvador Feuerwerkskörper unter desaströsen Bedingungen. Wer produziert die Feuerwerkskörper? Ähnlich wie bei Fast Fashion werden die Feuerwerkskörper für unser Silvesterfeuerwerk durch Menschen hergestellt, die absolut keine andere Wahl haben, weil sie verhungern würden, wenn sie nicht diese Arbeitsstelle hätten. Wie in der Modeindustrie auch werden in der Pyrotechnik nicht selten Kinder eingesetzt. Kinderhände sind klein und beweglich, weshalb sie filigrane Arbeiten erledigen können. Kinder müssen jedoch in der Feuerwerksproduktion teilweise vollkommen ungeschützt Chemikalien mischen, die Feuerwerkskörper befüllen oder Zündschnüre befestigen. Das machen bereits 6-Jährige bis zu 13 Stunden am Tag. In Deutschland entzünden Eltern ein Silversterfeuerwerk, um ihren Kindern etwas &#8222;Spaß&#8220; zu bieten. Während die Kinder hier sich über das Knallen freuen, bedeutet ein Knallen für die Kinder in China, Indien oder Peru, dass sie unter Umständen eine Hand verlieren, schwerste Verbrennungen erleiden oder sterben müssen. Hier wollen Eltern ihren Kindern etwas zweifelhaften Spaß bieten, während in einem Billiglohnland unter Umständen ein Kind für diese kleine Freude gestorben ist. Es sterben jährlich etliche Menschen bei Explosionen in den Feuerwerksfabriken. Die teilweise sehr jungen Kinder haben Verätzungen am ganzen Körper, hauptsächlich jedoch an den Händen. Häufig haben sie aufgrund der Verätzungen keine Fingernägel mehr. Ein kleines Gedankenexperiment Wenn Du jetzt denkst, &#8222;Pech, das ist das Problem der Eltern&#8220;, dann muss folgende Frage erlaubt sein: wann vor Deiner Geburt hast Du Dich bewusst entschieden, in einem Industrieland auf die Welt zu kommen? Stell Dir mal kurz, wirklich nur ganz kurz vor, du wärst in einem Entwicklungsland zur Welt gekommen. Du hast mit 12 Jahren, fünf Jahre nachdem Du angefangen hast zu arbeiten, geheiratet und sechs Kinder bekommen, weil es keine Verhütungsmittel gibt. Deine Kinder sind hungrig und obwohl Du und Dein Mann arbeiten, reicht das Geld nicht, um alle satt zu bekommen. Du bist erneut schwanger und Dein ältestes Kind ist gerade einmal zehn Jahre alt. Du musst es mitnehmen, damit es auch arbeitet und Geld für die Familie verdient, damit alle wenigstens ein bisschen zu essen haben. Deine Kinder sind nie zur Schule gegangen. Die Schule kostet Geld, Geld das Du nicht hast. Dein Kind hat auch noch nie in einem Bett geschlafen, sondern es liegt mit den anderen am Boden. ... <a title="Silvesterfeuerwerk: viel Schatten, wenig Licht" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/silvesterfeuerwerk-viel-schatten-wenig-licht/" aria-label="Mehr Informationen über Silvesterfeuerwerk: viel Schatten, wenig Licht">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/fireworks-1953253_1920-1-1024x683.jpg" alt="Auf dem Bild befindet sich ein farbenfrohes Silvesterfeuerwerk. Durch die Feuerwerkskörper wird die Stadt hell erleuchtet." class="wp-image-397" width="304" height="202" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/fireworks-1953253_1920-1-1024x683.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/fireworks-1953253_1920-1-300x200.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/fireworks-1953253_1920-1-768x512.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/fireworks-1953253_1920-1-1536x1024.jpg 1536w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/fireworks-1953253_1920-1.jpg 1920w" sizes="(max-width: 304px) 100vw, 304px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/nck_gsl-3554748/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1953253">Nick</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1953253">Pixabay</a></figcaption></figure>
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<p class="has-black-color has-text-color">Silvester steht wieder vor der Tür und es entbrennen wieder bitterliche Diskussionen darüber, ob es okay ist, das alte Jahr mit einem Silvesterfeuerwerk zu verabschieden und das Neue damit zu begrüßen. Häufig wird als Contra-Argument die heimische Tierwelt, also Haus- und Wildtiere hervorgebracht, die teilweise panisch auf die lauten und grellen Feuerwerkskörper reagieren.</p>



<span id="more-395"></span>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Wie reagieren Haustiere auf das Silvesterfeuerwerk?</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Haustierbesitzer wissen, wie sensibel und teilweise panisch Tiere auf das laute Knallen reagieren können. Die Reaktionen auf solche Ereignisse sind keineswegs an- oder aberziehbar. Ich besitze beispielsweise zwei Hunde, von denen einer ängstlich auf das Silvesterfeuerwerk reagiert und der andere gelangweilt. Der gelangweilte Hund ist mittlerweile taub, es juckt ihn so oder so nicht mehr. Alle anderen Tiere, die nicht taub oder gleichgültig sind, können die grellen Lichter und das laute Knallen nicht einordnen.</p>



<p class="has-black-color has-text-color">Viele Tierhalter müssen ihre Tiere vor Silvester sedieren, damit diese den Jahreswechsel unbeschadet überstehen, weil die Knallerei für diese Tiere einen solchen Stress bedeutet, dass sie ernsthafte körperliche Schäden erleiden könnten. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Wie reagieren Wildtiere auf Silvesterfeuerwerk?</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Wildtiere kennen aus der Natur lautes Knallen und grell aufflackernde Lichter lediglich vom Gewitter. Das Silvesterfeuerwerk wird folglich als Gefahr eingestuft. Jährlich kommen Wildtiere auf Landstraßen um, weil sie vor dem Silvesterfeuerwerk fliehen. Für <a href="https://hessen.nabu.de/news/2020/29080.html#:~:text=Eine%20enorme%20Kraftanstrengung%20und%20dass,Orientierung%20und%20erleiden%20ein%20Anflugtrauma." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wildtiere </a>ist eine solche Flucht im Winter nicht vorgesehen. Insbesondere die Säugetiere im Wald haben aufgrund des begrenzten Nahrungszugangs ihren Stoffwechsel auf ein Minimum reduziert. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Nicht nur die Säugetiere, die sich teilweise im Winterschlaf befinden, werden durch das Silvesterfeuerwerk aufgeschreckt. Auch Vögel und andere Tiere leiden unter dem Lärm. Ornithologen beobachten jährlich am 01. Januar, dass die Ruheplätze der Vögel verlassen wurden. Die Vögel fliehen dabei in die Höhe, etwa zehn mal so hoch als üblich. Um die Flughöhe von etwa 1000 Meter zu erreichen, müssen sie erhebliche Energie aufbringen. Sie verlieren hierbei nicht selten die Orientierung oder erleiden ein <a href="https://hessen.nabu.de/news/2020/29080.html#:~:text=Eine%20enorme%20Kraftanstrengung%20und%20dass,Orientierung%20und%20erleiden%20ein%20Anflugtrauma." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anflugtrauma</a>. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Aus den genannten Gründen ist es daher untersagt, Feuerwerkskörper in der Nähe von Wäldern, Wiesen oder Grünanlagen zu zünden. Ich habe jahreslang direkt am Wald gewohnt und mit mir viele andere Menschen und rate mal, wo so richtig viel geböllert wurde? Richtig, am Waldrand. Jetzt wohne ich in der Stadt, etwa 1,5 Kilometer vom Naherholungsgebiet und etwa 500 Meter von meiner Wohnung befindet sich ein kleines Wäldchen. In diesem Wäldchen haben sich im Sommer Wildschweine niedergelassen. Wenn diese Wildschweine aufgescheucht werden, rennen sie, egal wohin sie rennen werden, in Wohngebiete.</p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Die Auswirkungen auf die Umwelt</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Abgesehen vom (Plastik-)Müll verursachen Feuerwerkskörper etwa 2.050 Tonnen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaub-durch-silvesterfeuerwerk" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Feinstaub</a>. Etwa 75% davon werden in der Silvesternacht verursacht. Das entspricht etwa einem Prozent der gesamten Feinstaubbelastung pro Jahr. Das <a href="https://www.presseportal.de/pm/156523/5018413" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Presseportal </a>veröffentlicht 0,7 Prozent Jahresanteil. An vielen Orten wird am Neujahrstag eine höhere Feinstaubbelastung als an allen anderen Tagen gemessen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Abgesehen vom Feinstaub verursacht das Silvesterfeuerwerk 2.373 Tonnen CO2. Auch wenn es sich hierbei um einen noch geringeren Anteil handelt, als es beim Feinstaub der Fall ist, so entsteht dennoch CO2, das wir eigentlich reduzieren wollen. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Gefahren für die Gesundheit</h2>



<p>Neben Feinstaub und CO2 befinden sich im Silvesterfeuerwerk <a href="https://www.quarks.de/umwelt/feinstaub-belastung-durch-feuerwerk/">Schwermetalle</a>, die für die Färbung der Raketen verwendet werden. Damit die Raketen am Himmel in diversen Farben erleuchten werden Schwermetalle und Sauerstoff zur Oxidation benötigt. Die Schwermetalle wie Strontium oder Barium sinken in Folge wieder zur Erde und werden mit dem Feinstaub durch uns eingeatmet. Die Größe der Moleküle entscheidet, ob sie lediglich unsere Atemwege reizen oder in unseren Blutkreislauf gelangen.</p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Wo wird Silvesterfeuerwerk hergestellt?</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Unser Silvesterfeuerwerk wird in den seltensten Fällen in Deutschland oder der EU hergestellt. Die Produktion ist mit Gefahren verbunden und die Sicherheitsstandards sind hierzulande groß. Eine Produktion in Deutschland würde dafür sorgen, dass die Feuerwerkskörper wesentlich teurer wären. Natürlich werden auch bei den in die EU importieren Feuerwerkskörpern Sicherheitsstandards eingehalten. Das betrifft jedoch lediglich die Feuerwerkskörper, nicht die Arbeitsplatzsicherheit.</p>



<p class="has-black-color has-text-color">Die in Deutschland legal verkauften Feuerwerkskörper kommen zu 90 Prozent aus <a href="https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/produkt/feuerwerkskorper/#:~:text=Kinderarbeit%20bei%20der%20Produktion%20von,importierten%20Feuerwerksk%C3%B6rper%20kommen%20aus%20China." target="_blank" rel="noreferrer noopener">China</a>. Neben China produzieren Indien, Peru, Guatemala und El Salvador Feuerwerkskörper unter desaströsen Bedingungen.</p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Wer produziert die Feuerwerkskörper?</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Ähnlich wie bei <a href="https://simpleandslowliving.de/was-fast-fashion-zerstoert/#more-306" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fast Fashion</a> werden die Feuerwerkskörper für unser Silvesterfeuerwerk durch Menschen hergestellt, die absolut keine andere Wahl haben, weil sie verhungern würden, wenn sie nicht diese Arbeitsstelle hätten. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Wie in der Modeindustrie auch werden in der Pyrotechnik nicht selten Kinder eingesetzt. Kinderhände sind klein und beweglich, weshalb sie filigrane Arbeiten erledigen können. Kinder müssen jedoch in der Feuerwerksproduktion teilweise vollkommen ungeschützt Chemikalien mischen, die Feuerwerkskörper befüllen oder Zündschnüre befestigen. Das machen bereits <a href="https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/produkt/feuerwerkskorper/#:~:text=Kinderarbeit%20bei%20der%20Produktion%20von,importierten%20Feuerwerksk%C3%B6rper%20kommen%20aus%20China." target="_blank" rel="noreferrer noopener">6-Jährige</a> bis zu 13 Stunden am Tag. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">In Deutschland entzünden Eltern ein Silversterfeuerwerk, um ihren Kindern etwas &#8222;Spaß&#8220; zu bieten. Während die Kinder hier sich über das Knallen freuen, bedeutet ein Knallen für die Kinder in China, Indien oder Peru, dass sie unter Umständen eine Hand verlieren, schwerste Verbrennungen erleiden oder sterben müssen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Hier wollen Eltern ihren Kindern etwas zweifelhaften Spaß bieten, während in einem Billiglohnland unter Umständen ein Kind für diese kleine Freude gestorben ist. Es <a href="https://utopia.de/feuerwerk-arbeitsbedingungen-china-indien-2023-35189/#:~:text=2020%20explodierte%20eine%20Feuerwerksfabrik%20in,Bundesstaat%20Himachal%20Pradesh%20explodiert%20ist." target="_blank" rel="noreferrer noopener">sterben </a>jährlich etliche Menschen bei Explosionen in den Feuerwerksfabriken. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Die teilweise sehr jungen Kinder haben Verätzungen am ganzen Körper, hauptsächlich jedoch an den Händen. Häufig haben sie aufgrund der Verätzungen keine Fingernägel mehr. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Ein kleines Gedankenexperiment</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Wenn Du jetzt denkst, &#8222;Pech, das ist das Problem der Eltern&#8220;, dann muss folgende Frage erlaubt sein: wann vor Deiner Geburt hast Du Dich bewusst entschieden, in einem Industrieland auf die Welt zu kommen? </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Stell Dir mal kurz, wirklich nur ganz kurz vor, du wärst in einem Entwicklungsland zur Welt gekommen. Du hast mit 12 Jahren, fünf Jahre nachdem Du angefangen hast zu arbeiten, geheiratet und sechs Kinder bekommen, weil es keine Verhütungsmittel gibt. Deine Kinder sind hungrig und obwohl Du und Dein Mann arbeiten, reicht das Geld nicht, um alle satt zu bekommen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Du bist erneut schwanger und Dein ältestes Kind ist gerade einmal zehn Jahre alt. Du musst es mitnehmen, damit es auch arbeitet und Geld für die Familie verdient, damit alle wenigstens ein bisschen zu essen haben.</p>



<p class="has-black-color has-text-color">Deine Kinder sind nie zur Schule gegangen. Die Schule kostet Geld, Geld das Du nicht hast. Dein Kind hat auch noch nie in einem Bett geschlafen, sondern es liegt mit den anderen am Boden. Du weißt, dass Dein Kind jederzeit bei einer Explosion sterben könnte. Du kennst Menschen, die so ihr Kind verloren haben. Aber du hast keine Wahl, das Risiko, dass Dein Kind bei einer Explosion stirbt ist geringer, als dass es verhungert.</p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Die ethisch-moralische Beurteilung des Dilemmas</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Eine ähnliche Problemstellung wurde durch Wissenschaftler als moralphilosophisches Experiment dargestellt. Hierbei sollen Menschen entscheiden, ob es in Ordnung ist, einen Menschen sterben zu lassen, um fünf weitere zu retten (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trolley-Problem#Ethische_Bewertung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Trolley-Problem</a>). </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Das Dilemma dürfte für die betroffenen Familien noch größer sein, als wir uns vorstellen. In Deutschland waren 82 Prozent der Befragen bereit, eine Person zu opfern, um fünf Personen zu <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/trolley-problem-wuerden-sie-einen-menschen-opfern-um-fuenf-andere-zu-retten-a-f7714fe4-a8c4-440c-989e-e7de9f669d04" target="_blank" rel="noreferrer noopener">retten</a>. Von den chinesischen Befragen gaben nur 58 Prozent an, dass sie hierzu bereit wären. In Südkorea und Taiwan waren es 70 Prozent. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Intensiviert wird dieses Problem, wenn die Befragten die fünf Personen retten können, dafür eine Person von der Brücke werfen müssen, um den Zug zu stoppen. In China wäre lediglich ein Drittel der Befragten hierzu bereit.</p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Gibt es Alternativen für diese Menschen?</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Ein häufiges Argument für Fast Fashion oder auch für die Produktion von Feuerwerkskörpern in Billiglohnländern ist, dass diese Menschen ohne diese Arbeit verhungern würden. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Was wäre, wenn wir diese Menschen fair bezahlen würden für ihre Arbeit? Wenn dadurch nur Erwachsene arbeiten müssten und die Kinder zur Schule gehen könnten? Richtig, es würde in einigen Jahren in diesen Ländern zur Akademisierung, Digitalisierung und Automatisierung kommen. Mit zunehmendem Bildungsgrad würden auch die Lohnforderungen steigen. Diese Tatsache macht uns Angst. Dann müssten wir einem Menschen in Indien, der genauso viel wert ist wie Du oder ich, auch genauso viel bezahlen, wie Du und ich pro Stunde verdienen. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading">Was würde sich für uns ändern?</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Die Folge fairer Löhne und die Einführung von Arbeitssicherheit wäre, dass die Zeiten, in denen wir billig geshoppt haben, vorbei wären. Feuerwerkskörper würden eventuell automatisiert hergestellt und keine immense Preissteigerung erfahren. Andere Dinge wie die Produktion von Kleidung, die unter Umständen nur teilautomatisiert werden kann, verteuert sich immens. Wäre das in Anbetracht der Tatsache, dass unsere <a href="https://simpleandslowliving.de/kleidung-reduzieren/#more-260" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kleiderschränke </a>aus allen Nähten platzen, wirklich schlimm?</p>



<p></p>



<p></p>



<p class="has-black-color has-text-color">Das Silvesterfeuerwerk begleitet die meisten von uns ein Leben lang. Wir betrachten es als Tradition. Das ist auch der Grund, warum viele daran festhalten wollen. Es ist jedoch leider so, dass die Feuerwerke immer größer, heller und lauter wurden in den letzten Jahren. Auch wenn die Umweltbelastung nicht sehr groß ist, leiden Menschen und Tiere unter unserer Tradition. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Menschen zeichnen sich durch Reflektionsfähigkeit und Empathie aus. Eigentlich. Irgendwie haben wir das ein bisschen verlernt, wenn es um Menschen oder Tiere geht, die wir aktuell nicht sehen können. Deren Leiden für uns nicht spürbar ist. Es ist leider auch schon eine Tradition, dass wir das eigene Wohl über das Wohl anderer Lebewesen stellen, wenn sich diese Lebewesen außerhalb unserer Reichweite befinden. Wir empfinden Mitleid mit den Kindern armer Eltern in Deutschland, jedoch keines, wenn wir lesen, hören oder sehen, wie Kinder in China das Spielzeug unserer Kinder zusammenbauen. </p>
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		<title>Der Overshoot Day 2022</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2022 19:01:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeit allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der World Overshoot Day ist der fiktive Tag im Jahr, an dem die Weltbevölkerung die natürlichen, nachwachsenden Ressourcen der Erde bereits verbraucht hat. Der World Overshoot Day wird auch als Welterschöpfungstag oder Erdüberlastungstag bezeichnet. Dabei wird anhand des Verbrauchs an Rohstoffen errechnet, ab welchem Zeitpunkt unsere Erde die verbrauchten Ressourcen nicht mehr nachproduzieren kann. Deutschland hat diesen Tag im Jahr 2022 am 28. Juli erreicht. Wie wird der Word Overshoot Day berechnet? Beim World Overshoot Day verhält es sich ähnlich wie mit einem überzogenen Konto. Wenn ein jährlich ein Betrag von 30.000 Euro auf das Konto kommt, jedoch 35.000 Euro abgehoben werden, dann steht am Ende des Monats ein Minus von 5.000 Euro auf dem Konto. Im nächsten Jahr kommen wieder 30.000 Euro auf das Konto. In diesem Jahr werden 37.000 Euro ausgegeben. Das Konto ist folglich zu Beginn des dritten Jahres 12.000 Euro im Minus. Das Modell eines überzogenen Kontos kann jedoch nicht 1:1 auf den World Overshoot Day übertragen werden. Beim World Overshood Day wird die „Altschuld“ nicht in das Folgejahr mitgenommen. Das würde auch keinen Sinn machen, weil wir uns dann rückwärts bewegen würden und der World Overshoot Day relativ schnell in der Vergangenheit liegen würde. Die Biokapazität und der ökologische Fußabdruck Der World Overshoot Day wird mit Hilfe der Biokapazität und dem ökologischen Fußabdruck errechnet. Beim ökologischen Fußabdruck handelt es sich um die Summe der natürlichen Ressourcen, die die die Bevölkerung eines Landes in Anspruch nimmt, um ihre alltäglichen Bedarfe abzudecken. Zu dem Ressourcenverbrauch gehören pflanzliche und tierische Nahrungsmittel, Rohstoffe wie Holz und der Verbrauch von produktiven Oberflächen wie Weide- und Ackerland, Wald, Land sowie bebaute Landabschnitte, die durch die Aufnahme oder den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid belastet werden. Neben dem Ressourcenverbrauch verfügt jedes Land über eine Biokapazität, also Wasser- oder Landoberflächen, die sich in bestimmten Intervallen regenerieren können. Die Einheit, in der Oberflächen und Verbräuche gemessen werden, werden in globalen Hektaren (gha) angegeben. Für die Wasser- oder Landflächen wird von einer weltdurchschnittlichen Bioproduktivität ausgegangen. So können Hektare mit niedriger Produktivität, wie es beispielsweise bei Weideland der Fall ist mit Hektaren hoher Produktivität, wie es bei Ackerland der Fall ist verglichen werden. Der Vergleich zwischen der Biokapazität und dem Fußabdruck zeigt auf, ab wann die ökologischen Reserven aufgebraucht sein werden. Weltweit verbraucht jeder Mensch etwa 3,3 gha. Dem Verbrauch stehen jedoch nur etwa 12,2 Milliarden gha Biokapazität gegenüber. Um den World Overshoot Day zu berechnen wird die Biokapazität der gesamten Erde durch den Verbrauch eines einzelnen Landes geteilt und mit der Anzahl der Tage des Jahres multipliziert. Warum gibt es einen Overshoot Day? Die Erde vergisst nichts, was wir ihr antun. Daran soll der World Overshoot Day erinnern. Da der jährliche Ressourcenverbrauch stetig steigt, war er im Jahr 2019 bereits am 29. Juli. Im Jahr 2020 war der Overshoot Day in Deutschland erst am 22. August. Im Jahr 2021 ist der Ressourcenverbrauch trotz andauernder Pandemie wieder gestiegen und war wieder am 29. Juli. Im Jahr 2022 war der Overshoot Day in Deutschland am 28. Juli. Eine bedauerliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass dieser Tag im Jahr 1970 am 29. Dezember war, also quasi zum Jahresende, wenn man die zwei Tage vernachlässigt. Die Schwächen bei der Berechnung des World Overshood Day Der Pro-Kopf-Fußabdruck wird in diesem Modell nicht mit der Biokapazität im eigenen Land sondern weltweit verglichen. Folglich schneiden Länder, die klein sind aber über viele Ressourcen verfügen, bei dieser Berechnung schlechter ab, als würde der vergleich mit der lokalen Biokapazität erfolgen. Jedoch ist es so, dass eine globale Betrachtung stattfindet. Durch den weltweiten Warentransfer profitieren die meisten Länder auch von den Ressourcen der anderen Länder. Ein Land, das über wenig Ressourcen verfügt müsste nach dieser Kritik weniger verbrauchen als ein Land mit großen Ressourcen. Ebenfalls problematisch ist, dass die Berechnung des World Overshood Day aufgrund der Naturnutzung der Menschen errechnet wird, jedoch werden Umweltprobleme wie die Luftverschmutzung nicht in die Überlegungen einbezogen. Ebenso wird Plastikmüll im Meer erst dann zu einem Problem, wenn dieser die im Meer lebenden Ressourcen (Algen und Fische) beeinträchtigt. Es geht bei diesem Modell also in erster Linie darum, darzulegen, wie Menschen die Natur optimal nutzen können. Die Natur selbst hat keinen Stellenwert an sich, sondern ist Gebrauchsgut des Menschen. Warum ist Katar auf Platz 1? Würden alle Länder die Ressourcen so verbrauchen, wie es Katar momentan tut, wäre der Word Overshoot Day bereits am 10. Februar. Katar ist ein Emirat, welches sich in Vorderasien befindet und im Jahr 2020 etwa 2,881 Millionen Einwohner hat. Es handelt sich also um ein sehr kleines Land. In Katar befinden sich mit 381.000&#160;Milliarden Kubikfuß etwa 15% der Erdgasreserven. Lediglich Russland und Iran besitzen größere Reserven an Erdgas. Zudem verfügt Katar über geschätzt 25 Milliarden Barrel Erdölreserven. Seit 2006 ist Katar weltweiter Marktführer im Export von Flüssiggas. Katar fördert zudem Gips, Kies, Ton und Kalkstein. Zudem besitzt Katar eine Fabrik für Primäraluminium uns zehn riesige Meerwasserentsalzungsanlagen, deren Betrieb sehr Energieintensiv ist. Neben der Förderung von Rohstoffen produziert das Land kaum Nahrungsmittel selbst und muss fast alles importieren. Das bedeutet, dass Katar diesbezüglich hohe Emissionen hat. Das hohe Erdöl- und Erdgasvorkommen lässt schon erahnen, dass Katar kein armes Land ist. Die Vorbereitungen auf die Fußball WM ließen daran keine Zweifel offen. Katar hatte sich ursprünglich mit zwölf Stadien beworben, in Folge sollte ein 13. Stadion hinzukommen. Aufgrund der heftigen Kritik ruderte das Land zurück und beschränkte mit Zustimmung der FIFA die Austragungsorte auf acht Stadien. Die Kritik ließ jedoch nicht nach, weil etliche Stadien für die WM neu gebaut wurden, einige aufwändig vergrößert wurden und wieder andere renoviert werden mussten. Ein Kritikpunkt im Vorfeld waren die heißen Temperaturen von über 40 Grad Celsius am Tag. Katar hat dieses Problem durch den Einsatz von riesigen Klimaanlagen gelöst. Die Temperaturen in den Stadien soll auf 22 Grad Celsius herunter gekühlt werden. Gleichzeitig bewarb Katar die laufende WM als klimaneutral. Den Stadienausbau wollten sie durch das Pflanzen von über einer Million Bäume kompensieren. Das Groteske an der Sache: es handelt sich bei Katar um einen Wüstenstaat, d.h. die Bäume werden, ... <a title="Der Overshoot Day 2022" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/der-overshoot-day-2022/" aria-label="Mehr Informationen über Der Overshoot Day 2022">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/deflated-earth-ball-stop-word-1024x683.webp" alt="Auf dem Foto befindet sich ein Plastikball mit dem Motiv der Erde, dem bereits einiges an Luft fehlt." class="wp-image-246" width="403" height="268" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/deflated-earth-ball-stop-word-1024x683.webp 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/deflated-earth-ball-stop-word-300x200.webp 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/deflated-earth-ball-stop-word-768x512.webp 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/deflated-earth-ball-stop-word-1536x1024.webp 1536w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/deflated-earth-ball-stop-word-2048x1365.webp 2048w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/deflated-earth-ball-stop-word-scaled.webp 1920w" sizes="(max-width: 403px) 100vw, 403px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle:Image by <a href="https://www.freepik.com/free-photo/deflated-earth-ball-stop-word_2524451.htm?query=earth">Freepik</a></figcaption></figure>



<p>Der World Overshoot Day ist der fiktive Tag im Jahr, an dem die Weltbevölkerung die natürlichen, nachwachsenden Ressourcen der Erde bereits verbraucht hat. Der World Overshoot Day wird auch als Welterschöpfungstag oder Erdüberlastungstag bezeichnet. Dabei wird anhand des Verbrauchs an Rohstoffen errechnet, ab welchem Zeitpunkt unsere Erde die verbrauchten Ressourcen nicht mehr nachproduzieren kann. Deutschland hat diesen Tag im Jahr 2022 am <a href="https://www.wwf.de/earth-overshoot-day" target="_blank" rel="noreferrer noopener">28. Juli</a> erreicht. </p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie wird der Word Overshoot Day berechnet?</strong></h2>



<p>Beim World Overshoot Day verhält es sich ähnlich wie mit einem überzogenen Konto. Wenn ein jährlich ein Betrag von 30.000 Euro auf das Konto kommt, jedoch 35.000 Euro abgehoben werden, dann steht am Ende des Monats ein Minus von 5.000 Euro auf dem Konto. Im nächsten Jahr kommen wieder 30.000 Euro auf das Konto. In diesem Jahr werden 37.000 Euro ausgegeben. Das Konto ist folglich zu Beginn des dritten Jahres 12.000 Euro im Minus.</p>



<p>Das Modell eines überzogenen Kontos kann jedoch nicht 1:1 auf den World Overshoot Day übertragen werden. Beim World Overshood Day wird die „Altschuld“ nicht in das Folgejahr mitgenommen. Das würde auch keinen Sinn machen, weil wir uns dann rückwärts bewegen würden und der World Overshoot Day relativ schnell in der Vergangenheit liegen würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Biokapazität und der ökologische Fußabdruck</strong></h2>



<p>Der World Overshoot Day wird mit Hilfe der Biokapazität und dem ökologischen Fußabdruck errechnet. Beim ökologischen Fußabdruck handelt es sich um die Summe der natürlichen Ressourcen, die die die Bevölkerung eines Landes in Anspruch nimmt, um  ihre alltäglichen Bedarfe abzudecken. </p>



<p>Zu dem Ressourcenverbrauch gehören pflanzliche und tierische Nahrungsmittel, Rohstoffe wie Holz und der Verbrauch von produktiven Oberflächen wie Weide- und Ackerland, Wald, Land sowie bebaute Landabschnitte, die durch die Aufnahme oder den Ausstoß von  Kohlenstoffdioxid belastet werden.</p>



<p> Neben dem Ressourcenverbrauch verfügt jedes Land über eine Biokapazität, also Wasser- oder Landoberflächen, die sich in bestimmten Intervallen regenerieren können. Die Einheit, in der Oberflächen und Verbräuche gemessen werden, werden in globalen Hektaren (gha) angegeben. Für die Wasser- oder Landflächen wird von einer weltdurchschnittlichen Bioproduktivität ausgegangen. </p>



<p>So können Hektare mit niedriger Produktivität, wie es beispielsweise bei Weideland der Fall ist mit Hektaren hoher Produktivität, wie es bei Ackerland der Fall ist verglichen werden. Der Vergleich zwischen der Biokapazität und dem Fußabdruck zeigt auf, ab wann die ökologischen Reserven aufgebraucht sein werden. Weltweit verbraucht jeder Mensch etwa 3,3 gha. Dem Verbrauch stehen jedoch nur etwa 12,2 Milliarden gha Biokapazität gegenüber.</p>



<p>Um den World Overshoot Day zu berechnen wird die Biokapazität der gesamten Erde durch den Verbrauch eines einzelnen Landes geteilt und mit der Anzahl der Tage des Jahres multipliziert.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum gibt es einen Overshoot Day?</strong></h2>



<p>Die Erde vergisst nichts, was wir ihr antun. Daran soll der World Overshoot Day erinnern. Da der jährliche Ressourcenverbrauch stetig steigt, war er im Jahr 2019 bereits am 29. Juli. Im Jahr 2020 war der Overshoot Day in Deutschland erst am 22. August. Im Jahr 2021 ist der Ressourcenverbrauch trotz andauernder Pandemie wieder gestiegen und war wieder am 29. Juli. Im Jahr 2022 war der Overshoot Day in Deutschland am 28. Juli. Eine bedauerliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass dieser Tag im Jahr 1970 am 29. Dezember war, also quasi zum Jahresende, wenn man die zwei Tage vernachlässigt.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Schwächen bei der Berechnung des World Overshood Day</strong></h2>



<p>Der Pro-Kopf-Fußabdruck wird in diesem Modell nicht mit der Biokapazität im eigenen Land sondern weltweit verglichen. Folglich schneiden Länder, die klein sind aber über viele Ressourcen verfügen, bei dieser Berechnung schlechter ab, als würde der vergleich mit der lokalen Biokapazität erfolgen. Jedoch ist es so, dass eine globale Betrachtung stattfindet. Durch den weltweiten Warentransfer profitieren die meisten Länder auch von den Ressourcen der anderen Länder. Ein Land, das über wenig Ressourcen verfügt müsste nach dieser Kritik weniger verbrauchen als ein Land mit großen Ressourcen.</p>



<p>Ebenfalls problematisch ist, dass die Berechnung des World Overshood Day aufgrund der Naturnutzung der Menschen errechnet wird, jedoch werden Umweltprobleme wie die Luftverschmutzung nicht in die Überlegungen einbezogen. Ebenso wird Plastikmüll im Meer erst dann zu einem Problem, wenn dieser die im Meer lebenden Ressourcen (Algen und Fische) beeinträchtigt.</p>



<p>Es geht bei diesem Modell also in erster Linie darum, darzulegen, wie Menschen die Natur optimal nutzen können. Die Natur selbst hat keinen Stellenwert an sich, sondern ist Gebrauchsgut des Menschen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ist Katar auf Platz 1?</strong></h2>



<p>Würden alle Länder die Ressourcen so verbrauchen, wie es Katar momentan tut, wäre der Word Overshoot Day bereits am 10. Februar. Katar ist ein Emirat, welches sich in Vorderasien befindet und im Jahr 2020 etwa 2,881 Millionen Einwohner hat. Es handelt sich also um ein sehr kleines Land. In Katar befinden sich mit 381.000&nbsp;Milliarden Kubikfuß etwa 15% der Erdgasreserven. Lediglich Russland und Iran besitzen größere Reserven an Erdgas. Zudem verfügt Katar über geschätzt 25 Milliarden Barrel Erdölreserven. Seit 2006 ist Katar weltweiter Marktführer im Export von Flüssiggas. Katar fördert zudem Gips, Kies, Ton und Kalkstein. Zudem besitzt Katar eine Fabrik für Primäraluminium uns zehn riesige Meerwasserentsalzungsanlagen, deren Betrieb sehr Energieintensiv ist.</p>



<p>Neben der Förderung von Rohstoffen produziert das Land kaum Nahrungsmittel selbst und muss fast alles importieren. Das bedeutet, dass Katar diesbezüglich hohe Emissionen hat.</p>



<p>Das hohe Erdöl- und Erdgasvorkommen lässt schon erahnen, dass Katar kein armes Land ist. Die Vorbereitungen auf die <a href="https://taz.de/Oekobilanz-der-Fussball-WM-in-Katar/!5814587/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fußball WM</a> ließen daran keine Zweifel offen. Katar hatte sich ursprünglich mit zwölf Stadien beworben, in Folge sollte ein 13. Stadion hinzukommen. Aufgrund der heftigen Kritik ruderte das Land zurück und beschränkte mit Zustimmung der FIFA die Austragungsorte auf acht Stadien. </p>



<p>Die Kritik ließ jedoch nicht nach, weil etliche Stadien für die WM neu gebaut wurden, einige aufwändig vergrößert wurden und wieder andere renoviert werden mussten. Ein Kritikpunkt im Vorfeld waren die heißen Temperaturen von über 40 Grad Celsius am Tag. Katar hat dieses Problem durch den Einsatz von riesigen Klimaanlagen gelöst. Die Temperaturen in den Stadien soll auf 22 Grad Celsius herunter gekühlt werden. </p>



<p>Gleichzeitig bewarb Katar die laufende WM als klimaneutral. Den Stadienausbau wollten sie durch das Pflanzen von über einer Million Bäume kompensieren. Das Groteske an der Sache: es handelt sich bei Katar um einen Wüstenstaat, d.h. die Bäume werden, damit sie nicht eingehen, permanent bewässert. Doha verlegte folglich Tausende von Kilometern an Schläuchen für die Sprenkleranlagen. </p>



<p>Jedem halbwegs klar denkenden Menschen dürfte klar sein, dass Katar keinen Klimaschutz betreibt und die WM keinesfalls Klimaneutral ist. Zugleich verfügt Katar durch die Erdöl- und Erdgasreserven über eine hohes BiP, d.h. die Menschen haben ein hohes Einkommen, was in der Regel den Konsum antreibt und somit die Emissionen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>World Overshoot Day im Jahr 2022 noch früher</strong></h2>



<p>Der niedrigere Verbrauch im Jahr 2020 war keine Trendwende. Bereits im letzten Jahr lag dieser Tag wieder genauso früh wie im Jahr 2019, am 29. Juli. Im Jahr 2022 war der Overshoot Day nochmal einen Tag früher in Deutschland. Würden hingegen alle Länder so die Ressourcen verbrauchen, wie es in Jamaica der Fall ist, dann wäre der World Overshoot Day erst am 20. Dezember. Das ist natürlich noch immer nicht optimal, weil die Erde so noch immer ausgebeutet würde.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Den World Overshoot Day nach hinten verlegen</strong></h2>



<p>Die Frage, die sich stellt, ist, wie der World Overshoot Day und der deutsche Overshoot Day wieder weiter nach hinten verschoben werden können. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Würden die Kohlenstoffemissionen um die Hälfte reduziert werden, könnte dieser um 93 Tage später eintreten. Einige Firmen versuchen daher CO2-Neutral zu produzieren. Trotz intensiver Bemühungen an einigen Stellen ist die Lage derzeit noch so, dass wir Jahr für Jahr mehr Ressourcen verbrauchen, als auf natürliche Art und Weise nachwachsen können. Deshalb rückt der World Overshoot Day immer weiter nach vorne. Derzeit würden wir 1,7 Erden benötigen, um den aktuellen Ressourcenverbrauch abzudecken. Auch wenn die großen Firmen und Konzerne hier eindeutig in der Pflicht sind, kann der Endverbraucher ebenfalls einiges tun, um seine CO2-Emissionen zu reduzieren. Dazu gehört ein verantwortungsbewusster Umgang mit fossilen Energien wie Heizöl oder andere Erdöle.</li>



<li>Die Ernährung: auf diesen Faktor haben die Konsumenten wesentlich mehr Einfluss als auf die CO2-Emissionen, die bei den Herstellungsprozessen entstehen. Eine pflanzenbasierte Ernährung verbraucht wesentlich weniger Ressourcen als der Verbrauch von tierischen Produkten. China hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Fleischkonsum um 50% zu reduzieren. Hierdurch könnte der World Overshoot Day fünf Tage eintreten. Würden alle Menschen ihren Fleischkonsum um 50% senken, würede der World Overshood Day 17 Tage später eintreten.</li>



<li>Ein weiteres Problem stellen die Lebensmittel dar, die nicht verzehrt, sondern weg geworfen werden. Das ist etwa ein Drittel und entspricht 1,3 Billionen Tonnen. Würden diese Lebensmittel nicht verschwendet werden, könnte der Overshoot Day um 13 Tage nach hinten verschoben werden.</li>



<li>Ein Aufforsten der Wälder um 350 Millionen Hektar würden den World Overshoot Day um weitere acht Tage nach hinten verschieben.</li>



<li>Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und Fischerei würden ebenfalls den World Overshoot Day nach hinten verschieben</li>



<li>Der World Overshoot Day könnte weitere 13 Tage nach hinten verlegt werden, wenn Privatpersonen ihre Mobilität überdenken würden (Verweis Nachhaltige Mobilität). Dazu müsste lediglich ein Drittel der Wege, die zuvor mit dem Auto erledigt wurden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß erledigt werden.</li>
</ol>



<p>Quellen:</p>



<p><a href="https://taz.de/Oekobilanz-der-Fussball-WM-in-Katar/!5814587/">https://taz.de/Oekobilanz-der-Fussball-WM-in-Katar/!5814587/</a></p>



<p><a href="https://utopia.de/ratgeber/earth-overshoot-day/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Utopia</a></p>



<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_2022#Spielorte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia</a></p>



<p><a href="https://taz.de/Oekobilanz-der-Fussball-WM-in-Katar/!5814587/">TAZ</a></p>



<p><a href="https://www.overshootday.org/content/uploads/2019/05/2019_Country_Overshoot_Days.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Grafische Übersicht Overshoot Day nach Ländern</a></p>
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