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	<title>Ernährung &#8211; Simple and slow living</title>
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		<title>Die Avocado &#8211; Hype-Frucht oder Umweltsünde?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Aug 2023 18:48:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel und Gewürze]]></category>
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					<description><![CDATA[Die botanische Eingruppierung der Avocado Bei der Avocado handelt es sich um ein Loorbeergewächs, die botanisch als Persea americana bekannt ist. Sie stammt ursprünglich aus dem Süden Mexikos sowie aus nördlichen Teilen von Zentralamerika. Mittlerweile werden Avocados jedoch weltweit angebaut. Die Hauptanbauländer sind jedoch Mexiko, Peru, Chile, Indonesien, die Dominikanische Republik, Kenia, Israel und Spanien. In den USA werden ebenfalls Avocados angebaut. Klimatische Bedingungen Avocados gedeihen vorzugsweise in warmen Gebieten, in denen häufige Niederschläge vorkommen. Zudem gedeiht der Avocadobaum auch in spezifische Hanglagen. Die grundlegenden klimatischen Anforderungen für den Anbau von Avocados sind folgende: 1. Wärme: Avocados sind tropische Früchte und benötigen folglich warme Temperaturen, damit sie optimal wachsen. Die Mindesttemperatur, die Avocadobäume in der Regel vertragen, liegt zwischen 7 und 10 Grad Celsius. Frost kann an Pflanzen und Früchten empfindliche Schäden verursachen. Idealerweise liegen die Temperaturen im Durchschnitt zwischen 20 und 30 Grad Celsius. 2. Niederschlag: Avocados benötigen regelmäßigen, gut verteilten Niederschlag, damit sie gedeihen. Avocados vertragen keine permanente Staunässe, daher ist eine gute Bodendrainage wichtig. Durchschnittlich benötigen Avocados etwa 1000-13000 mm Niederschlag/Jahr (Quelle). 3. Luftfeuchtigkeit: Avocados bevorzugen eine höhere Luftfeuchtigkeit, was häufig in tropischen oder subtropischen Klimazonen der Fall ist. 4. Hanglagen: Avocados gedeihen meist gut in Hanglagen, da hierdurch eine bessere Drainage ermöglicht und die Gefahr von Staunässe reduziert wird. Da es jedoch verschiedene Sorten von Avocados gibt, sind die Anforderungen an Klima und Standort spezifisch. Einige der Sorten sind an kühleres Klima bereits besser angepasst, während andere bevorzugt in heißeren Regionen wachsen. Zudem können Bodentypen, Höhenlagen und andere lokale Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen. Der Anbau von Avocados erfordert also eine sorgfältige Abstimmung hinsichtlich der klimatischen Bedingungen, um sicherzustellen, dass die Bäume optimal wachsen und Früchte tragen können. Die Nährstoffe der Avocado Avocados sind reich an gesunden Fetten, insbesondere einfach ungesättigten Fettsäuren, die dabei helfen können, den Cholesterinspiegel zu senken. Sie enthalten zudem Ballaststoffe, Vitamine (insbesondere die Vitamine K, E, C, B6 und Folsäure) und die Mineralstoffe Kalium und Magnesium. Zudem enthält die Frucht Antioxidantien. Die Makronährstoffe im Überblick 1. Gesunde Fette: Avocados sind bekannt für ihren hohen Gehalt an gesunden Fettsäuren, insbesondere einfach ungesättigten Fettsäuren. Die Fette, wie die Omega-9-Fettsäuren, können dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu regulieren und das Risiko von Herzkrankheiten zu reduzieren. Etwa 77% der 233 Kalorien (pro 100 Gramm) in einer Avocado entstammen den Fetten. 2. Kohlenhydrate: Avocados enthalten auch Kohlenhydrate, jedoch überwiegend in Form von Ballaststoffen. Ballaststoffe sind wichtig für die Verdauung und können zur Sättigung beitragen. Eine durchschnittliche Avocado von 300 Gramm enthält etwa 7-9 Gramm Kohlenhydrate (2,6-3 Gramm/100 Gramm,). 3. Ballaststoffe: Avocados sind eine gute Quelle für Ballaststoffe. Ballaststoffe tragen zur Darmgesundheit bei, regulieren den Blutzuckerspiegel und sie können dazu beitragen, das Sättigungsgefühl aufrechtzuerhalten. Der Gehalt an Ballaststoffen liegt bei etwa 7 Gramm pro 100 Gramm (Quelle). 4. Eiweiß: Avocados enthalten Eiweiß, der Gehalt ist im Vergleich zu anderen Proteinquellen jedoch relativ gering. Etwa 1,5 Gramm Protein pro 100 Gramm sind durchschnittlich enthalten. Die genaue Zusammensetzung der Makronährstoffe variiert je nach Größe und Sorte der Avocado. Avocados bieten eine gesunde Quelle für Fette und Ballaststoffe, die Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sind. Sie können dazu beitragen, Sättigung und Energie aufrechtzuerhalten und liefern eine Vielzahl an Nährstoffen. Der Wasserbedarf und die Auswirkungen auf die Umwelt Der Wasserbedarf für den Avocadoanbau wird häufig kontrovers diskutiert. Häufig wird von 1000 Litern pro kg, bzw. von 300 Litern pro Frucht ausgegangen (Quelle). Tatsächlich variiert der Wasserverbrauch je nach Anbauort, Klima und Anbaumethoden. In trockenen Regionen kann der Wasserbedarf problematisch sein und zu Wasserknappheit führen. Der Transport sowie die Kühlung der Früchte über weite Strecken kann zu Umweltauswirkungen in Form von Treibhausgasemissionen führen. Durch den Kauf von Bio-Avocados, die den Einsatz von synthetischen Pestiziden und chemischen Düngemitteln begrenzen, können die Belastungen für die Umwelt reduziert werden. Bei Nicht-bio Avocados können diese Substanzen eingesetzt werden, um den Ertrag zu steigern. Neben Bio-Avocados gibt es zudem Fairtrade-Früchte. Durch das Fairtrade-Siegel wird sichergestellt, dass die Produzenten fair bezahlt werden und die Anbaumethoden sozial- und umweltverträglich sind. Kritik an Avocados und Alternativen Die Kritikpunkte zum Anbau und Genuss von Avocados umfassen den hohen Wasserverbrauch insbesondere in Wasserknappheitsgebieten, die Umweltauswirkungen und den Transport über lange Strecken. Auch wird manchmal die Auswirkung des gestiegenen Avocadoanbaus auf lokale Gemeinschaften und Ökosysteme diskutiert. Es gibt definitiv Alternativen zur Avocado, die regional angebaut werden und somit weniger Transportaufwand erfordern. Hier sind einige Beispiele: Saisonale und lokale Produkte verringern die Umweltauswirkungen des Lebensmitteltransports und unterstützen die lokale Landwirtschaft. Die Vielfalt der verfügbaren Lebensmittel bietet viele Möglichkeiten, zu den verschiedensten Anlässen leckere und gesunde Alternativen zur Avocado zu entdecken. Zubereitungsmöglichkeiten für Avocados Mein persönlicher Klassiker aus der Kindheit ist die Avocado mit Ei, im Alltag esse ich zumeist Avocado-Bagel. Die nahrhafte Frucht bietet jedoch viel mehr Zubereitungsmöglichkeiten: Diese sind nur einige Ideen, wie du Avocado in deine Mahlzeiten integrieren kannst. Avocados sind äußerst vielseitig und können in vielen Gerichten als gesunde Zutat dienen. Die Umweltauswirkungen von Avocado im Vergleich zu Fleisch Die Umweltauswirkungen von Avocado und Fleisch hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Produktionsart, der Anbau- oder Aufzuchtort, die Transportwege und vieles mehr. Der Vergleich ist daher nicht immer einfach, da die Umweltauswirkungen je nach spezifischer Situation variieren: Avocado: Fleisch: Pflanzliche Ernährungsweisen haben im Allgemeinen einen geringeren ökologischen Fußabdruck als fleischbasierte Ernährungsweisen. Dennoch hängt der Vergleich stark von der Art des Fleisches (z. B. Rind, Geflügel, Schwein) und der Art der pflanzlichen Nahrungsmittel ab. Wenn es darum geht, die Umweltauswirkungen zu reduzieren, könnten sowohl der moderate Konsum von Fleisch als auch die Berücksichtigung von lokal angebauten und saisonalen Lebensmitteln, einschließlich Avocados, hilfreiche Schritte sein. Transparenz bei der Herkunft von Lebensmitteln Es ist elementar, die Quellen deiner Lebensmittel zu kennen, damit Du bewusste Entscheidungen triffst, um die Umweltauswirkungen deiner Ernährung minimieren. Die Transparenz der Lebensmittelherkunft und die bewusste Entscheidungsfindung bei der Ernährung sind entscheidend, um positive Veränderungen für unsere Umwelt und unsere Gesundheit zu bewirken. Nur wenn wir uns darüber informieren, woher unsere Lebensmittel stammen, wie sie hergestellt werden und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt haben, können wir eine nachhaltigere und verantwortungsbewusstere Ernährung praktizieren. ... <a title="Die Avocado &#8211; Hype-Frucht oder Umweltsünde?" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/die-avocado-hype-frucht-oder-umweltsuende/" aria-label="Mehr Informationen über Die Avocado &#8211; Hype-Frucht oder Umweltsünde?">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/08/vegetables-2338824_640.jpg" alt="" class="wp-image-603" style="width:447px;height:298px" width="447" height="298" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/08/vegetables-2338824_640.jpg 640w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/08/vegetables-2338824_640-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 447px) 100vw, 447px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von&nbsp;<a href="https://pixabay.com/de/users/jillwellington-334088/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2338824">Jill Wellington</a>&nbsp;auf&nbsp;<a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2338824">Pixabay</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die botanische Eingruppierung der Avocado</h2>



<p>Bei der Avocado handelt es sich um ein Loorbeergewächs, die botanisch als <em>Persea americana</em> bekannt ist. Sie stammt ursprünglich aus dem Süden Mexikos sowie aus nördlichen Teilen von Zentralamerika. Mittlerweile werden Avocados jedoch weltweit angebaut. Die Hauptanbauländer sind  jedoch  Mexiko, Peru, Chile, Indonesien, die Dominikanische Republik, Kenia, Israel und Spanien. In den USA werden ebenfalls Avocados angebaut.</p>



<span id="more-602"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Klimatische Bedingungen</h2>



<p>Avocados gedeihen vorzugsweise  in warmen Gebieten, in denen häufige Niederschläge vorkommen. Zudem gedeiht der Avocadobaum auch in spezifische Hanglagen. Die grundlegenden klimatischen Anforderungen für den Anbau von Avocados sind folgende:</p>



<p><strong>1. Wärme:</strong> Avocados sind tropische Früchte und benötigen folglich warme Temperaturen, damit sie optimal wachsen. Die Mindesttemperatur, die Avocadobäume in der Regel vertragen, liegt zwischen 7 und 10 Grad Celsius. Frost kann an Pflanzen und Früchten empfindliche Schäden verursachen. Idealerweise liegen die Temperaturen im Durchschnitt zwischen 20 und 30 Grad Celsius.</p>



<p><strong>2. Niederschlag:</strong> Avocados benötigen regelmäßigen, gut verteilten Niederschlag, damit sie gedeihen. Avocados vertragen keine permanente Staunässe, daher ist eine gute  Bodendrainage wichtig. Durchschnittlich benötigen Avocados etwa 1000-13000 mm Niederschlag/Jahr (<a href="https://wikifarmer.com/de/wasserbedarf-von-avocadobaeumen-und-bewaesserungssysteme/#:~:text=Wie%20viel%20Wasser%20braucht%20ein,Regen%20pro%20Jahr%20(1)." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p><strong>3. Luftfeuchtigkeit:</strong> Avocados bevorzugen eine höhere Luftfeuchtigkeit, was häufig in tropischen oder subtropischen Klimazonen der Fall ist.</p>



<p><strong>4. Hanglagen:</strong> Avocados gedeihen meist gut in Hanglagen, da hierdurch eine bessere Drainage ermöglicht und die Gefahr von Staunässe reduziert wird.</p>



<p>Da es jedoch verschiedene Sorten von Avocados gibt, sind die Anforderungen an Klima und Standort spezifisch. Einige der Sorten sind an kühleres Klima bereits besser angepasst, während andere bevorzugt in heißeren Regionen wachsen. Zudem können Bodentypen, Höhenlagen und andere lokale Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen.</p>



<p>Der Anbau von Avocados erfordert also eine sorgfältige Abstimmung hinsichtlich der klimatischen Bedingungen, um sicherzustellen, dass die Bäume optimal wachsen und Früchte tragen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Nährstoffe der Avocado</h2>



<p>Avocados sind reich an gesunden Fetten, insbesondere einfach ungesättigten Fettsäuren, die dabei helfen können, den Cholesterinspiegel zu senken. Sie enthalten zudem Ballaststoffe, Vitamine (insbesondere die  Vitamine K, E, C, B6 und Folsäure) und die Mineralstoffe Kalium und Magnesium. Zudem enthält die Frucht  Antioxidantien.</p>



<p>Die Makronährstoffe im Überblick</p>



<p><strong>1. Gesunde Fette:</strong> Avocados sind bekannt für ihren hohen Gehalt an gesunden Fettsäuren, insbesondere einfach ungesättigten Fettsäuren. Die Fette, wie die Omega-9-Fettsäuren, können dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu regulieren und das Risiko von Herzkrankheiten zu reduzieren. Etwa 77% der 233 Kalorien (pro 100 Gramm) in einer Avocado entstammen den Fetten.</p>



<p><strong>2. Kohlenhydrate:</strong> Avocados enthalten auch Kohlenhydrate, jedoch überwiegend in Form von Ballaststoffen. <a href="https://simpleandslowliving.de/resistente-staerke/">Ballaststoffe </a>sind wichtig für die Verdauung und können zur Sättigung beitragen. Eine durchschnittliche Avocado von 300 Gramm enthält etwa 7-9 Gramm Kohlenhydrate (2,6-3 Gramm/100 Gramm,).</p>



<p><strong>3. Ballaststoffe:</strong> Avocados sind eine gute Quelle für Ballaststoffe. Ballaststoffe tragen zur Darmgesundheit bei, regulieren den Blutzuckerspiegel und sie können dazu beitragen, das Sättigungsgefühl aufrechtzuerhalten. Der Gehalt an Ballaststoffen liegt bei etwa 7 Gramm pro 100 Gramm (<a href="https://eatsmarter.de/ernaehrung/gesund-ernaehren/10-gruende-warum-avocado-gesund-ist">Quelle</a>).</p>



<p><strong>4. Eiweiß:</strong> Avocados enthalten Eiweiß, der Gehalt ist im Vergleich zu anderen Proteinquellen jedoch relativ gering. Etwa 1,5 Gramm Protein pro 100 Gramm sind durchschnittlich enthalten.</p>



<p>Die genaue Zusammensetzung der Makronährstoffe variiert je nach Größe und Sorte der Avocado. Avocados bieten eine gesunde Quelle für Fette und Ballaststoffe, die Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sind. Sie können dazu beitragen, Sättigung und Energie aufrechtzuerhalten und liefern eine Vielzahl an Nährstoffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Wasserbedarf und die Auswirkungen auf die Umwelt</h2>



<p>Der Wasserbedarf für den Avocadoanbau wird häufig kontrovers diskutiert. Häufig wird von 1000 Litern pro kg, bzw. von 300 Litern pro Frucht ausgegangen (<a href="https://www.peta.de/themen/avocado-wasserverbrauch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). Tatsächlich variiert der Wasserverbrauch je nach Anbauort, Klima und Anbaumethoden. In trockenen Regionen kann der <a href="https://simpleandslowliving.de/der-wasser-fussabdruck/">Wasserbedarf </a> problematisch sein und zu Wasserknappheit führen. Der Transport sowie die Kühlung der Früchte über weite Strecken kann zu Umweltauswirkungen in Form von Treibhausgasemissionen führen.</p>



<p>Durch den Kauf von Bio-Avocados, die den Einsatz von synthetischen Pestiziden und chemischen Düngemitteln begrenzen, können die Belastungen für die Umwelt reduziert werden. Bei Nicht-bio Avocados können diese Substanzen eingesetzt werden, um den Ertrag zu steigern.</p>



<p>Neben Bio-Avocados gibt es zudem Fairtrade-Früchte. Durch das Fairtrade-Siegel wird sichergestellt, dass die Produzenten fair bezahlt werden und die Anbaumethoden sozial- und umweltverträglich sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kritik an Avocados und Alternativen</h2>



<p>Die Kritikpunkte zum Anbau und Genuss von Avocados umfassen den hohen Wasserverbrauch insbesondere in Wasserknappheitsgebieten, die Umweltauswirkungen und den Transport über lange Strecken. Auch wird manchmal die Auswirkung des gestiegenen Avocadoanbaus auf lokale Gemeinschaften und Ökosysteme diskutiert.</p>



<p>Es gibt definitiv Alternativen zur Avocado, die regional angebaut werden und somit weniger Transportaufwand erfordern. Hier sind einige Beispiele:</p>



<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Oliven</strong>: Oliven sind in vielen Regionen heimisch und können zu gesundem Olivenöl verarbeitet oder als Snack genossen werden.</li>



<li><strong>Nüsse</strong>: Verschiedene Nusssorten wie Walnüsse, Haselnüsse und Mandeln sind reich an gesunden Fetten und Nährstoffen.</li>



<li><strong>Sonnenblumenkerne</strong>: Sonnenblumenkerne sind eine gute Proteinquelle und können als Snack oder in Salaten verwendet werden.</li>



<li><strong>Rapsöl</strong>: Rapsöl ist eine heimische Alternative zu Avocadoöl und kann zum Kochen und Braten verwendet werden.</li>



<li><strong>Kürbis</strong>: Kürbis ist vielseitig einsetzbar und kann zu Suppen, Pürees und anderen Gerichten verarbeitet werden.</li>



<li><strong>Beeren</strong>: Verschiedene Beeren wie Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Johannisbeeren sind reich an Antioxidantien und können in vielerlei Formen genossen werden.</li>



<li><strong>Äpfel und Birnen</strong>: Diese Obstsorten sind in vielen Regionen weit verbreitet und können frisch gegessen oder zu verschiedenen Produkten verarbeitet werden.</li>



<li><strong>Kartoffeln</strong>: Kartoffeln sind eine wichtige Quelle für Kohlenhydrate und können auf vielfältige Weise zubereitet werden.</li>



<li><strong>Gemüse der Saison</strong>: Je nach Jahreszeit stehen verschiedene regionale Gemüsesorten zur Verfügung, die in der Nähe angebaut werden und somit den Transportaufwand minimieren.</li>
</ol>



<p>Saisonale und lokale Produkte verringern die Umweltauswirkungen des Lebensmitteltransports und unterstützen die lokale Landwirtschaft. Die Vielfalt der verfügbaren Lebensmittel bietet viele Möglichkeiten, zu den verschiedensten Anlässen leckere und gesunde Alternativen zur Avocado zu entdecken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zubereitungsmöglichkeiten für Avocados</h2>



<p>Mein persönlicher Klassiker aus der Kindheit ist die Avocado mit Ei, im Alltag esse ich zumeist Avocado-Bagel. Die nahrhafte Frucht bietet jedoch viel mehr Zubereitungsmöglichkeiten:</p>



<ol class="wp-block-list" type="1">
<li><strong>Guacamole</strong>: Eine klassische Zubereitung aus Avocado, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Limettensaft und Gewürzen. Perfekt als Dip, Brotaufstrich oder auch als Beilage.</li>



<li><strong>Avocado-Toast</strong>: Eine Scheibe geröstetes Brot mit zerdrückter Avocado, gewürzt mit Salz, Pfeffer und optional weiteren Toppings wie Ei, Tomaten, Rucola oder Feta.</li>



<li><strong>Avocado-Bagel:</strong> Avocado leicht zerdrücken, gut würzen und auf einen Bagel geben. Auch hier passt Rucola hervorragend.</li>



<li><strong>Avocado-Salat</strong>: Avocado in Würfel oder Scheiben geschnitten und mit anderen frischen Zutaten wie Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Koriander oder Petersilie gemischt.</li>



<li><strong>Smoothies</strong>: Avocado verleiht Smoothies eine cremige Textur und fügt gesunde Fette hinzu. Kombiniere sie mit Früchten, Blattgemüse und Flüssigkeiten nach Wahl.</li>



<li><strong>Avocado-Suppe</strong>: Avocado kann als Basis für kalte Suppen dienen. Mische sie mit Gemüsebrühe, Kräutern und Gewürzen, um eine erfrischende Suppe zuzubereiten.</li>



<li><strong>Avocado-Ei</strong>: Eine halbe Avocado aushöhlen und ein Ei hineingeben. Im Ofen backen oder in der Pfanne ausbraten.</li>



<li><strong>Avocado-Sushi</strong>: Verwende dünne Avocado-Scheiben als Füllung für Sushi-Rollen oder als Belag für Sashimi.</li>



<li><strong>Avocado-Dressing</strong>: Mixe Avocado mit Joghurt, Zitrone, Knoblauch und Kräutern, um ein cremiges und gesundes Salatdressing zu kreieren.</li>



<li><strong>Avocado-Nudelsauce</strong>: Püriere Avocado mit Basilikum, Pinienkernen, Parmesan, Knoblauch und Olivenöl, um eine leckere, pestoähnliche  Sauce für Pasta herzustellen.</li>



<li><strong>Gefüllte Avocado</strong>: Fülle eine halbierte Avocado mit Thunfischsalat, Quinoa, Hummus oder anderen Zutaten deiner Wahl.</li>



<li><strong>Avocado-Chips</strong>: Dünne Avocado-Scheiben würzen, im Ofen backen und als knusprigen Snack genießen.</li>



<li><strong>Avocado-Desserts</strong>: Avocado kann auch in Desserts verwendet werden, z.B. zu Schokoladenmousse oder in Avocado-Eiscreme.</li>
</ol>



<p>Diese sind nur einige Ideen, wie du Avocado in deine Mahlzeiten integrieren kannst. Avocados sind äußerst vielseitig und können in vielen Gerichten als gesunde Zutat dienen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Umweltauswirkungen von Avocado im Vergleich zu Fleisch</h2>



<p>Die Umweltauswirkungen von Avocado und Fleisch hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Produktionsart, der Anbau- oder Aufzuchtort, die Transportwege und vieles mehr. Der Vergleich ist daher nicht immer einfach, da die Umweltauswirkungen je nach spezifischer Situation variieren:</p>



<p><strong>Avocado:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Avocadoanbau erfordert oft viel Wasser, besonders in trockenen Regionen. In einigen Fällen kann dies zu Wasserknappheit führen.</li>



<li>Der Transport von Avocados über weite Strecken, insbesondere wenn sie in Länder exportiert werden, in denen sie nicht heimisch sind, kann zu Treibhausgasemissionen führen.</li>



<li>Der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln im konventionellen Anbau kann Umweltauswirkungen haben.</li>
</ul>



<p><strong>Fleisch:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Tierhaltung für Fleischproduktion erfordert große Mengen an Ressourcen wie Futter, Wasser und Land.</li>



<li>Methangas, das von Wiederkäuern (wie Rindern) produziert wird, trägt zur Treibhausgasemission bei.</li>



<li>Die Abholzung von Wäldern zur Schaffung von Weideflächen oder für Futtermittelanbau kann zur Zerstörung von Lebensräumen und zur Freisetzung von Kohlenstoff führen.</li>



<li>Die Produktion von Fleisch hat oft einen höheren ökologischen Fußabdruck im Vergleich zu pflanzlichen Lebensmitteln.</li>
</ul>



<p>Pflanzliche Ernährungsweisen haben im Allgemeinen einen geringeren ökologischen Fußabdruck als fleischbasierte Ernährungsweisen. Dennoch hängt der Vergleich stark von der Art des Fleisches (z. B. Rind, Geflügel, Schwein) und der Art der pflanzlichen Nahrungsmittel ab. Wenn es darum geht, die Umweltauswirkungen zu reduzieren, könnten sowohl der moderate Konsum von Fleisch als auch die Berücksichtigung von lokal angebauten und saisonalen Lebensmitteln, einschließlich Avocados, hilfreiche Schritte sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Transparenz bei der Herkunft von Lebensmitteln</h2>



<p>Es ist elementar, die Quellen deiner Lebensmittel zu kennen, damit Du bewusste Entscheidungen triffst, um die Umweltauswirkungen deiner Ernährung minimieren.</p>



<p>Die Transparenz der Lebensmittelherkunft und die bewusste Entscheidungsfindung bei der Ernährung sind entscheidend, um positive Veränderungen für unsere Umwelt und unsere Gesundheit zu bewirken. Nur wenn wir uns darüber informieren, woher unsere Lebensmittel stammen, wie sie hergestellt werden und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt haben, können wir eine nachhaltigere und verantwortungsbewusstere Ernährung praktizieren.</p>



<p>Ein Bewusstsein für die ökologischen, sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen unserer Lebensmittelwahl kann mittel- und langfristig zu einem positiven Wandel in der Lebensmittelindustrie beitragen und die Nachfrage nach nachhaltigen und umweltfreundlichen Lebensmitteln fördern. Dies wiederum kann dazu beitragen, die Umweltauswirkungen zu reduzieren und letzten Endes Auslöser dafür sein, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und lokale Gemeinschaften zu unterstützen.</p>



<p>Indem wir uns informieren, Fragen stellen und bewusste Entscheidungen treffen, können wir alle unseren Teil dazu beitragen, eine bessere Zukunft uns und für unsere Umwelt zu gestalten.</p>



<p></p>
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		<title>Cashewkerne: Anbau, Ernte und die Herausforderungen des Schälens von Hand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jun 2023 21:15:59 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Lebensmittel und Gewürze]]></category>
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					<description><![CDATA[Cashewkerne sind weltweit beliebte Kerne, die nicht nur für ihren köstlichen Geschmack, sondern auch für ihre vielfältigen gesundheitlichen Vorteile geschätzt werden. Wir werden uns mit dem Anbau und den Ernteverfahren von Cashewkernen beschäftigen und uns insbesondere auf die Problematik der Giftstoffe in der Schale und das mühsame Schälen von Hand eingehen. Darüber hinaus werden wir uns damit befassen, wie diese Herausforderungen durch den Einsatz von Fairtrade-Anbau- und Verarbeitungsmethoden bewältigt werden können. Sind Cashews Nüsse oder Kerne? Botanisch gesehen handelt es sich bei Cashewkernen um den Samen der Cashewfrucht, die an einem Apfelartigen, birnenförmigen Fruchtansatz wächst. Der eigentliche Kern befindet sich in der harten Schale, die von der Frucht getrennt werden muss, um an den essbaren Teil zu gelangen. Ähnlich wie bei Mandeln handelt es sich bei Cashewkernen also um Samen, die in einer Frucht eingebettet sind. Anbau und Ernteverfahren von Cashewkernen Cashewbäume (Anacardium occidentale) sind in den tropischen Regionen der Welt beheimatet und gedeihen am besten in feuchten und warmen Klimazonen. Zu den größten Cashewproduzenten gehören Länder wie Indien, Vietnam, Brasilien, Nigeria und Tansania. Die Bäume wachsen in der Regel in kleinen Plantagen oder in gemischten Kulturen mit anderen Nutzpflanzen wie Kakao oder Kaffee. Bei dem Cashewbaum handelt es sich um einen schnellwüchsigen, trockenheitsresistenten und immergrünen Laubbaum. Er erreicht Höhen von 10-12 Meter, teilweise sogar höher. Die Pfahlwurzeln des Baumes reichen 1 bis 2 Meter tief in das Erdreich. Neben den Pfahlwurzeln bildet der Cashewbaum auch ein weit gefächertes Seitenwurzelsystem aus. Zudem verfügt er über eine relativ gute Toleranz gegenüber Trockenheit und Nährstoffarmut. Somit kann der Baum als Erosions- und Windschutz eingesetzt werden (Quelle). Der Anbau von Cashewbäumen erfordert eine sorgfältige Pflege, da sie trotz ihrer relativen Resistenz gegenüber gelegentlicher Trockenheit anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge sind. Die Bäume blühen einmal im Jahr, und die Bestäubung erfolgt normalerweise durch Insekten. Nach der Befruchtung entwickeln sich die Cashewäpfel, die die Cashewkerne enthalten. Die Ernte erfolgt, wenn die Äpfel reif sind, was in der Regel drei bis vier Monate nach der Blüte der Fall ist. Die Nährwerte und der gesundheitliche Nutzen von Cashewkernen Cashewkerne zeichnen sich nicht nur durch ihren köstlichen Geschmack aus, sondern auch durch ihre Nährstoffdichte und ihre gesundheitlichen Vorteile. Aufgrund ihrer Nährstoffdichte und -Verteilung zählen Cashewkerne zu den Superfoods. Hier findest Du einige wichtige Informationen zu den Nährwerten von Cashewkernen pro 100 Gramm: Kalorien Cashewkerne sind energiereich und enthalten etwa 553 Kalorien. Dies macht sie zu einer idealen Quelle für schnelle Energie. Gesunde Fette Cashewkerne enthalten einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, insbesondere einfach ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure. Diese Fette sind wichtig für eine gesunde Herzfunktion und können dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu kontrollieren. Proteine Cashews sind eine gute pflanzliche Proteinquelle und enthalten etwa 18 Gramm Protein pro 100 Gramm. Protein ist entscheidend für den Aufbau und die Reparatur von Gewebe, den Muskelaufbau und eine gesunde Immunfunktion. Ballaststoffe Cashewkerne sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern und zur Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts beitragen können. Sie enthalten etwa 3,3 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Mineralien und Spurenelemente Cashews enthalten wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Phosphor, Zink und Eisen. Diese Mineralien spielen eine Rolle bei der Stärkung von Knochen und Zähnen, der Regulierung des Blutzuckerspiegels und der Unterstützung des Immunsystems. Vitamine Cashewkerne enthalten auch verschiedene Vitamine, darunter Vitamin E, B-Vitamine wie Thiamin, Riboflavin und Niacin sowie Folsäure. Diese Vitamine sind wichtig für die Energieproduktion, die Aufrechterhaltung gesunder Haut und Haare sowie für eine optimale Gehirnfunktion. Heimische Alternativen zu Cashewkernen Jetzt wollen wir einen Blick auf ein alternatives Produkt werfen, das in Deutschland oder Europa angebaut wird und ähnliche Nährwerte aufweist. Eine gute Alternative zu Cashewkernen sind Mandeln. Mandeln werden in verschiedenen europäischen Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland angebaut und haben ähnliche Nährwerte wie Cashewkerne: Kalorien Mandeln haben einen ähnlichen Kaloriengehalt wie Cashewkerne, mit etwa 575 Kalorien pro 100 Gramm. Mandeln wird jedoch derzeit davon ausgegangen, dass nicht alle Fettkalorien durch den Körper aufgenommen werden können. Daher haben Mandeln sehr wahrscheinlich weniger verfügbare Kalorien als Cashewkerne (Quelle). Gesunde Fette Mandeln sind ebenfalls reich an gesunden ungesättigten Fettsäuren, insbesondere einfach ungesättigten Fettsäuren. Diese Fettsäuren können zur Herzgesundheit beitragen. Proteine Mandeln enthalten etwas weniger Protein als Cashewkerne, jedoch immer noch einen respektablen Anteil von etwa 21 Gramm pro 100 Gramm. Ballaststoffe Mandeln sind eine hervorragende Quelle für Ballaststoffe und enthalten etwa 12,5 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Damit schneiden sie weitaus besser ab als die Cashews. Mineralien und Spurenelemente Mandeln liefern eine Vielzahl von Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink, die wichtige Funktionen im Körper erfüllen. Vitamine Mandeln enthalten auch eine Reihe von Vitaminen, darunter Vitamin E, B-Vitamine und Folsäure. Sowohl Cashewkerne als auch Mandeln sind also nährstoffreiche und gesunde Nussarten mit ähnlichen Vorteilen. Natürlich sind sie geschmacklich nicht miteinander vergleichbar. Da die Mandel jedoch in Europa angebaut werden kann, ist ihr Weg zu uns wesentlich kürzer als der der Cashewkerne. Problematik der Giftstoffe in der Schale Eines der Hauptprobleme im Zusammenhang mit Cashewkernen ist die Tatsache, dass die Schale einen giftigen Saft enthält, der die Haut reizen kann. Dieser Saft enthält Anacardinsäure, eine chemische Verbindung, die bei unsachgemäßer Handhabung zu Hautausschlägen führen kann. Um diese Giftstoffe zu entfernen und die Kerne zu erhalten, müssen die Cashews geschält werden. Das Schälen von Cashewkernen kann gesundheitliche Probleme verursachen, insbesondere wenn es unsachgemäß durchgeführt wird. Da die Schale der Cashewkerne einen giftigen Saft enthält, der die Haut reizen kann, sind Arbeiter, die diese Kerne von Hand schälen, einem gewissen Risiko ausgesetzt. Eine der Hauptgesundheitsprobleme, die auftreten können, ist die Kontaktdermatitis. Der giftige Saft der Cashewschale kann bei direktem Hautkontakt eine allergische Reaktion hervorrufen und zu Hautrötungen, Juckreiz, Blasenbildung und Hautausschlägen führen. Diese Reaktion kann vor allem bei Menschen auftreten, die empfindliche Haut haben oder bereits an Hauterkrankungen leiden. Darüber hinaus kann das Schälen von Cashewkernen zu Verletzungen führen. Die Kerne haben eine harte Schale, und das Entfernen der Schale erfordert eine gewisse Geschicklichkeit und Vorsicht. Bei unsachgemäßer Handhabung besteht die Gefahr von Schnitten oder Einklemmungen der Finger. Die Cashewkerne werden zudem vor der Bearbeitung gedämpft. Die giftigen Dämpfe führen zudem zu Reizungen ... <a title="Cashewkerne: Anbau, Ernte und die Herausforderungen des Schälens von Hand" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/cashewkerne-anbau-ernte-und-die-herausforderungen-des-schaelens-von-hand/" aria-label="Mehr Informationen über Cashewkerne: Anbau, Ernte und die Herausforderungen des Schälens von Hand">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/cashew-g4d49d24c0_640.jpg" alt="" class="wp-image-591" style="width:332px;height:217px" width="332" height="217" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/cashew-g4d49d24c0_640.jpg 640w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/cashew-g4d49d24c0_640-300x196.jpg 300w" sizes="(max-width: 332px) 100vw, 332px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/sarangib-37542/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=633919">Bishnu Sarangi</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=633919">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Cashewkerne sind weltweit beliebte Kerne, die nicht nur für ihren köstlichen Geschmack, sondern auch für ihre vielfältigen gesundheitlichen Vorteile geschätzt werden. Wir werden uns mit dem Anbau und den Ernteverfahren von Cashewkernen beschäftigen und uns insbesondere auf die Problematik der Giftstoffe in der Schale und das mühsame Schälen von Hand eingehen. Darüber hinaus werden wir uns damit befassen, wie diese Herausforderungen durch den Einsatz von Fairtrade-Anbau- und Verarbeitungsmethoden bewältigt werden können.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Sind Cashews Nüsse oder Kerne?</h2>



<p>Botanisch gesehen handelt es sich bei Cashewkernen um den Samen der Cashewfrucht, die an einem Apfelartigen, birnenförmigen Fruchtansatz wächst. Der eigentliche Kern befindet sich in der harten Schale, die von der Frucht getrennt werden muss, um an den essbaren Teil zu gelangen. Ähnlich wie bei Mandeln handelt es sich bei Cashewkernen also um Samen, die in einer Frucht eingebettet sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Anbau und Ernteverfahren von Cashewkernen</h2>



<p>Cashewbäume (Anacardium occidentale) sind in den tropischen Regionen der Welt beheimatet und gedeihen am besten in feuchten und warmen Klimazonen. Zu den größten Cashewproduzenten gehören Länder wie Indien, Vietnam, Brasilien, Nigeria und Tansania. Die Bäume wachsen in der Regel in kleinen Plantagen oder in gemischten Kulturen mit anderen Nutzpflanzen wie Kakao oder Kaffee.</p>



<p>Bei dem Cashewbaum handelt es sich um einen schnellwüchsigen, trockenheitsresistenten und immergrünen Laubbaum. Er erreicht Höhen von 10-12 Meter, teilweise sogar höher. Die Pfahlwurzeln des Baumes reichen 1 bis 2 Meter tief in das Erdreich. Neben den Pfahlwurzeln bildet der Cashewbaum auch ein weit gefächertes Seitenwurzelsystem aus. Zudem verfügt er über eine relativ gute Toleranz gegenüber Trockenheit und Nährstoffarmut. Somit kann der Baum als Erosions- und Windschutz eingesetzt werden (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cashew" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p>Der Anbau von Cashewbäumen erfordert eine sorgfältige Pflege, da sie trotz ihrer relativen Resistenz gegenüber gelegentlicher Trockenheit anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge sind. Die Bäume blühen einmal im Jahr, und die Bestäubung erfolgt normalerweise durch Insekten. Nach der Befruchtung entwickeln sich die Cashewäpfel, die die Cashewkerne enthalten. Die Ernte erfolgt, wenn die Äpfel reif sind, was in der Regel drei bis vier Monate nach der Blüte der Fall ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Nährwerte und der gesundheitliche Nutzen von Cashewkernen</h2>



<p>Cashewkerne zeichnen sich nicht nur durch ihren köstlichen Geschmack aus, sondern auch durch ihre Nährstoffdichte und ihre gesundheitlichen Vorteile.</p>



<p>Aufgrund ihrer Nährstoffdichte und -Verteilung zählen Cashewkerne zu den <a href="https://simpleandslowliving.de/superfoods-gesundmacher-oder-klimakiller/">Superfoods</a>.</p>



<p>Hier findest Du einige wichtige Informationen zu den Nährwerten von Cashewkernen pro 100 Gramm:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kalorien</h3>



<p>Cashewkerne sind energiereich und enthalten etwa 553 Kalorien. Dies macht sie zu einer idealen Quelle für schnelle Energie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gesunde Fette</h3>



<p>Cashewkerne enthalten einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, insbesondere einfach ungesättigte Fettsäuren wie Ölsäure. Diese Fette sind wichtig für eine gesunde Herzfunktion und können dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu kontrollieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Proteine</h3>



<p>Cashews sind eine gute pflanzliche Proteinquelle und enthalten etwa 18 Gramm Protein pro 100 Gramm. Protein ist entscheidend für den Aufbau und die Reparatur von Gewebe, den Muskelaufbau und eine gesunde Immunfunktion.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ballaststoffe</h3>



<p>Cashewkerne sind reich an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern und zur Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts beitragen können. Sie enthalten etwa 3,3 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mineralien und Spurenelemente</h3>



<p>Cashews enthalten wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Phosphor, Zink und Eisen. Diese Mineralien spielen eine Rolle bei der Stärkung von Knochen und Zähnen, der Regulierung des Blutzuckerspiegels und der Unterstützung des Immunsystems.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vitamine</h3>



<p>Cashewkerne enthalten auch verschiedene Vitamine, darunter Vitamin E, B-Vitamine wie Thiamin, Riboflavin und Niacin sowie Folsäure. Diese Vitamine sind wichtig für die Energieproduktion, die Aufrechterhaltung gesunder Haut und Haare sowie für eine optimale Gehirnfunktion.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heimische Alternativen zu Cashewkernen</h2>



<p>Jetzt wollen wir einen Blick auf ein alternatives Produkt werfen, das in Deutschland oder Europa angebaut wird und ähnliche Nährwerte aufweist. Eine gute Alternative zu Cashewkernen sind Mandeln. Mandeln werden in verschiedenen europäischen Ländern wie Spanien, Italien und Griechenland angebaut und haben ähnliche Nährwerte wie Cashewkerne:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kalorien</h3>



<p>Mandeln haben einen ähnlichen Kaloriengehalt wie Cashewkerne, mit etwa 575 Kalorien pro 100 Gramm. Mandeln wird jedoch derzeit davon ausgegangen, dass nicht alle Fettkalorien durch den Körper aufgenommen werden können. Daher haben Mandeln sehr wahrscheinlich weniger verfügbare Kalorien als Cashewkerne (<a href="https://eatsmarter.de/ernaehrung/news/mandeln-haben-weniger-kalorien-als-erwartet" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gesunde Fette</h3>



<p>Mandeln sind ebenfalls reich an gesunden ungesättigten Fettsäuren, insbesondere einfach ungesättigten Fettsäuren. Diese Fettsäuren können zur Herzgesundheit beitragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Proteine</h3>



<p>Mandeln enthalten etwas weniger Protein als Cashewkerne, jedoch immer noch einen respektablen Anteil von etwa 21 Gramm pro 100 Gramm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ballaststoffe</h3>



<p>Mandeln sind eine hervorragende Quelle für Ballaststoffe und enthalten etwa 12,5 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Damit schneiden sie weitaus besser ab als die Cashews.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mineralien und Spurenelemente</h3>



<p>Mandeln liefern eine Vielzahl von Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink, die wichtige Funktionen im Körper erfüllen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vitamine</h3>



<p>Mandeln enthalten auch eine Reihe von Vitaminen, darunter Vitamin E, B-Vitamine und Folsäure.</p>



<p>Sowohl Cashewkerne als auch Mandeln sind also nährstoffreiche und gesunde Nussarten mit ähnlichen Vorteilen. Natürlich sind sie geschmacklich nicht miteinander vergleichbar. Da die Mandel jedoch in Europa angebaut werden kann, ist ihr Weg zu uns wesentlich kürzer als der der Cashewkerne.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Problematik der Giftstoffe in der Schale</h2>



<p>Eines der Hauptprobleme im Zusammenhang mit Cashewkernen ist die Tatsache, dass die Schale einen giftigen Saft enthält, der die Haut reizen kann. Dieser Saft enthält Anacardinsäure, eine chemische Verbindung, die bei unsachgemäßer Handhabung zu Hautausschlägen führen kann. Um diese Giftstoffe zu entfernen und die Kerne zu erhalten, müssen die Cashews geschält werden.</p>



<p>Das Schälen von Cashewkernen kann gesundheitliche Probleme verursachen, insbesondere wenn es unsachgemäß durchgeführt wird. Da die Schale der Cashewkerne einen giftigen Saft enthält, der die Haut reizen kann, sind Arbeiter, die diese Kerne von Hand schälen, einem gewissen Risiko ausgesetzt.</p>



<p>Eine der Hauptgesundheitsprobleme, die auftreten können, ist die Kontaktdermatitis. Der giftige Saft der Cashewschale kann bei direktem Hautkontakt eine allergische Reaktion hervorrufen und zu Hautrötungen, Juckreiz, Blasenbildung und Hautausschlägen führen. Diese Reaktion kann vor allem bei Menschen auftreten, die empfindliche Haut haben oder bereits an Hauterkrankungen leiden.</p>



<p>Darüber hinaus kann das Schälen von Cashewkernen zu Verletzungen führen. Die Kerne haben eine harte Schale, und das Entfernen der Schale erfordert eine gewisse Geschicklichkeit und Vorsicht. Bei unsachgemäßer Handhabung besteht die Gefahr von Schnitten oder Einklemmungen der Finger.</p>



<p>Die Cashewkerne werden zudem vor der Bearbeitung gedämpft. Die giftigen Dämpfe führen zudem zu Reizungen der Atemwege. Die Arbeiterinnen und Arbeiter arbeiten zumeist unter menschenunwürdigen Bedingungen, ohne Arbeitsschutz wie Schutzkleidung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kinderarbeit auf den Plantagen</h2>



<p>Was die Beteiligung von Kindern angeht, ist dies nach wie vor ein besorgniserregendes Thema. In einigen Regionen, in denen Cashewkerne angebaut werden, arbeiten Kinder zur Unterstützung ihrer Familien in den Plantagen, in denen Pestizide und toxische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Dies kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Kinder sind körperlich und psychisch noch nicht vollständig entwickelt und daher anfälliger für Verletzungen und Belastungen. Das Schälen von Cashewkernen kann zu Verletzungen an den Händen führen und Kinder können dem giftigen Saft stärker ausgesetzt sein, da ihre Haut in der Regel empfindlicher ist.</p>



<p>Es ist wichtig anzumerken, dass die genauen gesundheitlichen Auswirkungen des Cashewkerne-Schälens von vielen Faktoren abhängen, einschließlich der individuellen Empfindlichkeit und der Schutzmaßnahmen, die ergriffen werden. In einigen Fällen werden Schutzmaßnahmen ergriffen, wie das Tragen von Handschuhen und Schutzkleidung sowie Schulungen zur sicheren Handhabung. Diese Maßnahmen können das Risiko von gesundheitlichen Problemen verringern.</p>



<p>Es gibt bereits mehrere Initiativen, die sich im Rahmen des Fairtrade-Anbaus für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen, um das Wohlergehen der Arbeiter zu schützen und um sicherzustellen, dass keine Kinderarbeit stattfindet. Auf den im Handel angebotenen Produkten findest Du in der Regel ein Fairtrade-Siegel, die Cashew-Kerne sind zudem wesentlich teurer als die, die Du im Discounter und Supermarkt finden kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das mühsame Schälen von Hand</h2>



<p>Das Schälen von Cashewkernen ist eine aufwändige und zeitraubende Aufgabe, da dies normalerweise von Hand durchgeführt wird. Die Arbeiterinnen und Arbeiter müssen die Kerne manuell aus den Schalen lösen, während sie gleichzeitig dem giftigen Öl ausgesetzt sind. Der Schälvorgang erfordert viel Geschick und Vorsicht, damit die Qualität der Kerne nicht zu beeinträchtigt wird. Das Ziel ist das Herauslösen ganzer, intakter Cashewkerne, die wesentlich teurer verkauft werden können als der günstigere Cashewbruch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fairtrade-Anbau- und Verarbeitungsmethoden als Lösung</h2>



<p>Um die Problematik der Giftstoffe in der Schale und das mühsame Schälen von Hand zu umgehen, setzen einige Fairtrade-Initiativen auf alternative Anbau- und Verarbeitungsmethoden. Diese Initiativen konzentrieren sich auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Bauern und Arbeiter und fördern nachhaltige Praktiken.</p>



<p>Ein Beispiel dafür ist die Verwendung von maschinellen Schälmethoden. Durch den Einsatz von speziellen Maschinen kann die Schale effizient entfernt werden, wodurch der direkte Kontakt mit dem giftigen Saft vermieden wird. Diese Maschinen erfordern jedoch eine angemessene Investition, was für kleinere Betriebe eine Herausforderung darstellt.</p>



<p>Fairtrade-Organisationen engagieren sich auch für die Schulung und Sensibilisierung der Arbeiter hinsichtlich des sicheren Umgangs mit Cashews und der Vermeidung von Hautirritationen. Durch Schulungsprogramme und den Einsatz von Schutzausrüstung kann das Risiko von Verletzungen und allergischen Reaktionen minimiert werden.</p>



<p>Darüber hinaus setzen Fairtrade-Initiativen auf den Einsatz umweltfreundlicher Anbaumethoden, um die Verwendung von Pestiziden und anderen chemischen Substanzen zu reduzieren. Dies schützt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Feldern und bei der Verarbeitung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Cashewkerne sind aufgrund ihrer geschmacklichen und gesundheitlichen Vorteile weltweit gefragt. Der Anbau und die Ernte von Cashewkernen sind jedoch mit Herausforderungen verbunden, insbesondere aufgrund der Giftstoffe in der Schale und des mühsamen Schälens von Hand. Durch den Einsatz von Fairtrade-Anbau- und Verarbeitungsmethoden können diese Probleme jedoch angegangen werden. Maschinelle Schälmethoden, Schulungsprogramme und der Einsatz umweltfreundlicher Praktiken sind Schlüsselkomponenten, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und eine nachhaltigere Cashew-Industrie zu schaffen. Du kannst Dich an diesem Prozess beteiligen, indem Du Cashewnüsse aus nachhaltigen Quellen kaufst, auch wenn diese aufgrund der fairen Arbeitsbedingungen etwas teurer sind.</p>
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		<title>Wo kommt unser Reis her?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2023 02:37:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel und Gewürze]]></category>
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					<description><![CDATA[In Deutschland erfreut sich Reis wachsender Beliebtheit. Doch wo kommt er her und wie wird er angebaut und weiterverarbeitet? Die Geschichte des Reiskorns Wie unser heutiger Reis entstanden ist, lässt sich nur mühsam rekonstruieren. Mit der Domestizierung des Reiskorns haben sich bereits viele Wissenschaftler beschäftigt. Nach einer umfangreichen Studie aus dem Jahr 2011 wird davon ausgegangen, dass vor spätestens 8.200 Jahren die Sorten Oryza sativa aus dem wilden Reis Oryza rufipogon domestiziert wurden. Im Jahr 2012 wurde das Perlfluss-Delta als Kultivierungsgebiet identifiziert. Lange wurde davon ausgegangen, dass der Reis zugleich in Indien und China kultiviert wurde. Mittlerweile steht jedoch fest, dass die genetischen Unterschiede des indischen Reis&#8216; darauf beruhen, dass der chinesische domestizierte Reis sich mit den in Indien wachsenden wilden Reissorten durchmischte. Im Rahmen der wissenschaftlichen Studien konnten etwa 120 verschiedene Fundstellen ausgemacht werden, an denen Reiskörner gefunden wurden. Die Mehrzahl von ihnen ist aus dem Zeitraum bis 5.000 vor Christus (Quelle). Aufbau der Reispflanze Die Reispflanze besteht aus verschiedenen Teilen, darunter Wurzeln, Stängel, Blätter, Blüten und Früchte. Die Wurzeln der Reispflanze sind in der Regel flach und breit und dienen dazu, Nährstoffe und Wasser aus dem Boden aufzunehmen. Die Stängel der Reispflanze sind hohl und können bis zu einem Meter hoch werden. Die Blätter sind lang und schmal und wachsen aus den Stängeln. Die Blüten der Reispflanze sind klein und unscheinbar und wachsen in Rispen an den Enden der Stängel. Die Früchte der Reispflanze sind Reiskörner, die in Rispen an den Enden der Stängel wachsen. Jeder Reiskorn besteht aus einer Schale, einem Embryo und einem Nährgewebe, das als Endosperm bezeichnet wird. Wie wird Reis angebaut und geerntet? Bei der Reispflanze handelt es sich um keine Wasserpflanze. Die Pflanze hat sich allerdings über die Jahrtausende an die nasse Umgebung angepasst. Das wurde durch Zucht und Selektion erzielt. Warum die Reispflanze sich an die Überflutung der Reisfelder anpassen musste, liegt ebenfalls in der Geschichte. Die Bewässerung entstand in einer Zeit, in der es noch keine Dünge- und Pflanzenschutzmittel gab. Durch die starke Bewässerung hatten Schädlinge und Unkraut kaum eine Chance. Der Reisanbau kann auf folgende Arten erfolgen: Nassreisanbau Reis wird in der Regel in Überschwemmungsgebieten oder in Bereichen mit ausreichender Bewässerung angebaut. Der Anbau von Reis beginnt mit der Vorbereitung des Bodens, der in der Regel gepflügt und geglättet wird, um eine ebene Fläche zu schaffen. Das Pflügen geschieht in der Regel mithilfe eines Wasserbüffels. Anschließend werden die Reissamen in den noch trockenen Boden gepflanzt oder auf den Boden gestreut. Das Setzen der Pflanzen erfolgt entweder von Hand oder mithilfe von Setzmaschinen. Sobald die Reispflanzen wachsen, werden die Sämlinge mit Wasser bewässert und gedüngt, um das Wachstum zu fördern. Wird der Reis in bereits stark bewässerte Gebiete ausgesät, so geht dieser nicht auf. Beim Nassreisanbau werden pro Kilogramm Reis zwischen 3.000 und 5.000 Litern Wasser benötigt. In der Regel kommt es zum Einsatz von Regen- oder Flusswasser. Die Bewässerung ist seit 3.000 Jahren gleich geblieben. Sie erfolgt über Bambusrohre, Kanäle und kleinere Gräben. Hierüber wird das Wasser gleichmäßig von den oberen zu den unteren Terrassen verteilt. Die Pflanzen stehen hierdurch zumeist im Wasser. Die Reispflanzen haben eine Art Belüftungssystem für ihre Wurzeln entwickelt, sodass diese durch das Wasser keinen Schaden nehmen. Die Ernte von Reis erfolgt immer dann, wenn die Reispflanzen voll ausgereift und die Reiskörner reif sind. Das ist abhängig von der Reissorte und der Bodenbeschaffenheit sowie der Bewässerung ein- bis drei Mal im Jahr der Fall. Die Ernte kann von Hand oder mit Maschinen erfolgen. Bei der manuellen Ernte werden die Reispflanzen in der Regel von Hand geschnitten und auf dem Feld getrocknet. Bei der maschinellen Ernte werden die Reispflanzen mit speziellen Maschinen geerntet und auf dem Feld getrocknet. Trockenreis Der Anbau von Trockenreis erfolgt in niederschlagsarmen Gebieten. Auch in Gebirgen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist der Anbau von Trockenreis möglich. Der Reis ist jedoch sehr teuer, weil der Anbau sehr arbeitsintensiv ist. Unkraut und Schädlinge werden nicht durch das Wasser in ihrer Verbreitung gehindert und müssen händisch entfernt werden. Zudem werden mehr Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Die Weiterverarbeitung von Reis Nach der Ernte werden die Reiskörner von der Schale, dem harten Spelz, getrennt und gereinigt, um Verunreinigungen zu entfernen. Anschließend können die Reiskörner weiterverarbeitet und zu verschiedenen Produkten wie Reismehl, Reisflocken oder Reisnudeln verarbeitet werden. Gerade in den ärmeren Gebieten dieser Erde erfolgen Anbau und Ernte manuell, manchmal mithilfe von Wasserbüffeln. Die Weiterverarbeitung erfolgt von Hand. Klassifizierung der Reiskörner Vollkornreis oder Naturreis Vollkornreis ist eine Art von Reis, bei dem das Schalen- und Keimlingsgeflecht erhalten bleibt. Im Gegensatz zum weißen Reis, bei dem die Außenschichten wie die Aleuronschicht und die Silberhaut entfernt werden, enthält Vollkornreis alle Bestandteile des Reiskorns, einschließlich des Kleie- und Keimlingsgeflechts. Vollkornreis ist daher reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen und bietet so mehr Nährstoffe als der uns allen bekannte weiße Reis. Parboiled-Reis Der Parboiled-Reis ist eine Zwischenstufe zwischen dem weißen, geschälten Reis und dem Vollkornreis. Auch wenn es sich um eine helle Reissorte handelt, sorgt das Parboiling-Verfahren dafür, dass wichtige Nährstoffe erhalten bleiben. Beim Parboiling-Verfahren werden die rohen Reiskörner in heißem Wasser eingeweicht und dadurch vorgegart, bevor sie getrocknet und abschließend gepellt werden. Das Parboiling-Verfahren besteht aus drei Hauptphasen: Weitere Reisarten Rundkornreis Als Rundkornreis werden die Reissorten bezeichnet, die relativ kurze, runde Körner haben. In Deutschland gibt es hierzu natürlich eine Klassifizierungsbasis. Diese Richtlinie für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) gibt vor, dass ein Korn Rundkornreis die Länge von 5,2 Millimetern nicht überschreiten darf. Das Verhältnis der Länge zur Breite muss unterhalb von 2 liegen. Das Reiskorn darf also maximal zwei Mal so lang wie breit sein. Rundkornreis wird in der Regel für Sushi oder Milchreis verwendet. Rundkornreis ist leicht klebrig und damit gut formbar. Die Stärkekonzentration ist beim Rundkornreis mit mindestens 18 Prozent Amylopektin höher als bei anderen Reissorten, weshalb er beim Kochen verklebt. Diese Reissorten werden auch häufig als Klebereis bezeichnet. Durch den erhöhten Stärkeanteil ist der glykämische Index beim Rundkornreis höher als bei anderen Reissorten. Der Anteil der Schale sollte bei unter 1 Prozent liegen. Mittel- und Langkornreis Wenn Reiskörner länger ... <a title="Wo kommt unser Reis her?" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/wo-kommt-unser-reis-her/" aria-label="Mehr Informationen über Wo kommt unser Reis her?">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/rice-terraces-g8cd01963c_640.jpg" alt="" class="wp-image-577" style="width:371px;height:247px" width="371" height="247" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/rice-terraces-g8cd01963c_640.jpg 640w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/rice-terraces-g8cd01963c_640-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 371px) 100vw, 371px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von&nbsp;<a href="https://pixabay.com/de/users/sasint-3639875/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1822443">Sasin Tipchai</a>&nbsp;auf&nbsp;<a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1822443">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>In Deutschland erfreut sich Reis wachsender Beliebtheit. Doch wo kommt er her und wie wird er angebaut und weiterverarbeitet?</p>



<span id="more-576"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geschichte des Reiskorns</h2>



<p>Wie unser heutiger Reis entstanden ist, lässt sich nur mühsam rekonstruieren. Mit der Domestizierung des Reiskorns haben sich bereits viele Wissenschaftler beschäftigt. Nach einer umfangreichen Studie aus dem Jahr 2011 wird davon ausgegangen, dass vor spätestens 8.200 Jahren die Sorten <em>Oryza sativa</em> aus dem wilden <em>Reis Oryza</em> rufipogon domestiziert wurden. Im Jahr 2012 wurde das Perlfluss-Delta als Kultivierungsgebiet identifiziert. </p>



<p>Lange wurde davon ausgegangen, dass der Reis zugleich in Indien und China kultiviert wurde. Mittlerweile steht jedoch fest, dass die genetischen Unterschiede des indischen Reis&#8216; darauf beruhen, dass der chinesische domestizierte Reis sich mit den in Indien wachsenden wilden Reissorten durchmischte.  </p>



<p>Im Rahmen der wissenschaftlichen Studien konnten etwa 120 verschiedene Fundstellen ausgemacht werden, an denen Reiskörner gefunden wurden. Die Mehrzahl von ihnen ist aus dem Zeitraum bis 5.000 vor Christus (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). </p>



<h2 class="wp-block-heading">Aufbau der Reispflanze</h2>



<p>Die Reispflanze besteht aus verschiedenen Teilen, darunter Wurzeln, Stängel, Blätter, Blüten und Früchte. Die Wurzeln der Reispflanze sind in der Regel flach und breit und dienen dazu, Nährstoffe und Wasser aus dem Boden aufzunehmen. Die Stängel der Reispflanze sind hohl und können bis zu einem Meter hoch werden. Die Blätter sind lang und schmal und wachsen aus den Stängeln. Die Blüten der Reispflanze sind klein und unscheinbar und wachsen in Rispen an den Enden der Stängel. Die Früchte der Reispflanze sind Reiskörner, die in Rispen an den Enden der Stängel wachsen. Jeder Reiskorn besteht aus einer Schale, einem Embryo und einem Nährgewebe, das als Endosperm bezeichnet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie wird Reis angebaut und geerntet?</h2>



<p>Bei der Reispflanze handelt es sich um keine Wasserpflanze. Die Pflanze hat sich allerdings über die Jahrtausende an die nasse Umgebung angepasst. Das wurde durch Zucht und Selektion erzielt. Warum die Reispflanze sich an die Überflutung der Reisfelder anpassen musste, liegt ebenfalls in der Geschichte. Die Bewässerung entstand in einer Zeit, in der es noch keine Dünge- und Pflanzenschutzmittel gab. Durch die starke Bewässerung hatten Schädlinge und Unkraut kaum eine Chance. Der Reisanbau kann auf folgende Arten erfolgen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nasseisanbau</li>



<li>regenabhängiger Reisanbau (Trockenreisanbau)</li>



<li>Tiefewasserreisanbau</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Nassreisanbau</h3>



<p>Reis wird in der Regel in Überschwemmungsgebieten oder in Bereichen mit ausreichender Bewässerung angebaut. Der Anbau von Reis beginnt mit der Vorbereitung des Bodens, der in der Regel gepflügt und geglättet wird, um eine ebene Fläche zu schaffen. Das Pflügen geschieht in der Regel mithilfe eines Wasserbüffels. Anschließend werden die Reissamen in den noch trockenen Boden gepflanzt oder auf den Boden gestreut. Das Setzen der Pflanzen erfolgt entweder von Hand oder mithilfe von Setzmaschinen. Sobald die Reispflanzen wachsen, werden die Sämlinge mit Wasser bewässert und gedüngt, um das Wachstum zu fördern. Wird der Reis in bereits stark bewässerte Gebiete ausgesät, so geht dieser nicht auf.</p>



<p>Beim Nassreisanbau werden pro Kilogramm Reis zwischen 3.000 und 5.000 Litern Wasser benötigt. In der Regel kommt es zum Einsatz von Regen- oder Flusswasser. Die Bewässerung ist seit 3.000 Jahren gleich geblieben. Sie erfolgt über Bambusrohre, Kanäle und kleinere Gräben. Hierüber wird das Wasser gleichmäßig von den oberen zu den unteren Terrassen verteilt. Die Pflanzen stehen hierdurch zumeist im Wasser. Die Reispflanzen haben eine Art Belüftungssystem für ihre Wurzeln entwickelt, sodass diese durch das Wasser keinen Schaden nehmen.</p>



<p></p>



<p>Die Ernte von Reis erfolgt immer dann, wenn die Reispflanzen voll ausgereift und die Reiskörner reif sind. Das ist abhängig von der Reissorte und der Bodenbeschaffenheit sowie der Bewässerung ein- bis drei Mal im Jahr der Fall. Die Ernte kann von Hand oder mit Maschinen erfolgen. Bei der manuellen Ernte werden die Reispflanzen in der Regel von Hand geschnitten und auf dem Feld getrocknet. Bei der maschinellen Ernte werden die Reispflanzen mit speziellen Maschinen geerntet und auf dem Feld getrocknet. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Trockenreis</h3>



<p>Der Anbau von Trockenreis erfolgt in niederschlagsarmen Gebieten. Auch in Gebirgen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist der Anbau von Trockenreis möglich. Der Reis ist jedoch sehr teuer, weil der Anbau sehr arbeitsintensiv ist. Unkraut und Schädlinge werden nicht durch das Wasser in ihrer Verbreitung gehindert und müssen händisch entfernt werden. Zudem werden mehr Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Weiterverarbeitung von Reis</h2>



<p>Nach der Ernte werden die Reiskörner von der Schale, dem harten Spelz, getrennt und gereinigt, um Verunreinigungen zu entfernen. Anschließend können die Reiskörner weiterverarbeitet und zu verschiedenen Produkten wie Reismehl, Reisflocken oder Reisnudeln verarbeitet werden. Gerade in den ärmeren Gebieten dieser Erde erfolgen Anbau und Ernte manuell, manchmal mithilfe von Wasserbüffeln. Die Weiterverarbeitung erfolgt von Hand.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klassifizierung der Reiskörner</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Vollkornreis oder Naturreis</h3>



<p>Vollkornreis ist eine Art von Reis, bei dem das Schalen- und Keimlingsgeflecht erhalten bleibt. Im Gegensatz zum weißen Reis, bei dem die Außenschichten wie die Aleuronschicht und die Silberhaut entfernt werden, enthält Vollkornreis alle Bestandteile des Reiskorns, einschließlich des Kleie- und Keimlingsgeflechts. Vollkornreis ist daher reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen und bietet so mehr Nährstoffe als der uns allen bekannte weiße Reis.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Parboiled-Reis</h3>



<p>Der Parboiled-Reis ist eine Zwischenstufe zwischen dem weißen, geschälten Reis und dem Vollkornreis. Auch wenn es sich um eine helle Reissorte handelt, sorgt das Parboiling-Verfahren dafür, dass wichtige Nährstoffe erhalten bleiben.</p>



<p>Beim Parboiling-Verfahren werden die rohen Reiskörner in heißem Wasser eingeweicht und dadurch vorgegart, bevor sie getrocknet und abschließend gepellt werden. Das Parboiling-Verfahren besteht aus drei Hauptphasen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Einweichen: Die rohen Reiskörner werden in sehr heißem, noch nicht kochenden Wasser eingeweicht, um sie zu erweichen und um das Entfernen der äußeren, noch verbliebenen Hülsen zu erleichtern.</li>



<li>Vorgaren: Die eingeweichten Reiskörner werden im Anschluss für eine kurze Zeit in kochendem Wasser gegart, um die Nährstoffe ins Innere des Reiskorns zu bringen. Bei diesem Vorgang setzen sich Vitamine und Mineralstoffe im Inneren des Korns fest und gehen so nicht verloren.</li>



<li>Trocknen und Pellen: Nach dem Vorgaren werden die vorgekochten Reiskörner auf einem Netz getrocknet. Das Wasser verdunstet, wodurch das Korn trocknet. Im Anschluss werden die äußeren Hülsen der Reiskörner durch Walzen oder durch Reibung entfernt.</li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading">Weitere Reisarten</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Rundkornreis</h4>



<p>Als Rundkornreis werden die Reissorten bezeichnet, die relativ kurze, runde Körner haben. In Deutschland gibt es hierzu natürlich eine Klassifizierungsbasis. Diese Richtlinie für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) gibt vor, dass ein Korn Rundkornreis die Länge von 5,2 Millimetern nicht überschreiten darf. Das Verhältnis der Länge zur Breite muss unterhalb von 2 liegen. Das Reiskorn darf also maximal zwei Mal so lang wie breit sein. Rundkornreis wird in der Regel für Sushi oder Milchreis verwendet. Rundkornreis ist leicht klebrig und damit gut formbar. </p>



<p>Die Stärkekonzentration ist beim Rundkornreis mit mindestens 18 Prozent Amylopektin höher als bei anderen Reissorten, weshalb er beim Kochen verklebt. Diese Reissorten werden auch häufig als Klebereis bezeichnet. Durch den erhöhten Stärkeanteil ist der glykämische Index beim Rundkornreis höher als bei anderen Reissorten. Der Anteil der Schale sollte bei unter 1 Prozent liegen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mittel- und Langkornreis</h4>



<p>Wenn Reiskörner länger als 6 Millimeter sind, werden sie als Langkornreis klassifiziert. Reiskörner, die zwischen 5,2 und 6 Millimeter lang sind, werden als Mittelkornreis klassifiziert. Im Gegensatz zum Rundkornreis behalten Lang- und Mittelkornreis beim Kochen ihre Struktur. Die gekochten Reiskörner sind locker-körnig und voneinander trennbar. Sie werden als Beilage zu vielen verschiedenen Gerichten gereicht.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Reisarten nach Farbe kategorisiert</h2>



<p>Im Folgenden stelle ich einige Reissorten vor. Heute sind unzählige verschiedene Arten und Sorten Reis bekannt. Zu den Bekanntesten gehören:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Roter Reis</h3>



<p>Roter Reis erhält seine Farbe aufgrund seines Standorts auf Böden, die einen hohen Anteil an Ton aufweisen. In Europa ist das beispielsweise in Camargue (Frankreich) oder im Piemont oder der Po-Ebene (Italien) der Fall. Der rote Reis zeichnet sich nicht nur durch seine auffällige Farbe aus, sondern auch durch sein nussiges Aroma.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schwarzer Reis</h3>



<p>Schwarzer Reis verfügt über pigmentierte äußere Schichten. Da beim Schälen diese Schichten verloren gehen, wird der Schwarze Reis immer als Vollkornreis angeboten. Auch er hat, wie der Rote Reis, einen leicht nussigen Geschmack. Im Gegensatz zum Roten Reis schmeckt der Schwarze Reis jedoch leicht süßlich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wildreis</h3>



<p>Beim Wildreis handelt es sich nicht um Reis im klassischen Sinne, sondern um ein Wassergras. Die Körner werden jedoch genauso wie Reis gekocht. Ursprünglich stammt Wildreis aus Kanada. Der Wildreis wird nach der Ernte gedarrt. Hierdurch erhält er seine typische dunkle Farbe. Auch der Wildreis hat einen nussigen aber pikanten Geschmack. </p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Reisspezialitäten</h2>



<p>Unter den Reissorten gibt es etliche, die bei uns große Bekanntheit und Beliebtheit erlangt haben. Dazu gehören:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Basmatireis</h3>



<p>Der Anbau von Basmati-Reis findet überwiegend im Himalajagebiet statt, sein Name wird aus dem Hindi mit &#8222;Königin der Düfte&#8220; übersetzt. Unmittelbar nach der Ernte riecht der Basmati-Reis zunächst leicht nach frischem Gras. Der Duft reift jedoch nach und wird leicht- bis hin zu intensiv nussig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Jasminreis</h3>



<p>Beim Jasminreis handelt es sich um eine überwiegend in Thailand verwendete und angebaute Reissorte. Der Duft des Jasminreis&#8216; ist blumig. Der Reis hat seinen Namen erhalten, weil der Geruch an Jasminblüten erinnert. Der Reis wird beim Kochen ganz leicht klebrig.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reis, benannt nach seinem Einsatzzweck</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Risotto-Reis</h3>



<p>Beim Risotto-Reis handelt es sich um einen relativ großen Mittelkorn-Reis. Die Größe verhindert ein Zusammenkleben der Reiskörner. Risotto-Reis hat einen relativ hohen Stärkeanteil, sodass die Gerichte ihre cremige Konsistenz erhalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Paella Reis</h3>



<p>In Paella findest Du in der Regel Rundkornreis. Die Körner sind leicht süßlich, verfügen insgesamt über einen sehr geringen Eigengeschmack. Die Körner sind nach dem Kochen weich aber zugleich bissfest. Der Reis bleibt locker, körnig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sushi Reis</h3>



<p>Zur Herstellung von Sushi findet Rundkornreis Einsatz. Das Eigenaroma ist aufgrund des hohen Stärkeanteils leicht süßlich. Die Konsistenz ist klebrig-weich. </p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Sadri Reis</h3>



<p>Der Sadri Reis ist ein Langkornreis, der aus dem Iran stammt. Er hat ein blumiges Aroma und eine lockere, weiche Konsistenz. Die Reiskörner sind etwa 7 Millimeter lang und finden beispielsweise zur Herstellung des persischen Tahdig Einsatz.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Probleme beim Reisanbau</h2>



<p>Pro Kilo Reis werden zwischen 2.000 bis 5.000 Liter Wasser verbraucht (<a href="https://utopia.de/ratgeber/wie-reisanbau-funktioniert-und-seine-folgen-fuer-das-klima/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). Der Nassreisanbau sorgt für 10 Prozent der menschenverursachten Methan-Emissionen. Der Grund für die hohen Methan-Emissionen ist in der Flutung der Terrassen und Felder zu finden. Durch die Bewässerung zersetzen sich organische Substanzen unter Ausschluss von Sauerstoff. Dadurch entsteht Methan. Verbrennen die Bauern die Spelzen auf den Feldern, entsteht zusätzlich CO<sub>2</sub>.  </p>



<p>Insgesamt liegt mit seinen 6,2 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Kilogramm deutlich über der Produktion von Geflügel (4,22 Kilogramm). Kartoffeln verursachen im Vergleich nur 0,62 Kilogramm CO2-Äquivaltente (<a href="https://utopia.de/ratgeber/wie-reisanbau-funktioniert-und-seine-folgen-fuer-das-klima/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). Der Konsum von Reis hat folglich auch direkte Auswirkungen auf unseren ökologischen Fußabdruck (<a href="https://simpleandslowliving.de/der-oekologische-fussabdruck/">Quelle</a>).  </p>



<h3 class="wp-block-heading">Exkurs: was sind CO2-Äquivalente?</h3>



<p class="has-text-align-left">CO<sub>2</sub>-Äquivalente sind Maßeinheiten für die Menge an Treibhausgasemissionen, die ein bestimmtes Gas in vergleichbarer Weise wie Kohlendioxid (CO<sub>2</sub>) freisetzt. In diesem Fall Methan. Die Auswirkungen anderer Treibhausgase abgesehen vom CO<sub>2</sub> werden auf der Grundlage ihres globalen Erwärmungspotenzials (GWP) in Relation zum Ausstoß von CO<sub>2</sub> berechnet. Das GWP von Methan ist beispielsweise ungefähr 28-mal höher als das von CO<sub>2</sub>. Das bedeutet, dass 1 Tonne Methanemissionen 28 Tonnen CO<sub>2</sub>-Äquivalenten entspricht. Auf diese Art und Weise können die Gesamtbeiträge unterschiedlicher Treibhausgase wie Methan, oder Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs) zur Klimaerwärmung vergleichbar dargestellt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Arsengehalt im Reis</h2>



<p>Reis enthält Arsen, das in den Böden natürlich vorkommt und sich durch die Bewässerung löst und durch die Pflanzen aufgenommen wird. Die Menge an Arsen variiert je nach Sorte, dem Anbaugebiet, den vorherrschenden Umweltbedingungen und Praktiken beim Anbau und der Ernte. Studien haben gezeigt, dass der durchschnittliche Arsengehalt in Reis in Deutschland im Bereich von 0,1 bis 0,2 mg/kg liegt, je nach Herkunft, Sorte und Verarbeitung. Dabei weist Vollkornreis einen höheren Arsengehalt auf als verarbeiteter Reis (<a href="https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_arsengehalten_in_reis_und_reisprodukten-194346.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p>Allerdings gibt es auch regionale Unterschiede und einzelne Proben können einen höheren Gehalt aufweisen. Besonders betroffen von hohen Arsengehalten sind Reissorten aus Asien, wo teilweise sehr hohe Belastungen auftraten. Die Konzentration von Arsen in Reisprodukten wie Reiskuchen oder Reismehl ist oft höher als in unverarbeitetem Reis.</p>



<p>Zum 01. Januar 2016 hat die Europäische Kommission die Höchstgehalte von anorganischem Arsen in Reis eingeführt. Demnach dürfen Reis und Reisprodukte in Europa den Höchstgehalt von 0,2 Milligramm Arsen pro Kilogramm nicht überschreiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Nährwerte von Reis</h2>



<p>Ungekochter Reis bietet pro 100 Gramm zwischen 334 und 378 Kalorien. Tendenziell hat Klebereis einen eher niedrigen Kaloriengehalt, während Vollkornreissorten die höchste Kaloriendichte aufweisen. Basmati-Reis hat mit etwa 10 Gramm pro 100 Gramm den höchsten Gehalt an Eiweiß. Fast alle Reissorten haben einen Kohlenhydrat-Anteil von etwa 80 Prozent. Wie andere stärkehaltige Lebensmittel auch entwickelt Reis beim Abkühlen resistente Stärke, die vom Körper nicht mehr vollständig aufgenommen werden kann aber gut für unsere Darmflora ist. </p>



<p>Reis enthält zudem einige Spurenelemente wie Magnesium, Kalium, Eisen und Zink. Da Eisen nur in Verbindung mit Vitamin C aufgenommen wird, empfiehlt sich die Kombination mit einem Vitamin-C-reichen Gemüse wie Paprika.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Reis ist in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel. Wird dieser als Hauptnahrungsmittel aufgenommen, treten Mangelerscheinungen auf. Reis wird in Monokuluren in China aber auch in vielen europäischen Ländern angebaut und ist eine gute Beilage zu vielen Gerichten. Aufgrund der Arsenbelastung und der hohen Methanwerte sollten wir in Deutschland häufiger andere Sättigungsbeilagen wie Hirse oder Kartoffeln wählen.</p>



<p></p>



<p></p>



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		<title>Ist Fleischersatz nachhaltiger als der Konsum von Fleisch?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jun 2023 16:26:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel und Gewürze]]></category>
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					<description><![CDATA[Fleischersatz ist salonfähig geworden. Mittlerweile findest Du die Produkte in jedem Supermarkt. Essen heute mehr Menschen Fleischersatzprodukte? Gefühlt gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt und in jedem Discounter vegetarischen und veganen Fleischersatz. Von der Currywurst bis hin zum Schnitzel findest Du alle möglichen Fleischspezialitäten in der nachgebauten Variante. Der Fleischersatz, der bei eingefleischten Fleischessen größten Ekel hervorruft erfreut sich trotz der Gegenwehr einiger Menschen wachsender Beliebtheit. Im Jahr 2021 wurden in Deutschland rund 98.000 Tonnen Fleischersatz produziert. Der Wert dieser Produkte lag lt. Statis bei 458 Millionen Euro. Während die Produktion von Fleischersatzprodukten um 17 Prozent stieg, ging der Konsum von Fleisch um 8 Prozent zurück. Im Vergleich zu 2018 wurde lt. Destatis die Produktion sogar um 62,2 Prozent erhöht. Im Jahr 2018 wurden 60. 400 Tonnen Fleischersatz produziert, im Jahr 2020 waren es bereits 83.700 Tonnen. Der Wert der Produkte stieg im Jahr 2021 um 22,2%. Dieser Wert ist alleine noch nicht aussagekräftig, theoretisch können die Produkte einfach nur teurer geworden sein. Der Wertzuwachs im Vergleich zum Jahr 2019 liegt sogar bei 68 Prozent (Quelle). Wie viel Fleisch wurde im Jahr 2021 verzehrt? Im Jahr 2019 legten die in Deutschland lebenden Menschen 40,1 Milliarden Euro in Fleisch an. Das war der höchste Wert seit 10 Jahren. Im Jahr 2021 gaben die Deutschen 35,6 Milliarden Euro für Fleisch und Fleischprodukte aus. Es wurden durchschnittlich 55,0 Kilogramm Fleisch pro Kopf im Jahr 2021 verzehrt. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist das ein Rückgang um 12 Prozent. Damals verzehrten die Deutschen durchschnittlich 62,8 Kilogramm pro Kopf. Der im Jahr 2021 ermittelte Wert ist der niedrigste ermittelte Wert seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1989. Woraus wird Fleischersatz hergestellt? Fleischersatz wird aus verschiedenen Rohstoffen hergestellt. Früher dominierte beim Fleischersatz Tofu, später kam Seitan dazu. Mittlerweile gibt es weitere Eiweißlieferanten wie Erbsenprotein. Zudem kann der Fleischersatz aus Lupinen, schwarzen Bohnen, Jackfruit, Quorn oder oder Pilzen hergestellt werden. Neben den veganen Varianten gibt es am Markt auch vegetarischen Fleischersatz der aus Milch und/oder Eiern hergestellt wird. Ist im Fleischersatz genauso viel Eiweiß wie im Fleisch? Der Eiweißanteil ist im Fleischersatz beinahe genauso hoch wie beim Fleisch. Allerdings mischen die Hersteller nicht selten Salz, Fett und Zucker in den zubereiteten Fleischersatz. Das hebt die gesundheitlichen Vorteile wieder auf. Allerdings tun das auch die Hersteller von Wurstwaren. Neben den Geschmacksträgern Fett und Zucker werden zur Haltbarmachung Zusatzstoffe und Säureregulatorenr eingesetzt. Was esse ich, wenn ich Fleischersatz aus Soja zu mir nehme? Nach wie vor ist Soja die Zutat, die am häufigsten zur Herstellung von Fleischersatz verwendet wird. Um Fleischersatz aus der Sojabohne herstellen zu können, muss das Eiweiß aus der Sojabohne zunächst isoliert und dann entfettet werden. Danach wird die Masse mit hohem Druck bearbeitet und so strukturiert. Bei Soja besteht mittlerweile das Problem, dass etwa 76 Prozent weltweit genmodifiziert wurden. Das wurde getan, damit Pestizide eingesetzt werden können, ohne die Pflanze zu zerstören. Der größte Anteil des genmodifizierten Sojas wird als Futtermittel für Tiere verwendet. Prinzipiell solltest Du darauf achten, Soja aus der EU zu kaufen. In Deutschland besteht eine Kennzeichnungspflicht für genetisch veränderte Produkte. Ab 0,9 Prozent genetischer Veränderung muss das Produkt gekennzeichnet sein. Aufpassen solltest Du dann, wenn Du eine Birkenpollenallergie hast, weil hier die Möglichkeit einer Kreuzreaktion besteht. Was ist Seitan? Seitan ist nichts anderes als ein Weizenbrötchen ohne Kleie und Stärke. Es handelt sich in weiten Teilen nur noch um das Klebeeiweiß des Weizens, das Gluten. Du kannst Seitan leicht selbst machen, indem Du Mehl mit Wasser zu einem Teig vermengst und diesen Teigklumpen in Wasser auswäschst, bis nur noch ein relativ kleiner Klumpen Gluten übrig bleibt. Wenn Du Weizen aus Deutschland verwendest, dann handelt es sich um eine sehr nachhaltige und vielseitig einsetzbare Fleischalternative. Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie können auf diesen Fleischersatz nicht zurückgreifen. Fleischersatz aus Lupinen und Erbsen Beim Fleischersatz aus Lupinen oder Erbsen handelt es sich ebenfalls um eine nachhaltige Variante, wenn die Pflanzen aus heimischer Erzeugung stammen. Anders als beim Seitan, den Du leicht selbst machen kannst, wird das Eiweiß von Erben und Lupinen in einem industriellen Verarbeitungsprozess aus den Pflanzen gelöst. Es handelt sich wie beim Tofu um ein stärker verarbeitetes Produkt Sind industriell hergestellte Ersatzprodukte ungesund? Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten. Allerdings handelt es sich um industriell verarbeitete Ware, d.h. die Hersteller versuchen ein marktgängiges Produkt herzustellen. Das bedeutet, dass das dem Produkt Öl, Wasser, Aromen und Zusatzstoffe zugeführt werden, bis der Fleischersatz den gewünschten Geschmack und die optimale Konsistenz hat. Um aus den pflanzlichen Proteinen mit Wasser und Öl eine fleischähnliche Konsistenz und einen herzhaften Geschmack zu produzieren, greifen viele Hersteller auf Aromen und Zusatzstoffe zurück. Neben Zucker und Salz wird dem Fleischersatz nicht selten Methycellulose zugeführt. In der Industrie wird diese als Verdickungsmittel verwendet. Wenn dir die Methylcellulose bekannt vorkommt, dann wahrscheinlich vom Tapetenkleister. Dort ist sie Hauptbestandteil und sorgt dafür, dass der Kleister kleistert. Wenn Du jetzt denkst, dass das nicht gesund sein kann, dann hast Du damit sicher recht. Allerdings ist sie in Fleischersatzprodukten nur in geringen Mengen vorhanden. Tierversuche sollen allerdings gezeigt haben, dass sie die Entstehung von Entzündungen im Darm begünstigen können. Auch wenn es die Sache nicht besser macht, Methylcellulose steckt in vielen Lebensmitteln wie in Saucen, Dressings, Fleisch-, Wurst- und Fischwaren, Teigwaren aller Art, Süßwaren und Eis. Du wirst vermutlich, wenn Du Produkte aus diesen Kategorien konsumierst, bereits mit Methylcellulose in Kontakt gekommen sein. Zudem werden durch die Hersteller in manchen Fällen Phosphate eingesetzt, die bei nierenerkrankten Personen bedenklich sind. Ist Fleischersatz nachhaltiger als Fleisch? Auch wenn industriell hergestellte Produkte in Bezug auf die Umweltbilanz immer schlechter abschneiden als unverarbeitete Lebensmittel, so ist der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung von Fleischersatz wesentlich geringer als der bei der Herstellung der gleichen Menge Fleisch. Kennst Du Menschen, die sich selbst als Second-Level-Veganer bezeichnen? Sie sagen Dir damit, dass sie Pflanzen essen in Form von Tieren, die diese Pflanzen zuvor gegessen haben. Tatsächlich nehmen die Nahrungsmittel einen riesigen Umweg, wenn sie über die Tiere in uns gelangen. Während bei der Produktion eines Kilos Hühnerfleisch zwischen 3,8 und 4,2 Kilogramm Treibhausgase ... <a title="Ist Fleischersatz nachhaltiger als der Konsum von Fleisch?" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/ist-fleischersatz-nachhaltiger-als-der-konsum-von-fleisch/" aria-label="Mehr Informationen über Ist Fleischersatz nachhaltiger als der Konsum von Fleisch?">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/salad-g7bcfaf649_640.jpg" alt="" class="wp-image-566" style="width:369px;height:246px" width="369" height="246" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/salad-g7bcfaf649_640.jpg 640w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/salad-g7bcfaf649_640-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 369px) 100vw, 369px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/einladung_zum_essen-3625323/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2358532">Bernadette Wurzinger</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2358532">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Fleischersatz ist salonfähig geworden. Mittlerweile findest Du die Produkte in jedem Supermarkt.</p>



<span id="more-563"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Essen heute mehr Menschen Fleischersatzprodukte?</h2>



<p>Gefühlt gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt und in jedem Discounter vegetarischen und veganen Fleischersatz. Von der Currywurst bis hin zum Schnitzel findest Du alle möglichen Fleischspezialitäten in der nachgebauten Variante.</p>



<p>Der Fleischersatz, der bei eingefleischten Fleischessen größten Ekel hervorruft erfreut sich trotz der Gegenwehr einiger Menschen wachsender Beliebtheit. Im Jahr 2021 wurden in Deutschland rund 98.000 Tonnen Fleischersatz produziert. Der Wert dieser Produkte lag lt. <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_N025_42.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Statis </a>bei 458 Millionen Euro. Während die Produktion von Fleischersatzprodukten um 17 Prozent stieg, ging der Konsum von Fleisch um 8 Prozent zurück. </p>



<p>Im Vergleich zu 2018 wurde lt. Destatis die Produktion sogar um 62,2 Prozent erhöht. Im Jahr 2018 wurden 60. 400 Tonnen Fleischersatz produziert, im Jahr 2020 waren es bereits 83.700 Tonnen. Der Wert der Produkte stieg im Jahr 2021 um 22,2%. Dieser Wert ist alleine noch nicht aussagekräftig, theoretisch können die Produkte einfach nur teurer geworden sein. Der Wertzuwachs im Vergleich zum Jahr 2019 liegt sogar bei 68 Prozent (<a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_N025_42.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie viel Fleisch wurde im Jahr 2021 verzehrt?</h2>



<p>Im Jahr 2019 legten die in Deutschland lebenden Menschen 40,1 Milliarden Euro in Fleisch an. Das war der höchste Wert seit 10 Jahren. Im Jahr 2021 gaben die Deutschen 35,6 Milliarden Euro für Fleisch und Fleischprodukte aus. </p>



<p>Es wurden durchschnittlich 55,0 Kilogramm Fleisch pro Kopf im Jahr 2021 verzehrt. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist das ein Rückgang um 12 Prozent. Damals verzehrten die Deutschen durchschnittlich 62,8 Kilogramm pro Kopf. Der im Jahr 2021 ermittelte Wert ist der niedrigste ermittelte Wert seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1989. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Woraus wird Fleischersatz hergestellt?</h2>



<p>Fleischersatz wird aus verschiedenen Rohstoffen hergestellt. Früher dominierte beim Fleischersatz Tofu, später kam Seitan dazu. Mittlerweile gibt es weitere Eiweißlieferanten wie Erbsenprotein. Zudem kann der Fleischersatz aus Lupinen, schwarzen Bohnen, Jackfruit, Quorn oder oder Pilzen hergestellt werden. Neben den veganen Varianten gibt es am Markt auch vegetarischen Fleischersatz der aus Milch und/oder Eiern hergestellt wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ist im Fleischersatz genauso viel Eiweiß wie im Fleisch?</h2>



<p>Der Eiweißanteil ist im Fleischersatz beinahe genauso hoch wie beim Fleisch. Allerdings mischen die Hersteller nicht selten Salz, Fett und Zucker in den zubereiteten Fleischersatz. Das hebt die gesundheitlichen Vorteile wieder auf. Allerdings tun das auch die Hersteller von Wurstwaren. Neben den Geschmacksträgern Fett und Zucker werden zur Haltbarmachung Zusatzstoffe und Säureregulatorenr eingesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was esse ich, wenn ich Fleischersatz aus Soja zu mir nehme?</h2>



<p>Nach wie vor ist Soja die Zutat, die am häufigsten zur Herstellung von Fleischersatz verwendet wird. Um Fleischersatz aus der Sojabohne herstellen zu können, muss das Eiweiß aus der Sojabohne zunächst isoliert und dann entfettet werden. Danach wird die Masse mit hohem Druck bearbeitet und so strukturiert. Bei Soja besteht mittlerweile das Problem, dass etwa 76 Prozent weltweit genmodifiziert wurden. Das wurde getan, damit Pestizide eingesetzt werden können, ohne die Pflanze zu zerstören. Der größte Anteil des genmodifizierten Sojas wird als Futtermittel für Tiere verwendet. Prinzipiell solltest Du darauf achten, Soja aus der EU zu kaufen. In Deutschland besteht eine Kennzeichnungspflicht für genetisch veränderte Produkte. Ab 0,9 Prozent genetischer Veränderung muss das Produkt gekennzeichnet sein. Aufpassen solltest Du dann, wenn Du eine Birkenpollenallergie hast, weil hier die Möglichkeit einer Kreuzreaktion besteht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Seitan?</h2>



<p>Seitan ist nichts anderes als ein Weizenbrötchen ohne Kleie und Stärke. Es handelt sich in weiten Teilen nur noch um das Klebeeiweiß des Weizens, das Gluten. Du kannst Seitan leicht selbst machen, indem Du Mehl mit Wasser zu einem Teig vermengst und diesen Teigklumpen in Wasser auswäschst, bis nur noch ein relativ kleiner Klumpen Gluten übrig bleibt. Wenn Du Weizen aus Deutschland verwendest, dann handelt es sich um eine sehr nachhaltige und vielseitig einsetzbare Fleischalternative. Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie können auf diesen Fleischersatz nicht zurückgreifen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fleischersatz aus Lupinen und Erbsen</h2>



<p>Beim Fleischersatz aus Lupinen oder Erbsen handelt es sich ebenfalls um eine nachhaltige Variante, wenn die Pflanzen aus heimischer Erzeugung stammen. Anders als beim Seitan, den Du leicht selbst machen kannst, wird das Eiweiß von Erben und Lupinen in einem industriellen Verarbeitungsprozess aus den Pflanzen gelöst. Es handelt sich wie beim Tofu um ein stärker verarbeitetes Produkt</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sind industriell hergestellte Ersatzprodukte ungesund?</h2>



<p>Diese Frage lässt sich nicht einfach beantworten. Allerdings handelt es sich um industriell verarbeitete Ware, d.h. die Hersteller versuchen ein marktgängiges Produkt herzustellen. Das bedeutet, dass das dem Produkt Öl, Wasser, Aromen  und Zusatzstoffe zugeführt werden, bis der Fleischersatz den gewünschten Geschmack und die optimale Konsistenz hat. </p>



<p>Um aus den pflanzlichen Proteinen mit Wasser und Öl eine fleischähnliche Konsistenz und einen herzhaften Geschmack zu produzieren, greifen viele Hersteller auf Aromen und Zusatzstoffe zurück.</p>



<p>Neben Zucker und Salz wird dem Fleischersatz nicht selten Methycellulose zugeführt. In der Industrie wird diese als Verdickungsmittel verwendet. Wenn dir die Methylcellulose bekannt vorkommt, dann wahrscheinlich vom Tapetenkleister. Dort ist sie Hauptbestandteil und sorgt dafür, dass der Kleister kleistert. Wenn Du jetzt denkst, dass das nicht gesund sein kann, dann hast Du damit sicher recht. Allerdings ist sie in Fleischersatzprodukten nur in geringen Mengen vorhanden. Tierversuche sollen allerdings gezeigt haben, dass sie die Entstehung von <a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Ist-veganer-Fleischersatz-aus-pflanzlichem-Eiweiss-gesund,fleischersatz166.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Entzündungen im Darm</a> begünstigen können.</p>



<p>Auch wenn es die Sache nicht besser macht, Methylcellulose steckt in vielen Lebensmitteln wie in Saucen, Dressings, Fleisch-, Wurst- und Fischwaren, Teigwaren aller Art, Süßwaren und Eis. Du wirst vermutlich, wenn Du Produkte aus diesen Kategorien konsumierst, bereits mit Methylcellulose in Kontakt gekommen sein.</p>



<p>Zudem werden durch die Hersteller in manchen Fällen Phosphate eingesetzt, die bei nierenerkrankten Personen bedenklich sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ist Fleischersatz nachhaltiger als Fleisch?</h2>



<p>Auch wenn industriell hergestellte Produkte in Bezug auf die Umweltbilanz immer schlechter abschneiden als unverarbeitete Lebensmittel, so ist der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung von Fleischersatz wesentlich geringer als der bei der Herstellung der gleichen Menge Fleisch.</p>



<p>Kennst Du Menschen, die sich selbst als Second-Level-Veganer bezeichnen? Sie sagen Dir damit, dass sie Pflanzen essen in Form von Tieren, die diese Pflanzen zuvor gegessen haben. Tatsächlich nehmen die Nahrungsmittel einen riesigen Umweg, wenn sie über die Tiere in uns gelangen. </p>



<p>Während bei der Produktion eines Kilos Hühnerfleisch zwischen 3,8 und 4,2 Kilogramm Treibhausgase entstehen (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2020-06-25_trendanalyse_fleisch-der-zukunft_web_bf.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>), verbraucht dieselbe Menge sojabasierte Produkte nur ein Drittel der klimaschädlichen Gase. Wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2020-06-25_trendanalyse_fleisch-der-zukunft_web_bf.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geo </a>auf einen Wert von 2,8 kg kommt weiß ich nicht sicher. Möglicherweise haben sie aus der Studie des Landwirtschafsministeriums einen Mittelwert errechnet. Seitan soll lt. dieser Studie etwa doppelt so viel Emissionen verursachen wie Tofu, der CO<sub>2</sub> Verbrauch liegt hier zwischen 2,3 und 2,5 Kilomgramm.</p>



<p>Beim Fleischersatz am schlechtesten hat Quorn mit 4,1 bis 4,6 Kilogramm abgeschnitten, was am hohen Energieverbrauch während der Herstellung liegen soll (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2020-06-25_trendanalyse_fleisch-der-zukunft_web_bf.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gibt es eine Fleischersatz, der nachhaltig und gesund ist?</h2>



<p>Mit Sicherheit ganz viele. Die Industrie versucht bei der Herstellung von Fleischersatz den Geschmack und die Konsistenz von Fleisch zu imitieren. Dabei geht sie ähnlich vor wie bei anderen Produkten. Es werden Fett, Zucker, Phosphate, Salz und Verdickungsmittel eingesetzt, um auf einfache und gefällige Art und Weise ein gängiges Endprodukt zu erhalten. </p>



<p>Die Industrie orientiert sich an unserem Geschmack und natürlich an ihren Absatzzahlen. Produkte, die nicht gekauft werden, verschwinden vom Markt. Du gibst ihnen Geld, damit sie Dir ein Produkt kreieren, dass dich vom Geschmack und der Konsistenz an Fleisch erinnert. Du hast ein gutes Gewissen, weil Du ein Produkt zum Wohl von Tieren und Umwelt gekauft hast.</p>



<p>Möchtest Du allerdings auf die Zusatzstoffe verzichten oder die relativ hohen Preise nicht zahlen, wirst Du um das selber machen nicht drum herum kommen. <a href="https://utopia.de/seitan-selber-machen-25943/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier </a>findest Du eine Anleitung, wie Du selbst Seitan herstellen kannst. Aus Tofu und Seitan kannst du auch selbst Produkte wie Würste oder Schnitzel machen, wenn Du das Equipment dazu hast. </p>



<h2 class="wp-block-heading">An den Nährwerten orientieren</h2>



<p>Wenn Dich keine der Fleischalternativen vollends überzeugt, dann kannst Du aus Linsen, Grünkern oder Erbsen entweder eine Hackmasse oder einen Burger selbst herstellen. <a href="https://www.zuckerjagdwurst.com/de/rezepte/veganer-burger-mit-black-bean-patty-und-preiselbeeren" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier </a>findest Du ein Rezept für Burger aus schwarzen Bohnen. Das Rezept ist relativ simpel und Du weißt, was in Deinem Burger drin ist.</p>



<p></p>



<p>Wenn es schnell gehen muss sind Fleischersatzprodukte eine klimafreundlichere Alternative zum konventionellen Fleisch. Sie sind noch immer aufgrund der Produktionsbedingungen relativ teuer aber im Vergleich zum Fleischersatz von vor 10 Jahren tatsächlich essbar.</p>



<h2 class="wp-block-heading">War da nicht was mit 10 Gramm Fleisch am Tag?</h2>



<p>Scheinbar ist das Sommerloch bereits jetzt sehr tief, da sehr viele große Zeitungen und Zeitschriften auf das Thema aufgesprungen sind. Ursache war wohl die Anpassung der DGE an die Empfehlungen der EAT-Lancet-Kommission aus dem Jahr 2019! Wie bei den uralten Zeitungsenten auch geht immer ein wenig verloren, wenn alle auf den gleichen Gaul aufspringen.</p>



<p>Die EAT-Lancet-Kommission hat 2019 anhand von wissenschaftlichen Studien und aufgrund von Expertenmeinungen lediglich festgestellt, dass alle Menschen, die sich gerade auf diesem Planeten befinden, 14 (nicht 10) Gramm Fleisch pro Tag essen dürften, um unsere Emissionen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. </p>



<p>Die DGE hat zu diesem Thema noch nichts veröffentlicht, eine Sprecherin von &#8222;Fridays for Future&#8220; hat den Stein wohl ins Rollen gebracht, als sie die Forderung der EAT-Lancet-Kommission erwähnte. Angeblich wurden interne Dokumente der DGE geleakt, in denen diese Empfehlung aufgenommen worden sein soll (<a href="https://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/fliesst-in-regierungspapier-ein-neue-richtlinien-empfehlen-deutschen-nur-noch-10-gramm-fleisch-pro-tag-zu-essen_id_194928590.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p>Selbst wenn die DGE diese Empfehlung übernommen haben soll, stellt sich die Frage, seit wann sich die Menschen in Deutschland an Empfehlungen halten? Es gibt so viele Empfehlungen, die uns, unserer Umwelt, unseren Mitmenschen und den Tieren gut tun würde und niemand interessiert sich dafür.</p>



<p>Kritisiert wird die neue Ernährungsrichtlinie, die vom Landwirtschaftsministerium in Teilen oder ganz (?) übernommen werden soll, durch den Fleischverband. Momentan noch prognostizieren sie eine Unterversorgung der Bevölkerung mit Eisen und Vitamin B12. Das mit dem Eisen ist ernährungstechnisch abbildbar, da Soja, Weizenkleie und Kürbiskerne wie Fleisch- und Wurstwaren viel Eisen enthalten. </p>



<p>So ist das halt mit der Wissenschaft. Sie beurteilt anhand der vorliegenden Daten und Fakten sowie anhand der Auswertung von Studien. Es interessiert den Forscher zunächst einmal nicht, wie der Endverbraucher es schaffen soll ein 14-Gramm-Stück Fleisch zu verzehren ohne sich in den Finger zu beißen. Die Eat-Lancet-Kommission hat hierfür dennoch eine Antwort: Fleisch nicht täglich essen, andere Eiweißlieferanten nutzen.</p>
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		<title>Die Macht der Lebensmittelkonzerne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jun 2023 22:28:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
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					<description><![CDATA[Hast Du dich schon mal gefragt, wo Dein Essen herkommt? Die Antwort ist simpel, zumeist wird es durch einen der 9 marktführenden Lebensmittelkonzerne produziert. Marktführende Lebensmittelhändler in Deutschland Wenn Du beschließt einkaufen zu gehen, wirst Du sehr wahrscheinlich im Edeka, Lidl, Aldi, Netto, Rewe oder Kaufland landen. Einer dieser Märkte wird sich bei Dir um die Ecke befinden, wenn Du nicht inmitten eines Waldes wohnst. Ansonsten hast Du vermutlich eine recht geringe Entfernung zum nächsten Supermarkt oder Discounter. Jeder kennt sie, wir sind auf sie angewiesen, weil sie in der Regel all das führen, womit wir uns ernähren. Foodwatch geht davon aus, dass der Marktanteil der Lebensmittelriesen bei mittlerweile 85 Prozent liegt. Warum ist die Marktherrschaft weniger Konzerne problematisch? Wenn wenige Konzerne den Verkauf, bzw. das Inverkehrbringen von Lebensmitteln steuern, dann wirkt sich das in erster Linie auf die Qualität aus. Diese Konzerne stehen in unmittelbarer Konkurrenz zueinander. Während bei Lidl, Aldi, Netto und Kaufland permanent Niedrigpreise abgerufen werden, führen die Edeka- und Rewemärkte mehr Markenprodukte zu höheren Preisen. In den einzelnen Edeka-Filialen lassen sich zudem auch regionale Produkte von Klein- und Kleinstunternehmen finden. Auf diesen Zug ist beispielsweise Aldi schnell aufgesprungen. Auch hier wirst Du Nahrungsmittel aus Deiner Region finden. Die Preispolitik bei den Discountern bleibt jedoch die gleiche, ob es sich um regionale oder internationale Produkte handelt. Die Märkte verhandeln, um möglichst niedrige Preise ansetzen zu können, knallhart. Ähnlich wie bei dem uralten Witz, bei dem die Bäuerin ein Ei für 10 Pfennig verkauft. Ein Kunde fragt sie, ob sich das denn für sie rentiere und wie viel die Herstellung koste. Sie sagt, die Herstellung koste 15 Pfennig, der Gewinn regele sich mit der Menge&#8230; Wie macht sich die Macht der Konzerne in der Qualität bemerkbar? Ist Dir mal aufgefallen, dass es fast egal ist, wo Du hingehst, weil das Angebot fast immer gleich ist? Natürlich hat Lidl in dieser Woche andere Angebote als Aldi oder Netto. Aber die Supermärkte sind immer gleich aufgebaut und der Anteil natürlicher Nahrungsmittel ist verschwindend gering. Neben ein paar frischen, natürlichen Lebensmitteln findest du jede Menge Fertig- und Convenience Food. Wenn Du die Verpackungen rum drehst, findest Du jede Menge Zusatzstoffe, Aromen aber in der Regal auch viel Fett und Zucker. Der Trick mit den Eigenmarken Mittlerweile verfügt jeder Supermarkt über ein nicht mehr sehr kleines Sortiment an Eigenmarken. Es glaubt wahrscheinlich niemand mehr daran, dass Aldi, Lidl &#38; Co. eigene Fabriken zur Produktion von Lebensmitteln hoch gezogen haben. Die Produkte werden in den Produktionsstätten der großen Konzerne, die die Markenprodukte liefern, hergestellt. Also so ähnlich wie bei Influenzern, die Merchandise-Klamotten vermarkten. Bei den Lebensmittelketten geht es auch um Kundenbindung. Die Kunden, die sich die teuren Markenprodukte nicht leisten können oder wollen, sollen mithilfe der Eigenmarken in die Geschäfte gelockt werden. Wenn Du schon einmal einen Einkauf bei Rewe ohne den Kauf von &#8222;Ja&#8220;-Produkten bestritten hast oder bei Edeka keine &#8222;Gut und Günstig&#8220;-Produkte gekauft hast, weißt Du, wie teuer ein solcher Einkauf werden kann. Die Eigenmarken sind die Basics der Lebensmittelindustrie. Ähnlich wie Du bei den Textil-Discountern einfache Shirts für ein paar Euro nachgeworfen bekommst, erhältst du Basis-Lebensmittel zum Discountpreis, selbst dann, wenn Du dich im Rewe befindest. Wie unterscheiden sich die Eigenmarken von den Markenprodukten? Die Lebensmittelkonzerne verschenken weder ihre Produkte noch ihre Rezepte. Die Produkte für die Eigenmarken werden lediglich am gleichen Standort hergestellt, weil sich dort sowieso die Abfüllanlagen befinden. Die günstigen Eigenmarken weisen jedoch einen veränderten Fett-, Frucht- oder Fleischanteil auf. Auch wenn die Rezeptur der des Markenprodukts ähnelt, handelt es sich nicht um die gleiche Rezeptur und häufig um minderwertige Zutaten (weiterlesen). Im Umkehrschluss bedeutet das nicht, dass Markenprodukte aus ausschließlich hochwertigen Lebensmitteln hergestellt werden. Insbesondere in Deutschland sind die Hersteller darauf angewiesen, das Produkt möglichst günstig herzustellen. Warum? Weil die Deutschen gut und günstig essen möchten. Edeka hat aus der Not eine Tugend gemacht und eine Marke daraus gebastelt. Welche Lebensmittelkonzerne beherrschen den internationalen Markt? Coca-Cola Ich glaube nicht, dass es in Deutschland noch Menschen gibt, die noch nie etwas von Coca-Cola gehört haben. Es mag sein, dass es Menschen gibt, die noch nie Coca-Cola getrunken haben aber selbst das ist äußerst unwahrscheinlich. Neben der uns allen bekannten Cola produziert der Konzern auch noch Fanta, Sprite Bonaqua, Fuze Tea, Lift , Vio, Apollinaris und Vio. Die Cola-und Limonadenvarianten gibt es zumeist auch noch in Light oder Zero. Seit dem Jahr 2012 gehört &#8222;fa!rlife&#8220; zum Coca-Cola-Konzern. Es handelt sich hierbei um eine Milchmarke, die es sich eigenen Aussagen zufolge zur Aufgabe gemacht hat, die gesundheitlichen Vorteile von Milch zu nutzen. Mit dem Ankauf von &#8222;Coasta Coffee&#8220; im Jahr 2018 hat sich der Konzern auch noch Anteile beim Verkauf von Kaffeezubereitungen gesichert. Kellogg&#8217;s Die Kellogg Company ist weltweit eines der führenden Unternehmen, wenn es um die Herstellung, die Vermarktung und den Verkauf von Getreideprodukten geht. Die Company wurde bereits 1906 durch Will Keith Kellogg in Battle Creek (Michigan) gegründet. Bereits 12 Jahre zuvor stellte Will Keith Kellogg zusammen mit seinem Bruder John Harvey Kellog die ersten Cornflakes her John Harvey Kellog leitete als Arzt ein Sanatorium, in dem auf alles verzichtet wurde, was sich in vielen Ohren nach Spaß anhört. Es wurde auf Fleisch, Tabak, Alkohol und Kaffee verzichtet. Wenn Du Dich fragst, was haben die Leute denn gegessen? Das haben sich die Kellogg-Brüder auch gefragt. So forschten sie, um Alternativen zum Brot, das es meistens gab, zu finden. Um die Geschichte etwas abzukürzen, die Brüder quetschten aufgequollene Weizenkörner durch eine Walze, trockneten diese und gaben sie den Patienten zum essen. Damit diese auch nach der Kur auf die Flocken zugreifen konnten, gründeten die Brüder die Sanitas Food Company. Das Unternehmen wuchs und aus ehemals noch relativ gesunden gepressten Körnern wurden massentaugliche, stark gezuckerte Frühstücksflocken. Zu den Smacks gesellten sich die Kellogg*s original, Honey Bsss, Choco Chrispies, Zimmys, Frost Loops, Special K und das Kellogg&#8217;s Müsli. Die Übernahme der Kashi Company Im Jahr 2000 übernahm die Kellogg Company die Kashi Company, die ihren Sitz in La Jolla in Kalifornien hat. Im Zuge dieser Übernahme kam es zur ... <a title="Die Macht der Lebensmittelkonzerne" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/die-macht-der-lebensmittelkonzerne/" aria-label="Mehr Informationen über Die Macht der Lebensmittelkonzerne">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/grocery-store-2619380_1280-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-549" width="326" height="244" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/grocery-store-2619380_1280-1024x768.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/grocery-store-2619380_1280-300x225.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/grocery-store-2619380_1280-768x576.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/grocery-store-2619380_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 326px) 100vw, 326px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/ccipeggy-4131232/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2619380">Peggy Chai</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2619380">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Hast Du dich schon mal gefragt, wo Dein Essen herkommt? Die Antwort ist simpel, zumeist wird es durch einen der 9 marktführenden Lebensmittelkonzerne produziert.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Marktführende Lebensmittelhändler in Deutschland</h2>



<p>Wenn Du beschließt einkaufen zu gehen, wirst Du sehr wahrscheinlich im Edeka, Lidl, Aldi, Netto, Rewe oder Kaufland landen. Einer dieser Märkte wird sich bei Dir um die Ecke befinden, wenn Du nicht inmitten eines Waldes wohnst. Ansonsten hast Du vermutlich eine recht geringe Entfernung zum nächsten Supermarkt oder Discounter. Jeder kennt sie, wir sind auf sie angewiesen, weil sie in der Regel all das führen, womit wir uns ernähren. Foodwatch geht davon aus, dass der Marktanteil der Lebensmittelriesen bei mittlerweile <a href="https://www.foodwatch.org/de/die-macht-der-konzerne-waechst-die-demokratie-verliert" target="_blank" rel="noreferrer noopener">85 Prozent</a> liegt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ist die Marktherrschaft weniger Konzerne problematisch?</h2>



<p>Wenn wenige Konzerne den Verkauf, bzw. das Inverkehrbringen von Lebensmitteln steuern, dann wirkt sich das in erster Linie auf die Qualität aus. Diese Konzerne stehen in unmittelbarer Konkurrenz zueinander. Während bei Lidl, Aldi, Netto und Kaufland permanent Niedrigpreise abgerufen werden, führen die Edeka- und Rewemärkte mehr Markenprodukte zu höheren Preisen. In den einzelnen Edeka-Filialen lassen sich zudem auch regionale Produkte von Klein- und Kleinstunternehmen finden.</p>



<p>Auf diesen Zug ist beispielsweise Aldi schnell aufgesprungen. Auch hier wirst Du Nahrungsmittel aus Deiner Region finden. Die Preispolitik bei den Discountern bleibt jedoch die gleiche, ob es sich um regionale oder internationale Produkte handelt.</p>



<p>Die Märkte verhandeln, um möglichst niedrige Preise ansetzen zu können, knallhart. Ähnlich wie bei dem uralten Witz, bei dem die Bäuerin ein Ei für 10 Pfennig verkauft. Ein Kunde fragt sie, ob sich das denn für sie rentiere und wie viel die Herstellung koste. Sie sagt, die Herstellung koste 15 Pfennig, der Gewinn regele sich mit der Menge&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie macht sich die Macht der Konzerne in der Qualität bemerkbar?</h2>



<p>Ist Dir mal aufgefallen, dass es fast egal ist, wo Du hingehst, weil das Angebot fast immer gleich ist? Natürlich hat Lidl in dieser Woche andere Angebote als Aldi oder Netto. Aber die Supermärkte sind immer gleich aufgebaut und der Anteil natürlicher Nahrungsmittel ist verschwindend gering. </p>



<p>Neben ein paar frischen, natürlichen Lebensmitteln findest du jede Menge Fertig- und Convenience Food. Wenn Du die Verpackungen rum drehst, findest Du jede Menge Zusatzstoffe, Aromen aber in der Regal auch viel Fett und Zucker. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Trick mit den Eigenmarken</h2>



<p>Mittlerweile verfügt jeder Supermarkt über ein nicht mehr sehr kleines Sortiment an Eigenmarken. Es glaubt wahrscheinlich niemand mehr daran, dass Aldi, Lidl &amp; Co. eigene Fabriken zur Produktion von Lebensmitteln hoch gezogen haben. Die Produkte werden in den Produktionsstätten der großen Konzerne, die die Markenprodukte liefern, hergestellt.</p>



<p>Also so ähnlich wie bei Influenzern, die Merchandise-Klamotten vermarkten. Bei den Lebensmittelketten geht es auch um Kundenbindung. Die Kunden, die sich die teuren Markenprodukte nicht leisten können oder wollen, sollen mithilfe der Eigenmarken in die Geschäfte gelockt werden. </p>



<p>Wenn Du schon einmal einen Einkauf bei Rewe ohne den Kauf von &#8222;Ja&#8220;-Produkten bestritten hast oder bei Edeka keine &#8222;Gut und Günstig&#8220;-Produkte gekauft hast, weißt Du, wie teuer ein solcher Einkauf werden kann. Die Eigenmarken sind die Basics der Lebensmittelindustrie. Ähnlich wie Du bei den Textil-Discountern einfache Shirts für ein paar Euro nachgeworfen bekommst, erhältst du Basis-Lebensmittel zum Discountpreis, selbst dann, wenn Du dich im Rewe befindest. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie unterscheiden sich die Eigenmarken von den Markenprodukten?</h2>



<p>Die Lebensmittelkonzerne verschenken weder ihre Produkte noch ihre Rezepte. Die Produkte für die Eigenmarken werden lediglich am gleichen Standort hergestellt, weil sich dort sowieso die Abfüllanlagen befinden. Die günstigen Eigenmarken weisen jedoch einen veränderten Fett-, Frucht- oder Fleischanteil auf. Auch wenn die Rezeptur der des Markenprodukts ähnelt, handelt es sich nicht um die gleiche Rezeptur und häufig um minderwertige Zutaten (<a href="https://www.ruhr24.de/service/aldi-lidl-edeka-marken-trick-eigenmarken-kunden-deutschland-einkaufen-mueller-frosta-90577947.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">weiterlesen</a>).</p>



<p>Im Umkehrschluss bedeutet das nicht, dass Markenprodukte aus ausschließlich hochwertigen Lebensmitteln hergestellt werden. Insbesondere in Deutschland sind die Hersteller darauf angewiesen, das Produkt möglichst günstig herzustellen. Warum? Weil die Deutschen gut und günstig essen möchten. Edeka hat aus der Not eine Tugend gemacht und eine Marke daraus gebastelt. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Lebensmittelkonzerne beherrschen den internationalen Markt?</h2>



<h2 class="wp-block-heading">Coca-Cola</h2>



<p>Ich glaube nicht, dass es in Deutschland noch Menschen gibt, die noch nie etwas von Coca-Cola gehört haben. Es mag sein, dass es Menschen gibt, die noch nie Coca-Cola getrunken haben aber selbst das ist äußerst unwahrscheinlich. Neben der uns allen bekannten Cola produziert der Konzern auch noch Fanta, Sprite Bonaqua, Fuze Tea, Lift , Vio, Apollinaris und Vio. Die Cola-und Limonadenvarianten gibt es zumeist auch noch in Light oder Zero. Seit dem Jahr 2012 gehört &#8222;fa!rlife&#8220; zum Coca-Cola-Konzern. Es handelt sich hierbei um eine Milchmarke, die es sich eigenen Aussagen zufolge zur Aufgabe gemacht hat, die gesundheitlichen Vorteile von Milch zu nutzen. Mit dem Ankauf von &#8222;Coasta Coffee&#8220; im Jahr 2018 hat sich der Konzern auch noch Anteile beim Verkauf von Kaffeezubereitungen gesichert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kellogg&#8217;s</h2>



<p>Die Kellogg Company ist weltweit eines der führenden Unternehmen, wenn es um die Herstellung, die Vermarktung und den Verkauf von Getreideprodukten geht. Die Company wurde bereits 1906 durch Will Keith Kellogg in Battle Creek (Michigan) gegründet. Bereits 12 Jahre zuvor stellte Will Keith Kellogg zusammen mit seinem Bruder John Harvey Kellog die ersten Cornflakes her</p>



<p>John Harvey Kellog leitete als Arzt ein Sanatorium, in dem auf alles verzichtet wurde, was sich in vielen  Ohren nach Spaß anhört. Es wurde auf Fleisch, Tabak, Alkohol und Kaffee verzichtet.  Wenn Du Dich fragst, was haben die Leute denn gegessen? Das haben sich die Kellogg-Brüder auch gefragt. So forschten sie, um Alternativen zum Brot, das es meistens gab, zu finden.</p>



<p>Um die Geschichte etwas abzukürzen, die Brüder quetschten aufgequollene Weizenkörner durch eine Walze, trockneten diese und gaben sie den Patienten zum essen. Damit diese auch nach der Kur auf die Flocken zugreifen konnten, gründeten die Brüder die Sanitas Food Company.</p>



<p>Das Unternehmen wuchs und aus ehemals noch relativ gesunden gepressten Körnern wurden massentaugliche, stark gezuckerte Frühstücksflocken. Zu den Smacks gesellten sich die Kellogg*s original, Honey Bsss, Choco Chrispies, Zimmys, Frost Loops, Special K und das Kellogg&#8217;s Müsli. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Übernahme der Kashi Company</h3>



<p>Im Jahr 2000 übernahm die Kellogg Company die Kashi Company, die ihren Sitz in La Jolla in Kalifornien hat. Im Zuge dieser Übernahme kam es zur Neustrukturierung in zwei Geschäftsbereiche: Kellogg USA und Kellogg International. Ein Jahr später, im Jahr 2001, wurde die Keebler Foods Company in Elmhurst in Illinois ebenfalls durch Kelloggs übernommen.  Bei der Keebler Foods Company handelte es sich um einen der führenden Hersteller von Backwaren. Im Jahr 2012 wurde Pringles von Procter&amp;Gamle durch die Kellogg Company übernommen.</p>



<p>Derzeit verfügt die Kellogg Company über 17 Produktionsstätten und 25.000 Beschäftigte. Es werden mittlerweile über 50 verschiedene Getreideprodukte hergestellt und in 180 Länder der Welt verkauft (also fast alle). Der Jahresumsatz liegt bei mehr als 10 Milliarden US-Dollar.</p>



<p>Im Jahr 2016 kaufte Kellogg&#8217;s 51% der Vita+ Naturprodukte GmbH, einem  österreichischen Müsliproduzenten. In Deutschland werden die Produkte unter dem Namen Verival biologische Naturprodukte verkauft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Danone</h2>



<p>Danone ist ein weiterer Konzern, an dem Du kaum vorbei kommst. Danone ist einer der größten Milchproduzenten der Welt. Neben den Milchzubereitungen stellt Danone Flaschenwasser und Babynahrung her. Zudem produziert es &#8222;Nutrica&#8220;, eine hochkalorische Trinknahrung. </p>



<p>Danone-Marken, die Du in Deutschland findest:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Actimel</li>



<li>Aktivia</li>



<li>Fruchtzwerge</li>



<li>Danone Mars Mix</li>



<li>Dany Sahne</li>



<li>Danone Disney</li>



<li>Oikos</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Der Mars-Konzern</h2>



<p>Der Mars-Konzern, der 1911 in Tacoma, Washington gegründet wurde, ist einer der Konzerne, bei denen Du Dir keine Mühe geben musst, um an dessen Produkte zu gelangen. Folgende Marken und Lebensmittel sowie Tiernahrung gehören zum Mars-Konzern:</p>



<p></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Balisto</li>



<li>Bounty</li>



<li>M&amp;Ms</li>



<li>Milky Way</li>



<li>Snickers</li>



<li>Bounty</li>



<li>Dove</li>



<li>Celebrations</li>



<li>Twix</li>



<li>Cesar</li>



<li>Chappi</li>



<li>Crave</li>



<li>Dreamies</li>



<li>Frolic</li>



<li>Exelpet</li>



<li>James Wellbeloved</li>



<li>Greenies</li>



<li>Pedigree</li>



<li>Royal Canin</li>



<li>Kitekat</li>



<li>Exelcat</li>



<li>Loyal</li>



<li>Whiskas</li>



<li>Sheba</li>



<li>Trill</li>



<li>Eukanuba</li>



<li>Winergy</li>



<li>Thomas</li>



<li>Natusan</li>



<li>Catsan</li>



<li>Miracoli</li>



<li>Ben&#8217;s Original</li>



<li>Suzi Wan</li>



<li>Seeds of Change</li>



<li>Ebly</li>



<li>Domino</li>



<li>Airwaves</li>



<li>Wrigley</li>



<li>Big Red</li>



<li>Doublemint</li>



<li>Hubba Bubba</li>



<li>Juicy Fruit</li>



<li>Skittles</li>



<li>Orbit</li>



<li>Lockets</li>



<li>Wrigley&#8217;s Spearmint</li>
</ul>



<p>Diese Liste (die nicht einmal vollständig ist) umfasst eine Vielzahl an Produkten, denen wir tagtäglich über den Weg laufen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Mondelez International und The Kraft Heinz Company</h2>



<p>Mondelez international hat seinen Sitz in Deerfield, Illinois. Ihr Sortiment umfasst überwiegen Süßwaren und Snacks. Mondelez international liefert in 160 Länder. </p>



<p>Der Konzern entstand durch die Aufteilung von Kraft Foods in zwei Unternehmensteile. Aus Kraft Foods wurde die The Kraft Heinz Company und Mondelez International Inc. The Kraft Heinz Company ist überwiegend für den nordamerikanischen Markt zuständig. </p>



<p>Mondelez international verfügt über ein riesiges Sortiment. Allerdings werden nicht alle Produkte weltweit angeboten, vielmehr handelt es sich häufig um regionale Produkte, die für bestimmte Länder hergestellt und in diesen vermarktet werden.</p>



<p>Produkte von Mondelez International, die Du wahrscheinlich kennst:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Suchard Express</li>



<li>Milka</li>



<li>Côte d&#8217;Or</li>



<li>Toblerone</li>



<li>Echte Salzburger Mozartkugeln</li>



<li>Marabou</li>



<li>Daim</li>



<li>Nussini</li>



<li>TUC</li>



<li>Heinz Tomatenketchup</li>



<li>Miracle Whip&#8230;.uvm.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Nestlé</h2>



<p>Nestlé S.A. ist derzeit der weltweit größte international agierende Lebensmittelkonzern, der seinen Hauptsitz in Vevey in der Schweiz hat. Nestlé befindet sich unter den 100 umsatzstärksten Unternehmen weltweit.</p>



<p>Die einzelnen Produkte oder Marken von Nestlé kann ich hier nicht aufzählen. Erstens ändern diese sich ständig durch An- und Verkäufe des Konzerns, zum anderen sind es einfach zu viele. In folgenden Bereichen stellt Nestlé Produkte zur Verfügung:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Frühstückscerealien</li>



<li>Joghurt</li>



<li>Wasser</li>



<li>Kaffee</li>



<li>Kühlware</li>



<li>ungekühlte Lebensmittel</li>



<li>Kaffee</li>



<li>Eis</li>



<li>Nahrung für Kleinkinder</li>



<li>Gesundheitsprodukte</li>



<li>Leistungsernährung</li>



<li>Tiefkühlware</li>



<li>Schokolade</li>



<li>Backwaren</li>



<li>Tierfutter</li>



<li>Soßen</li>



<li>Gewürze</li>
</ul>



<p>Die Kritik an Nestlé ist umfassend und weitreichend. Die Kritikpunkte reichen von Tierversuchen über die Ausbeutung von Trinkwasservorräten bis hin zur Zerstörung des Regenwaldes. Der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nestl%C3%A9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia-Eintrag</a> von Nestlé enthält 12 Kritikpunkte. Die Kritik ist länger als die offensichtlichen Fakten über das Unternehmen. </p>



<p>Das eigentlich schlimme ist, dass wir als aufgeklärte Verbraucher Lebensmittelkonzerne wie Nestlé meiden möchten. Nestlé ist aber überall. Es wird in Deutschland nur wenige Haushalte geben, in denen sich kein Produkt des Schweizer Konzerns befindet. Nestlé druckt zwar sein Logo mehr oder weniger überall drauf, allerdings produziert der Konzern Produkte, von denen wir nicht erwartet hätten, dass er sie produziert und er kauft ständig neue Firmen auf. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Übernahme der Firma Ankerkraut</h3>



<p>So zum Beispiel die Hamburger Firma Ankerkraut. Der Ankauf wurde im April 2022 bekannt gegeben und löste einen Shirtstorm aus.</p>



<p>Ankerkraut ist bei mir zumindest persönlich ab diesem Zeitpunkt durchgefallen. Einfach durch den Verkauf an die falsche Firma. Stefan und Anne Lemcke, die Gründer von Ankerkraut können ihre Motive durchaus plausibel darlegen. </p>



<p>Weißt Du, wer in Deutschland im Bereich der Gewürze Marktführer ist? Fuchs, auch diesen Konzern kennen wir alle, sie besitzen 75 Prozent der Marktanteile. Das eigentliche Ziel von Ankerkraut war es, den Löwen, bzw. die Firma Fuchs von ihrem Thron zu stoßen. Der Marktanteil von Ankerkraut lag zum Verkaufszeitpunkt bei etwa 10 Prozent. Nicht schlecht aber nicht ausreichend, um Marktführer zu werden (<a href="https://www.stern.de/genuss/essen/ankerkraut--das-gewuerzunternehmen-hat-sich-an-nestl%C3%A9-verkauft--ein-kommentar-31781032.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie kam es zur Gründung von Ankerkraut?</h3>



<p>Ich persönlich liebe solche Geschichten wie die von Ankerkraut. Wie ein Ehemann heimlich in der Garage Gewürze zusammen mischt und am Ende zum Multimillionär wird. Und dann kommt Nesté mit seinen schmutzigen Millionen und die Firma steht in einem ganz anderen Licht da. </p>



<p>Um das ganze abzurunden, etwa fünf Monate zuvor verkaufte der direkte Konkurrent Just Spices 85 Prozent seines Unternehmens an die Kraft Heinz Company.  Daher dürfte auch das Interesse von Nestlé an Ankerkraut herrühren.</p>



<p>Um nochmal auf die Firma Fuchs zurückzukommen: Die haben zwar auch Teil-Verkäufe und Übernahmen hinter sich aber nie an einen der unbeliebten Lebensmittel-Riesen. Sie mussten allerdings im Jahr 2006 eine Strafe in Höhe von 250.000 Euro zahlen, weil sie gegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fuchs_Gruppe#%C3%9Cbernahmen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wettbewerbsbestimmungen </a>verstoßen hatten. Sie stellten das Verhalten ab und zahlten die Strafe. Ein Verhalten, wie wir es uns als Endverbraucher wünschen (wenn man den Teil vorher weglässt). </p>



<p>Es ist allerdings fraglich, ob Fuchs bei den zuletzt erfolgten Verkäufen seinen Marktanteil tatsächlich halten kann. Sowohl Ankerkraut als auch Just Spices sindm was Werbung und Social Media anbelangt wesentlich fitter. Die Vermarktung war schon vor der Übernahme um Welten besser, über das Produktdesign brauchen wir überhaupt nicht erst reden. </p>



<p>Wenn man sich das reduzierte, konventionelle Design der Firma Fuchs anschaut, dann ist klar, an welches Zielgruppe die Gewürze verkauft werden: an alle die auf Altbewährtes stehen und gute Qualität im schlechten Gewand schätzen. </p>



<p>Auch wenn der Shitstorm um Ankerkraut längst abgeklungen ist, so zeigt er klar und deutlich, was die Konsumentinnen und Konsumenten wirklich wollen: einen aus ihrer Mitte, der eine unglaublich coole Idee hatte, der im Hinterhof begonnen hat und das ganze mit Schweiß und Tränen hochgezogen hat. Was sie nicht wollen: Lebensmittelkonzerne noch reicher machen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Pepsi Company</h2>



<p>Die Pepsi Company wurde 1965 gegründet, der Hauptsitz befindet sich in Purchase, New York. Sie ist die Hauptkonkurrentin von Coca-Cola, ihr Hauptsortiment besteht ebenfalls auch kohlesäurehaltigen Erfrischungsgetränken, die auch in der Diet-Version nicht gesund sind aber halt schmecken. Zumindest den Kundinnen und Kunden der Marke. Ich habe nicht das Gefühl, dass Pepsi sich in Deutschland durchsetzen konnte. Wer trinkt Pepsi, wenn er Coca-Cola haben kann? Pespsi war gefühlt immer wie die Petra-Puppe. Also schon so ähnlich wie eine Barbie aber sie konnte dem Original nie das Wasser reichen. </p>



<p>Bis zum Jahr 1997 gehörten die Fast-Food-Ketten Pizza Hut, Taco Bell und Kentucky Fried Chicken zum Pepsi-Konzern. Diese liefen unter der Dachmarke Dachmarke&nbsp;Tricon Restaurants Inc.&nbsp;</p>



<p>Im Jahr 2011 gründete das Tochterunternehmen Quaker Oats zusammen mit der Unternehmensgruppe Theo Müller ein Gemeinschaftsunternehmen, das den Namen Muller Quaker Diary erhielt.</p>



<p>Neben einer Partnerschaft mit Starbucks ist Pepsi auch an dem uns bekannten Lipton Ice Tea beteiligt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unilever plc</h2>



<p>Unilever ist der Lebensmittelkonzern, der den Lipton Eistee, an dem Pepsi Co. beteiligt ist, herstellt. Das Unternehmen wurde 1929 gegründet, sein Hauptsitz befindet sich in London, Großbritannien. Bei Unilever plc handelt es sich um den fünftgrößten Lebensmittelkonzern und auch er stellt Produkte her, die wir tagtäglich nutzen. </p>



<p>Dazu gehört das Reinigungsmittel Viss. Du weißt schon, das Scheuermittel, mit dem man jede Badewanne garantiert blind bekommt. Neben der Scheuermilch gibt es aber auch noch Glas- und Badreiniger, um nur einige Beispiele zu nennen. </p>



<p>Zu Unilever gehören aber auch die Eismarken Langnese, Magnum und Ben &amp; Jerry&#8217;s. Knorr und Pfanne gehören ebenfalls zu dem Lebensmittelkonzern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Tata-Gruppe</h2>



<p>Die Tata-Group, die bereits seit 1870 existiert hat ihren Hauptsitz in Mumbai, Indien. Eigentlich ist sie in der Metallverarbeitung tätig. Tatsächlich verkauft sie aber auch Tee. Zusammen mit Unilever und Associated British Foods kontrolliert die Tata-Group 80 Prozent des Verkaufs von verpacktem Tee weltweit (<a href="https://www.foodwatch.org/de/die-macht-der-konzerne-waechst-die-demokratie-verliert" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass du im Supermarkt einen Tee finden wirst, der nicht von einem der drei Konzerne stammt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist das Problem?</h2>



<p>Wären die Lebensmittelkonzerne keine Lebensmittelkonzerne, sondern Bewohner eines kleinen Dorfes würde jeder bei den Beziehungen untereinander Inzest schreien. So gruppieren und formieren die Lebensmittel-Riesen sich untereinander wie es ihnen gerade am besten passt und natürlich so, wie der Umsatz steigt. </p>



<p>Wenn wenige Lebensmittelkonzerne einen Großteil des Marktes bestimmen, dann haben wir quasi eine Diktatur in den Supermärkten. Sie haben die Macht über unsere Körper, über das was wir kaufen und essen können und sie haben die Macht über die Preise. </p>



<p>All diese Lebensmittelkonzerne stellen industriell verarbeitete Nahrung her. Durch den hohen Zucker- und Fettgehalt schmecken uns diese hoch verarbeiteten Nahrungsmittel besser als ein Stück Karotte. Neben dem hohen Gehalt an Zucker und Fett werden diverse Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe wie Rieselhilfen oder Konservierungsmittel eingesetzt. Die Lebensmittelkonzerne sorgen dafür, dass wir immer etwas zu essen haben, ohne etwas dafür tun zu müssen. </p>



<p>Mit hoch verarbeiteten Lebensmitteln schaden wir nicht nur uns selbst, sondern auch dem Planeten. Die einfache Verfügbarkeit und der recht günstige Preis sorgen jedoch dafür, dass viele von uns nicht einfach zu <a href="https://simpleandslowliving.de/die-planetary-health-diet/#more-544" target="_blank" rel="noreferrer noopener">natürlichen, unverarbeiteten Lebensmitteln </a>zurückkehren können. </p>
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		<title>Die Planetary Health Diet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2023 21:53:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Planetary Health Diet Rezepte]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Planetary Health Diät wird oft als die richtungsweisende Ernährungsform beschrieben, wenn es um den Klimawandel geht. Was ist die Planetary Health Diet? Bei der Planetary Health Diet handelt es sich um keine klassische Diät, wie wir sie beispielsweise bei einer Gewichtsreduktion anwenden. Es handelt sich vielmehr um eine Lebensweise im Sinne der ursprünglichen Bedeutung. Das Wort Diät wurde aus dem altgriechischen δίαιτα&#160;díaita&#160; abgeleitet und wird mit Lebensweise oder Lebensführung übersetzt. Bei der Planetary Health Diet handelt es sich um eine durch die EAT-Lancet-Kommission ausgearbeitete Ernährungsempfehlung aus dem Jahr 2019, die eine sichere, gesunde und umweltfreundliche Ernährung bis zum Jahr 2050 sicherstellen soll. Was ist die EAT-Lancet-Kommission? Bei der EAT-Lancet-Kommission handelt es sich um einen Zusammenschluss der Nichtregierungsorganisation EAT und der medizinischen Fachzeitschrift &#8222;The Lancet&#8220;. EAT wurde durch die Stordale Stiftung, das Stockholm Resilience Centre und dem Wellcome Trust ins Leben gerufen und soll sicherstellen, dass die Ernährungswende beschleunigt wird. Das Ziel der EAT-Lancet-Kommission ist die Erarbeitung eines globalen Ernährungssystems, das dafür sorgen soll, dass alle Menschen Zugang zu gesunder Ernährung haben. Zugleich soll diese Ernährungsform dafür sorgen, dass die Ressourcen dieser Erde geschont werden. Die EAT-Lancet-Kommission besteht aus 37 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 16 Ländern. Die Mitarbeitenden gehören nicht nur unterschiedlichen Nationen, sondern auch unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen an. Unter ihnen sind Ernährungswissenschaftler und Gesundheitsexpertinnen und -Experten. Des Weiteren befinden sich im Team folgende wissenschaftliche Disziplinen: Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft. Die Kommission hat das Ziel eine wissenschaftliche Grundlage zu erarbeiten, die das globale Ernährungssystem transformiert. Die Grundlagen der Planetary Health Diet Die Planetary Health Diet ist das Ergebnis der Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der EAT-Lancet-Commission. Durch die Planetary Health Diet sollen Erde, Klima als auch die Menschen geschützt werden. Wie sieht die Ernährung der Zukunft aus? Die EAT-Lancet-Kommission hat mit der Planetary Health Diät einen allgemeingültigen Referenzrahmen erarbeitet. Die Grundlage ist eine Kalorienzufuhr von 2.500 Kilokalorien. Das entsprecht dem Bedarf eines Durchschnittsmannes. Größere Männer, stark arbeitende Männer, kleine schlanke Frauen, Menschen in sitzender Tätigkeit haben einen nach oben, bzw. unten abweichenden Kalorienbedarf. Die Ernährungsweise der Planetary Health Diät setzt sich aus verschiedenen Lebensmittelgruppen zusammen. Diese Lebensmittelgruppen kennen wir von den Empfehlungen der DGE. Hauptenergielieferant sind bei der Planetary Health Diet verschiedene Vollkorngetreide. Zu den Getreiden zählt der uns allen bekannte Weizen aber auch Gerste, Dinkel, Hafer, Roggen, Reis, Hirse und Mais. In der Auswahl befinden sich sowohl glutenhaltige als auch glutenfreie Getreide. Auch wenn es nach wie vor stark abweichende wissenschaftliche Studien zum Nutzen von Vollkorn gibt, wird hier davon ausgegangen, dass das volle Korn immer mehr Nährstoffe bietet als eine industriell verarbeitete Variante. Neben dem Vollkorngetreide beinhaltet die Planetary Health Diet stärkehaltiges Gemüse wie die Kartoffel oder die Süßkartoffel, Gemüse und Obst. Die Proteine werden hauptsächlich über Hülsenfrüchte, Nüsse und Milchprodukte gedeckt, Fleisch, Fleischerzeugnisse und Fisch kommen nur in sehr geringem Umfang vor. Aus dieser Studie stammen übrigens die häufig zitierten, bzw. geforderten 14 Gramm Fleisch täglich. Häufig vergessen wird, dass es sich hierbei um Fleisch von Säugetieren, bzw. Paarhufern handelt, also um Schweine-, Rind- oder Lammfleisch. Eier, Fisch, Geflügel und Milchprodukte werden separat berechnet. Mit insgesamt rund 450 kcal spielen die Fette bei der Planetary Health Diet eine wichtige Rolle. Lediglich knapp 100 kcal entstammen dabei von gesättigten Fetten. Die restlichen Fette sollten ungesättigt oder mehrfach ungesättigt sein. Zucker ist mit etwa 100 kcal und 30 Gramm am Tag im Vergleich zur derzeitigen durchschnittlichen Ernährung stark reduziert. Es handelt sich hierbei jedoch um zugesetzten Zucker. Wie wurde die Planetary Health Diet erarbeitet? Die Mitarbeitenden der EAT-Lancet-Kommission haben die Ernährungsempfehlungen anhand anerkannter Ernährungsempfehlungen und Ergebnissen der Gesundheitsforschung erarbeitet. Die Empfehlungen in Bezug auf die Menge und die Kalorienzufuhr beziehen sich sowohl auf die Empfehlungen für eine gesunde Ernährung als auch auf ihre Umweltverträglichkeit. Darf ich jetzt keine Kartoffeln mehr essen? Bei der Planetary Health Diet handelt es sich um ein weltweites Ernährungskonzept. Die Empfehlungen können und sollten nicht starr angewandt werden. Unsere Ernährung ist immer insbesondere dann umweltverträglich, wenn sie saisonal und regional ist. Weltweit gedeihen Kartoffeln nicht überall so prächtig wie in Deutschland. Die Empfehlung für Kartoffeln liegt bei 50 Gramm pro Tag. Zwei Kartoffelgerichte in der Woche würden bereits diesen Empfehlungen widersprechen. Kann die Planetary Health Diet umgesetzt werden? Die Planetary Health Diet kann weltweit nicht von heute auf morgen umgesetzt werden, weil sie regionale Besonderheiten nicht berücksichtigt. Sie berücksichtigt auch nicht die regionalen Vorlieben und das Vorkommen bestimmter Getreide- und Gemüsesorten. In Afrika wird derzeit das Siebenfache der empfohlenen Menge an stärkehaltigen Pflanzen verzehrt. Es ist vermessen zu glauben, dass diese Menschen einfach stattdessen Gemüse anbauen müssten. Erstens müssen die Menschen satt werden, zweitens gedeiht nicht jede Frucht an jedem Standort. Warum ist eine Ernährungsrevolution notwendig? Einfach gesagt: wir essen zu viel und das Falsche. Wir essen zu viele verarbeitete Lebensmittel und Lebensmittel tierischer Herkunft. Dadurch verbrauchen wir mehr Ressourcen als uns eigentlich zustehen würden. Gleichzeitig wird unfassbar viel Essen weg geworfen, obwohl wir die Möglichkeiten hätten, es weiter zu verwerten. Ich habe schon als Kind nicht verstanden, warum Tomaten tonnenweise ins Meer gekippt wurden und die Butter gleich hinterher und wir gleichzeitig Geld für hungernde Kinder gespendet haben. Jetzt, gute 30 Jahre später verstehe ich es immer noch nicht. Während wir zu viel Essen und etwa 1/5 der produzierten Nahrung weg werfen verhungern auf dieser Welt weiterhin Menschen oder sie sterben an den Folgen einer jahre- oder jahrzehntelangen Mangelernährung. Dennoch sprengen wir weltweit betrachtet die ökologischen Belastungsgrenzen unserer Erde. Diese ökologischen Belastungsgrenzen werden als Planetary boundaries bezeichnet. Wenn wir diese überschreiten gefährden wird die Stabilität unseres Ökosystems. Unser Ökosystem ist jedoch die Lebensgrundlage für alle Lebewesen auf diesem Planeten. Die Belastungsgrenzen werden an sechs Faktoren gemessen: dem Land, dem Wasser, dem Klima, der biologischen Vielfalt, am Stickstoff und am Phosphor. Für all diese sechs Faktoren gibt es eine Obergrenze, die nicht überschritten werden sollte. Hieran haben sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Erarbeitung der Planetary Health Diet orientiert. Wie kann eine globale Ernährungswende erreicht werden? Die Planetary Health Diet beinhaltet gesundheitliche Ernährungsaspekte und Aspekte, die der Gesunderhaltung des Planeten dienen. Aus ... <a title="Die Planetary Health Diet" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/die-planetary-health-diet/" aria-label="Mehr Informationen über Die Planetary Health Diet">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/salad-2756467_1280-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-545" style="width:331px;height:220px" width="331" height="220" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/salad-2756467_1280-1024x683.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/salad-2756467_1280-300x200.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/salad-2756467_1280-768x512.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/06/salad-2756467_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 331px) 100vw, 331px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/silviarita-3142410/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2756467">Silvia</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2756467">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Die Planetary Health Diät wird oft als die richtungsweisende Ernährungsform beschrieben, wenn es um den Klimawandel geht.</p>



<span id="more-544"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist die Planetary Health Diet?</h2>



<p>Bei der Planetary Health Diet handelt es sich um keine klassische Diät, wie wir sie beispielsweise bei einer Gewichtsreduktion anwenden. Es handelt sich vielmehr um eine Lebensweise im Sinne der ursprünglichen Bedeutung. Das Wort Diät wurde aus dem altgriechischen δίαιτα&nbsp;<em>díaita</em>&nbsp; abgeleitet und wird mit Lebensweise oder Lebensführung übersetzt. </p>



<p>Bei der Planetary Health Diet handelt es sich um eine durch die EAT-Lancet-Kommission ausgearbeitete Ernährungsempfehlung aus dem Jahr 2019, die eine sichere, gesunde und umweltfreundliche Ernährung bis zum Jahr 2050 sicherstellen soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist die EAT-Lancet-Kommission?</h2>



<p>Bei der EAT-Lancet-Kommission handelt es sich um einen Zusammenschluss der Nichtregierungsorganisation EAT und der medizinischen Fachzeitschrift &#8222;The Lancet&#8220;. </p>



<p>EAT wurde durch die Stordale Stiftung, das Stockholm Resilience Centre und dem Wellcome Trust ins Leben gerufen und soll sicherstellen, dass die Ernährungswende beschleunigt wird.</p>



<p>Das Ziel der EAT-Lancet-Kommission ist die Erarbeitung eines globalen Ernährungssystems, das dafür sorgen soll, dass alle Menschen Zugang zu gesunder Ernährung haben. Zugleich soll diese Ernährungsform dafür sorgen, dass die Ressourcen dieser Erde geschont werden. </p>



<p>Die EAT-Lancet-Kommission besteht aus 37 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus 16 Ländern. Die Mitarbeitenden gehören nicht nur unterschiedlichen Nationen, sondern auch unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen an. Unter ihnen sind Ernährungswissenschaftler und Gesundheitsexpertinnen und -Experten. Des Weiteren befinden sich im Team folgende wissenschaftliche Disziplinen: Nachhaltigkeit, Politik, Wirtschaft und Landwirtschaft.</p>



<p>Die Kommission hat das Ziel eine wissenschaftliche Grundlage zu erarbeiten, die das globale Ernährungssystem transformiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Grundlagen der Planetary Health Diet</h2>



<p>Die Planetary Health Diet ist das Ergebnis der Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der EAT-Lancet-Commission. Durch die Planetary Health Diet sollen Erde, Klima als auch die Menschen geschützt werden. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Konsum von Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten müsste nach derzeitigem Stand hierzulande etwa verdoppelt und der Zuckerkonsum halbiert werden. Das gilt natürlich nicht für alle Menschen. Bereits jetzt gibt es Menschen, die sich pflanzenbasiert ernähren und Menschen, die sich überwiegend von fettigen und gesüßten Industrieprodukten ernähren. </li>



<li>Die Planetary Health Diet beinhaltet keine Lebensmittelverschwendung. Noch immer wird viel zu viel Essen weg geworfen.</li>



<li>Die Planetary Health Diet ist insbesondere auf die Ernährungsbedürfnisse der wachsenden Erdbevölkerung ausgelegt. Es wird momentan davon ausgegangen, dass die Erde im Jahr 2050 die 10 Milliarden-Grenze knackt.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Wie sieht die Ernährung der Zukunft aus?</h2>



<p>Die EAT-Lancet-Kommission hat mit der Planetary Health Diät einen allgemeingültigen Referenzrahmen erarbeitet. Die Grundlage ist eine Kalorienzufuhr von 2.500 Kilokalorien. Das entsprecht dem Bedarf eines Durchschnittsmannes. Größere Männer, stark arbeitende Männer, kleine schlanke Frauen, Menschen in sitzender Tätigkeit haben einen nach oben, bzw. unten abweichenden Kalorienbedarf. </p>



<p>Die Ernährungsweise der Planetary Health Diät setzt sich aus verschiedenen Lebensmittelgruppen zusammen. Diese Lebensmittelgruppen kennen wir von den Empfehlungen der DGE. </p>



<p>Hauptenergielieferant sind bei der Planetary Health Diet verschiedene Vollkorngetreide. Zu den Getreiden zählt der uns allen bekannte Weizen aber auch Gerste, Dinkel, Hafer, Roggen, Reis, Hirse und Mais. In der Auswahl befinden sich sowohl glutenhaltige als auch glutenfreie Getreide. </p>



<p>Auch wenn es nach wie vor <a href="https://science.orf.at/v2/stories/2847586/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">stark abweichende wissenschaftliche Studien zum Nutzen</a> von Vollkorn gibt, wird hier davon ausgegangen, dass das volle Korn immer mehr Nährstoffe bietet als eine industriell verarbeitete Variante.</p>



<p>Neben dem Vollkorngetreide beinhaltet die Planetary Health Diet stärkehaltiges Gemüse wie die Kartoffel oder die Süßkartoffel, Gemüse und Obst. Die Proteine werden hauptsächlich über Hülsenfrüchte, Nüsse und Milchprodukte gedeckt, Fleisch, Fleischerzeugnisse und Fisch kommen nur in sehr geringem Umfang vor.</p>



<p>Aus dieser Studie stammen übrigens die häufig zitierten, bzw. geforderten 14 Gramm Fleisch täglich. Häufig vergessen wird, dass es sich hierbei um Fleisch von Säugetieren, bzw. Paarhufern handelt, also um Schweine-, Rind- oder Lammfleisch. Eier, Fisch, Geflügel und Milchprodukte werden separat berechnet.</p>



<p>Mit insgesamt rund 450 kcal spielen die Fette bei der Planetary Health Diet eine wichtige Rolle. Lediglich knapp 100 kcal entstammen dabei von gesättigten Fetten. Die restlichen Fette sollten ungesättigt oder mehrfach ungesättigt sein. </p>



<p>Zucker ist mit etwa 100 kcal und 30 Gramm am Tag im Vergleich zur derzeitigen durchschnittlichen Ernährung stark reduziert. Es handelt sich hierbei jedoch um zugesetzten Zucker. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie wurde die Planetary Health Diet erarbeitet?</h2>



<p>Die Mitarbeitenden der EAT-Lancet-Kommission haben die Ernährungsempfehlungen anhand anerkannter Ernährungsempfehlungen und Ergebnissen der Gesundheitsforschung erarbeitet. Die Empfehlungen in Bezug auf die Menge und die Kalorienzufuhr beziehen sich sowohl auf die Empfehlungen für eine gesunde Ernährung als auch auf ihre Umweltverträglichkeit. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Darf ich jetzt keine Kartoffeln mehr essen?</h2>



<p>Bei der Planetary Health Diet handelt es sich um ein weltweites Ernährungskonzept. Die Empfehlungen können und sollten nicht starr angewandt werden. Unsere Ernährung ist immer insbesondere dann umweltverträglich, wenn sie saisonal und regional ist. Weltweit gedeihen Kartoffeln nicht überall so prächtig wie in Deutschland. Die Empfehlung für Kartoffeln liegt bei 50 Gramm pro Tag. Zwei Kartoffelgerichte in der Woche würden bereits diesen Empfehlungen widersprechen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann die Planetary Health Diet umgesetzt werden?</h2>



<p>Die Planetary Health Diet kann weltweit nicht von heute auf morgen umgesetzt werden, weil sie regionale Besonderheiten nicht berücksichtigt. Sie berücksichtigt auch nicht die regionalen Vorlieben und das Vorkommen bestimmter Getreide- und Gemüsesorten. In Afrika wird derzeit das Siebenfache der empfohlenen Menge an stärkehaltigen Pflanzen verzehrt. </p>



<p>Es ist vermessen zu  glauben, dass diese Menschen einfach stattdessen Gemüse anbauen müssten. Erstens müssen die Menschen satt werden, zweitens gedeiht nicht jede Frucht an jedem Standort.</p>



<h2 class="wp-block-heading"> Warum ist eine Ernährungsrevolution notwendig?</h2>



<p>Einfach gesagt: wir essen zu viel und das Falsche. Wir essen zu viele verarbeitete Lebensmittel und Lebensmittel tierischer Herkunft. Dadurch verbrauchen wir <a href="https://simpleandslowliving.de/der-oekologische-fussabdruck/#more-503">mehr Ressourcen als uns eigentlich zustehen würden</a>. Gleichzeitig wird unfassbar viel Essen weg geworfen, obwohl wir die Möglichkeiten hätten, es weiter zu verwerten.</p>



<p>Ich habe schon als Kind nicht verstanden, warum Tomaten tonnenweise ins Meer gekippt wurden und die Butter gleich hinterher und wir gleichzeitig Geld für hungernde Kinder gespendet haben. Jetzt, gute 30 Jahre später verstehe ich es immer noch nicht. </p>



<p>Während wir zu viel Essen und etwa 1/5 der produzierten Nahrung weg werfen verhungern auf dieser Welt weiterhin Menschen oder sie sterben an den Folgen einer jahre- oder jahrzehntelangen Mangelernährung. </p>



<p>Dennoch sprengen wir weltweit betrachtet die ökologischen Belastungsgrenzen unserer Erde. Diese ökologischen Belastungsgrenzen werden als Planetary boundaries bezeichnet. Wenn wir diese überschreiten gefährden wird die Stabilität unseres Ökosystems. Unser Ökosystem ist jedoch die Lebensgrundlage für alle Lebewesen auf diesem Planeten. </p>



<p>Die Belastungsgrenzen werden an sechs Faktoren gemessen: dem Land, dem Wasser, dem Klima, der biologischen Vielfalt, am Stickstoff und am Phosphor. Für all diese sechs Faktoren gibt es eine Obergrenze, die nicht überschritten werden sollte. Hieran haben sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Erarbeitung der Planetary Health Diet orientiert.<a href="https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/lagern-kochen-essen-teilen/planetary-health-diet/#accordion_0101_collapse"></a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kann eine globale Ernährungswende erreicht werden?</h2>



<p>Die Planetary Health Diet beinhaltet gesundheitliche Ernährungsaspekte und Aspekte, die der Gesunderhaltung des Planeten dienen. Aus diesem Grund ist die Ernährungsempfehlung nicht das einzige Resultat der Zusammenarbeit:</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Förderung gesunder Ernährung</strong></h3>



<p>Damit Menschen eine gesunde Ernährung praktizieren, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die gesunden Nahrungsmittel müssen zugänglich sein, sie müssen bezahlbar sein und die Kosten für die Zerstörung von Gesundheit und Umwelt müssen sich im Preis ungesunder Nahrungsmittel deutlich bemerkbar machen. Bislang ist es in Deutschland jedoch so, dass eine Pizza wesentlich günstiger ist als ein Gemüse-Risotto. Ein Liter Apfelsaftschorle kostet mehr als ein Liter günstige Limonade. Hier muss die Politik zwingend eingreifen. Das kann durch den Verzicht auf Steuern oder die Subventionierung passieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Qualität statt Quantität</strong></h3>



<p>Bislang war ein Großteil der Landwirtschaft auf möglichst hohe Erträge ausgerichtet. Die Vielfalt an Nahrungsmitteln sowie ihr Nährstoffgehalt standen nicht im Fokus. Das Hauptaugenmerk sollte dabei auf der Produktion von Nahrungsmitteln für Menschen liegen und nicht auf der Produktion von Futtermitteln für Tiere. </p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Förderung der ökologischen Landwirtschaft</strong></h3>



<p>Wenn in einer ökologischen Landwirtschaft überwiegend auf Insektizide und Düngemittel verzichtet wird, müssen die Erträge anderweitig sichergestellt werden. Das kann beispielsweise durch die Züchtung von trockenheitsresistenten Pflanzen erreicht werden. Zudem sollte an den Bewässerungssystemen geforscht werden, damit diese optimiert werden. Bislang fließt ein Großteil des Wassers an den Wurzeln der Pflanzen vorbei und wird nicht durch diese genutzt. Permakulturen und optimale Bodennutzung sollten gefördert werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Vorgaben zur Land- und Meernutzung</strong></h3>



<p>Während die Überfischung der Weltmeere in den Köpfen der meisten Menschen angekommen ist, schaffen es Rodungen nur vereinzelt in die mediale Berichtserstattung. Die EAT-Lancet-Kommission fordert daher eine Sperrung von etwa 10 Prozent der verfügbaren Meeresflächen, damit sich dort Aquakulturen erholen und wieder neu ansiedeln können. Zudem sollen keine neuen, natürlichen und intakten Landflächen zu Produktionszwecken herangezogen werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>5. Halbierung der Lebensmittelabfälle</strong></h3>



<p>Lebensmittelabfälle entstehen sowohl auf der Produktionsseite als auch im Handel und in Privathaushalten. Sie geht uns also alle etwas an. Während für Produktion und Handel die Politik zuständig ist, muss sich auf der Verbraucherseite jeder Konsument fragen, was er tun kann, um einer Verschwendung entgegenzuwirken. Das beginnt beim Einkauf, führt über die Lagerung bis hin zum Verzehr. Erste Kampagnen zur Aufklärung über das Mindesthaltbarkeitsdatum laufen bereits. </p>



<p>Wir benötigen in Deutschland allerdings auch dringend ein Gesetz, dass den Supermärkten das Wegwerfen von Lebensmitteln schlichtweg verbietet. Was noch dringender ist: wir benötigen ein Gesetz, dass das Containern ermöglicht. Bis heute ist es so, dass Menschen, die die Abfälle von Supermärkten mitnehmen strafrechtlich dafür belangt werden können. Das ist ungefähr so, als würde ich jemanden verklagen, der mein runter gefallenes Eis isst. Ein Eis, das ich zwar nicht mehr will, aber jemand anderes soll es auch nicht bekommen.</p>



<p></p>
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		<title>Superfoods &#8211; Gesundmacher oder Klimakiller?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 May 2023 21:04:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Planetary Health Diet Rezepte]]></category>
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					<description><![CDATA[Superfoods sind in aller Munde. Sowohl sinnbildlich als auch wortwörtlich. Was macht ein Lebensmittel zu einem Superfood? Was sind Superfoods? Was unterscheidet Superfoods von &#8222;normalen&#8220; Lebensmitteln? Wann wird ein Lebensmittel zum Superfood? Prinzipiell sind wir Menschen es, die einem Nahrungsmittel diese Eigenschaften zuschreiben. Das passiert nicht willkürlich. Der Begriff wurde &#8211; wie kaum anders zu erwarten ist &#8211; durch die Marketingbranche bekannt. Auch wenn es keine rechtlich bindende Definition gibt, werden insbesondere Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Nährstoffen als Superfood bezeichnet. Diese Nährstoffe können sowohl Vitamine als auch Mineralien oder sekundäre Pflanzenstoffe sein. Welche Lebensmittel sind Superfoods? Früher gab es in der Liste der Superfoods kaum heimische Nahrungsmittel. Vielmehr waren damit exotische Pflanzen wie Chiasamen, Açai-Beeren oder Gojibeeren gemeint. Mittlerweile haben es aber auch heimische Pflanzen/Pflanzensamen wie die Leinsamen, Weizen- oder Gerstengras oder Heidelbeeren auf die Listen der Superfoods geschafft. Übersicht Superfoods Superfoods werden aufgrund ihrer speziellen Nährstoffe, bzw. ihrer hohen Nährwertdichte heilende bzw. gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen. Die meisten Wirkmechanismen sind hierbei nicht wissenschaftlich durch Studien belegt worden, sondern entstammen dem sog. Erfahrungswissen. Natürlich kannst Du Superfoods unterstützend zur Erhaltung oder Wiederherstellung von Gesundheit und Wohlbefinden anwenden, beachte dabei aber bitte auch, dass viel nicht immer viel hilft und Erkrankungen von Ärzten behandelt werden müssen. Ergänzend zu konventionellen Therapien können Superfoods jedoch eingesetzt werden. Du solltest jedoch immer Rücksprache mit Deinem Arzt halten, um Neben- oder Wechselwirkungen auszuschließen. Das ist bei Obst und Gemüse tendenziell seltener der Fall als bei den Superfoods, die üblicherweise in geringen Mengen als Gewürz eingesetzt werden (z.B. Knoblauch, Ingwer&#8230;) Die im Folgenden aufgeführten Superfoods stellen nur eine kleine Auswahl der Pflanzen, Samen und Früchte dar, die einen hohen gesundheitlichen Nutzen haben: Beeren Beeren sind klein und unscheinbar aber wahre Kraftpakete was die Nährstoffe anbelangt. Insbesondere der hohe Anteil an Antioxydanzien machen sie zu heimischen Superfoods. Allerdings haben Beeren in Deutschland nicht ganzjährig Saison: Granatäpfel Der Granatapfel wächst an der Granatapfelpflanze, die bis zu fünf Meter Höhe erreicht. Die reifen Granatäpfel wirken äußerlich zunächst tatsächlich wie die uns bereits bekannten Äpfel, sind jedoch mit einem Durchmesser von bis zu 12 Zentimetern zumeist größer als handelsübliche Äpfel. Im Inneren des Granatapfels befinden sich viele kleine Kerne mit einer glasigen Hülle. Es wird davon ausgegangen, dass sich in einem Granatapfel zwischen 600 und 700 Kernen befinden können. Es handelt sich beim Granatapfel um kein in Deutschland heimisches Obst. Ursprünglich stammt dieser aus dem Iran und wurde bereits vor etwa 2.000 Jahren angebaut und verzehrt. Von dort aus verbreitete sich der Granatapfel in die ganze Welt und wird heute vielerorts angebaut, so auch in den USA und in Südamerika. Viele der Granatäpfel, die es in deutschen Supermärkten zu kaufen gibt, stammen aus der Türkei oder aus Spanien. Du kannst Granatäpfel als Obststück kaufen oder auch die Kerne oder als Saft. Wenn Du einen frischen Granatapfel kaufst, ist dieser deutlich länger haltbar als die verarbeiteten Varianten. Du kannst ihn etwa 2-3 Wochen bei Zimmertemperatur oder sogar 2-3 Monate im Kühlschrank aufbewahren. Ingwer Wir kennen Ingwer alle, nicht jeder schätzt den brennend scharfen und zugleich würzigen Geschmack. Die Ingwerknolle erhält ihreSchärfe durch das Gingerol. Des Weiteren enthält die gesunde Knolle ätherische Öle, Harzsäuren, Zingiberol, Shogaol, Diarylheptanoide, Zingiberen, Borneol, Cineol, Shogaol, Zingeron, Vitamin C, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium und Natrium. Je nach Herkunft variieren der Geschmack und die Schärfe. Traditionell wächst Ingwer in den Subtropen und Tropen. Das erste Land, das uns im Kontext von Ingwer einfällt, dürfte Indien sein. Dort ist Ingwer fester Bestandteil der heimischen Küche. Ingwer wird aber auch traditionell in Japan, Thailand, Kamerun, Indonesien, China oder Bangladesch angebaut und verzehrt. Weltweit wird Ingwer auf einer Fläche von 385.172 Hektar angebaut. China besitzt mit 164.000 Hektar das größte Ingweranbaugebiet. Seit dem Jahr 2017 wird Ingwer in einem Versuchsbetrieb in Bamberg angebaut. Bislang wurden die Sorten Peru und Tari angebaut. Ingwer findet seinen Einsatz nicht nur als Gewürz in der Küche, sondern hauptsächlich seit Jahrhunderten als Heilpflanze. Die Wurzel soll über entzündungshemmende als auch antioxidative Eigenschaften verfügen. Sie soll die Magen- und Darmfunktion anregen und gegen Übelkeit wirken (Quelle). Kurkuma Wie Ingwer auch wird der Knolle eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Kurkuma wird ebenfalls als Gewürz eingesetzt und ist fester Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen. Kurkuma wird ebenfalls bei Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung, Völlegefühl oder Gastritis eingesetzt. Daneben soll es sich positiv auf Krebs oder Alzheimer auswirken. Kurkuma wird zudem aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften bei Rheuma oder Arthrose eingesetzt. Für all diese Heilwirkungen gibt es keine oder kaum wissenschaftliche Belege. Erforscht ist allerdings, dass die Bio-Verfügbarkeit des Polyphenols Curcumin äußerst schlecht ist, weil zum einen nicht viel vom Verdauungstrakt ins Blut gelangt und zum anderen dieses durch Enzyme schnell wieder abgebaut wird. Aufgrund der schlechten Aufnahme und des schnellen Abbaus konnten bislang keine repräsentativen Studien durchgeführt werden. Es konnte nie sichergestellt werden, dass immer dieselbe Menge des Wirkstoffs im Blut/in den Zellen der Probanden ankommt. Ähnlich wie bei Ingwer konnten die positiven Eigenschaften auf den Verdauungstrakt allerdings nachgewiesen werden. Du kannst die Löslichkeit und damit die Wirksamkeit von Curcumin durch gleichzeitige Einnahme von Piperin erhöhen. Piperin ist der Wirkstoff im schwarzen Pfeffer. Die Aufnahme ist ebenfalls dann erhöht, wenn das Curcurmin in einer Nano-Fett-Emulsion gebunden ist. So kann der Wirkstoff besser über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden (Quelle) Cranberries Die Cranberries, die in den USA und in Kanada auf riesigen Plantagen gezüchtet werden haben eine lange Tradition als Pflanze mit heilender Wirkung. Die wohl bekannteste Wirkung ist die gegen Harnwegsinfekte. Auch hier ist die Wirkung wissenschaftlich umstritten und konnte in Studien nicht eindeutig nachgewiesen werden. Zudem soll die Cranberry das Immunsystem unterstützen, das Herz-Kreislauf-System unterstützen und die Hautalterung verlangsamen. Zudem wird sie bei der Reduktion von Übergewicht eingesetzt. Diese Wirkung beruht lediglich auf dem relativ hohen Ballaststoffanteil, der für ein längeres Sättigungsgefühl sorgt. Die Inhaltsstoffe von Cranberries sollen zudem für eine Einschränkung des Bakterienwachstums sorgen. Sie enthalten die Vitamine C, E und K und Kupfer. Sie enthalten zudem die Antioxidantien wie das Anthocyane, ein Polyphenol (Quelle). Mandeln Wilde Mandelbäume wirst Du heutzutage nur noch selten finden. Sie stehen in der Türkei, dem ... <a title="Superfoods &#8211; Gesundmacher oder Klimakiller?" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/superfoods-gesundmacher-oder-klimakiller/" aria-label="Mehr Informationen über Superfoods &#8211; Gesundmacher oder Klimakiller?">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/acai-bowl-3613793_1280-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-529" style="width:428px;height:284px" width="428" height="284" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/acai-bowl-3613793_1280-1024x682.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/acai-bowl-3613793_1280-300x200.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/acai-bowl-3613793_1280-768x512.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/05/acai-bowl-3613793_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 428px) 100vw, 428px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/ellaolsson-9853867/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3613793">Ella Olsson</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3613793">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Superfoods sind in aller Munde. Sowohl sinnbildlich als auch wortwörtlich. Was macht ein Lebensmittel zu einem Superfood?</p>



<span id="more-528"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Was sind Superfoods?</h2>



<p>Was unterscheidet Superfoods von &#8222;normalen&#8220; Lebensmitteln? Wann wird ein Lebensmittel zum Superfood? Prinzipiell sind wir Menschen es, die einem Nahrungsmittel diese Eigenschaften zuschreiben. Das passiert nicht willkürlich. Der Begriff wurde &#8211; wie kaum anders zu erwarten ist &#8211; durch die Marketingbranche bekannt. Auch wenn es keine rechtlich bindende Definition gibt, werden insbesondere Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Nährstoffen als Superfood bezeichnet. Diese Nährstoffe können sowohl Vitamine als auch Mineralien oder sekundäre Pflanzenstoffe sein. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Lebensmittel sind Superfoods?</h2>



<p>Früher gab es in der Liste der Superfoods kaum heimische Nahrungsmittel. Vielmehr waren damit exotische Pflanzen wie Chiasamen, Açai-Beeren oder Gojibeeren gemeint. Mittlerweile haben es aber auch heimische Pflanzen/Pflanzensamen wie die Leinsamen, Weizen- oder Gerstengras oder Heidelbeeren auf die Listen der Superfoods geschafft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Übersicht Superfoods</h2>



<p>Superfoods werden aufgrund ihrer speziellen Nährstoffe, bzw. ihrer hohen Nährwertdichte heilende bzw. gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen. Die meisten Wirkmechanismen sind hierbei nicht wissenschaftlich durch Studien belegt worden, sondern entstammen dem sog. Erfahrungswissen. Natürlich kannst Du Superfoods unterstützend  zur Erhaltung oder Wiederherstellung von Gesundheit und Wohlbefinden anwenden, beachte dabei aber bitte auch, dass viel nicht immer viel hilft und Erkrankungen von Ärzten behandelt werden müssen. Ergänzend zu konventionellen Therapien können Superfoods jedoch eingesetzt werden. Du solltest jedoch immer Rücksprache mit Deinem Arzt halten, um Neben- oder Wechselwirkungen auszuschließen. Das ist bei Obst und Gemüse tendenziell seltener der Fall als bei den Superfoods, die üblicherweise in geringen Mengen als Gewürz eingesetzt werden (z.B. Knoblauch, Ingwer&#8230;)</p>



<p>Die im Folgenden aufgeführten Superfoods stellen nur eine kleine Auswahl der Pflanzen, Samen und Früchte dar, die einen hohen gesundheitlichen Nutzen haben:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beeren</h3>



<p>Beeren sind klein und unscheinbar aber wahre Kraftpakete was die Nährstoffe anbelangt. Insbesondere der hohe Anteil an Antioxydanzien machen sie zu heimischen Superfoods. Allerdings haben Beeren in Deutschland nicht ganzjährig Saison:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Erntezeit von <strong>Erdbeeren </strong>ist von Juni bis Oktober </li>



<li><strong>Himbeeren </strong>werden zwischen Juli und Oktober geerntet</li>



<li><strong>Heidel- oder Blaubeeren</strong> werden zwischen Juli und September geerntet</li>



<li><strong>Johannisbeeren </strong>können von Mitte Juni bis Ende August geerntet werden</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Granatäpfel</h2>



<p>Der Granatapfel wächst an der Granatapfelpflanze, die bis zu fünf Meter Höhe erreicht. Die reifen Granatäpfel wirken äußerlich zunächst tatsächlich wie die uns bereits bekannten Äpfel, sind jedoch mit einem Durchmesser von bis zu 12 Zentimetern zumeist größer als handelsübliche Äpfel.</p>



<p>Im Inneren des Granatapfels befinden sich viele kleine Kerne mit einer glasigen Hülle. Es wird davon ausgegangen, dass sich in einem Granatapfel zwischen 600 und 700 Kernen befinden können. </p>



<p>Es handelt sich beim Granatapfel um kein in Deutschland heimisches Obst. Ursprünglich stammt dieser aus dem Iran und wurde bereits vor etwa 2.000 Jahren angebaut und verzehrt. Von dort aus verbreitete sich der Granatapfel in die ganze Welt und wird heute vielerorts angebaut, so auch in den USA und in Südamerika.</p>



<p>Viele der Granatäpfel, die es in deutschen Supermärkten zu kaufen gibt, stammen aus der Türkei oder aus Spanien. </p>



<p>Du kannst Granatäpfel als Obststück kaufen oder auch die Kerne oder als Saft. Wenn Du einen frischen Granatapfel kaufst, ist dieser deutlich länger haltbar als die verarbeiteten Varianten. Du kannst ihn etwa 2-3 Wochen bei Zimmertemperatur oder sogar 2-3 Monate im Kühlschrank aufbewahren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ingwer</h3>



<p>Wir kennen Ingwer alle, nicht jeder schätzt den brennend scharfen und zugleich würzigen Geschmack. Die Ingwerknolle erhält ihreSchärfe durch das Gingerol. Des Weiteren enthält die gesunde Knolle ätherische Öle, Harzsäuren, Zingiberol, Shogaol, Diarylheptanoide, Zingiberen, Borneol, Cineol, Shogaol, Zingeron, Vitamin C, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium und Natrium. Je nach Herkunft variieren der Geschmack und die Schärfe. </p>



<p>Traditionell wächst Ingwer in den Subtropen und Tropen. Das erste Land, das uns im Kontext von Ingwer einfällt, dürfte Indien sein. Dort ist Ingwer fester Bestandteil der heimischen Küche. Ingwer wird aber auch traditionell in Japan, Thailand, Kamerun, Indonesien, China oder Bangladesch angebaut und verzehrt. </p>



<p>Weltweit wird Ingwer auf einer Fläche von 385.172 Hektar angebaut. China besitzt mit 164.000 Hektar das größte Ingweranbaugebiet. </p>



<p>Seit dem Jahr 2017 wird Ingwer in einem Versuchsbetrieb in Bamberg angebaut. Bislang wurden die Sorten Peru und Tari angebaut.</p>



<p>Ingwer findet seinen Einsatz nicht nur als Gewürz in der Küche, sondern hauptsächlich seit Jahrhunderten als Heilpflanze. Die Wurzel soll über entzündungshemmende als auch antioxidative Eigenschaften verfügen. Sie soll die Magen- und Darmfunktion anregen und gegen Übelkeit wirken (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ingwer#:~:text=Der%20Ingwer%20(Zingiber%20officinale)%2C,Familie%20der%20Ingwergew%C3%A4chse%20(Zingiberaceae)." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kurkuma</h3>



<p>Wie Ingwer auch wird der Knolle eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Kurkuma wird ebenfalls als Gewürz eingesetzt und ist fester Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen. </p>



<p>Kurkuma wird ebenfalls bei Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung, Völlegefühl oder Gastritis eingesetzt. Daneben soll es sich positiv auf Krebs oder Alzheimer auswirken. </p>



<p>Kurkuma wird zudem aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften bei Rheuma oder Arthrose eingesetzt. Für all diese Heilwirkungen gibt es keine oder kaum wissenschaftliche Belege. Erforscht ist allerdings, dass die Bio-Verfügbarkeit des Polyphenols Curcumin äußerst schlecht ist, weil zum einen nicht viel vom Verdauungstrakt ins Blut gelangt und zum anderen dieses durch Enzyme schnell wieder abgebaut wird. Aufgrund der schlechten Aufnahme und des schnellen Abbaus konnten bislang keine repräsentativen Studien durchgeführt werden. Es konnte nie sichergestellt werden, dass immer dieselbe Menge des Wirkstoffs im Blut/in den Zellen der Probanden ankommt.</p>



<p>Ähnlich wie bei Ingwer konnten die positiven Eigenschaften auf den Verdauungstrakt allerdings nachgewiesen werden. </p>



<p>Du kannst die Löslichkeit und damit die Wirksamkeit von Curcumin durch gleichzeitige Einnahme von Piperin erhöhen. Piperin ist der Wirkstoff im schwarzen Pfeffer. Die Aufnahme ist ebenfalls dann erhöht, wenn das Curcurmin in einer Nano-Fett-Emulsion gebunden ist. So kann der Wirkstoff besser über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden (<a href="https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Wirkung-von-Kurkuma-So-gesund-ist-das-goldgelbe-Gewuerz,kurkuma106.html#:~:text=Kurkuma%2C%20auch%20Gelbwurz%20genannt%2C%20ist,und%20Entz%C3%BCndungen%20der%20Darmschleimhaut%20eingesetzt." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Cranberries</h3>



<p>Die Cranberries, die in den USA und in Kanada auf riesigen Plantagen gezüchtet werden haben eine lange Tradition als Pflanze mit heilender Wirkung. Die wohl bekannteste Wirkung ist die gegen Harnwegsinfekte. Auch hier ist die Wirkung wissenschaftlich umstritten und konnte in Studien nicht eindeutig nachgewiesen werden. Zudem soll die Cranberry das Immunsystem unterstützen, das Herz-Kreislauf-System unterstützen und die Hautalterung verlangsamen. Zudem wird sie bei der Reduktion von Übergewicht eingesetzt. Diese Wirkung beruht lediglich auf dem relativ hohen Ballaststoffanteil, der für ein längeres Sättigungsgefühl sorgt.</p>



<p>Die Inhaltsstoffe von Cranberries sollen zudem für eine Einschränkung des Bakterienwachstums sorgen. Sie enthalten die Vitamine C, E und K und Kupfer. Sie enthalten zudem die Antioxidantien wie das Anthocyane, ein Polyphenol (<a href="https://www.verival.de/blog/ernaehrung/cranberries/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>). </p>



<h2 class="wp-block-heading">Mandeln</h2>



<p>Wilde Mandelbäume wirst Du heutzutage nur noch selten finden. Sie stehen in der Türkei, dem Iran oder dem Irak. Mittlerweile gibt es selbst in Deutschland Mandelanbaugebiete wie  in der Vorderpfalz oder der südlichen Weinstraße. Die meisten Mandeln, die Du im Handel zu kaufen bekommst, stammen jedoch aus den USA. Etwa zehn Prozent der weltweiten Mandelproduktion entstammt aus Europa, zumeist aus der Mittelmeerregion.</p>



<p>Wir unterscheiden drei verschiedene Mandelgruppen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>süße Mandeln. Das sind die wohl bekanntesten Mandeln, die zum Backen oder in Desserts verwendet werden.</li>



<li>Krachmandeln sind in Nussmischungen zum rohen Verzehr vorzufinden</li>



<li>Bittermandeln werden zum Aromatisieren eingesetzt. Sie sind aufgrund des hohen Blausäuregehalts nicht zum Verzehr geeignet.</li>
</ul>



<p>Neben diesen drei Gruppen gibt es eine Vielzahl an Mandelsorten, die häufig jedoch lediglich in ihrer Anbauregion vorzufinden sind (<a href="https://utopia.de/ratgeber/mandeln/#:~:text=Heute%20wachsen%20wilde%20Mandelb%C3%A4ume%20insbesondere,%2C%20Turkmenistan%2C%20Kirgistan%20und%20Usbekistan." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p>Mandeln liefern nicht nur einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, sondern auch Vitamin B2, Vitamin E, Magnesium und Mangan. Im Vergleich zu Nüssen enthalten Mandeln wesentlich mehr Salicylsäure (auch wenn Mandeln aufgrund ihrer ähnlichen Nährstoffzusammensetzung, ihrer Haptik und Konsistenz häufig mit Nüssen verglichen werden, handelt es sich um Mandelkerne. Die Mandelkerne sind die Früchte des Mandelbaums, der den Rosengewächsen angehört).</p>



<p>Mit 576 Kalorien pro 100 Gramm haben Mandeln eine relativ hohe Nährstoffdichte. Allerdings wird momentan davon ausgegangen, dass nicht alle dieser Kalorien vom Körper aufgenommen werden können. Ein möglicher Grund stellt die Stabilität der Mandelzellwände dar. Diese stabilen Zellwände sorgen dafür, dass die Nährstoffe eingekapselt sind und nur erschwert aufgenommen werden können. Daher wird davon ausgegangen, dass der menschliche Körper zwischen 10 und Prozent der Kalorien nicht verwerten kann.</p>



<p>Mandeln sind zudem reich an Vitamin E. Vitamin E schützt die ungesättigten Fettsäuren innerhalb der Zellen. Neben Vitamin E enthalten Mandeln den Mineralstoff Magnesium. Bereits 23 Gramm decken 20 Prozent des Tagesbedarfs ab (<a href="https://eatsmarter.de/ernaehrung/gesund-ernaehren/mandeln-gesund#:~:text=Mandeln%20sind%20eine%20hervorragende%20Quelle%20f%C3%BCr%20gesunde%20Fette%2C%20pflanzliches%20Eiwei%C3%9F,Reizweiterleitung%20zwischen%20Nerven%20und%20Muskeln." target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Green Foods</h3>



<p>Unter green Food versteht man alle grünen Pflanzen. Dazu zählt Brokkoli ebenso wie grüner Salat, Spinat oder Wildkräuter. Neben einer Vielzahl an Vitaminen und Vitalstoffen macht das Chlorophyll den Verzehr von grünen Pflanzen so attraktiv. Chlorophyll ist nicht nur für die Photosynthese bei den Pflanzen verantwortlich, sondern es unterstützt im menschlichen Körper die Neubildung von Blutzellen und unterstützt bei der Reinigung des Blutes. Der Körper wird mit Antioxidantien versorgt und bringt den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht (<a href="https://www.health-rise.de/chlorophyll/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Warum sind exotische Superfoods problematisch?</h2>



<p>In erster Linie ist der Mensch dafür gemacht, die Dinge zu essen, die bei ihm vor Ort wachsen. Allerdings ist die Auswahl der pflanzlichen Lebensmittel, die auf unseren Böden gedeihen relativ gering. Gerade im Winter würden wir mit ein paar Wintergemüsen, Kartoffeln und Kohl da stehen. </p>



<p>Von den Nährstoffen wäre das vollkommen ausreichend aber auch etwas trist. Wir begannen also Obst und Gemüse zu importieren. Darunter auch die Superfoods, die in regelmäßigen Abständen einen Boom erleben. Immer mal wieder gibt es Trend-Gerichte &#8211; die über Social-Media verbreitet werden- die Superfoods enthalten. Zuletzt gab es die Açai-Bowl und immer wieder wird der Chia-Pudding zum Trendgericht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lokale Superfoods sind zumeist günstiger</h2>



<p>Wenn Du Dich jetzt fragst, wie du die exotischen Superfoods durch Heimische ersetzen kannst, dann muss ich Dich teilweise enttäuschen. Einige Superfoods sind nicht durch heimische Alternativen ersetzbar, weil das Nährstoffprofil so in heimischen Früchten, Samen oder Pflanzen so nicht vorkommt. Allerdings gibt es heimische Varianten, die die Exotischen ersetzen können. Du musst jedoch nicht zwangsläufig ein Superfood durch ein anderes ersetzen. Am Ende des Tages zählen alle Nährstoffe, die Du aufgenommen hast. Das muss nicht zwangsläufig durch besonders wenig unterschiedliche Nahrungsmittel sein. </p>



<p>Superfoods, die du problemlos ersetzen kannst:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Goji-Beeren</h3>



<p>Du kannst mit schwarzen Johannisbeeren Goji-Beeren ersetzen. Goji-Beeren erhältst Du in Deutschland meist nur in getrockneter Form, da sie zumeist in Tibet oder China angebaut werden. Theoretisch wachsen die Goji-Beeren auch in Deutschland, du könntest sie, falls Du nicht darauf verzichten möchtest, selbst anbauen. Achte allerdings darauf, dass sie an einem sonnigen Standort stehen und der Boden sandig ist. Frisch vom Feld kannst Du hier schwarze Johannisbeeren oder Sanddornbeeren erhalten. Beide Beeren sind auch als Saft erhältlich. Wenn Dir die Früchte nicht schmecken, was bei Sanddorn häufig der Fall ist, kannst Du den Saft in einen frisch gepressten Saft geben oder ihn mit Wasser verdünnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Avocado</h3>



<p>Avocados werden aufgrund ihres hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren durch viele Menschen als Superfoods genutzt. Allerdings haben die Avocados keinen Monopol auf ungesättigte Fettsäuren. Walnüsse besitzen wesentlich mehr von ihnen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Quinoa</h3>



<p>Quinoa ist insbesondere für Vegetarier und Veganer ein wertvoller Eiweißlieferant. Das Getreide enthält zudem besonders viel Eisen. Quinoa wird hauptsächlich in Peru, Bolivien und Ecuador angebaut. Der Anbau von Quinoa in Deutschland ist bislang nur sporadisch erfolgt und hatte zumeist experimentellen Charakter. Heimische Alternativen sind Hirse und Hafer. Hirse enthält wie Quinoa hochwertiges Eiweiß und ist ebenfalls glutenfrei.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Chia-Samen</h3>



<p>Der hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren macht die Chia-Samen zu einem Superfood. Doch damit stehen sie nicht alleine da. Leinsamen haben ein ähnliches Nährstoffprofil und können lokal angebaut werden. Allerdings findest Du in den Supermärkten häufig Importware. Stammen die Leinsamen aus China oder anderen fernen Ländern sind sie genauso wenig nachhaltig wie Chia-Samen.</p>



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<p>Superfoods sind aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken. Sie liefern uns in geballter Form wichtige Nährstoffe. Allerdings haben wir Zugriff auf eine Vielzahl an heimischen Früchten und Pflanzen, die über ein hervorragendes Nährstoffprofil verfügen. Wir sind folglich nicht zwingend darauf angewiesen, auf exotische Varianten zurückzugreifen, die aufgrund ihres weiten Weges zu uns, nicht sonderlich <a href="https://simpleandslowliving.de/der-oekologische-fussabdruck/#more-503">nachhaltig </a>sind.</p>



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