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	<title>Minimalismus allgemein &#8211; Simple and slow living</title>
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	<description>einfach leichter leben</description>
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		<title>Verführt und manipuliert: Wie das Marketing uns dazu bringt, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Dec 2023 21:09:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Du denkst, Du bist immun gegen Werbung und Marketing-Tricks? Bist Du Dir sicher? Das Marketing ist ein mächtiges Werkzeug, das uns dazu bringt, Dinge zu kaufen, die wir eigentlich nicht brauchen. In diesem Blogbeitrag erfährst du mehr über die Grundlagen des Marketings, wie Unternehmen Kunden manipulieren und wie Du Dich dagegen wehren kannst. Lies weiter, um mehr Informationen zu erhalten und ein besseres Verständnis für die Marketing-Methoden zu bekommen. Was genau ist Marketing? Marketing ist ein Begriff, der sich auf die Aktivitäten und Strategien bezieht, die Unternehmen anwenden, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu fördern oder zu verkaufen. Es ist eine Disziplin, die sich mit der Identifizierung und Erfüllung von Kundenbedürfnissen beschäftigt. Die Marketingstrategie wird oft durch Marktforschung unterstützt. Hierbei werden Informationen über den Markt gesammelt, um eine bessere Vermarktung des Produkts zu erreichen. Marketing kann in verschiedenen Formen auftreten, wie zum Beispiel Werbung, Verkaufsförderung und Public Relations. Marketing kann auch als eine Art Kommunikation zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden betrachtet werden. Es soll das Bewusstsein für ein Produkt oder eine Dienstleistung hervorbringen und den Kaufimpuls beim Kunden auslösen. Ziel des Marketings ist es in der Regel, den Umsatz eines Unternehmens zu steigern und seine Marktposition zu verbessern. Um erfolgreiches Marketing betreiben zu können, müssen Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe kennen und verstehen. Eine gute Marketingstrategie muss darauf ausgerichtet sein, diese Bedürfnisse zu erfüllen und gleichzeitig einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen (vgl.). Was macht man in Marketing? Marketing umfasst alle Aktivitäten, die dazu dienen, das Bewusstsein für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu schärfen und den Verkauf zu fördern. Das wird durch verschiedene Maßnahmen erreicht, z.B. durch Werbung, Promotion-Aktionen, Social-Media-Marketing oder Events. Zu den Aufgaben im Marketing gehört es auch, Zielgruppen zu identifizieren und gezielte Marketingstrategien zu entwickeln. Es geht darum, die Bedürfnisse und Wünsche potenzieller Kunden zu verstehen und darauf basierend passende Angebote zu entwickeln. Ein wichtiger Aspekt des Marketings ist auch die Analyse von Markt- und Wettbewerbsdaten. Hierbei werden Trends und Entwicklungen auf dem Markt beobachtet und ausgewertet, um das eigene Angebot entsprechend anzupassen. Im Online-Marketing spielt Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle. Hierbei geht es darum, die Sichtbarkeit der eigenen Website in Suchmaschinen wie Google oder Bing zu erhöhen. Eine weitere wichtige Aufgabe im Marketing ist das Branding. Hierbei wird versucht, eine Marke aufzubauen und diese langfristig erfolgreich am Markt zu positionieren. Welche Ziele hat das Marketing? Eines der wichtigsten Ziele des Marketings ist es, den Markt zu analysieren und die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu erfassen. Auf dieser Basis können dann passende Produkte oder Dienstleistungen entwickelt werden, die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Ein weiteres Ziel des Marketings ist es, das Image eines Unternehmens aufzubauen und zu verbessern. Durch gezielte Marketingmaßnahmen kann das Unternehmen eine positive Wahrnehmung bei den Kunden und der Öffentlichkeit erzielen. Ein weiteres Ziel des Marketings ist es, den Absatz von Produkten oder Dienstleistungen zu steigern. Hierbei geht es darum, potenzielle Kunden auf das Angebot aufmerksam zu machen und sie zum Kauf zu motivieren. Hierfür kommen verschiedene Instrumente wie Werbung, Promotion-Aktionen oder Verkaufsförderung zum Einsatz. Ein weiteres wichtiges Ziel des Marketings ist es, die Kundenzufriedenheit sicherzustellen und langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen. Hierbei spielen Aspekte wie Servicequalität, Kundenservice oder individuelle Betreuung eine wichtige Rolle. Welche Arten des Marketings gibt es? Es gibt verschiedene Arten von Marketing, die Unternehmen nutzen können, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben und zu verkaufen. Eine der bekanntesten Formen ist das traditionelle Marketing, welches Werbung in Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehwerbung beinhaltet. Eine weitere Art des Marketings ist das digitale Marketing, welches Online-Werbung auf Websites und sozialen Medien umfasst. In den letzten Jahren hat sich auch das Influencer-Marketing entwickelt, bei dem Unternehmen mit einflussreichen Personen zusammenarbeiten, um deren Follower zu erreichen. Eventmarketing ist eine weitere Möglichkeit für Unternehmen, ihre Produkte oder Dienstleistungen auf Messen oder Veranstaltungen zu präsentieren. Content-Marketing konzentriert sich darauf, Inhalte wie Artikel oder Videos bereitzustellen, um Kunden anzuziehen und sie über Produkte oder Dienstleistungen zu informieren. Guerilla-Marketing kann eine kreative Möglichkeit sein, um Aufmerksamkeit für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erregen. Zusätzlich gibt es auch noch Direktmarketing wie E-Mail- oder Postkartenwerbung sowie Telefonmarketing. Wie Marketing unsere Bedürfnisse weckt Im heutigen Konsum-Zeitalter ist Marketing allgegenwärtig und beeinflusst unser Kaufverhalten auf verschiedene Art und Weisen. Eine der grundlegenden Taktiken, die das Marketing einsetzt, um unsere (scheinbaren) Bedürfnisse zu wecken, ist die Schaffung von Wünschen durch Werbung. Unternehmen nutzen verschiedene Kanäle wie Fernsehen, Radio oder Online-Medien, um ihre Produkte zu bewerben und uns zu überzeugen, dass wir sie brauchen. Das Ziel des Marketings ist es immer, den Kunden zum Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung zu bewegen. Daher müssen Marketing-Manager ständig neue Strategien entwickeln, um Kunden anzulocken und zufriedenzustellen. Es gibt verschiedene Instrumente im Marketing-Mix wie Produkt-, Preis-, Platzierungs- und Promotionstrategien. Wie uns Marken beeinflussen wollen Marketing ist allgegenwärtig. Es begleitet uns jeden Tag und überall: nicht nur im Fernsehen, im Radio, in der Zeitung oder auch auf Social-Media-Plattformen wie Instagram oder Facebook sondern auch auf Plakaten auf dem Weg zur Arbeit. Marketing beeinflusst sowohl unser Kaufverhalten als auch unsere Entscheidungen &#8211; oft unbewusst. Die Macht der Werbung ist enorm und Marken setzen alles daran, um Kunden zu gewinnen. Mit gezielter Werbung wollen sie uns davon überzeugen, dass wir ihr Produkt unbedingt brauchen. Der Marketing-Mix spielt hierbei eine wichtige Rolle: Unternehmen nutzen verschiedene Instrumente wie das Product-Placement oder Rabatte, um ihre Produkte in den Vordergrund zu stellen und die Kunden zum Kauf zu animieren. Aber auch die Gestaltung von Verpackungen oder das Design von Produkten können unser Kaufverhalten beeinflussen. Doch warum fallen wir immer wieder auf diese Tricks herein? Oftmals sind es unsere Emotionen, die das Marketing ausnutzt &#8211; sei es durch bestimmte Farben, Musik oder Bilder in der Werbung. Und auch Influencer haben mittlerweile eine große Macht im Marketing: Durch ihre Reichweite können sie Produkte ins Rampenlicht stellen und so massiv das Kaufverhalten ihrer Follower beeinflussen. Es liegt also an uns selbst bewusster einzukaufen und unser Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen &#8211; denn am Ende haben wir als Kunde immer noch die Macht zu entscheiden, was wir ... <a title="Verführt und manipuliert: Wie das Marketing uns dazu bringt, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen!" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/verfuehrt-und-manipuliert-wie-das-marketing-uns-dazu-bringt-dinge-zu-kaufen-die-wir-nicht-brauchen/" aria-label="Mehr Informationen über Verführt und manipuliert: Wie das Marketing uns dazu bringt, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen!">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/12/apparel-1850804_640.jpg" alt="Auf dem Bild befindet sich ein Schaufenster eines Lederwaren-Geschäfts. Im Schaufenster befinden sich handtaschen." class="wp-image-780" style="width:357px;height:247px" width="357" height="247" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/12/apparel-1850804_640.jpg 640w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/12/apparel-1850804_640-300x207.jpg 300w" sizes="(max-width: 357px) 100vw, 357px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/pexels-2286921/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1850804">Pexels</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1850804">Pixabay</a></figcaption></figure>



<p>Du denkst, Du bist immun gegen Werbung und Marketing-Tricks? Bist Du Dir sicher? Das Marketing ist ein mächtiges Werkzeug, das uns dazu bringt, Dinge zu kaufen, die wir eigentlich nicht brauchen. In diesem Blogbeitrag erfährst du mehr über die Grundlagen des Marketings, wie Unternehmen Kunden manipulieren und wie Du Dich dagegen wehren kannst. Lies weiter, um mehr Informationen zu erhalten und ein besseres Verständnis für die Marketing-Methoden zu bekommen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was genau ist Marketing?</h3>



<p>Marketing ist ein Begriff, der sich auf die Aktivitäten und Strategien bezieht, die Unternehmen anwenden, um ihre Produkte oder Dienstleistungen zu fördern oder zu verkaufen. Es ist eine Disziplin, die sich mit der Identifizierung und Erfüllung von Kundenbedürfnissen beschäftigt. </p>



<p>Die Marketingstrategie wird oft durch Marktforschung unterstützt. Hierbei werden Informationen über den Markt gesammelt, um eine bessere Vermarktung des Produkts zu erreichen. Marketing kann in verschiedenen Formen auftreten, wie zum Beispiel Werbung, Verkaufsförderung und Public Relations. </p>



<p>Marketing kann auch als eine Art Kommunikation zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden betrachtet werden. Es soll das Bewusstsein für ein Produkt oder eine Dienstleistung hervorbringen und den Kaufimpuls beim Kunden auslösen. Ziel des Marketings ist es in der Regel, den Umsatz eines Unternehmens zu steigern und seine Marktposition zu verbessern. </p>



<p>Um erfolgreiches Marketing betreiben zu können, müssen Unternehmen die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe kennen und verstehen. Eine gute Marketingstrategie muss darauf ausgerichtet sein, diese Bedürfnisse zu erfüllen und gleichzeitig einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marketing">vgl</a>.).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was macht man in Marketing?</h3>



<p>Marketing umfasst alle Aktivitäten, die dazu dienen, das Bewusstsein für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu schärfen und den Verkauf zu fördern. Das wird durch verschiedene Maßnahmen erreicht, z.B. durch Werbung, Promotion-Aktionen, Social-Media-Marketing oder Events. </p>



<p>Zu den Aufgaben im Marketing gehört es auch, Zielgruppen zu identifizieren und gezielte Marketingstrategien zu entwickeln. Es geht darum, die Bedürfnisse und Wünsche potenzieller Kunden zu verstehen und darauf basierend passende Angebote zu entwickeln. </p>



<p>Ein wichtiger Aspekt des Marketings ist auch die Analyse von Markt- und Wettbewerbsdaten. Hierbei werden Trends und Entwicklungen auf dem Markt beobachtet und ausgewertet, um das eigene Angebot entsprechend anzupassen. </p>



<p>Im Online-Marketing spielt Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle. Hierbei geht es darum, die Sichtbarkeit der eigenen Website in Suchmaschinen wie Google oder Bing zu erhöhen. Eine weitere wichtige Aufgabe im Marketing ist das Branding. Hierbei wird versucht, eine Marke aufzubauen und diese langfristig erfolgreich am Markt zu positionieren.</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Welche Ziele hat das Marketing?</h3>



<p>Eines der wichtigsten Ziele des Marketings ist es, den Markt zu analysieren und die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu erfassen. Auf dieser Basis können dann passende Produkte oder Dienstleistungen entwickelt werden, die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Ein weiteres Ziel des Marketings ist es, das Image eines Unternehmens aufzubauen und zu verbessern. </p>



<p>Durch gezielte Marketingmaßnahmen kann das Unternehmen eine positive Wahrnehmung bei den Kunden und der Öffentlichkeit erzielen. Ein weiteres Ziel des Marketings ist es, den Absatz von Produkten oder Dienstleistungen zu steigern. </p>



<p>Hierbei geht es darum, potenzielle Kunden auf das Angebot aufmerksam zu machen und sie zum Kauf zu motivieren. Hierfür kommen verschiedene Instrumente wie Werbung, Promotion-Aktionen oder Verkaufsförderung zum Einsatz. </p>



<p>Ein weiteres wichtiges Ziel des Marketings ist es, die Kundenzufriedenheit sicherzustellen und langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen. Hierbei spielen Aspekte wie Servicequalität, Kundenservice oder individuelle Betreuung eine wichtige Rolle. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Welche Arten des Marketings gibt es?</h3>



<p>Es gibt verschiedene Arten von Marketing, die Unternehmen nutzen können, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben und zu verkaufen. Eine der bekanntesten Formen ist das traditionelle Marketing, welches Werbung in Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehwerbung beinhaltet. </p>



<p>Eine weitere Art des Marketings ist das digitale Marketing, welches Online-Werbung auf Websites und sozialen Medien umfasst. In den letzten Jahren hat sich auch das Influencer-Marketing entwickelt, bei dem Unternehmen mit einflussreichen Personen zusammenarbeiten, um deren Follower zu erreichen. </p>



<p>Eventmarketing ist eine weitere Möglichkeit für Unternehmen, ihre Produkte oder Dienstleistungen auf Messen oder Veranstaltungen zu präsentieren. Content-Marketing konzentriert sich darauf, Inhalte wie Artikel oder Videos bereitzustellen, um Kunden anzuziehen und sie über Produkte oder Dienstleistungen zu informieren. </p>



<p>Guerilla-Marketing kann eine kreative Möglichkeit sein, um Aufmerksamkeit für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erregen. Zusätzlich gibt es auch noch Direktmarketing wie E-Mail- oder Postkartenwerbung sowie Telefonmarketing. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie Marketing unsere Bedürfnisse weckt</h3>



<p>Im heutigen Konsum-Zeitalter ist Marketing allgegenwärtig und beeinflusst unser Kaufverhalten auf verschiedene Art und Weisen. Eine der grundlegenden Taktiken, die das Marketing einsetzt, um unsere (scheinbaren) Bedürfnisse zu wecken, ist die Schaffung von Wünschen durch Werbung. Unternehmen nutzen verschiedene Kanäle wie Fernsehen, Radio oder Online-Medien, um ihre Produkte zu bewerben und uns zu überzeugen, dass wir sie brauchen. </p>



<p>Das Ziel des Marketings ist es immer, den Kunden <a href="https://simpleandslowliving.de/impulskaeufe-stoppen/#Kann_ich_zum_rationalen_Konsumenten_werden">zum Kauf eines Produkts</a> oder einer Dienstleistung zu bewegen. Daher müssen Marketing-Manager ständig neue Strategien entwickeln, um Kunden anzulocken und zufriedenzustellen. Es gibt verschiedene Instrumente im Marketing-Mix wie Produkt-, Preis-, Platzierungs- und Promotionstrategien. </p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie uns Marken beeinflussen wollen</h3>



<p>Marketing ist allgegenwärtig. Es begleitet uns jeden Tag und überall: nicht nur im Fernsehen, im Radio, in der Zeitung oder auch auf Social-Media-Plattformen wie Instagram oder Facebook sondern auch auf Plakaten auf dem Weg zur Arbeit. Marketing beeinflusst sowohl unser Kaufverhalten als auch unsere Entscheidungen &#8211; oft unbewusst. Die Macht der Werbung ist enorm und Marken setzen alles daran, um Kunden zu gewinnen. Mit gezielter Werbung wollen sie uns davon überzeugen, dass wir ihr Produkt unbedingt brauchen. </p>



<p>Der Marketing-Mix spielt hierbei eine wichtige Rolle: Unternehmen nutzen verschiedene Instrumente wie das Product-Placement oder Rabatte, um ihre Produkte in den Vordergrund zu stellen und die Kunden zum Kauf zu animieren. Aber auch die Gestaltung von Verpackungen oder das Design von Produkten können unser Kaufverhalten beeinflussen. </p>



<p>Doch warum fallen wir immer wieder auf diese Tricks herein? Oftmals sind es unsere Emotionen, die das Marketing ausnutzt &#8211; sei es durch bestimmte Farben, Musik oder Bilder in der Werbung. Und auch Influencer haben mittlerweile eine große Macht im Marketing: Durch ihre Reichweite können sie Produkte ins Rampenlicht stellen und so massiv das Kaufverhalten ihrer Follower beeinflussen. </p>



<p>Es liegt also an uns selbst bewusster einzukaufen und unser Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen &#8211; denn am Ende haben wir als Kunde immer noch die Macht zu entscheiden, was wir kaufen möchten!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie Rabatte und Sonderaktionen uns zum Kauf verleiten</h3>



<p>Hast du schon mal ein Angebot gesehen und konntest nicht widerstehen? Das Marketing macht sich unsere Schwächen zunutze und verleitet uns mit Rabatten und Sonderaktionen zum Kauf. Dabei werden verschiedene Grundlagen des Marketings genutzt, um Kunden anzulocken. </p>



<p>Unternehmen setzen auf den sogenannten Marketing-Mix, der aus den <a href="https://studyflix.de/wirtschaft/marketing-5223">vier P&#8217;s</a> besteht: Produkt, Preis, Promotion und Placement. Mit diesen Instrumenten wird das Vertriebsmanagement gesteuert und das Unternehmen kann neue Kunden gewinnen. </p>



<p>Besonders im Online-Bereich gibt es viele Möglichkeiten für Unternehmen, gezielt ihre Zielgruppe anzusprechen &#8211; sei es durch Werbung auf Google oder in Sozialen Netzwerken wie YouTube oder Instagram. Doch auch im stationären Handel lauern Verlockungen an jeder Ecke. Hier werden oft manipulative Werbestrategien eingesetzt, um uns zu unnötigen Käufen zu verführen. </p>



<p>Die klassischen 4 P&#8217;s im Marketing wurden mittlerweile durch 3 weitere P&#8217;s ersetzt: People, Process und Physical-Facilities. People ist dem Umstand geschuldet, dass die Unternehmen erkannt haben, dass sie zum Verkauf hochpreisiger Produkte hochqualifizierte Verkäufer benötigen. Process bezieht sich auf die innere Planung der Unternehmen. Die Physical-Facilities beziehen sich auf die Nutzung optimaler Produktions- und Verkaufsstätten (<a href="https://sevdesk.de/lexikon/marketing-mix/#klassiker">vgl</a>.) </p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie Marketing unsere Gefühle ausnutzt</h3>



<p>Hast du dich schon einmal gefragt, warum Dir bestimmte Werbungen ein gutes Gefühl geben oder dich sogar zu Tränen rühren? Das liegt daran, dass das Marketing gezielt unsere Emotionen anspricht und ausnutzt. Durch den Einsatz von emotionalen Bildern, Musik oder Geschichten versuchen Unternehmen, eine Verbindung zu ihren Kunden herzustellen und sie so natürlich zum Kauf ihrer Produkte zu bewegen. Dabei geht es nicht nur um das eigentliche Produkt selbst, sondern auch um die Erfüllung unserer Bedürfnisse und Wünsche. </p>



<p>Wenn wir uns glücklich fühlen, sind wir eher bereit, Geld auszugeben und emotionale Entscheidungen zu treffen. Die Marketing-Industrie nutzt dieses Wissen geschickt aus und setzt dabei auf verschiedene Techniken wie beispielsweise Storytelling oder Influencer-Marketing. Es ist wichtig zu verstehen, dass unser Kaufverhalten oft von unseren Emotionen gesteuert wird und dass es im Interesse der Unternehmen liegt, diese gezielt anzusprechen. Indem wir uns dieser Tatsache bewusst sind und permanent unsere eigenen Bedürfnisse hinterfragen, können wir manipulatives Marketing durchschauen und bewusster konsumieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Influencer-Marketing: Wie Social Media Stars unser Kaufverhalten beeinflussen</h3>



<p>Hast du dich schon einmal gefragt, warum du bestimmte Produkte kaufst oder warum du auf Social Media Plattformen stundenlang in Posts und Stories von Influencern scrollst? Der Grund dafür liegt oft im Marketing. Unternehmen nutzen gezielt verschiedene Methoden, um unsere Bedürfnisse zu wecken und uns zum Kauf zu verleiten. </p>



<p>Einer dieser Methoden ist das Influencer-Marketing. Hierbei arbeiten Unternehmen mit Social Media Stars zusammen, die durch ihre Reichweite eine große Macht haben, unsere Kaufentscheidungen zu beeinflussen. In Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Influencer, die sich als Marke etabliert haben und Millionen an Followern haben. </p>



<p>Sie zeigen Produkte in ihren Beiträgen oder Stories und sprechen Empfehlungen aus. Dadurch entsteht bei vielen Kunden das Gefühl einer persönlichen Bindung zum Influencer und sie vertrauen dessen Meinung und Empfehlungen. </p>



<p>Unternehmen setzen auf die neuen Möglichkeiten des Online-Marketings und nutzen Videos oder Bilder der Influencer für ihre Werbekampagnen. Es kann schwierig sein, zwischen echter Empfehlung und bezahlter Zusammenarbeit zu unterscheiden. </p>



<p>Influencer-Marketing ist ein bedeutender Teil des modernen Marketings geworden &#8211; viele Unternehmen setzen darauf, um neue Zielgruppen zu erreichen oder Kundenbindung zu stärken. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Täuschung durch Produktplatzierungen und Schleichwerbung im Marketing</h3>



<p>Du denkst vielleicht, dass du immun gegen Marketing-Tricks bist und dass du immer weißt, wann dir etwas verkauft wird. Das ist häufig nicht so. Produktplatzierungen und Schleichwerbung sind nur zwei der Methoden, die Unternehmen verwenden, um ihre Produkte zu bewerben</p>



<p>Wenn du zum Beispiel eine TV-Sendung anschaust und plötzlich bestimmte Getränke oder bestimmte Snacks mehrfach auftauchen, kann es sein, dass diese Produkte subtil platziert werden. Das Gleiche gilt für Social-Media-Beiträge oder Online-Videos &#8211; manchmal werden Marken in diese Inhalte integriert, ohne dass sie als Werbung erkennbar sind. </p>



<p>Es ist wichtig zu verstehen, dass solche Täuschungen darauf abzielen, dein Kaufverhalten zu beeinflussen und dich dazu zu bringen, Dinge zu kaufen, die du eigentlich nicht brauchst. Als Kunde solltest du also immer wachsam bleiben und versuchen herauszufinden, welche Absichten hinter bestimmten Inhalten stehen &#8211; auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos erscheinen mögen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Einfluss von Farben und Design auf unser Kaufverhalten</h3>



<p>Farben und Design sind wichtige Faktoren im Marketing. Sie können unser Kaufverhalten beeinflussen, ohne dass wir es merken. Unternehmen setzen gezielt Farben ein, um Emotionen bei den Kunden auszulösen und somit eine positive Assoziation mit ihrem Produkt zu schaffen. Zum Beispiel wird die Farbe Rot oft in der Lebensmittelbranche eingesetzt, da sie Hungergefühle auslöst. Aber auch das Design spielt eine wichtige Rolle beim Kaufverhalten. </p>



<p>Eine ansprechende Verpackung kann dazu führen, dass wir ein Produkt wählen, obwohl es teurer ist als die Konkurrenz. Das verdeutlicht: Die Macht des Marketings reicht weit über die eigentliche Werbung hinaus. Es geht darum, uns als Konsumenten emotional zu erreichen und uns Unbewusstes bewusst machen &#8211; dass wir etwas brauchen oder wollen, was wir eigentlich nicht benötigen oder worüber wir uns vorher keine Gedanken gemacht haben. </p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Manipulative Werbestrategien im Supermarkt: Tricks, die wir oft nicht bemerken</h3>



<p>Hast du dich schon einmal gefragt, warum du im Supermarkt oft mehr kaufst als geplant? Hier kommen die manipulativen Werbestrategien ins Spiel. Diese Tricks werden von den Unternehmen genutzt, um uns zum Kauf bestimmter Produkte zu verleiten. Dabei geht es nicht nur um Rabatte und Sonderaktionen, sondern auch um subtile Signale wie Farben und Design, die unser Unterbewusstsein ansprechen. Oftmals bemerken wir diese Strategien gar nicht bewusst. </p>



<p>Zum Beispiel können bestimmte Platzierungen von Produkten oder das Anbringen eines &#8222;neuen&#8220; Stickers auf der Verpackung unsere Aufmerksamkeit erregen und uns dazu bringen, das Produkt zu kaufen, obwohl wir es eigentlich nicht brauchen. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese manipulativen Werbestrategien Teil des Marketing-Mix sind und von professionellen Managern gezielt eingesetzt werden. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Online-Shopping als Falle des Marketings &#8211; wie wir zu unnötigen Käufen verführt werden</h3>



<p>Online-Shopping ist für viele Menschen mittlerweile zur Normalität geworden. Doch wir sollten uns bewusst sein, dass es auch eine Falle des Marketings darstellt. Durch gezielte Werbemaßnahmen und verlockende Angebote werden wir zum Kauf von Dingen verführt, die wir eigentlich nicht brauchen. Das Marketing nutzt dabei verschiedene Tricks, um unser Kaufverhalten zu beeinflussen. </p>



<p>Ein Beispiel dafür sind personalisierte Werbeanzeigen bei Google oder auf Social-Media-Plattformen, die auf unsere Interessen abgestimmt sind und uns so dazu bringen sollen, bestimmte Produkte zu kaufen. Auch das Design von Online-Shops spielt eine wichtige Rolle: Farben und Layouts können unser Unterbewusstsein ansprechen und uns emotional beeinflussen. </p>



<p>Die Bequemlichkeit des Online-Shoppings wird zusätzlich genutzt, um uns schnell und impulsiv zu machen &#8211; mit einem Klick ist der Kauf getätigt und oft haben wir danach ein schlechtes Gewissen oder bereuen den Kauf sogar. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit: Du hast die Macht! Bewusstes Konsumieren gegen manipulatives Marketing</h3>



<p>Du hast nun alle wichtigen Informationen zum Thema manipulatives Marketing und dessen Auswirkungen auf unser Kaufverhalten kennengelernt. Doch was kannst du jetzt tun, um dich davor zu schützen? Das Bewusstsein für die verschiedenen Strategien des Marketings ist bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wichtig ist es auch, sich kritisch mit den eigenen Konsumgewohnheiten auseinanderzusetzen und gezielt nach Informationen zu suchen, statt blindlings Werbeversprechen zu glauben. </p>



<p>Denn letztendlich hast du als Kunde die Macht, dein Verhalten zu ändern und bewusster zu konsumieren. Unternehmen müssen sich darauf einstellen und ihre Marketingstrategien anpassen, um Kunden nicht länger durch Manipulation, sondern durch Qualität und Transparenz von ihren Produkten zu überzeugen. Es liegt also in der Hand jedes Einzelnen, eine Veränderung im Markt herbeizuführen und manipulatives Marketing keine Chance mehr zu geben. Sei kritisch gegenüber Werbung und halte Ausschau nach verlässlichen Informationen &#8211; denn nur so kannst du langfristig von deinen Einkäufen profitieren!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen:</h2>



<p>.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marketing">https://de.wikipedia.org/wiki/Marketing</a></li>



<li><a href="https://sevdesk.de/lexikon/marketing-mix/#klassiker">https://sevdesk.de/lexikon/marketing-mix/#klassiker</a></li>



<li><a href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/marketing-39435">https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/marketing-39435</a></li>



<li><a href="https://studyflix.de/wirtschaft/marketing-5223">https://studyflix.de/wirtschaft/marketing-5223</a></li>
</ul>
<p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fverfuehrt-und-manipuliert-wie-das-marketing-uns-dazu-bringt-dinge-zu-kaufen-die-wir-nicht-brauchen%2F&amp;linkname=Verf%C3%BChrt%20und%20manipuliert%3A%20Wie%20das%20Marketing%20uns%20dazu%20bringt%2C%20Dinge%20zu%20kaufen%2C%20die%20wir%20nicht%20brauchen%21" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fverfuehrt-und-manipuliert-wie-das-marketing-uns-dazu-bringt-dinge-zu-kaufen-die-wir-nicht-brauchen%2F&amp;linkname=Verf%C3%BChrt%20und%20manipuliert%3A%20Wie%20das%20Marketing%20uns%20dazu%20bringt%2C%20Dinge%20zu%20kaufen%2C%20die%20wir%20nicht%20brauchen%21" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fverfuehrt-und-manipuliert-wie-das-marketing-uns-dazu-bringt-dinge-zu-kaufen-die-wir-nicht-brauchen%2F&amp;linkname=Verf%C3%BChrt%20und%20manipuliert%3A%20Wie%20das%20Marketing%20uns%20dazu%20bringt%2C%20Dinge%20zu%20kaufen%2C%20die%20wir%20nicht%20brauchen%21" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_pinterest" href="https://www.addtoany.com/add_to/pinterest?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fverfuehrt-und-manipuliert-wie-das-marketing-uns-dazu-bringt-dinge-zu-kaufen-die-wir-nicht-brauchen%2F&amp;linkname=Verf%C3%BChrt%20und%20manipuliert%3A%20Wie%20das%20Marketing%20uns%20dazu%20bringt%2C%20Dinge%20zu%20kaufen%2C%20die%20wir%20nicht%20brauchen%21" title="Pinterest" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fverfuehrt-und-manipuliert-wie-das-marketing-uns-dazu-bringt-dinge-zu-kaufen-die-wir-nicht-brauchen%2F&#038;title=Verf%C3%BChrt%20und%20manipuliert%3A%20Wie%20das%20Marketing%20uns%20dazu%20bringt%2C%20Dinge%20zu%20kaufen%2C%20die%20wir%20nicht%20brauchen%21" data-a2a-url="https://simpleandslowliving.de/verfuehrt-und-manipuliert-wie-das-marketing-uns-dazu-bringt-dinge-zu-kaufen-die-wir-nicht-brauchen/" data-a2a-title="Verführt und manipuliert: Wie das Marketing uns dazu bringt, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen!"></a></p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Sind Minimalisten auch automatisch nachhaltige Frugalisten und Veganer?</title>
		<link>https://simpleandslowliving.de/sind-minimalisten-auch-automatisch-nachhaltige-frugalisten-und-veganer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Apr 2023 11:50:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bild von Silvia auf Pixabay Minimalismus, Frugalismus und Veganismus gehen oft Hand in Hand miteinander. Doch warum sind viele Minimalisten Veganer oder Frugalisten auch Minimalisten? Warum werden Menschen Minimalisten? Minimalismus ist eine Lebensform, die den übermäßigen Konsum aber auch das Besitzen zu vieler Dinge ablehnt. Es gibt keine Definition, die vorschreibt, wie viele Dinge ein Minimalist besitzen sollte oder was er auf keinen Fall besitzen darf. Aus diesem Grund kann sich jeder, der es möchte, Minimalist nennen. Dies tun jedoch in der Regel nur Menschen, die sich intensiv mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinandergesetzt haben und bewusst eine Änderung herbei geführt haben. Natürlich gibt es auch Menschen, die sich noch nie für Konsum interessiert haben und immer wenig Dinge besessen haben. In der Regel wenden sich Menschen dem Minimalismus zu, wenn sie bemerken, dass sie zu viele Dinge besitzen und sich von diesen erschlagen fühlen. Auch Nicht-Minimalisten merken, dass sie viele Dinge besitzen, sehen diesen Besitz jedoch nicht als Bürde an. Leben Minimalisten automatisch nachhaltig? Neben vielen guten Gründen, die für den Minimalismus sprechen, ist Nachhaltigkeit ein sehr bedeutender Grund, auf übermäßigen Konsum zu verzichten. Natürlich gibt es Menschen, die aus ganz anderen Gründen den Minimalismus als ihren Lebensstil wählen (lies hier weiter). Bei den unterschiedlichen Minimalismus-Typen spielt Nachhaltigkeit eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Wenn Du dich im Zuge des Minimalismus mit Nachhaltigkeit beschäftigst, dann wirst Du, je nachdem wie intensiv Du das tust, früher oder später feststellen, dass der Konsum von Fleisch alles andere als nachhaltig ist. Prinzipiell ist Nachhaltigkeit kein Merkmal des Minimalismus. Allerdings lebst Du automatisch nachhaltig, wenn Du weniger konsumierst. Die Produkte die du kaufst, müssen dabei zunächst einmal nicht nachhaltig produziert sein. Die Tatsache, dass der Nicht-Konsum Ressourcen schont, ist ausreichend, um den Nachhaltigkeitsaspekt zu begründen. Veganismus In den letzten Jahren entschieden sich immer mehr Menschen dazu kein Fleisch mehr zu essen oder vegan zu leben. Zwischen 2016 und 2020 haben sich insgesamt 1,3 Millionen entschieden, vegetarisch zu leben und 300.000 Menschen dazu, zu sein (Quelle). Die Zahlen sind nach wie vor steigend und es kommen gefühlt täglich neue Ersatzprodukte auf den Markt. Dieses Gefühl bedeutet in Zahlen: im Jahr 2021 wurden 97. 900 Tonnen Ersatzprodukte hergestellt. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr (83. 700 Tonnen) und 62,2 Prozent mehr als im Jahr 2019 (60. 400 Tonnen). Der Wert dieser Produkte stieg im Jahr 2021 sogar um 22,2 Pozent im Vergleich zum Vorjahr (374,9 Millionen Euro) und betrug 458,2 Millionen Euro. Verglichen mit dem Jahr 2018 liegt der Zuwachs bei 68 Prozent (272,8 Millionen Euro). Vergleichsweise gering ist die Anzahl der Unternehmen, die Fleischersatzprodukte produzieren. Im Jahr 2019 gab es 34 produzierende Unternehmen. Bis zum Jahr 2021 kamen zehn weitere Unternehmen hinzu, die Fleischersatzprodukte herstellen (Quelle). Nicht alle Menschen, die zu Fleischersatz greifen, sind Vegetarier oder Veganer, der Anteil der Flexitarier ist ein weiterer Grund für den gestiegenen Konsum von Fleischersatzprodukten. Selbst dann, wenn sich Menschen wie ich zum Beispiel nicht dazu entscheiden, Lebensmittel vollständig von ihrem Speiseplan zu streichen, so wählen sie aus unterschiedlichen Gründen Alternativen zu Fleisch. Minimalismus und Frugalismus Frugalisten versuchen in den ersten Jahren ihrer Berufstätigkeit so viel zu sparen, dass sie sich die letzten Jahre oder Jahrzente abhängiger oder auch selbstständiger Arbeit ersparen können. Das Ziel ist die finanzielle Freiheit. Hinter der finanziellen Freiheit steht jedoch auch die persönliche Freiheit. Wenn ich morgens nicht um fünf aufstehen muss, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, dann bin ich freier, als wenn ich das tun muss. Aus einem Arbeitsvertrag erwachsen den Beschäftigten viele Pflichten, die wir Gott sei Dank im Alltag meist nicht bewusst wahrnehmen. Eine Verpflichtung ist beispielsweise das regelmäßige Erscheinen beim Arbeitgeber. Auch diejenigen, die Remote arbeiten, müssen in der Regel abliefern. Möglicherweise sind sie etwas freier in der Zeiteinteilung und eventuell auch in der Wahl der Kleidung. Dennoch müssen Aufträge abgearbeitet und Meetings wahrgenommen werden. Der frugalistische Rentner ist diesbezüglich freier. Natürlich erwachsen ihm aus dem alltäglichen Leben Pflichten, jedoch nicht mehr in demselben Umfang wie bei der Erwerbstätigkeit. Um das Ziel der finanziellen Freiheit erreichen zu können, muss der Frugalist möglichst viel Geld sparen. Dies tut er, indem er von seinen Einnahmen (Gehalt, Lohn, Honorar&#8230;) möglichst wenig ausgibt und möglichst viel gewinnbringend anlegt. Aus diesem Grund entfallen ausgiebige Sammelleidenschaften oder impulsives Shopping. Beim Minimalismus wird versucht, möglichst wenig zu besitzen. Das können jedoch besonders hochwertige Dinge sein, sodass nicht zwangsläufig ein Spareffekt einsetzt. Ähnlich verhält es sich beim Frugalisten. Prinzipiell sagt dieser Lifestyle nichts darüber aus, wie viel ein Frugalist besitzt. Frugalisten können theoretisch eine voll gestopfte Wohnung besitzen, weil sie beispielsweise Sperrmüll sammeln, auf Flohmärkte gehen, Verschenk-Börsen nutzen oder über eBay-Kleinanzeigen viele Dinge günstig oder kostenlos erhalten. Allerdings liegt es im Bestreben der Frugalisten möglichst wenig Miete für Wohnraum zu zahlen. Denjenigen, die kein Eigenheim besitzen, steht folglich ein meist sehr eingeschränktes Angebot an Platz zur Verfügung. Aus diesem Grund sind viele Frugalisten auch Minimalisten. Minimalisten werden dann Frugalisten, wenn sie ihre bisherige bezahlte Anstellung erhalten und als Nebeneffekt des Minimalismus weniger Geld ausgeben, als sie erwirtschaften. Früher oder später wird dem sparsamen Minimalisten klar, dass er auf seinem Sparbuch keine oder nur sehr geringe Zinsen erhält. Minimalisten haben mehrere Möglichkeiten mit einem Zuviel an Geld umzugehen. Sie können das gesparte Geld nutzen, um zu reisen, sich einen eigenen Camper kaufen oder sie legen das Geld an. Das kann beispielsweise durch den Kauf von Aktien, ETFs oder Immobilien erfolgen. Können sich Minimalismus, Frugalismus und Nachhaltigkeit im Weg stehen? Definitiv gibt es bei allen Gemeinsamkeiten auch die Möglichkeit, dass Frugalismus und Minimalismus sich gegenseitig ausschließen. Mal angenommen, Du möchtest als Frugalist möglichst viel sparen und bereitest aus diesem Grund deine Mahlzeiten ausschließlich oder fast vollständig zuhause zu. Du besuchst zwar keine Pizzeria, besitzt aber einen Pizzastein, um zuhause die besten Ergebnisse im haushaltsüblichen Backofen zu erzielen. Du besitzt vielleicht noch einen Hochleistungsmixer und einen Entsafter, weil dir die fertigen Smoothies und die Säfte zu teuer und minderwertig sind. Vielleicht gehst Du noch weiter und hast sogar eine Getreidemühle und eine Haferquetsche zuhause. Die Liste lässt sich endlos ... <a title="Sind Minimalisten auch automatisch nachhaltige Frugalisten und Veganer?" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/sind-minimalisten-auch-automatisch-nachhaltige-frugalisten-und-veganer/" aria-label="Mehr Informationen über Sind Minimalisten auch automatisch nachhaltige Frugalisten und Veganer?">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/04/smoothies-2253430_1920-1024x575.jpg" alt="Smoothies oder Säfte als Sinnbild für eine gesunde Ernährung." class="wp-image-459" width="385" height="216" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/04/smoothies-2253430_1920-1024x575.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/04/smoothies-2253430_1920-300x169.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/04/smoothies-2253430_1920-768x432.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/04/smoothies-2253430_1920-1536x863.jpg 1536w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/04/smoothies-2253430_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 385px) 100vw, 385px" /></figure>



<p><sup>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/silviarita-3142410/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2253430">Silvia</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2253430">Pixabay</a></sup></p>



<p>Minimalismus, Frugalismus und Veganismus gehen oft Hand in Hand miteinander. Doch warum sind viele Minimalisten Veganer oder Frugalisten auch Minimalisten?</p>



<span id="more-458"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Warum werden Menschen Minimalisten?</h2>



<p>Minimalismus ist eine Lebensform, die den übermäßigen Konsum aber auch das Besitzen zu vieler Dinge ablehnt. Es gibt keine Definition, die vorschreibt, wie viele Dinge ein Minimalist besitzen sollte oder was er auf keinen Fall besitzen darf. Aus diesem Grund kann sich jeder, der es möchte, Minimalist nennen.</p>



<p>Dies tun jedoch in der Regel nur Menschen, die sich intensiv mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinandergesetzt haben und bewusst eine Änderung herbei geführt haben. Natürlich gibt es auch Menschen, die sich noch nie für Konsum interessiert haben und immer wenig Dinge besessen haben. </p>



<p>In der Regel wenden sich Menschen dem Minimalismus zu, wenn sie bemerken, dass sie zu viele Dinge besitzen und sich von diesen erschlagen fühlen. Auch Nicht-Minimalisten merken, dass sie viele Dinge besitzen, sehen diesen Besitz jedoch nicht als Bürde an. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Leben Minimalisten automatisch nachhaltig?</h2>



<p>Neben vielen guten Gründen, die für den Minimalismus sprechen, ist Nachhaltigkeit ein sehr bedeutender Grund, auf übermäßigen Konsum zu verzichten. Natürlich gibt es Menschen, die aus ganz anderen Gründen den Minimalismus als ihren Lebensstil wählen (<a href="https://simpleandslowliving.de/minimalismus-typen/#more-404">lies hier weiter</a>).  Bei den unterschiedlichen Minimalismus-Typen spielt Nachhaltigkeit eine mehr oder weniger wichtige Rolle.</p>



<p>Wenn Du dich im Zuge des Minimalismus mit Nachhaltigkeit beschäftigst, dann wirst Du, je nachdem wie intensiv Du das tust, früher oder später feststellen, dass der Konsum von Fleisch alles andere als nachhaltig ist. </p>



<p>Prinzipiell ist Nachhaltigkeit kein Merkmal des Minimalismus. Allerdings lebst Du automatisch nachhaltig, wenn Du weniger konsumierst. Die Produkte die du kaufst, müssen dabei zunächst einmal nicht nachhaltig produziert sein. Die Tatsache, dass der Nicht-Konsum Ressourcen schont, ist ausreichend, um den Nachhaltigkeitsaspekt zu begründen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Veganismus</h2>



<p>In den letzten Jahren entschieden sich immer mehr Menschen dazu kein Fleisch mehr zu essen oder vegan zu leben. Zwischen 2016 und 2020 haben sich insgesamt 1,3 Millionen entschieden, vegetarisch zu leben und 300.000 Menschen dazu, zu sein (<a href="https://de.statista.com/infografik/24000/anzahl-der-vegetarier-und-veganer-in-deutschland/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p>Die Zahlen sind nach wie vor steigend und es kommen gefühlt täglich neue Ersatzprodukte auf den Markt. Dieses Gefühl bedeutet in Zahlen: im Jahr 2021 wurden 97. 900 Tonnen Ersatzprodukte hergestellt. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr (83. 700 Tonnen) und 62,2 Prozent  mehr als im Jahr 2019 (60. 400 Tonnen). Der Wert dieser Produkte stieg im Jahr 2021 sogar um 22,2 Pozent im Vergleich zum Vorjahr (374,9 Millionen Euro) und betrug 458,2 Millionen Euro. Verglichen mit dem Jahr 2018 liegt der Zuwachs bei 68 Prozent (272,8 Millionen Euro). Vergleichsweise gering ist die Anzahl der Unternehmen, die Fleischersatzprodukte produzieren. Im Jahr 2019 gab es 34 produzierende Unternehmen. Bis zum Jahr 2021 kamen zehn weitere Unternehmen hinzu, die Fleischersatzprodukte herstellen (<a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_N025_42.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quelle</a>).</p>



<p>Nicht alle Menschen, die zu Fleischersatz greifen, sind Vegetarier oder Veganer, der Anteil der Flexitarier ist ein weiterer Grund für den gestiegenen Konsum von Fleischersatzprodukten. Selbst dann, wenn sich Menschen wie ich zum Beispiel nicht dazu entscheiden, Lebensmittel vollständig von ihrem Speiseplan zu streichen, so wählen sie aus unterschiedlichen Gründen Alternativen zu Fleisch. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Minimalismus und Frugalismus</h2>



<p>Frugalisten versuchen in den ersten Jahren ihrer Berufstätigkeit so viel zu sparen, dass sie sich die letzten Jahre oder Jahrzente abhängiger oder auch selbstständiger Arbeit ersparen können. Das Ziel ist die finanzielle Freiheit. Hinter der finanziellen Freiheit steht jedoch auch die persönliche Freiheit. Wenn ich morgens nicht um fünf aufstehen muss, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, dann bin ich freier, als wenn ich das tun muss. Aus einem Arbeitsvertrag erwachsen den Beschäftigten viele Pflichten, die wir Gott sei Dank im Alltag meist nicht bewusst wahrnehmen. Eine Verpflichtung ist beispielsweise das regelmäßige Erscheinen beim Arbeitgeber.</p>



<p>Auch diejenigen, die Remote arbeiten, müssen in der Regel abliefern. Möglicherweise sind sie etwas freier in der Zeiteinteilung und eventuell auch in der Wahl der Kleidung. Dennoch müssen Aufträge abgearbeitet und Meetings wahrgenommen werden. Der frugalistische Rentner ist diesbezüglich freier. Natürlich erwachsen ihm aus dem alltäglichen Leben Pflichten, jedoch nicht mehr in demselben Umfang wie bei der Erwerbstätigkeit.</p>



<p>Um das Ziel der finanziellen Freiheit erreichen zu können, muss der Frugalist möglichst viel Geld sparen. Dies tut er, indem er von seinen Einnahmen (Gehalt, Lohn, Honorar&#8230;) möglichst wenig ausgibt und möglichst viel gewinnbringend anlegt. Aus diesem Grund entfallen ausgiebige Sammelleidenschaften oder impulsives Shopping. </p>



<p>Beim Minimalismus wird versucht, möglichst wenig zu besitzen. Das können jedoch besonders hochwertige Dinge sein, sodass nicht zwangsläufig ein Spareffekt einsetzt. Ähnlich verhält es sich beim Frugalisten. Prinzipiell sagt dieser Lifestyle nichts darüber aus, wie viel ein Frugalist besitzt. </p>



<p>Frugalisten können theoretisch eine voll gestopfte Wohnung besitzen, weil sie beispielsweise Sperrmüll sammeln, auf Flohmärkte gehen, Verschenk-Börsen nutzen oder über eBay-Kleinanzeigen viele Dinge günstig oder kostenlos erhalten. Allerdings liegt es im Bestreben der Frugalisten möglichst wenig Miete für Wohnraum zu zahlen. Denjenigen, die kein Eigenheim besitzen, steht folglich ein meist sehr eingeschränktes Angebot an Platz zur Verfügung.</p>



<p>Aus diesem Grund sind viele Frugalisten auch Minimalisten. Minimalisten werden dann Frugalisten, wenn sie ihre bisherige bezahlte Anstellung erhalten und als Nebeneffekt des Minimalismus weniger Geld ausgeben, als sie erwirtschaften. Früher oder später wird dem sparsamen Minimalisten klar, dass er auf seinem Sparbuch keine oder nur sehr geringe Zinsen erhält. </p>



<p>Minimalisten haben mehrere Möglichkeiten mit einem Zuviel an Geld umzugehen. Sie können das gesparte Geld nutzen, um zu reisen, sich einen eigenen Camper kaufen oder sie legen das Geld an. Das kann beispielsweise durch den Kauf von Aktien, ETFs oder Immobilien erfolgen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Können sich Minimalismus, Frugalismus und Nachhaltigkeit im Weg stehen?</h2>



<p>Definitiv gibt es bei allen Gemeinsamkeiten auch die Möglichkeit, dass Frugalismus und Minimalismus sich gegenseitig ausschließen. Mal angenommen, Du möchtest als Frugalist möglichst viel sparen und bereitest aus diesem Grund deine Mahlzeiten ausschließlich oder fast vollständig zuhause zu. Du besuchst zwar keine Pizzeria, besitzt aber einen Pizzastein, um zuhause die besten Ergebnisse im haushaltsüblichen Backofen zu erzielen. Du besitzt vielleicht noch einen Hochleistungsmixer und einen Entsafter, weil dir die fertigen Smoothies und die Säfte zu teuer und minderwertig sind. </p>



<p>Vielleicht gehst Du noch weiter und hast sogar eine Getreidemühle und eine Haferquetsche zuhause. Die Liste lässt sich endlos weiterführen. Vielleicht nähst Du wie ich Deine Kleidung zu weiten Teilen selbst und hast daher eine Million Zubehörteile zuhause. Vielleicht hast Du aber auch ein anderes Hobby, bei dem sich das Zubehör wie durch Zauberhand vermehrt. </p>



<p>Also mir persönlich ist schon klar, wie das &#8222;passiert&#8220;, dass ich plötzlich zwei Container voller Zubehör habe. Ich benötige etwas für ein Projekt und dann ist das Zeug da und ich brauche es definitiv immer mal wieder aber halt nicht ständig. Minimalisten, die ihren Auftrag mit möglichst wenigen Dingen zu leben sehr ernst nehmen, würden sich ein solches Hobby niemals antun. </p>



<p>Stellst Du jedoch den Nachhaltigkeitsaspekt in den Vordergrund, so es ist sehr viel nachhaltiger Deine Kleidung selbst zu nähen, als diese am anderen Ende der Welt produzieren zu lassen. Von Kindern zu einem <a href="https://simpleandslowliving.de/was-fast-fashion-zerstoert/#more-306">Hungerlohn</a>. Allerdings wird jemand, der sich dieses Hobby nicht zu eigen macht und trotzdem nachhaltig leben möchte, fertige, fair produzierte Kleidung kaufen. </p>



<p>Wenn Du bereits einmal nachhaltig produzierte Kleidung gekauft hast, weißt Du, wie viel diese kostet. Die Gründe dafür sind nachvollziebar. Fairtrade Fashion wird von Beginn an fair produziert. Dazu gehört bereits die Aufzucht der Baumwollpflanzen unter dem Einsatz von möglichst wenig oder überhaupt keinen Pestiziden. Die Bauern aber auch das weiterverarbeitende Gewerbe werden in einem ausreichenden Maße bezahlt. Das alles macht sich am Endpreis bemerkbar.</p>



<p>Frugalisten, die nicht die Fast-Fashion-Industrie unterstützen möchten, nicht nähen können oder wollen und die hohen Preise von Fair-Fashion nicht zahlen können oder wollen setzten auf Second-Hand-Kleidung.</p>



<p>Fazit:</p>



<p>Wie Du siehst, gibt es zwischen Minimalismus, Veganismus und Frugalismus viele Gemeinsamkeiten, die dazu führen können, dass Minimalisten auch vegan und frugalistisch leben. Neben diesen Gemeinsamkeiten gibt es Differenzen. Diese Differenzen sind jedoch nicht unüberwindbar.</p>



<p>Du musst allerdings als Minimalist nicht zwangsläufig frugalistisch, vegan und nachhaltig leben. Prinzipiell könntest Du als Minimalist Deine Küche ganz abschaffen und nur Essen to-go zu dir nehmen oder das Essen liefern lassen. Das ist zwar zunächst einmal wenig nachhaltig und häufig auch nicht gesund, weil in der Gastronomie Fett als Geschmacksverstärker genutzt wird. </p>



<p>Allerdings gibt es mittlerweile Lieferservices, die wieder verwendbare Verpackungen nutzen, mit hochwertigen Produkten arbeiten und mit dem Fahrrad ausliefern. Daher ist diese These ebenfalls nur bedingt haltbar.</p>



<p>Am Ende des Tages muss jeder die Kompromisse eingehen, die er bereit ist zu leben. Niemand geht in Deinen Schuhen und wird es auch nie tun. Von ein paar Ausnahmen abgesehen sind wir nicht perfekt in dem, was wir tun. Menschen sind schwach und das ist in Ordnung so. Wir tun Dinge, die uns, unseren Mitmenschen oder unserer Umwelt nicht guttun.</p>



<p>Wir tun das, weil wir schwach sind, bequem oder zum aktuellen Zeitpunkt keine Alternativen sehen. Du musst nicht von heute auf Morgen ein ökologisch korrektes Leben führen oder dem Konsum vollkommen abschören.</p>



<p>Allerdings befinden wir uns an einem <a href="https://simpleandslowliving.de/kipppunkte-im-klimawandel/#more-430">Punkt</a>, an dem wir einen Schritt zurück gehen sollten. Oder mehrere. Aber die Last dieser Erde liegt weder auf Deinen noch auf meinen Schultern. Es ist vollkommen ausreichend, wenn alle Menschen in den Industrienationen kurz in sich gehen würden, um zu überlegen, was sie ohne große Schmerzen und Qualen ändern können.</p>



<p></p>



<p>Quellen:</p>



<p><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_N025_42.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_N025_42.html</a></p>



<p><a href="https://de.statista.com/infografik/24000/anzahl-der-vegetarier-und-veganer-in-deutschland/">https://de.statista.com/infografik/24000/anzahl-der-vegetarier-und-veganer-in-deutschland/</a></p>



<p></p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Minimalismus-Typen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2023 09:33:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Minimalismus scheint ein Trend zu sein, der immer mal wieder aufflackert. Viele Menschen leben diesen Lebensstil, jedoch in unterschiedlichen Ausprägungen. Sowohl die dahinter stehende Philosophie als auch die Art zu Leben unterscheiden sich. Im Laufe der Zeit haben sich unter dem Überbegriff Minimalismus mehrere Minimalismus-Typen herausgebildet. Diese Minimalismus-Typen sind jedoch nicht statisch. Zudem können die meisten Menschen sich keinem der Minimalismus-Typen zuordnen, vielmehr vereinen sie mehrere Typen in ihrem Lebensstil. Hier findest du ebenfalls eine sehr gute Darstellung der Minimalismus-Typen. Saltypeanut, eine Bloggerin und Youtuberin, die ich sehr inspirierend finde, hat die Typen als Minimalismus-Persönlichkeiten bezeichnet. Der Lifestyle-Minimalist Der wohl Bekannteste unter den Minimalismus-Typen ist der Lifestyle-Minimalist. Vom Lifestyle-Minimalist findest Du viele Bilder in der Google-Suche, auf Pinterest, Instagram oder Facebook. Hier geht es vordergründig darum, eine aufgeräumte, durchgestylte Wohnung zu haben. Der Lifestyle-Minimalist zählt häufig die Gegenstände, die er hat und redet darüber, was er nicht hat. Bei einigen Minimalisten, die auf You-Tube zu finden sind, begann die Minimalismus-Reise als Lifestyle-Minimalist. Erst im Verlauf der Reise kamen weitere Aspekte hinzu. Die Lifestyle-Minimalisten erkennt man auch an den vielen Aussortier-Videos, bei denen sie gefühlt keinen Schritt voran kommen, weil immer wieder sehr viele Dinge in die Wohnung einziehen. Diesen Struggle siehst Du bei Agnes Sedina, die eigentlich auf der Suche nach tiefgründigen Erlebnissen und dem Sinn des Lebens ist. Aber gerade am Anfang lebt sie den Minimalismus lediglich als Lifestyle, bis sich daraus neue Ziele und Ideen entwickeln. Mittlerweile ist sie mit ihrem Mann und vier Koffern nach Chile ausgewandert. Bis dahin konnte sie im Minimalismus mehr und mehr in die Tiefe gehen. Eine interessante Reise, die noch nicht zu Ende ist. Der ästhetische Minimalist Der ästhetische Minimalist und der Lifestyle-Minimalist haben viel gemeinsam. Der ästhetische Minimalist achtet vordergründig auf das Erscheinungsbild seines Lifestyles. Das betrifft sowohl seine Wohnung als auch seine Kleidung. Der ästhetische Minimalist ist derjenige unter den Minimalismus-Typen, der bereit ist das meiste Geld für seinen Lifestyle auszugeben, wenn er dafür hochwertige Artikel erhält. Der ästhetische und Lifestyle-Minimalist sind diejenigen unter den Minimalismus-Typen, die zunächst nur optisch reduzieren. Allerdings ist die optische Reduktion das für das Auge Sichtbare. Andere Beweggründe wie Simple Living, Entschleunigung oder der Wunsch nach mehr Zeit für Erlebnisse spielen meistens mit ein. Die wenigsten ästhetischen Minimalisten tun das ausschließlich, um ein optisches Ergebnis zu erzielen. Ein Beispiel für eine besonders ästhetische Wohnung findest du bei Nordbewusst. Auch hier ist die Ästhetik nicht die einzige Triebfeder. Der nachhaltige Minimalist Der nachhaltige Minimalist ist derjenige unter den Minimalismus-Typen, der in erster Linie aus Gründen des Umweltschutzes und um Ressourcen zu schonen darauf verzichtet, viel zu besitzen oder Neues anzuschaffen. Werden Neuanschaffungen benötigt, so sieht sich der nachhaltige Minimalist zunächst auf dem Gebrauchtwarenmarkt um, bevor er zur Neuware greift. Wenn der nachhaltige Minimalist dennoch neue Dinge in sein Leben lässt, dann achtet er auf Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen. Unter den nachhaltigen Minimalisten befinden sich viele Veganer, die aus Umweltschutzgründen aber auch wegen des Tierwohls auf den Konsum tierischer Produkte verzichten. Diejenigen, die diesem Minimalismus-Typen angehören und nicht vegan leben, achten in der Regel streng auf die Herkunft tierischer Produkte. Nachhaltige Minimalisten engagieren sich für den Umweltschutz und gegen Lebensmittelverschwendung. Nachhaltige Minimalisten recyceln Produkte, bevor sie diese wegwerfen. Nachhaltige Minimalisten gehen mit keinem Trend mit, sondern leben ihr Leben, so wie sie es für sich mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Eine solche Minimalistin, die über ihr Leben blockt ist Selinatur. Auf Youtube filmt sie beispielsweise den (Aus-)Bau ihres Wohnwagens. Sie macht wirklich sehr inspirierende Videos, fernab von jeden Trends und allen Lifestyles. Der extreme Minimalist Extremminimalisten leben mit einem Minimum an Dingen. Die Wohnungen sind meist karg eingerichtet, manche Räume sind sogar gänzlich leer. Der Extrem-Minimalismus ist der Typ unter den Minimalismus-Typen, der die Gemüter erhitzt und die Meinungen spaltet. Wo der extreme Minimalismus anfängt und wo er aufhört hängt natürlich auch von der Sichtweise des Betrachters ab. Für manch einen ist Minimal Mimi bereits eine extreme Minimalistin, für andere besitzt sie noch zu viele Möbel. Der bekannteste japanische Extremminimalist ist Fumio Sasaki. In Japan ist der Minimalismus weit verbreitet. Dort stammen die Futons her, die nach Gebrauch im Schrank verstaut werden können. Viele Japaner lieben eine leere Wohnung. Gleichzeitig ist Japan ein Land, in dem es viele elektronische Gadgets gibt und die Smart Home Lösungen wesentlich weiter entwickelt sind als in Deutschland. Der extreme Minimalismus wirkt auf viele Menschen befremdlich und auf einige sogar abschreckend. Die Dinge, die unser Leben leichter machen sucht man bei Extrem-Minimalisten vergeblich. Einige besitzen kein Bett oder keinen Kühlschrank, andere nur einen 2-Platten-Kocher. Die Gründe, warum ein Mensch sich entscheidet, so spartanisch zu leben, sind unterschiedlich. In einer leeren Wohnung ohne Fernseher oder Bücher bekämen Du und ich möglicherweise Beklemmungsgefühle. Extremminimalisten bekommen vermutlich eher dann Beklemmungsgefühle, wenn sie bis oben voll gestopfte Wohnungen sehen. Einige wollen nur vorübergehend an einem Ort bleiben und mit möglichst leichtem Gepäck unterwegs sein, andere fühlen sich von zu vielen Dingen schlicht und ergreifend überfordert. Anja gibt beispielsweise auf ihrem Channel Hypersensibilität, Neurodiveregenz oder Introvertiertheit als mögliche Gründe dafür an, dass ein stark reduziertes Leben den Alltag erleichtert. Der frugale Minimalist Auch wenn man sich darüber streiten kann, ob zuerst die Henne oder das Ei da war, so ist aus meiner Sicht der frugale Minimalist lediglich Minimalist, weil er Frugalist ist. Es gibt beim Frugalismus und Minimalismus einige Gemeinsamkeiten. Ein Unterschied ist jedoch, dass der Frugalist wenig kauft um viel zu sparen. Der Minimalist spart als Nebeneffekt, weil er wenig besitzen möchte. Zugleich kann ein Minimalist hochwertige Dinge, die lange halten kaufen, wenn er auf Nachhaltigkeit Wert legt und hierbei relativ wenig Geld sparen. Zumindest so lange, bis sich die Anschaffungen amortisieren. Ob ein Mensch sich als frugalen Minimalisten oder als minimalistischen Frugalisten sieht, hängt von seiner Akzentuierung und Fokussierung ab. Schlussendlich spielt es hier eine untergeordnete Rolle. Auf dem Channel von Valentina siehst Du das Leben einer minimalistisch lebenden Frugalistin. Der Nomade Der Nomade unter den Minimalisten ist häufig zugleich digitaler Nomade, d.h. er ist in der Lage seinen Lebensunterhalt ortsunabhängig zu verdienen. Allerdings ... <a title="Minimalismus-Typen" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/minimalismus-typen/" aria-label="Mehr Informationen über Minimalismus-Typen">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/01/window-3344407_1920-1024x683.jpg" alt="Auf dem Bild befindet sich ein Teil einer Couch sowie eines Bestelltisches. Auf dem Tisch befindet sich eine Vase mit Blumen, die im Mittelpunkt des Bildes steht. Im Hintergrund befindet sich der Ausblick ins Grüne." class="wp-image-405" width="266" height="177" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/01/window-3344407_1920-1024x683.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/01/window-3344407_1920-300x200.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/01/window-3344407_1920-768x512.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/01/window-3344407_1920-1536x1024.jpg 1536w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2023/01/window-3344407_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 266px) 100vw, 266px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/charloisporto-2014250/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3344407">Sandro Porto</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3344407">Pixabay</a></figcaption></figure>
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<p class="has-black-color has-text-color">Minimalismus scheint ein Trend zu sein, der immer mal wieder aufflackert. Viele Menschen leben diesen Lebensstil, jedoch in unterschiedlichen Ausprägungen. Sowohl die dahinter stehende Philosophie als auch die Art zu Leben unterscheiden sich. Im Laufe der Zeit haben sich unter dem Überbegriff Minimalismus mehrere Minimalismus-Typen herausgebildet. Diese Minimalismus-Typen sind jedoch nicht statisch. Zudem können die meisten Menschen sich keinem der Minimalismus-Typen zuordnen, vielmehr vereinen sie mehrere Typen in ihrem <a href="https://simpleandslowliving.de/was-ist-minimalismus/#more-379" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lebensstil</a>. <a href="https://www.estherloveslife.de/7-typen-von-minimalisten-welcher-minimalismustyp-bist-du/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier </a>findest du ebenfalls eine sehr gute Darstellung der Minimalismus-Typen.  Saltypeanut, eine Bloggerin und Youtuberin, die ich sehr inspirierend finde, hat die Typen als <a href="https://saltypeanut.blog/2021/03/16/minimalismus-persoenlichkeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minimalismus-Persönlichkeiten</a> bezeichnet.</p>



<span id="more-404"></span>



<h2 class="wp-block-heading has-black-color has-text-color">Der Lifestyle-Minimalist</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Der wohl Bekannteste unter den Minimalismus-Typen ist der Lifestyle-Minimalist. Vom Lifestyle-Minimalist findest Du viele Bilder in der Google-Suche, auf Pinterest, Instagram oder Facebook. Hier geht es vordergründig darum, eine aufgeräumte, durchgestylte Wohnung zu haben. Der Lifestyle-Minimalist zählt häufig die Gegenstände, die er hat und redet darüber, was er nicht hat. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Bei einigen Minimalisten, die auf You-Tube zu finden sind, begann die Minimalismus-Reise als Lifestyle-Minimalist. Erst im Verlauf der Reise kamen weitere Aspekte hinzu. Die Lifestyle-Minimalisten erkennt man auch an den vielen Aussortier-Videos, bei denen sie gefühlt keinen Schritt voran kommen, weil immer wieder sehr viele Dinge in die Wohnung einziehen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Diesen Struggle siehst Du bei <a href="https://www.youtube.com/@AgnesSedina/videos" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Agnes Sedina</a>, die eigentlich auf der Suche nach tiefgründigen Erlebnissen und dem Sinn des Lebens ist. Aber gerade am Anfang lebt sie den Minimalismus lediglich als Lifestyle, bis sich daraus neue Ziele und Ideen entwickeln. Mittlerweile ist sie mit ihrem Mann und vier Koffern nach Chile ausgewandert. Bis dahin konnte sie im Minimalismus mehr und mehr in die Tiefe gehen. Eine interessante Reise, die noch nicht zu Ende ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-black-color has-text-color">Der ästhetische Minimalist</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Der ästhetische Minimalist und der Lifestyle-Minimalist haben viel gemeinsam. Der ästhetische Minimalist achtet vordergründig auf das Erscheinungsbild seines Lifestyles. Das betrifft sowohl seine Wohnung als auch seine Kleidung. Der ästhetische Minimalist ist derjenige unter den Minimalismus-Typen, der bereit ist das meiste Geld für seinen Lifestyle auszugeben, wenn er dafür hochwertige Artikel erhält. Der ästhetische und Lifestyle-Minimalist sind diejenigen unter den Minimalismus-Typen, die zunächst nur optisch reduzieren. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Allerdings ist die optische Reduktion das für das Auge Sichtbare. Andere Beweggründe wie Simple Living, Entschleunigung oder der Wunsch nach mehr Zeit für Erlebnisse spielen meistens mit ein. Die wenigsten ästhetischen Minimalisten tun das ausschließlich, um ein optisches Ergebnis zu erzielen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Ein Beispiel für eine besonders ästhetische Wohnung findest du bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5ZnYWZXaxPc&amp;t=104s" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nordbewusst</a>. Auch hier ist die Ästhetik nicht die einzige Triebfeder. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-black-color has-text-color">Der nachhaltige Minimalist</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Der nachhaltige Minimalist ist derjenige unter den Minimalismus-Typen, der in erster Linie aus Gründen des Umweltschutzes und um Ressourcen zu schonen darauf verzichtet, viel zu besitzen oder Neues anzuschaffen. Werden Neuanschaffungen benötigt, so sieht sich der nachhaltige Minimalist zunächst auf dem Gebrauchtwarenmarkt um, bevor er zur Neuware greift. Wenn der nachhaltige Minimalist dennoch neue Dinge in sein Leben lässt, dann achtet er auf Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Unter den nachhaltigen Minimalisten befinden sich viele Veganer, die aus Umweltschutzgründen aber auch wegen des Tierwohls auf den Konsum tierischer Produkte verzichten. Diejenigen, die diesem Minimalismus-Typen angehören und nicht vegan leben, achten in der Regel streng auf die Herkunft tierischer Produkte. Nachhaltige Minimalisten engagieren sich für den Umweltschutz und gegen Lebensmittelverschwendung. Nachhaltige Minimalisten recyceln Produkte, bevor sie diese wegwerfen. Nachhaltige Minimalisten gehen mit keinem Trend mit, sondern leben ihr Leben, so wie sie es für sich mit ihrem Gewissen vereinbaren können.  </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Eine solche Minimalistin, die über ihr Leben blockt ist <a href="https://selinatur.de/blogs/blog" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Selinatur</a>. Auf <a href="https://www.youtube.com/@Selinatur" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Youtube </a>filmt sie beispielsweise den (Aus-)Bau ihres Wohnwagens. Sie macht wirklich sehr inspirierende Videos, fernab von jeden Trends und allen Lifestyles. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-black-color has-text-color">Der extreme Minimalist</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Extremminimalisten leben mit einem Minimum an Dingen. Die Wohnungen sind meist karg eingerichtet, manche Räume sind sogar gänzlich leer. Der Extrem-Minimalismus ist der Typ unter den Minimalismus-Typen, der die Gemüter erhitzt und die Meinungen spaltet. Wo der extreme Minimalismus anfängt und wo er aufhört hängt natürlich auch von der Sichtweise des Betrachters ab. Für manch einen ist <a href="https://www.youtube.com/@MinimalMimi" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Minimal Mimi</a> bereits eine extreme Minimalistin, für andere besitzt sie noch zu viele Möbel. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Der bekannteste japanische Extremminimalist ist <a href="https://www.youtube.com/watch?v=dYaxgVcgHLU" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fumio Sasaki</a>.  In Japan ist der Minimalismus weit verbreitet. Dort stammen die Futons her, die nach Gebrauch im Schrank verstaut werden können. Viele Japaner lieben eine leere Wohnung. Gleichzeitig ist Japan ein Land, in dem es viele elektronische Gadgets gibt und die Smart Home Lösungen wesentlich weiter entwickelt sind als in Deutschland. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Der extreme Minimalismus wirkt auf viele Menschen befremdlich und auf einige sogar abschreckend. Die Dinge, die unser Leben leichter machen sucht man bei Extrem-Minimalisten vergeblich. Einige besitzen kein Bett oder keinen Kühlschrank, andere nur einen 2-Platten-Kocher. Die Gründe, warum ein Mensch sich entscheidet, so spartanisch zu leben, sind unterschiedlich. In einer leeren Wohnung ohne Fernseher oder Bücher bekämen Du und ich möglicherweise Beklemmungsgefühle. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Extremminimalisten bekommen vermutlich eher dann Beklemmungsgefühle, wenn sie bis oben voll gestopfte Wohnungen sehen. Einige wollen nur vorübergehend an einem Ort bleiben und mit möglichst leichtem Gepäck unterwegs sein, andere fühlen sich von zu vielen Dingen schlicht und ergreifend überfordert.</p>



<p class="has-black-color has-text-color"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=jYWEOmKscl4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anja </a>gibt beispielsweise auf ihrem Channel Hypersensibilität, Neurodiveregenz oder Introvertiertheit als mögliche Gründe dafür an, dass ein stark reduziertes Leben den Alltag erleichtert. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-black-color has-text-color">Der frugale Minimalist</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Auch wenn man sich darüber streiten kann, ob zuerst die Henne oder das Ei da war, so ist aus meiner Sicht der frugale Minimalist lediglich Minimalist, weil er Frugalist ist. Es gibt beim Frugalismus und Minimalismus einige Gemeinsamkeiten. Ein Unterschied ist jedoch, dass der Frugalist wenig kauft um viel zu sparen. Der Minimalist spart als Nebeneffekt, weil er wenig besitzen möchte. Zugleich kann ein Minimalist hochwertige Dinge, die lange halten kaufen, wenn er auf Nachhaltigkeit Wert legt und hierbei relativ wenig Geld sparen. Zumindest so lange, bis sich die Anschaffungen amortisieren. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Ob ein Mensch sich als frugalen Minimalisten oder als minimalistischen Frugalisten sieht, hängt von seiner Akzentuierung und Fokussierung ab. Schlussendlich spielt es hier eine untergeordnete Rolle. Auf dem Channel von <a href="https://www.youtube.com/@minimalfrugal-finanziellef9797" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Valentina</a> siehst Du das Leben einer minimalistisch lebenden Frugalistin. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-black-color has-text-color">Der Nomade</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Der Nomade unter den Minimalisten ist häufig zugleich digitaler Nomade, d.h. er ist in der Lage seinen Lebensunterhalt ortsunabhängig zu verdienen. Allerdings gibt es auch minimalistische Nomaden, die ihren Unterhalt konventionell, beispielsweise über Work and Travel verdienen. Einige Minimalisten leben diese Form dauerhaft, andere kehren beispielsweise zurück nach Deutschland, um sich Geld für weitere Reisen zu verdienen. Ich hatte vor Jahren mal einen Kollegen, der lediglich zwei Jahre hier gelebt hat, um sich genügend Geld für eine neue Indien-Reise zusammenzusparen. Beliebte Reiseziele sind natürlich Länder mit niedrigeren Lebenshaltungskosten, als es in Deutschland der Fall ist. Nur so kann es in relativ kurzer Zeit gelingen, sich eine ausreichende Summe für eine längere Reise zu ersparen.  In der Zeit, in der er hier gelebt hat, bewohnte er ein möbliertes, günstiges Apartment und fuhrt einen günstigen Gebrauchtwagen. Dieser Minimalismus-Typ entspricht in weiten Teilen dem klassischen Aussteiger. </p>



<h2 class="wp-block-heading has-black-color has-text-color">Mischformen der Minimalismus-Typen</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Die meisten Minimalisten können keinem bestimmten Typ eindeutig zugeordnet werden, vielmehr praktizieren sie eine Mischung aus den verschiedenen Minimalismus-Typen. <a href="https://www.youtube.com/@lukejaque-rodney" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Luke Jaque-Rodney</a> ist ein sehr bekannter Repräsentant des Minimalismus und Frugalismus. Gleichzeitig lebt er sehr nachhaltig und gesund. Er repräsentiert zugleich eine sehr ausgewogene Mischung der verschiedenen Minimalismus-Typen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Allerdings verfolgt er keinen bestimmten Lifestyle, sondern hat quasi seinen eigenen Lifestyle erfunden. Luke kauft nachhaltig und in Bio-Qualität, er hat zugleich einen Interior-Geschmack, der viele anspricht. So gelingt es ihm ein großes Publikum zu erreichen. Auch als Veganer rutscht er nicht in die Extreme ab, sondern präsentiert sich lediglich als gutes Vorbild. Dennoch zeigt er weniger allgemeingültigen Mainstream-Lifestyle, weshalb er wesentlich weniger Abonnenten hat als beispielsweise Agnes Sedina.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading has-black-color has-text-color">Die Zuordnung zu den Minimalismus-Typen</h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Die Minimalismus-Typen beschreiben prinzipiell die Beweggründe, warum jemand diesen Lebensstil praktiziert und in den meisten Fällen auch, wie er diesen Lifestyle umsetzt. Du wirst dich wahrscheinlich in mehren Minimalismus-Typen wiederfinden. Das ist völlig in Ordnung und normal. Die Zuordnung zu den Minimalismus-Typen ist nicht statisch. Du entwickelst dich permanent weiter und deswegen entfallen einige Aspekte oder es kommen neue hinzu.</p>



<p class="has-black-color has-text-color">Du konntest Dich in den Minimalismus-Typen nicht wiedererkennen? Das ist nicht weiter schlimm, möglicherweise gehörst du keinem der genannten Minimalismus-Typen an, sondern vereinst mehrere in Dir oder Du lebst Dein Leben genauso wie es Dir und Deinen Vorstellungen entspricht. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Prinzipiell ist es schwierig Menschen, beziehungsweise menschliches Verhalten oder Lebenseinstellungen zu kategorisieren. Wir sind alle Individualisten, die sich schwer Kategorien oder Minimalismus-Typen zuordnen lassen. Aber möglicherweise liefern die Minimalismus-Typen dir Hinweise auf welche Aspekte zu künftig mehr Wert legen möchtest. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Ich würde mich prinzipiell fast allen Minimalismus-Typen zuordnen, abgesehen vom Nomaden. Ich bin ein durchaus heimatsbezogener Mensch, der gerne Urlaube in der Natur verbringt. Ich muss dafür jedoch nicht weit weg fahren oder fliegen, Möglicherweise wird dieses Verhalten auch durch meine Hunde beeinflusst. Mein älterer Hund hat zwar keinerlei Probleme mit Autofahren, fühlt sich jedoch in fremden Umgebungen unwohl. Meine jüngere Hündin wird schon reisekrank, wenn sie nur ein Auto sieht und schafft nur Kurzstrecken. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Niemals käme ich auf die Idee, ihr eine mehrstündige Autoreise zuzumuten, wenn es hier in der Umgebung noch so viel zu entdecken gibt. Davon abgesehen, widme ich mich in meinem Urlaub meinen Hobby, dem Nähen und Malen, Dinge, für die ich Ruhe benötige.</p>
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		<title>Was ist Minimalismus?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2022 22:48:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Minimalismus ist etwas mit dem jeder Mensch irgend etwas verbindet. Die meisten Menschen haben sofort ein inneres Bild vor ihren Augen. Sie sehen dabei zumeist karge und kalte Wohnräume, die den Charme einer Gefängniszelle haben. Nicht selten wird Minimalismus mit Askese gleichgesetzt. Damit werden den des Minimalismus und der Askese zugrunde liegenden Annahmen jedoch Unrecht getan. Was ist Minimalismus? Minimalismus ist die freiwillige Reduktion der materiellen Dinge auf das Notwendigste. Auch wenn der Minimalismus als Gegentrend zur Konsumgesellschaft immer mehr an Beliebtheit gewinnt, liegen die Ursprünge des heute existierenden Minimalismus bereits in den 1960er Jahren. Er war damals die Gegenbewegung zum abstrakten Expressionismus. Wenn Du die Bilder des abstrakten Expressionismus nicht kennst, schau Dir gerne ein paar Bilder im Internet an. Allerdings wirken die überladenen, farben- und formenfrohen Bilder auf den Betrachter teilweise etwas verstörend oder zumindest irritierend. Im Gegensatz dazu setzte der Minimalismus in der Kunst auf klare, geometrische Formen, Einfachheit und Reduktion. Seit wann gibt es Minimalismus? Der erste überlieferte Minimalist scheint Diogenes zu sein. Dieser stammte zwar aus reichem Hause, war jedoch überzeugt davon, dass Besitz und Reichtum nicht zu mehr Glück führen würden. Unabhängig davon, ob Diogenes tatsächlich existierte oder nicht, folgten in den kommenden Jahrhunderten einige bekannte Menschen seinem Vorbild, wenngleich auch nicht in den extremsten Ausprägungen. Bei einigen Vertreten, wie bei Franziskus von Assisi, liegt der Verdacht nahe, dass andere Gründe als Askese oder Minimalismus zu dem Lebenswandel der Betroffenen geführt haben könnte. Wenn heutzutage sich jemand in Lumpen kleidet, barfuß läuft und von Gotteserscheinungen berichtet, dann wird diese Person früher oder später Bekanntschaft mit einem Facharzt für Psychiatrie machen. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass es sich entweder um eine Überlieferung (die verfälscht wurde) handelt oder um ein Gleichnis. Franziskus ist nicht nur ein minimalistischer Vorreiter, sondern auch Schutzpatron der Armen, der Blinden und der Tiere. Weitere bekannte Persönlichkeiten wie Leo Tolstoi oder Henry David Thoreau lebten ebenfalls in einer selbst gewählten Einfachheit, die bei ihren Mitmenschen nicht immer auf Verständnis stieß. Im 21. Jahrhundert wurde die Minimalismus-Bewegung unter anderem durch Joshua Becker ins Leben gerufen. Der &#8222;Simplify&#8220;-Trend aus den USA kam Anfang der 2000er Jahre nach Deutschland. Bekannt gemacht hat ihn Werner Tiki Küstenmacher mit seinem Bestseller &#8222;Simplify your Life&#8220;. Was ist Askese? Prinzipiell geht es bei der Askese wie beim Minimalismus ebenfalls um Verzicht. Bei der Askese ist der Verzicht allerdings religiös oder philosophisch orientiert. Es wird nicht nur auf der Teilnahme am Kapitalismus verzichtet, sondern es wird ebenfalls auf Dinge oder Tätigkeiten verzichtet, die dem reinen Vergnügen dienen. Dieser Verzicht soll dazu dienen, höhere Ziele zu erreichen oder um den Charakter zu formen. Zugleich geht mit dem Verzicht auf Vergnügen das Erreichen gewisser Tugenden einher. Es wird davon ausgegangen, dass der Verzicht auf irdische Güter zu einem besseren Dasein im Jenseits führen wird. Ich persönlich bin nicht sicher, ob es ein Jenseits überhaupt gibt und ich habe natürlich überhaupt keine Vorstellung davon, wie es dort aussehen könnte. Aber falls es ein Leben nach dem Tod gibt, dann wird dieses Leben nicht mit diesem stofflichen Leben auf der Erde gemein haben. Wir werden so oder so ohne unsere Besitztümer von der Erde gehen. Was unterscheidet den Minimalismus von der Askese? Beim Minimalismus und der Askese wird auf den Besitz irdischer Güter und auf menschliche Genüsse verzichtet. Nicht gänzlich aber in weiten Teilen. Beim Minimalismus wird der Fokus auf materielle Güter gelegt. Bei der Askese wird auch auf Wollust oder üppige Nahrungsaufnahme verzichtet. In manchen Fällen wird zeitweise sogar gefastet, um eine höhere Bewusstseinsstufe zu erreichen. Die Askese ist häufig als religiöse Ausprägung vorzufinden. Der Minimalismus hingegen ist zunächst frei von religiöser, politischer oder philosophischer Weltanschauung. Allerdings verzichten die meisten Minimalisten dennoch nicht auf eine politische Haltung oder eine Ansicht zum Umweltschutz. Allerdings besteht diese Haltung trotz des Minimalismus und nicht aus diesem heraus, wie es bei der Askese der Fall ist. Dürfen Minimalisten nur 100 Dinge besitzen? Da es keine staatlich anerkannten Minimalisten gibt, gibt es auch keine Voraussetzungen, ab wann ein Mensch sich selbst oder andere Menschen ihn Minimalist nennen dürfen wird der Begriff nicht selten inflationär eingesetzt. Es gibt durchaus Minimalisten, die auch weniger als 100 Dinge besitzen, die meisten dürften jedoch weit mehr als 100 Gegenstände besitzen. In Deutschland besitzen die Menschen derzeit rund 10.000 Dinge. Vor etwa 100 Jahren waren es lediglich 180 Gegenstände. Das ist das 55,55-fache an Gegenständen, die wir jetzt 100 Jahre später durchschnittlich besitzen. Durchschnittlich bedeutet, dass hierbei auch Menschen berücksichtigt wurden, die lediglich 100 Gegenstände besitzen ebenso wie die, die 50.000 Dinge in ihrem Haushalt aufbewahren. Soll ich jetzt meinen Besitz zählen? Du kannst gerne Deinen Besitz zählen und inventarisieren. Aber würde es Dich wirklich weiter bringen, wenn Du eine Zahl auf einem Stück Papier hast? Würdest Du dich je nach Ergebnis besser oder schlechter fühlen? Mal angenommen Du würdest Deine Wohnung komplett auf den Kopf stellen und alles zählen, was sich darin befindet und die kämst auf 7000 Dinge. Das ist nur knapp unter dem Durchschnitt und Du wirst Dich dabei nicht sonderlich gut fühlen. Wenn Du aber all diese Dinge beruflich oder für ein Hobby benötigst und nutzt, sind sie dann wirklich überflüssig? Stell Dir vor Du zählst Deine Dinge durch und kommst auf lediglich 300 Gegenstände. Darunter aber beispielsweise drei Pfannen in der gleichen Größe. Du fühlst dich kurz gut, weil Du nur wenig besitzt, musst aber früher oder später feststellen, dass es die falschen Dinge sind. Du merkst schon, worauf ich hinaus möchte: es muss stimmig sein. Dein Lebensstil muss zu Deinen Bedürfnissen passen. Da kann Dir niemand von außen vorschreiben, wie Minimalismus auszusehen hat. Wie finde ich heraus, was ich brauche und was nicht? Die Dinge, die Du brauchst sind sicher ganz andere Dinge als die, die ich benötige, um meinen Alltag zu bewältigen. Du wirst vermutlich schneller herausfinden, welche Dinge Du nicht benötigst. Das sind die Dinge, die Du immer wieder hin und her räumst, die keinen richtigen Platz haben und die, auf denen sich eine Staubschicht befindet. Dinge, die Du beim Aufräumen findest, ... <a title="Was ist Minimalismus?" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/was-ist-minimalismus/" aria-label="Mehr Informationen über Was ist Minimalismus?">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/bedroom-5772286_1920-1024x683.jpg" alt="Auf dem Bild befindet sich ein Zimmer, in dem sich ein Bett und ein Nachtschrank befinden. An der Wand hängen Bilder. Raum ist lichtdurchflutet, die Türen zum Balkon sind offen." class="wp-image-380" width="467" height="311" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/bedroom-5772286_1920-1024x683.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/bedroom-5772286_1920-300x200.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/bedroom-5772286_1920-768x512.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/bedroom-5772286_1920-1536x1024.jpg 1536w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/12/bedroom-5772286_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 467px) 100vw, 467px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/stubaileyphoto-19245286/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=5772286">Stuart Bailey</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=5772286">Pixabay</a></figcaption></figure>
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<p class="has-black-color has-text-color">Minimalismus ist etwas mit dem jeder Mensch irgend etwas verbindet. Die meisten Menschen haben sofort ein inneres Bild vor ihren Augen. Sie sehen dabei zumeist karge und kalte Wohnräume, die den Charme einer Gefängniszelle haben. Nicht selten wird Minimalismus mit Askese gleichgesetzt. Damit werden den des Minimalismus und der Askese zugrunde liegenden Annahmen jedoch Unrecht getan.</p>



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<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading"><strong>Was ist Minimalismus?</strong></h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Minimalismus ist die freiwillige Reduktion der materiellen Dinge auf das Notwendigste. Auch wenn der Minimalismus als Gegentrend zur Konsumgesellschaft immer mehr an Beliebtheit gewinnt, liegen die Ursprünge des heute existierenden Minimalismus bereits in den 1960er Jahren. Er war damals die <a href="https://www.badenova.de/blog/minimalismus/#Minimalismus2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gegenbewegung </a>zum abstrakten Expressionismus. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Wenn Du die Bilder des abstrakten Expressionismus nicht kennst, schau Dir gerne ein paar Bilder im Internet an. Allerdings wirken die überladenen, farben- und formenfrohen Bilder auf den Betrachter teilweise etwas verstörend oder zumindest irritierend. Im Gegensatz dazu setzte der Minimalismus in der Kunst auf klare, geometrische Formen, Einfachheit und Reduktion. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading"><strong>Seit wann gibt es Minimalismus?</strong></h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Der erste überlieferte Minimalist scheint Diogenes zu sein. Dieser stammte zwar aus reichem Hause, war jedoch überzeugt davon, dass Besitz und Reichtum nicht zu mehr Glück führen würden. Unabhängig davon, ob Diogenes tatsächlich existierte oder nicht, folgten in den <a href="https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/23950-rtkl-kein-neuer-trend-weniger-war-schon-immer-mehr-eine-kurze-geschichte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kommenden Jahrhunderten</a> einige bekannte Menschen seinem Vorbild, wenngleich auch nicht in den extremsten Ausprägungen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Bei einigen Vertreten, wie bei Franziskus von Assisi, liegt der Verdacht nahe, dass andere Gründe als Askese oder Minimalismus zu dem Lebenswandel der Betroffenen geführt haben könnte. Wenn heutzutage sich jemand in Lumpen kleidet, barfuß läuft und von Gotteserscheinungen berichtet, dann wird diese Person früher oder später Bekanntschaft mit einem Facharzt für Psychiatrie machen. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass es sich entweder um eine Überlieferung (die verfälscht wurde) handelt oder um ein Gleichnis. Franziskus ist nicht nur ein minimalistischer Vorreiter, sondern auch Schutzpatron der Armen, der Blinden und der Tiere. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Weitere bekannte Persönlichkeiten wie Leo Tolstoi oder Henry David Thoreau lebten ebenfalls in einer selbst gewählten Einfachheit, die bei ihren Mitmenschen nicht immer auf Verständnis stieß.</p>



<p class="has-black-color has-text-color">Im 21. Jahrhundert wurde die Minimalismus-Bewegung unter anderem durch Joshua Becker ins Leben gerufen. Der &#8222;Simplify&#8220;-Trend aus den USA kam Anfang der 2000er Jahre nach Deutschland. Bekannt gemacht hat ihn Werner Tiki Küstenmacher mit seinem Bestseller &#8222;Simplify your Life&#8220;. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading"><strong>Was ist Askese?</strong></h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Prinzipiell geht es bei der Askese wie beim Minimalismus ebenfalls um Verzicht. Bei der Askese ist der Verzicht allerdings religiös oder philosophisch orientiert. Es wird nicht nur auf der Teilnahme am Kapitalismus verzichtet, sondern es wird ebenfalls auf Dinge oder Tätigkeiten verzichtet, die dem reinen Vergnügen dienen. Dieser Verzicht soll dazu dienen, höhere Ziele zu erreichen oder um den Charakter zu formen. Zugleich geht mit dem Verzicht auf Vergnügen das Erreichen gewisser Tugenden einher. Es wird davon ausgegangen, dass der Verzicht auf irdische Güter zu einem besseren Dasein im Jenseits führen wird. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Ich persönlich bin nicht sicher, ob es ein Jenseits überhaupt gibt und ich habe natürlich überhaupt keine Vorstellung davon, wie es dort aussehen könnte. Aber falls es ein Leben nach dem Tod gibt, dann wird dieses Leben nicht mit diesem stofflichen Leben auf der Erde gemein haben. Wir werden so oder so ohne unsere Besitztümer von der Erde gehen. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading"><strong>Was unterscheidet den Minimalismus von der Askese?</strong></h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Beim Minimalismus und der Askese wird auf den Besitz irdischer Güter und auf  menschliche Genüsse verzichtet. Nicht gänzlich aber in weiten Teilen. Beim Minimalismus wird der Fokus auf materielle Güter gelegt. Bei der Askese wird auch auf Wollust oder üppige Nahrungsaufnahme verzichtet. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">In manchen Fällen wird zeitweise sogar gefastet, um eine höhere Bewusstseinsstufe zu erreichen. Die Askese ist häufig als religiöse Ausprägung vorzufinden. Der Minimalismus hingegen ist zunächst frei von religiöser, politischer oder philosophischer Weltanschauung. Allerdings verzichten die meisten Minimalisten dennoch nicht auf eine politische Haltung oder eine Ansicht zum Umweltschutz. Allerdings besteht diese Haltung trotz des Minimalismus und nicht aus diesem heraus, wie es bei der Askese der Fall ist.</p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading"><strong>Dürfen Minimalisten nur 100 Dinge besitzen?</strong></h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Da es keine staatlich anerkannten Minimalisten gibt, gibt es auch keine Voraussetzungen, ab wann ein Mensch sich selbst oder andere Menschen ihn Minimalist nennen dürfen wird der Begriff nicht selten inflationär eingesetzt. Es gibt durchaus Minimalisten, die auch weniger als 100 Dinge besitzen, die meisten dürften jedoch weit mehr als 100 Gegenstände besitzen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">In Deutschland besitzen die Menschen derzeit rund <a href="https://monkee.rocks/blog/minimalistisch-wohnen/#:~:text=Im%20Schnitt%20hat%20jeder%20von,Dinge%20in%20einem%20deutschen%20Haushalt." target="_blank" rel="noreferrer noopener">10.000 Dinge</a>. Vor etwa 100 Jahren waren es lediglich 180 Gegenstände. Das ist das 55,55-fache an Gegenständen, die wir jetzt 100 Jahre später durchschnittlich besitzen. Durchschnittlich bedeutet, dass hierbei auch Menschen berücksichtigt wurden, die lediglich 100 Gegenstände besitzen ebenso wie die, die 50.000 Dinge in ihrem Haushalt aufbewahren. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading"><strong>Soll ich jetzt meinen Besitz zählen?</strong></h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Du kannst gerne Deinen Besitz zählen und inventarisieren. Aber würde es Dich wirklich weiter bringen, wenn Du eine Zahl auf einem Stück Papier hast? Würdest Du dich je nach Ergebnis besser oder schlechter fühlen? Mal angenommen Du würdest Deine Wohnung komplett auf den Kopf stellen und alles zählen, was sich darin befindet und die kämst auf 7000 Dinge. Das ist nur knapp unter dem Durchschnitt und Du wirst Dich dabei nicht sonderlich gut fühlen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Wenn Du aber all diese Dinge beruflich oder für ein Hobby benötigst und nutzt, sind sie dann wirklich überflüssig? Stell Dir vor Du zählst Deine Dinge durch und kommst auf lediglich 300 Gegenstände. Darunter aber beispielsweise drei Pfannen in der gleichen Größe. Du fühlst dich kurz gut, weil Du nur wenig besitzt, musst aber früher oder später feststellen, dass es die falschen Dinge sind.</p>



<p class="has-black-color has-text-color">Du merkst schon, worauf ich hinaus möchte: es muss stimmig sein. Dein Lebensstil muss zu Deinen Bedürfnissen passen. Da kann Dir niemand von außen vorschreiben, wie Minimalismus auszusehen hat. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading"><strong>Wie finde ich heraus, was ich brauche und was nicht?</strong></h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Die Dinge, die Du brauchst sind sicher ganz andere Dinge als die, die ich benötige, um meinen Alltag zu bewältigen. Du wirst vermutlich schneller herausfinden, welche Dinge Du nicht benötigst. Das sind die Dinge, die Du immer wieder hin und her räumst, die keinen richtigen Platz haben und die, auf denen sich eine Staubschicht befindet. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Dinge, die Du beim Aufräumen findest, und von denen Du nicht einmal wusstest, dass du sie besitzt, gehören ebenfalls dazu. Dinge, die Du nicht benötigst, behindern Dich eher in Deinem Leben, als dass sie dir nutzen. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Wenn Du einen Gegenstand in mehreren Ausführungen besitzt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Du nicht alle benötigst. In welchem Haushalt werden zeitgleich mehrere Dosenöffner gleichzeitig benutzt? Wie viele Servierkellen und Pfannenwender besitzt Du?</p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading"><strong>Wie finde ich heraus, was ich behalten soll?</strong></h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Wenn Du unsicher bist, was Du in Deinem Haushalt benötigst, dann schnapp Dir einen Karton oder eine Box. Packe die Sachen, von denen Du denkst, dass sie überflüssig sein könnten, ein. Pack die Kiste auf Seite und versuche mit den verbleibenden Sachen klarzukommen. Wenn Du zum Beispiel fünf Pfannenwender hast, pack vier weg. Deinen Liebligspfannenwender behältst Du natürlich. Jeder hat einen Lieblingspfannenwender. Wenn er mehrere hat. Ich hatte tatsächlich immer nur zeitgleich einen. Den ersten habe ich von meinen Eltern mitgenommen beim Auszug. Er war aus Plastik und hat irgendwann angefangen zu bröseln.</p>



<p class="has-black-color has-text-color">Wenn Du die Kisten eine Zeit lang ungenutzt zur Seite gestellt hast, kannst Du den Inhalt verkaufen oder verschenken.  Brauchbare Dinge solltest Du der Umwelt zuliebe niemals weg werfen. Es gibt immer jemanden, der sich über das, was Du nicht benötigst, freut. <a href="https://simpleandslowliving.de/entruempeln-auf-nachhaltige-art/#more-221">Hier </a>erfährst Du, wie man nachhaltig entrümpelt.</p>



<p class="has-black-color has-text-color">So kannst Du nach und nach Deine Wohnung ausdünnen. Wenn sich viele Dinge in Deiner Wohnung befinden, bedeutet das auch, dass Du sich um diese Dinge kümmern musst. Du musst sie wegräumen, säubern und sie reparieren. </p>



<h2 class="has-black-color has-text-color wp-block-heading"><strong>Welche Vorteile bietet Minimalismus?</strong></h2>



<p class="has-black-color has-text-color">Für die meisten Menschen beginnt der Einstieg in den Minimalismus mit viel Arbeit. Häufig wird davon ausgegangen, dass zuerst ausgemistet werden muss. Das ist allerdings so nicht haltbar. Natürlich besitzen Minimalisten nur das für sie notwendigste. Allerdings bezieht sich die Philosophie hinter dem Minimalismus auch auf das Konsumverhalten. Aus diesem Grund ist es vollkommen legitim, wenn Du Dinge, für die Du Geld ausgegeben hast, behältst. Manche Dinge gehen nach einer gewissen Nutzungsdauer sowieso kaputt.</p>



<p class="has-black-color has-text-color">Das beste Beispiel bietet der Pfannenwender, den ich von meinen Eltern mitgenommen habe. Ich habe noch Kinderfotos, auf denen ich mit diesem Pfannenwender zu sehen war, weil ich damit gespielt habe. Dieser Pfannenwender wurde folglich mindestens 30 Jahre alt, bis das Plastik spröde und bröselig wurde.</p>



<p class="has-black-color has-text-color"></p>



<p class="has-black-color has-text-color">Wenn Du bereits einige Dinge aussortiert hast, wirst Du merken, dass mehr Platz für weniger Dinge viele Vorteile bietet. Eine Küchenschublade, die nicht bis oben hin vollgestopft ist, ist wesentlich übersichtlicher. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Du sparst zudem Zeit, weil Du die Sachen nicht sortieren, suchen und putzen musst. Der Minimalismus kann zudem dafür sorgen, dass Du Geld sparst. Das muss jedoch nicht so sein. Wenn Du bislang viele günstige Dinge gekauft hast und jetzt stattdessen wenige aber hochwertige und hochpreisige Produkte kaufst, kann sich das preislich die Waage halten. Minimalismus kann je nachdem, wie Du ihn leben möchtest, zu Beginn sogar teurer sein, bis sich die Anschaffung teuer, langlebiger Produkte amortisiert. </p>



<p class="has-black-color has-text-color">Dein Leben wird durch den Minimalismus wesentlich unbeschwerter und unkomplizierter. Du brauchst nicht mehr allen Trends nachzujagen und kannst Dich auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentrieren. Du kannst Dich auf die Menschen, die Dir wichtig sind konzentrieren und Deine Kraft für Deine Hobbys einsetzen. </p>



<p></p>



<p class="has-black-color has-text-color">Minimalismus bedeutet nur das Notwendigste zu besitzen. Der Fokus liegt auf den Dingen, die man wirklich benötigt. Überflüssiges hat kein Platz beim Minimalismus. Das bedeutet jedoch nicht, dass man allem entsagen muss oder sich opfert wie bei der Askese. Es handelt sich beim Minimalismus vielmehr um eine Besinnung auf die Dinge, die uns wirklich wichtig sind. Minimalisten entsagen dem Konsum meist nicht vollkommen. Ausgaben werden jedoch gezielt und überlegt getätigt. Unter Umständen werden weitere Aspekte wie der Umwelt- oder Tierschutz in die Kaufentscheidungen einbezogen. Aus diesem Grund greifen eine Minimalisten bei Neuanschaffungen für ihren Haushalt auf gebrauchte oder nachhaltig produzierte Artikel zurück. </p>
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		<title>Impulskäufe stoppen</title>
		<link>https://simpleandslowliving.de/impulskaeufe-stoppen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 20:05:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Impulskäufe stoppen ist eine Aufgabe, die sich leichter anhört als sie ist. Wie der Begriff Impulskauf bereits sagt, geschieht dies aus einem Impuls heraus, es geschieht also plötzlich und ohne Vorwarnung. Wir werden von dem Drang etwas zu kaufen übermannt und geben diesem Drang unmittelbar nach. Warum konsumieren wir? Konsum ist allgegenwärtig. Wir konsumieren in der Regel mehrfach täglich. Zum Konsum zählen nicht nur Wirtschaftsgüter, sondern auch Medien oder Kunst. Zum Konsum gehören Nahrung, Getränke aber auch Strom oder Wasser. Im Idealfall konsumieren wir, wenn wir etwas wirklich benötigen. Vieles was wir konsumieren, verbrauchen wir. Das ist beispielsweise beim Konsum von Toilettenpapier der Fall. Wir kaufen aber im Alltag auch viele Dinge, die wir nicht unmittelbar und existenziell benötigen. In der Regel, weil wir uns vom Vorgang des Kaufens oder vom Besitz des Artikels etwas versprechen. In der Regel ist uns das Warum allerdings nicht bewusst. Der Unterschied zwischen Konsumenten und Verbrauchern. An dieser Stelle könnte man zwischen Konsumenten und Verbrauchern unterscheiden. Der Konsument konsumiert, d.h. er kauft Dinge aus verschiedenen Beweggründen, meist jedoch nicht aus der Not des Benötigens. Dies geschieht nicht selten aus emotionalen Beweggründen. Der Konsument trifft Kaufentscheidungen aus dem Bauch heraus, er geht also aus emotionalen Gründen shoppen. Der Verbraucher kauft Dinge, weil er sie ge- oder verbrauchen möchte. In seine Kaufentscheidungen fließen fast ausschließlich rationale Gründe ein. Bei diesen Käufen empfinden alle Menschen relativ selten Glücksgefühle. Es mag Menschen geben, die sich außerordentlich über den Kauf von Kernseife zur Fleckenentfernung freuen. In den meisten Fällen tun wir das nicht, weil die Kernseife schlicht und ergreifend gebraucht wird. Wir machen uns keine Freude damit, sondern benötigen die Seife für die Hausarbeit. Der emotionale Konsument Für viele Menschen ist Einkaufen eine Belohnung. Für eine erfolgreiche Woche, für eine bestandene Prüfung und vielerlei anderen Gründen, der menschliche Geist ist diesbezüglich erfinderisch. Entgegengesetzt zur Belohnung shoppen einige Menschen, um Frust zu kompensieren. Zum einen bietet das Einkaufserlebnis sowohl online als auch im Ladengeschäft Abwechslung und Ablenkung, zum anderen hält man etwas reales, spürbares in den Händen, das einem verspricht einen glücklich zu machen. Wir haben ein Erfolgserlebnis. Der dritte Beweggrund für emotionales Einkaufen ist der Jagd- und Sammlertrieb. Menschen lieben Trophäen. Sie vermitteln Potenz, Macht und Überlegenheit. Während wir früher zum Protzen einen großen Bären erlegt haben, sind wir mittlerweile viel zu verweichlicht und natürlich zu zivilisiert, um auf eine solche primitive Art und Weise zu konkurrieren. Vor 200 Jahren haben wir also Macht, Kompetenz, Geschick, Intelligenz und Kraft daran festgemacht, was von unseren eigenen Händen erlegt wurde. Damit jeder Besucher die Story mit dem Riesenbären glaubt, wurden die Köpfe im Wohnzimmer dekorativ aufgehängt. Die Macht der Statussymbole Heute sind solche Statussymbole aus gutem Grund aus Tierschutzgründen verpönt. Was nicht bedeutet, dass es nicht noch immer Menschen gibt, die mit Jagdtrophäen in ihre Wohnungen schmücken. Heute sind es vielmehr die intellektuellen oder unternehmerischen Leistungen, mit denen Menschen sich messen. Da dies eine abstrakte Größe ist, lassen sich Intelligenz und andere intellektuelle (Dienst-)Leistungen nur an der Summe berechnen, die uns für dieses (Fach-)Wissen als Entlohnung zur Verfügung gestellt wird. Da Geld jedoch an sich auch eine virtuelle oder abstrakte, also nicht greifbare Größe ist, wird in Lifestyle oder Luxusartikel investiert, um diese erbrachten Leistungen nach außen sichtbar zu machen. In diesem Fall dient der Konsum eindeutig dem Prestige. Menschen, die wenig Wert auf Ansehen und Macht legen, konsumieren aus andren Gründen. Im seltensten Fall wird das Konsumierte tatsächlich benötigt, weil es wie schon gesagt entweder unnötig oder bereits im Überfluss vorhanden ist. Implulskäufe als Bewältigungsstrategie Bei diesen Käufen handelt es sich meistens Impulskäufe, die dann getätigt werden, wenn die individuelle Stimmungslage entweder besonders gut oder besonders schlecht ist. In der Regel wird hier der Konsum betrieben, um Bedürfnisse nach Schutz, Nähe, Trost, Geborgenheit oder Liebe zu kompensieren. Das kann natürlich kein Gegenstand dieser Welt. Nach einem kurzen Hoch nach dem Kauf wird dieser Frustkauf entweder bereut oder verdrängt. Im Gedächtnis bleibt jedoch das kurzfristige Hoch, die Entlastung, die nach einem Kauf entstanden ist. Die Gründe aus denen gekauft wird, sind also individuell und kompensieren oft die wahren Bedürfnisse, die derzeit aus verschiedenen Gründen nicht befriedigt werden können. Konsum aus rationalen Gründen Kennst Du die Menschen, die keine Gelüste oder Sehnsüchte zu haben scheinen? Die erst dann einkaufen müssen, wenn es sehr eng wird? Menschen, die noch immer ihren DVD-Player nutzen statt Filme zu streamen, weil dieser noch funktioniert. Diese Menschen gehören auch zu den rationalen Konsumenten. Der rationale Konsument ist für Werbung schwerer zu erreichen. Der rationale Konsument wählt, vergleicht und wägt ab, Impulskäufe sind im fremd. Nicht selten greift der rationale Konsument zu fair hergestellten Waren oder kauft Dinge gebraucht. Er ist Mainstream- und Lifestyleargumenten nur schwer zugänglich und die Meinung anderer Menschen interessiert ihn nicht wirklich. Kann ich zum rationalen Konsumenten werden? Ja und Nein. Du kannst lernen, deine Impulse so weit zu beherrschen, dass sie dich nicht beherrschen. Du musst herausfinden, wann Deine schwachen Momente sind und der Kaufimpuls einsetzt. Analysiere Dein Kaufverhalten und setzte an der Stelle an, an der der Impuls die Kontrolle übernimmt. Wenn Du Dein eignes Konsumverhalten als störend und pathologisch einstufst, dann lösche alle Shopping-Apps von Deinem Handy. Ignoriere Sales und Aktionen wie die &#8222;Black Friday&#8220; Rabattaktionen. Wenn Du ehrgeizig bist, kannst Du mit einer No Buy Challenge starten. Bei dieser Challenge beschränkst Du Deinen Konsum auf Lebensmittel und Hygieneartikel. Erarbeite dir eine Einstellung zu Dir selbst und zu Deinem Leben, die es Dir erlaubt unabhängig von der Meinung anderer zu agieren. Das ist schwierig und anstrengend, weil es immer wieder Menschen geben wird Impulskäufe stoppen Du kannst Impulskäufe stoppen, indem Du dich selbst überlistest und beispielsweise deine bargeldlosen Zahlungsmittel zuhause lässt. Zu den bargeldlosen Zahlungsmitteln gehören neben Kredit- und EC-Karten auch Dienste wie Apple Pay oder Bankings Apps, die diese Funktion anbieten. In diesem Fall müsstest Du auch dein Smartphone zuhause lassen. Du kannst aufhören online oder in Geschäften zu stöbern, wenn Du eigentlich nichts benötigst. Vor allen Dingen solltest Du die Newsletter-Abos kündigen, die dir permanent zugeschickt werden. In ... <a title="Impulskäufe stoppen" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/impulskaeufe-stoppen/" aria-label="Mehr Informationen über Impulskäufe stoppen">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Basar-1-1024x682.webp" alt="Auf dem Bild befindet sich ein Basar, vor dem sich zwei Menschen befinden. Von der Decke herab hängen viele Taschen, Hüte und Schals." class="wp-image-264" width="425" height="282" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Basar-1-1024x682.webp 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Basar-1-300x200.webp 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Basar-1-768x512.webp 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Basar-1-jpg.webp 1280w" sizes="(max-width: 425px) 100vw, 425px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/suketdedhia-2328834/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2691177">Suket Dedhia</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2691177">Pixabay</a></figcaption></figure>
</div></div>



<p>Impulskäufe stoppen ist eine Aufgabe, die sich leichter anhört als sie ist. Wie der Begriff Impulskauf bereits sagt, geschieht dies aus einem Impuls heraus, es geschieht also plötzlich und ohne Vorwarnung. Wir werden von dem Drang etwas zu kaufen übermannt und geben diesem Drang unmittelbar nach.</p>



<span id="more-259"></span>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum konsumieren wir?</strong></h2>



<p>Konsum ist allgegenwärtig. Wir konsumieren in der Regel mehrfach täglich. Zum Konsum zählen nicht nur Wirtschaftsgüter, sondern auch Medien oder Kunst. Zum Konsum gehören Nahrung, Getränke aber auch Strom oder Wasser.  Im Idealfall konsumieren wir, wenn wir etwas wirklich benötigen. Vieles was wir konsumieren, verbrauchen wir. Das ist beispielsweise beim Konsum von Toilettenpapier der Fall.</p>



<p>Wir kaufen aber im Alltag auch viele Dinge, die wir nicht unmittelbar und existenziell benötigen. In der Regel, weil wir uns vom Vorgang des Kaufens oder vom Besitz des Artikels etwas versprechen. In der Regel ist uns das Warum allerdings nicht bewusst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Unterschied zwischen Konsumenten und Verbrauchern.</strong></h2>



<p>An dieser Stelle könnte man zwischen Konsumenten und Verbrauchern unterscheiden. Der Konsument konsumiert, d.h. er kauft Dinge aus verschiedenen Beweggründen, meist jedoch nicht aus der Not des Benötigens. Dies geschieht nicht selten aus emotionalen Beweggründen. Der Konsument trifft Kaufentscheidungen aus dem Bauch heraus, er geht also aus emotionalen Gründen shoppen.</p>



<p>Der Verbraucher kauft Dinge, weil er sie ge- oder verbrauchen möchte. In seine Kaufentscheidungen fließen fast ausschließlich rationale Gründe ein. Bei diesen Käufen empfinden alle Menschen relativ selten Glücksgefühle. </p>



<p>Es mag Menschen geben, die sich außerordentlich über den Kauf von Kernseife zur Fleckenentfernung freuen. In den meisten Fällen tun wir das nicht, weil die Kernseife schlicht und ergreifend gebraucht wird. Wir machen uns keine Freude damit, sondern benötigen die Seife für die Hausarbeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der emotionale Konsument</strong></h2>



<p>Für viele Menschen ist Einkaufen eine Belohnung. Für eine erfolgreiche Woche, für eine bestandene Prüfung und vielerlei anderen Gründen, der menschliche Geist ist diesbezüglich erfinderisch. </p>



<p>Entgegengesetzt zur Belohnung shoppen einige Menschen, um Frust zu kompensieren. Zum einen bietet das Einkaufserlebnis sowohl online als auch im Ladengeschäft Abwechslung und Ablenkung, zum anderen hält man etwas reales, spürbares in den Händen, das einem verspricht einen glücklich zu machen. Wir haben ein Erfolgserlebnis. </p>



<p>Der dritte Beweggrund für emotionales Einkaufen ist der Jagd- und Sammlertrieb. Menschen lieben Trophäen. Sie vermitteln Potenz, Macht und Überlegenheit. Während wir früher zum Protzen einen großen Bären erlegt haben, sind wir mittlerweile viel zu verweichlicht und natürlich zu zivilisiert, um auf eine solche primitive Art und Weise zu konkurrieren. </p>



<p>Vor 200 Jahren haben wir also Macht, Kompetenz, Geschick, Intelligenz und Kraft daran festgemacht, was von unseren eigenen Händen erlegt wurde. Damit jeder Besucher die Story mit dem Riesenbären glaubt, wurden die Köpfe im Wohnzimmer dekorativ aufgehängt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Macht der Statussymbole</strong></h2>



<p> Heute sind solche Statussymbole aus gutem Grund aus Tierschutzgründen verpönt. Was nicht bedeutet, dass es nicht noch immer Menschen gibt, die mit Jagdtrophäen in ihre Wohnungen schmücken. Heute sind es vielmehr die intellektuellen oder unternehmerischen Leistungen, mit denen Menschen sich messen. </p>



<p>Da dies eine abstrakte Größe ist, lassen sich Intelligenz und andere intellektuelle (Dienst-)Leistungen nur an der Summe berechnen, die uns für dieses (Fach-)Wissen als Entlohnung zur Verfügung gestellt wird. </p>



<p>Da Geld jedoch an sich auch eine virtuelle oder abstrakte, also nicht greifbare Größe ist, wird in Lifestyle oder Luxusartikel investiert, um diese erbrachten Leistungen nach außen sichtbar zu machen. In diesem Fall dient der Konsum eindeutig dem Prestige.</p>



<p>Menschen, die wenig Wert auf Ansehen und Macht legen, konsumieren aus andren Gründen. Im seltensten Fall wird das Konsumierte tatsächlich benötigt, weil es wie schon gesagt entweder unnötig oder bereits im Überfluss vorhanden ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Implulskäufe als Bewältigungsstrategie</strong></h2>



<p>Bei diesen Käufen  handelt es sich meistens Impulskäufe, die dann getätigt werden, wenn die individuelle Stimmungslage entweder besonders gut oder besonders schlecht ist. In der Regel wird hier der Konsum betrieben, um Bedürfnisse nach Schutz, Nähe, Trost, Geborgenheit oder Liebe zu kompensieren. </p>



<p>Das kann natürlich kein Gegenstand dieser Welt. Nach einem kurzen Hoch nach dem Kauf wird dieser Frustkauf entweder bereut oder verdrängt. Im Gedächtnis bleibt jedoch das kurzfristige Hoch, die Entlastung, die nach einem Kauf entstanden ist.</p>



<p>Die Gründe aus denen gekauft wird, sind also individuell und kompensieren oft die wahren Bedürfnisse, die derzeit aus verschiedenen Gründen nicht befriedigt werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Konsum aus rationalen Gründen</strong></h2>



<p>Kennst Du die Menschen, die keine Gelüste oder Sehnsüchte zu haben scheinen? Die erst dann einkaufen müssen, wenn es sehr eng wird? Menschen, die noch immer ihren DVD-Player nutzen statt Filme zu streamen, weil dieser noch funktioniert. Diese Menschen gehören auch zu den rationalen Konsumenten.</p>



<p>Der rationale Konsument ist für Werbung schwerer zu erreichen. Der rationale Konsument wählt, vergleicht und wägt ab, Impulskäufe sind im fremd. Nicht selten greift der rationale Konsument zu fair hergestellten Waren oder kauft Dinge gebraucht. Er ist Mainstream- und Lifestyleargumenten nur schwer zugänglich und die Meinung anderer Menschen interessiert ihn nicht wirklich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kann ich zum rationalen Konsumenten werden?</strong></h2>



<p>Ja und Nein. Du kannst lernen, deine Impulse so weit zu beherrschen, dass sie dich nicht beherrschen. Du musst herausfinden, wann Deine schwachen Momente sind und der Kaufimpuls einsetzt. Analysiere Dein Kaufverhalten und setzte an der Stelle an, an der der <a href="https://www.estherloveslife.de/impulskaeufe-stoppen-13-einfache-tipps-die-dein-leben-veraendern/?utm_campaign=shareaholic&amp;utm_medium=copy_link&amp;utm_source=bookmark" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Impuls </a>die Kontrolle übernimmt.</p>



<p>Wenn Du Dein eignes Konsumverhalten als störend und pathologisch einstufst, dann lösche alle Shopping-Apps von Deinem Handy. Ignoriere Sales und Aktionen wie die &#8222;Black Friday&#8220; Rabattaktionen. </p>



<p>Wenn Du ehrgeizig bist, kannst Du mit einer <a href="https://simpleandslowliving.de/minimalismus/allgemein/no-buy-challenge/#more-216">No Buy Challenge</a> starten. Bei dieser Challenge beschränkst Du Deinen Konsum auf Lebensmittel und Hygieneartikel. </p>



<p>Erarbeite dir eine Einstellung zu Dir selbst und zu Deinem Leben, die es Dir erlaubt unabhängig von der Meinung anderer zu agieren. Das ist schwierig und anstrengend, weil es immer wieder Menschen geben wird</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Impulskäufe stoppen</strong></h2>



<p>Du kannst Impulskäufe stoppen, indem Du dich selbst überlistest und beispielsweise deine bargeldlosen Zahlungsmittel zuhause lässt. Zu den bargeldlosen Zahlungsmitteln gehören neben Kredit- und EC-Karten auch Dienste wie Apple Pay oder Bankings Apps, die diese Funktion anbieten. In diesem Fall müsstest Du auch dein Smartphone zuhause lassen.  </p>



<p>Du kannst aufhören online oder in Geschäften zu stöbern, wenn Du eigentlich nichts benötigst. Vor allen Dingen solltest Du die Newsletter-Abos kündigen, die dir permanent zugeschickt werden. In diesem Newslettern wird es permanent Sales geben, die Dich zum Kaufen anregen wollen. Wenn Du Impulskäufe stoppen möchtest, solltest Du nur dann auf die Suche nach Artikeln gehen, wenn Du etwas benötigst.</p>



<p>Wenn Du in der Stadt bist, weil Du etwas bestimmtes kaufen möchtest und etwas siehst, das Du gerne haben möchtest, setze es auf die <a href="https://simpleandslowliving.de/minimalismus/allgemein/kaufen-kann-ich-auch-noch-spaeter/#more-253">Kaufe-ich-später-Liste</a>. Du wirst merken, dass Du die meisten Dinge direkt wieder vergisst. Die Dinge, die immer wieder als Wunsch auftauchen, solltest du dir ruhigen Gewissens irgendwann erfüllen.</p>



<p>Wenn Du Impulskäufe stoppen möchtest ist Dein eigenes Mindset der wichtigste Faktor. Erst dann, wenn Du weißt, was Du hast und was Du brauchst, wirst Du Dich nachhaltig davor schützen können, nicht das zu kaufen, was Du nicht brauchst. Mach Dir zudem bewusst, dass alles was Du besitzt, auch gepflegt werden muss. Kleidung musst Du waschen, Bücher und Deko musst Du abstauben. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Besitzen wir die Dinge oder besitzen sie uns?</strong></h2>



<p>Frag Dich, ob Du etwas wirklich besitzen musst, oder ob es ausreichen wird, wenn Du Dir den Gegenstand ausleihst. Das beste Beispiel hierfür sind Schlagbohrer. Wie häufig hast Du in Deinem Leben einen Schlagbohrer genutzt? Wir benutzen Schlagbohrer vielleicht einmal jährlich, wenn überhaupt. Dennoch besitzen viele Haushalte einen. </p>



<p>Bei allen Käufen, insbesondere bei denen von Elektroartikeln solltest Du an die Folgekosten denken. Am gravierendsten sind die Folgekosten bei Druckern und Kaffeekapselmaschinen. Bei beiden Geräten musst Du in Zukunft Verbrauchsmaterial nachkaufen. Im Fall eines Druckers Patronen und Papier und im Fall von Kapselmaschinen Kapseln. Bei beiden gibt es immense Preisunterschiede. </p>



<p>Du musst Dich früher oder später um alle Dinge kümmern, die sich in Deinem Haushalt befinden. Die Dinge, die Du jetzt kaufst, verursachen unter Umständen Folgekosten und Du musst sie pflegen, sie sind quasi Deine Mitbewohner.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie viel besitzen wir eigentlich?</strong></h2>



<p>Wusstest Du, dass eine Frau in Deutschland im Durchschnitt<a href="https://www.abendblatt.de/vermischtes/lifestyle/article206705987/Deutsche-tragen-viele-Kleidungsstuecke-nur-zwei-Mal.html"> 118 Kleidungsstücke </a>besitzt? Männer besitzen &#8222;nur&#8220; 78 Teile. Brauchen wir so viel Kleidung und nutzen wir sie? Ein Blick in Deinen Kleiderschrank kann Dir vor Deinem nächsten Shoppingtripp  verraten, ob Du wirklich Kleidung benötigst. Etwa die Hälfte aller Deutschen hat noch nie Kleidung zum Schneider gebracht um sie reparieren oder anpassen zu lassen.</p>



<p>Kleidung ist bei uns zu einem Wegwerfprodukt geworden. Kleidung hängt häufig ungenutzt im Schrank. Schau Dich in Deinem Schrank um. Vielleicht findest Du etwas, das Du anpassen oder reparieren lassen kannst. Du kannst ungenutzter Kleidung so ein neues Leben einhauchen.</p>



<p>Wenn Dein Kleiderschrank überquillt und Du den Überblick verloren hast, dann solltest Du darüber nachdenken auszumisten. Du solltest Kleidung, die Dir nicht gefällt, passt oder steht, nicht einfach weg werfen. Gib ihnen ein neues Leben bei einem <a href="https://simpleandslowliving.de/nachhaltigleben/nachhaltig-wohnen/entruempeln-auf-nachhaltige-art/#more-221">neuen Besitzer</a>. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vorhandene Dinge nutzen</strong></h2>



<p>Wenn Du aussortiert hast, kannst Du beginnen die Kleidung miteinander zu kombinieren. So findest Du heraus, was in Deinem Kleiderschrank wirklich fehlt. Mit etwas mehr Luft im Schrank lässt sich das wesentlich leichter umsetzen als mit einem übervollen Schrank.</p>



<p>Was für den Kleiderschrank gilt, kannst Du auch in anderen Bereichen anwenden. Wenn Du dir eine Menge Arbeit mit Sortieren und Aussortieren gemacht hast, wird dich das eventuell vom nächsten Impulskauf abhalten. </p>



<p></p>



<p>Impulskäufe entstehen nie aus rationalen Gründen sondern spontan und aus emotionalen Bedürfnislagen heraus. Versuche diese emotionalen Bedürfnisse in ihrem Kern zu befriedigen und konzentriere Dich auf das, was Du bereits besitzt. Das wird mehr als genug sein und so viel mehr als viele Menschen auf diesem Planeten jemals besitzen werden. Spätestens dann, wenn wir diesen Planeten wieder verlassen, spielen unsere Besitztümer keine Rolle mehr.</p>



<p></p>



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<p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fimpulskaeufe-stoppen%2F&amp;linkname=Impulsk%C3%A4ufe%20stoppen" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fimpulskaeufe-stoppen%2F&amp;linkname=Impulsk%C3%A4ufe%20stoppen" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fimpulskaeufe-stoppen%2F&amp;linkname=Impulsk%C3%A4ufe%20stoppen" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_pinterest" href="https://www.addtoany.com/add_to/pinterest?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fimpulskaeufe-stoppen%2F&amp;linkname=Impulsk%C3%A4ufe%20stoppen" title="Pinterest" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fimpulskaeufe-stoppen%2F&#038;title=Impulsk%C3%A4ufe%20stoppen" data-a2a-url="https://simpleandslowliving.de/impulskaeufe-stoppen/" data-a2a-title="Impulskäufe stoppen"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kaufen kann ich auch noch später</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2022 22:14:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen&#8220; (Fight Club). Wir kaufen ständig Dinge, in der Hoffnung, dass sie uns glücklich machen, das Leben erleichtern oder mehr Ansehen verschaffen. Nichts von alledem wird passieren. Wir werden nicht glücklicher, unser Leben wird nicht leichter, sondern komplexer und unser Ansehen vergrößert sich ebenfalls nicht. Wie werden Bedürfnisse geweckt? Die meisten von uns kennen die Situation: Du bist bei bei Freunden zu Besuch und die kochen mit einen Slow-Cooker. Während du dich bei einem Gläschen Wein mit deinen Freunden entspannt auf der Couch unterhältst gart das Essen perfekt. Dir ist sofort klar, dass du dieses Gerät benötigst. Du ignorierst dabei, dass deine finanzielle Situation derzeit angespannt ist und Du eigentlich nie One-Pot-Gerichte zubereitest. Die Tatsache, dass Du keinen Platz für das Gerät hast, ignorierst Du ebenfalls. Der Wunsch, dass du genau dieses Gerät kaufen möchtest, liegt jedoch nicht an dem Gerät. Es liegt an der Situation, in der sich das Gerät dir gezeigt hat. So funktioniert eigentlich Werbung. Deine Freunde haben ohne Provision ein Gerät beworben, indem sie mit dir eine sehr schöne und entspannte Situation verbracht haben. Diese Situation war aus deiner Sicht nur so zufriedenstellend, weil das Gerät sich um das Essen gekümmert hat. Vielleicht erinnerst du dich an Situationen, in denen der Gastgeber während des Essens mehrfach in die Küche gegangen ist, um nach dem Essen zu sehen. Wenn Du ein gemütlicher, geselliger Mensch bist, dann empfindest Du das als störend oder unangenehm. Ihr unterhaltet euch, trinkt ein Glas Wein und mittendrin springt der Gastgeber auf und verschwindet in der Küche. Es ist Dir also nicht möglich, Dich ungestört zu unterhalten. Abgesehen davon, dass diese Arbeit durch einen Topf erledigt werden kann bietet das Gerät den Vorteil, dass die Temperatur eingestellt werden kann. Zudem können viele Slow-Cooker vorprogrammiert werden. Du kannst morgens deine Zutaten in das Gerät rein geben und der Garvorgang beginnt, während du auf der Arbeit bist. Wenn man mal gewisse Aspekte wie den Brandschutz außer Acht lässt, kann dieses Gerät für einige Menschen tatsächlich vorteilhaft sein. Wenn das Kaufen Folgekäufe verursacht Allerdings müssen die Zutaten wie Gemüse in der Regel noch geschnitten werden. Das übernimmt dieses Gerät leider nicht. Auf der Suche nach Einfachheit wird uns ein weiteres Produkt über den Weg laufen, dass uns eine unkomplizierte Zubereitung verspricht. Wenn Du jetzt auf einfache Art und Weise Gemüse vorbereiten könntest, wäre das Glück perfekt. Du könntest sonntags Gemüse vorschnippeln und dieses dienstags erst in den Slow Cooker geben. Auch hier gibt es einen Markt, der vakuumierbare Vorratsdosen anbietet. Nach dem Kauf des Vakuumiergeräts, des Slow-Cookers und des Zerkleinerers folgt noch der Kauf eines Schrankes. Den platzierst Du im Flur platziert, weil sonst nirgendwo mehr Platz ist. Warum du Dinge nicht sofort kaufen solltest Das Kaufen eines Slow Cookers verspricht dir Ruhe und Zufriedenheit, Zeit mit Deinen Liebsten, während der Slow Cooker kocht. Den Zerkleinerer und den Vakuumierer kaufst du dazu, weil du nur so den Slow Cooker wirklich gewinnbringend einsetzen kannst. Doch was passiert im nächsten halten Jahr. In den ersten Wochen bist du total ephorisch, du entschließt Dich, noch einige Kochbücher zu kaufen. Nach einiger Zeit lässt die Euphorie nach und Deine Kinder essen sowieso am liebst Nudeln mit Ketchup. Nach vier Monaten kommt der Slow Cooker nur noch am Wochenende zum Einsatz. Ein halbes Jahr später ist dir das Rausholen des Slow-Cookers zu kompliziert. Du vergisst sowieso ständig frisches Gemüse zu kaufen und greifst auf vorgeschnittenes Tiefkühlgemüse zurück. Der Slow-Cooker verstaubt neben der Nudel- und der Eismaschine. Was passiert wenn Du vor dem Kaufen wartest? Nichts. Die meisten der spontan entstehenden Bedürfnisse verschwinden genauso spontan wie sie aufgetreten sind. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, solche kurzfristig extrinsisch entstandenen Bedürfnisse nicht unmittelbar zu erfüllen. Wenn du beim Einkaufsbummel etwas siehst, was du nicht auf deiner Liste hast, geh weiter. Wenn Du am Ende des Bummelns immer noch an diesen Artikel denkst, geh zurück und nimm ihn mit. In den meisten Fällen hat man dieses Produkt und noch einige andere aufgrund der Reizüberflutung in Geschäften vergessen. Wird das Bedürfnis wie in dem obigen Beispiel bei einem gemütlichen Abend bei Freunden entdeckt, schreibe dir eine Liste. Aktualisiere die Liste regelmäßig und prüfe, ob du diese Dinge weiterhin gerne hättest. Lern dich selber kennen Wir haben die Möglichkeiten uns mit Technik den Alltag zu erleichtern. Eine Küchenmaschine, die regelmäßig Einsatz findet und den Alltag erleichtert, ist eine sinnvolle Anschaffung. Eine Küchenmaschine, die nur im Schrank steht, ist hingegen ein Platz-, Geld- und Zeitfresser. Sie hat in der Anschaffung Geld gekostet, wofür du deine Arbeitszeit einsetzen musstest. Sie nimmt (endlichen) Platz in deiner Wohnung weg und sie kostet erneut Zeit, weil sie verstaut und geputzt werden muss. Du bist vermutlich alt genug um zu wissen, wie häufig und aufwändig du kochst um einschätzen zu können, welche Hilfsmittel in Deiner Küche zum Einsatz kommen könnten. Dasselbe gilt für den Haushalt. Ich bin ein großer Fan von Technikartikeln, die den Alltag erleichtern. Voraussetzung ist jedoch, dass diese tatsächlich zum Einsatz kommen. Wenn sie im Schrank stehen, ist es totes Kapital. Uns werden jeden Tag viele Artikel dargeboten, die unsere Lebensqualität ins unermessliche steigern sollen. Werbung will das wir möglichst viel kaufen Werbung verspricht viel und hält wenig. Würden diese Dinge, die wir kaufen glücklich machen, dann müsste es Jahr für Jahr weniger Menschen geben, die depressiv sind. Leider steigt die Anzahl der Menschen, die aufgrund von Depressionen krankgeschrieben werden, immer mehr an. Möglicherweise spielt der Umstand ein, dass Menschen mehr und mehr bereit sind, sich aufgrund von Depressionen behandeln zu lassen. Dennoch müsste es uns bei steigendem Lebensstandard theoretisch immer besser gehen. Leider löst ein hoher Lebensstandard auch Existenzängste aus. Dieser hohe Lebensstandard muss erhalten und natürlich künftig auch gesteigert werden. Das nächste Bedürfnis wird sicher sehr zeitnah geweckt werden. Aus diesem Grund sollte über alle Anschaffungen, auch wenn es nur sehr kleine sind, genau nachgedacht werden. Werbung will verkaufen. Werbung suggeriert Dir, dass Dein Leben ... <a title="Kaufen kann ich auch noch später" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/kaufen-kann-ich-auch-noch-spaeter/" aria-label="Mehr Informationen über Kaufen kann ich auch noch später">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="456" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/woman-holding-various-shopping-bags-copy-space-1024x456.webp" alt="Auf dem Foto befindet sich vor dem gelben Hintergrund eine dunkel gekleidete Person, die sechs verschiedenfarbige Einkaufstaschen vor sich hält." class="wp-image-254" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/woman-holding-various-shopping-bags-copy-space-1024x456.webp 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/woman-holding-various-shopping-bags-copy-space-300x134.webp 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/woman-holding-various-shopping-bags-copy-space-768x342.webp 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/woman-holding-various-shopping-bags-copy-space-1536x684.webp 1536w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/woman-holding-various-shopping-bags-copy-space-2048x912.webp 2048w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/woman-holding-various-shopping-bags-copy-space-scaled.webp 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Image by <a href="https://www.freepik.com/free-photo/woman-holding-various-shopping-bags-copy-space_10419007.htm#query=shopping&amp;position=18&amp;from_view=search&amp;track=sph">Freepik</a></figcaption></figure>



<p>&#8222;Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen&#8220; (Fight Club).</p>



<p>Wir kaufen ständig Dinge, in der Hoffnung, dass sie uns glücklich machen, das Leben erleichtern oder mehr Ansehen verschaffen. Nichts von alledem wird passieren. Wir werden nicht glücklicher, unser Leben wird nicht leichter, sondern komplexer und unser Ansehen vergrößert sich ebenfalls nicht.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie werden Bedürfnisse geweckt?</strong></h2>



<p>Die meisten von uns kennen die Situation: Du bist bei bei Freunden zu Besuch und die kochen mit einen Slow-Cooker. Während du dich bei einem Gläschen Wein mit deinen Freunden entspannt auf der Couch unterhältst gart das Essen perfekt. Dir ist sofort klar, dass du dieses Gerät benötigst. Du ignorierst dabei, dass deine finanzielle Situation derzeit angespannt ist und Du eigentlich nie One-Pot-Gerichte zubereitest. Die Tatsache, dass Du keinen Platz für das Gerät hast, ignorierst Du ebenfalls. </p>



<p>Der Wunsch, dass du genau dieses Gerät kaufen möchtest, liegt jedoch nicht an dem Gerät. Es liegt an der Situation, in der sich das Gerät dir gezeigt hat. So funktioniert eigentlich Werbung. Deine Freunde haben ohne Provision ein Gerät beworben, indem sie mit dir eine sehr schöne und entspannte Situation verbracht haben. Diese Situation war aus deiner Sicht nur so zufriedenstellend, weil das Gerät sich um das Essen gekümmert hat. </p>



<p>Vielleicht erinnerst du dich an Situationen, in denen der Gastgeber während des Essens mehrfach in die Küche gegangen ist, um nach dem Essen zu sehen. Wenn Du ein gemütlicher, geselliger Mensch bist, dann empfindest Du das als störend oder unangenehm. Ihr unterhaltet euch, trinkt ein Glas Wein und mittendrin springt der Gastgeber auf und verschwindet in der Küche. Es ist Dir also nicht möglich, Dich ungestört zu unterhalten. </p>



<p>Abgesehen davon, dass diese Arbeit durch einen Topf erledigt werden kann bietet das Gerät den Vorteil, dass die Temperatur eingestellt werden kann. Zudem können viele Slow-Cooker vorprogrammiert werden. Du kannst morgens deine Zutaten in das Gerät rein geben und der Garvorgang beginnt, während du auf der Arbeit bist. Wenn man mal gewisse Aspekte wie den Brandschutz außer Acht lässt, kann dieses Gerät für einige Menschen tatsächlich vorteilhaft sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wenn das Kaufen Folgekäufe verursacht</strong></h2>



<p>Allerdings müssen die Zutaten wie Gemüse in der Regel noch geschnitten werden. Das übernimmt dieses Gerät leider nicht. Auf der Suche nach Einfachheit wird uns ein weiteres Produkt über den Weg laufen, dass uns eine unkomplizierte Zubereitung verspricht.</p>



<p>Wenn Du jetzt auf einfache Art und Weise Gemüse vorbereiten könntest, wäre das Glück perfekt. Du könntest sonntags Gemüse vorschnippeln und dieses dienstags erst in den Slow Cooker geben. Auch hier gibt es einen Markt, der vakuumierbare Vorratsdosen anbietet.</p>



<p>Nach dem Kauf des Vakuumiergeräts, des Slow-Cookers und des Zerkleinerers folgt noch der Kauf eines Schrankes. Den platzierst Du im Flur platziert, weil sonst nirgendwo mehr Platz ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum du Dinge nicht sofort kaufen solltest</strong></h2>



<p>Das Kaufen eines Slow Cookers verspricht dir Ruhe und Zufriedenheit, Zeit mit Deinen Liebsten, während der Slow Cooker kocht. Den Zerkleinerer und den Vakuumierer kaufst du dazu, weil du nur so den Slow Cooker wirklich gewinnbringend einsetzen kannst.</p>



<p> Doch was passiert im nächsten halten Jahr. In den ersten Wochen bist du total ephorisch, du entschließt Dich, noch einige Kochbücher zu kaufen. Nach einiger Zeit lässt die Euphorie nach und Deine Kinder essen sowieso am liebst Nudeln mit Ketchup. Nach vier Monaten kommt der Slow Cooker nur noch am Wochenende zum Einsatz. Ein halbes Jahr später ist dir das Rausholen des Slow-Cookers zu kompliziert. Du vergisst sowieso ständig frisches Gemüse zu kaufen und greifst auf vorgeschnittenes Tiefkühlgemüse zurück. Der Slow-Cooker verstaubt neben der Nudel- und der Eismaschine.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was passiert wenn Du vor dem Kaufen wartest?</strong></h2>



<p>Nichts. Die meisten der spontan entstehenden Bedürfnisse verschwinden genauso spontan wie sie aufgetreten sind. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, solche kurzfristig extrinsisch entstandenen Bedürfnisse nicht unmittelbar zu erfüllen. Wenn du beim Einkaufsbummel etwas siehst, was du nicht auf deiner Liste hast, geh weiter. Wenn Du am Ende des Bummelns immer noch an diesen Artikel denkst, geh zurück und nimm ihn mit. </p>



<p>In den meisten Fällen hat man dieses Produkt und noch einige andere aufgrund der Reizüberflutung in Geschäften vergessen. Wird das Bedürfnis wie in dem obigen Beispiel bei einem gemütlichen Abend bei Freunden entdeckt, schreibe dir eine Liste. Aktualisiere die Liste regelmäßig und prüfe, ob du diese Dinge weiterhin gerne hättest.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Lern dich selber kennen</strong></h2>



<p>Wir haben die Möglichkeiten uns mit Technik den Alltag zu erleichtern. Eine Küchenmaschine, die regelmäßig Einsatz findet und den Alltag erleichtert, ist eine sinnvolle Anschaffung. Eine Küchenmaschine, die nur im Schrank steht, ist hingegen ein Platz-, Geld- und Zeitfresser. Sie hat in der Anschaffung Geld gekostet, wofür du deine Arbeitszeit einsetzen musstest. Sie nimmt (endlichen) Platz in deiner Wohnung weg und sie kostet erneut Zeit, weil sie verstaut und geputzt werden muss.</p>



<p>Du bist vermutlich alt genug um zu wissen, wie häufig und aufwändig du kochst um einschätzen zu können, welche Hilfsmittel in Deiner Küche zum Einsatz kommen könnten. Dasselbe gilt für den Haushalt. </p>



<p>Ich bin ein großer Fan von Technikartikeln, die den Alltag erleichtern. Voraussetzung ist jedoch, dass diese tatsächlich zum Einsatz kommen. Wenn sie im Schrank stehen, ist es totes Kapital. Uns werden jeden Tag viele Artikel dargeboten, die unsere Lebensqualität ins unermessliche steigern sollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Werbung will das wir möglichst viel kaufen</strong></h2>



<p>Werbung verspricht viel und hält wenig. Würden diese Dinge, die wir kaufen glücklich machen, dann müsste es Jahr für Jahr weniger Menschen geben, die depressiv sind. Leider steigt die Anzahl der Menschen, die aufgrund von Depressionen krankgeschrieben werden, immer mehr an. Möglicherweise spielt der Umstand ein, dass Menschen mehr und mehr bereit sind, sich aufgrund von Depressionen behandeln zu lassen.</p>



<p>Dennoch müsste es uns bei steigendem Lebensstandard theoretisch immer besser gehen. Leider löst ein hoher Lebensstandard auch Existenzängste aus. Dieser hohe Lebensstandard muss erhalten und natürlich künftig auch gesteigert werden. Das nächste Bedürfnis wird sicher sehr zeitnah geweckt werden. Aus diesem Grund sollte über alle Anschaffungen, auch wenn es nur sehr kleine sind, genau nachgedacht werden.</p>



<p>Werbung will verkaufen. Werbung suggeriert Dir, dass Dein Leben toll ist aber nicht ganz perfekt. Dafür musst Du nur das beworbene Produkt kaufen. Dann wird Dein Leben perfekt sein. Zumindest solange, bis das Nachfolgeprodukt auf den Markt kommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nimm Abstand vom direkten Kaufen</strong></h2>



<p>Gib Deinen <a href="https://saltypeanut.blog/2022/10/16/kaufdrang-widerstehen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kaufimpulsen </a>nicht direkt nach. Warte erst einmal einige Zeit ab. Das gilt natürlich nicht für Dinge wie Zahnpasta oder Toilettenpapier. Aber möglicherweise für die Maskara einen Gang weiter. </p>



<p>Ich schreibe alle Dinge, von denen ich denke, dass ich sie brauchen könnte, auf eine To-buy-Liste. Diese gehe ich 1-2 Mal im Monat durch, streiche etwa 90% wieder. Über die Dinge, die tatsächlich in meinen Haushalt einziehen werden, informiere ich mich zunächst einmal.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nutze die Technik und Digitalisierung für Dich</strong></h2>



<p>Das Internet ist beim Kaufen nicht immer unser Feind. Wenn wir früher etwas kaufen wollten, konnten wir nur offline in den Läden vergleichen. Die Verkäufer wollten natürlich verkaufen und der Vergleich fand zwischen wenigen Produkten statt. </p>



<p>Heute kannst Du die Kundenrezensionen auf diversen Onlineplattformen lesen und so herausfinden, was die Schwachstellen des Produkts sind. Daher musst Du Artikel nicht mehr blind kaufen. Du kannst, wenn Du Dich entscheidest ein Produkt zu kaufen, vorher die Preise vergleichen. Du kannst das Wunschprodukt dann kaufen, wenn es gerade im Angebot ist. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nutze Wunschlisten und Wünsche-Apps vor dem impulsiven Kaufen</strong></h2>



<p>Ich habe eine &#8222;Kauf&#8220;-App in die ich Artikel für den Haushalt eintrage. Wenn ich zuhause feststelle, dass das Toilettenpapier demnächst leer wird, trage ich es in diese Liste ein. Nach dieser erledige ich meine wöchentlichen Einkäufe. Alle anderen Dinge, die ich für Haus, Garten und Hunde benötige trage ich in meinen Online-Wunschzettel ein. </p>



<p>Die meisten Ladenlokale haben auch eine Web-Präsenz. Du kannst also Deine Wunschartikel verlinken und wenn der Wunsch weiterhin besteht, prüfen, ob der Artikel vorrätig ist. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn du im Baumarkt Artikel kaufen möchtest. </p>



<p>Viele Baumärkte aber auch andere Geschäfte bieten die Online-Reservierung an. Du kannst es also online kaufen und holst es vor Ort ab. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Erst prüfen, dann kaufen</strong></h2>



<p>Wenn Du ein Produkt unbedingt kaufen möchtest, prüfe zunächst, ob du ähnliche Produkte in deinem Haushalt hast. Möglicherweise können andere Dinge für die gewünschten Zwecke genutzt werden. Unter Umständen kennst Du jemanden, der den Artikel besitzt und ihn Dir ausleihen kann. Vielleicht findest Du den Artikel günstig gebraucht. Das ist insbesondere dann relevant, wenn Du Dir sich nicht sicher ist, ob Du den Gegenstand regelmäßig nutzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was mache ich bei Fehlkäufen?</strong></h2>



<p>Natürlich wird es auch nach reichlicher Überlegung passieren, dass ein Gerät nicht regelmäßig genutzt wird. Dann verkauf es wieder an jemanden der es öfter nutzen wird. Es ist nicht schlimm eine falsche Entscheidung zu treffen. Es ist lediglich falsch, sie nicht zu korrigieren. </p>



<p>Beim Kaufen von Dingen wirst Du immer mal wieder daneben liegen, das liegt in der Natur der Sache. Vielleicht möchtest Du aber eine Zeit lang Abstand vom ständigen Kaufen von Dingen nehmen. Dann ist vielleicht die <a href="https://simpleandslowliving.de/minimalismus/allgemein/no-buy-challenge/#more-216">No-buy-Challenge</a> etwas für Dich.</p>
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		<title>No-Buy-Challenge</title>
		<link>https://simpleandslowliving.de/no-buy-challenge/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2022 20:40:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir kaufen fast jeden Tag irgendwelche Dinge. Unsere Wohnungen werden dabei immer voller. Gewinnen wir dabei an Zufriedenheit? Nur bis zu einem gewissen Grad. Wenn wir diesen erreicht haben können wir quasi kaufen, was wir wollen, wir werden nicht glücklicher. Eine No-Buy-Challenge kann uns helfen, unser Konsumverhalten zu hinterfragen und das zu schätzen, was wir besitzen. Was ist eine No-buy-Challenge? Eine No-Buy-Challenge ist ein Wettbewerb (mit sich selbst) oder anderen Beteiligten. Das Ziel ist es, für einen bestimmten Zeitraum (Monat, Monate oder ein Jahr) nichts zu kaufen. Dazu zählen keine Nahrungsmittel oder Medikamente. Nahrungsmittel werden während der No Buy Challange dennoch gekauft, es sei denn es besteht die Möglichkeit Lebensmittel über Foodsharing zu beziehen. Diese Challenge ist eigentlich für alle geeignet, die über ausreichend materielle Ressourcen verfügen. Wenn Du bereits stark minimalisiert hast und nur noch fünf paar Socken besitzt, läufst Du Gefahr, die Challenge frühzeitig abbrechen zu müssen. Ziele der No-Buy-Challenge Das Ziel dieser plakativen No-Buy-Challenge ist das Durchbrechen des bisherigen, inflationären Konsumverhaltens. Menschen, die bereits reduziert haben, aber immer noch von allem mehr als genug besitzen, können so unter anderem lernen, ihre vorhandenen Dinge zu schätzen, weil sie sie, wenn sie sich an die Regeln halten, nutzen müssen und nicht einfach etwas Neues kaufen können. Wir leben in einer Welt in der wir rund um die Uhr, auch nachts shoppen können. Die meisten Waren sind für uns permanent verfügbar. Wir sind brüskiert, wenn plötzlich Dinge nicht erhältlich sind oder eine Lieferung zu lange dauert. Wir befinden uns in einem Kreislauf aus Konsumieren von Dingen, die wir nicht wirklich benötigen und dem Verdienen des Geldes, das wir für den Konsum benötigen. Die Werbung suggeriert uns zudem permanent, dass es Dinge gibt, die wir in den letzten Jahrzehnten zwar nicht besaßen, jetzt jedoch ganz dringend benötigen. Die Werbung verspricht Dir, dass die neue Küchenmaschine Dein Leben maßgeblich erleichtern wird. Wenn Du sie kaufst und ehrlich bist, tut sie nicht mehr als die alte Küchenmaschine. Vielleicht hat sie einen stärkeren Motor oder ein hübscheres Design. Aber ihre Arbeit hat auch die alte Küchenmaschine erledigt. Das Ziel der No-Buy-Challenge ist der Gewinn der Erkenntnis, dass es Dinge gibt, die Du wirklich benötigst und Dinge, die Du gerne hättest. Diese Dinge brauchst Du nicht wirklich. Sie sind nicht lebensnotwendig und es gibt andere Dinge, die ähnliche Aufgaben erfüllen. Was passiert, wenn ich etwas wichtiges brauche? Sollten Dir dennoch während der No Buy Challenge wesentliche Dinge irreparabel kaputt gehen, kannst du kostenlose Verschenk-Plattformen nutzen. So bekommst Du zwar „neue“ Dinge in Deinen Haushalt, diese Dinge existieren jedoch bereits, Du musst nichts neu Produziertes erwerben. Du kannst aber auch bevor du mit der No-Buy-Challenge beginnst einen bestimmten Betrag für Notfälle festlegen. Dieses Notfallbudget kannst Du dann einsetzen, wenn Du plötzlich etwas wichtiges kaufen musst. Einige Dinge müssen direkt ersetzt werden. Du solltest jedoch zunächst schauen, ob du etwas Gebrauchtes finden kannst. Wenn du kein Budget festlegen möchtest, weil du nicht weißt, was ersetzt werden musst, kannst du alternativ auch &#8222;Joker&#8220; in Deine No-Buy-Challenge einbauen. Diese Joker kannst du dann verwenden, wenn etwas ersetzt werden muss und du nichts kostenloses finden kannst. Vorhandenes nutzen Ich finde die No-Buy-Challenge ist insbesondere für die Menschen, die aus ihrem Konsumverhalten nicht ausbrechen können eine super Sache. Ob es tatsächlich „emotionalen Shoppern“ gelingt, über eine solche Challenge ihre Bedürfnisbefriedigung zu stoppen ist fraglich. Das würde voraussetzen, dass die tatsächlichen Bedürfnisse, die über das Shoppen befriedigt oder überdeckt werden, erkannt und gestillt werden. Während der No-Buy-Challenge wird nicht von Brot und Wasser gelebt. Du kannst alle Dinge benutzen, die sich in Deinem Haushalt befinden. Du wirst merken, dass das mehr ist, als du angenommen hast. Spontankäufe vermeiden Abgesehen vom Frust-Shoppen können andere Arten an Spontankäufen vermieden werden. Häufig shoppen wir, weil durch Werbung über diverse Kanäle Bedürfnisse geweckt werden, von denen wir bis dahin nicht einmal wussten, dass wir sie haben. Während der Challenge kannst Du solche spontanen Käufe, sei es im Internet oder in Ladenlokalen nicht tätigen. Die Teilnehmer stellen in der Regel erstaunt fest, dass gerade kurzfristig entstandene Bedürfnisse innerhalb kurzer Zeit vergessen sind. Taucht der Bedarf in verschiedenen Lebenssituationen oder konstant auf, solltest Du den Kauf des Artikels für einen bestimmten Zeitpunkt planen. Regeln der No-Buy-Challenge Für die No-Buy-Challenge gibt es keine festen Regeln. Du bestimmst dein Zeitpunkt, an dem du die No-Buy-Challenge startest. Neben dem Zeitpunkt legst Du auch fest, welche Waren oder Warengruppen du kaufen darfst und welche nicht. Auch die Länge wird durch Dich festgelegt. Falls notwendig kannst Du die Challenge abbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut beginnen. Beim Erstellen der Regeln solltest Du nicht zu streng mit Dir sein. Je enger Du die Regeln fasst, umso höher ist die Gefahr, dass du die No-Buy-Challenge abbrichst. Du solltest die Regeln aber auch nicht zu locker aufstellen, weil Du so zu viele Möglichkeiten hast, diese Regeln zu umgehen oder Ausnahmen zu konstruieren. Der Nutzen vom Nicht-Kaufen Wir leben in einer vom Konsum gesteuerten Welt in der Waren permanent verfügbar sind. Wenn Du diesen Kreislauf durchbrichst, wirst du merken, dass du Zufriedenheit und Glück auch empfindest, wenn du nichts kaufst. Es wird Dir nicht schlechter gehen, Du wirst nicht im Lumpen rum laufen und es fehlt Dir an nichts. Wir leben im Überfluss und können von den Sachen, die wir besitzen, sehr lange zehren. Du wirst merken, wie häufig Du etwas gekauft hast, das Du überhaupt nicht benötigst, sondern nur, um es zu besitzen. Oder weil du in dem Moment sehr glücklich oder unglücklich warst. Möglicherweise dachtest Du auch, du brauchst den Artikel, weil alle ihn besitzen. Häufig wird uns versprochen, dass etwas unseren Alltag erleichtert. Herausforderungen und Schwierigkeiten Während der Challenge kann es immer wieder zu schwierigen Situationen kommen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Du mit Freunden oder Freundinnen unterwegs bist und alle etwas kaufen. Schwierig kann es auch dann werden, wenn ein Artikel, den Du gerne hättest im Sale ist. Wir werden zudem permanent von Werbung belästigt. Selbst dann wenn man wie ich kein Fernsehen mit Werbung mehr schaut. Die Werbefirmen ... <a title="No-Buy-Challenge" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/no-buy-challenge/" aria-label="Mehr Informationen über No-Buy-Challenge">Weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Geld-1024x817.jpg" alt="" class="wp-image-217" width="239" height="189"/><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: eigenes Foto. Auf dem Foto befindet sich ein 10-Euro-Schein und Kleingeld</figcaption></figure>



<p>Wir kaufen fast jeden Tag irgendwelche Dinge. Unsere Wohnungen werden dabei immer voller. Gewinnen wir dabei an Zufriedenheit? Nur bis zu einem gewissen Grad. Wenn wir diesen erreicht haben können wir quasi kaufen, was wir wollen, wir werden nicht glücklicher. Eine No-Buy-Challenge kann uns helfen, unser Konsumverhalten zu hinterfragen und  das zu schätzen, was wir besitzen.</p>



<span id="more-216"></span>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was ist eine No-buy-Challenge?</strong></h2>



<p>Eine No-Buy-Challenge ist ein Wettbewerb (mit sich selbst) oder anderen Beteiligten. Das Ziel ist es, für einen bestimmten Zeitraum (Monat, Monate oder ein Jahr) nichts zu kaufen. Dazu zählen keine Nahrungsmittel oder Medikamente. Nahrungsmittel werden während der No Buy Challange dennoch gekauft, es sei denn es besteht die Möglichkeit Lebensmittel über <a href="https://foodsharing.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Foodsharing </a>zu beziehen. Diese Challenge ist eigentlich für alle geeignet, die über ausreichend materielle Ressourcen verfügen. Wenn Du bereits stark minimalisiert hast und nur noch fünf paar Socken besitzt, läufst Du Gefahr, die Challenge frühzeitig abbrechen zu müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ziele der No-Buy-Challenge</strong></h2>



<p>Das Ziel dieser plakativen No-Buy-Challenge ist das Durchbrechen des bisherigen, inflationären Konsumverhaltens. Menschen, die bereits reduziert haben, aber immer noch von allem mehr als genug besitzen, können so unter anderem lernen, ihre vorhandenen Dinge zu schätzen, weil sie sie, wenn sie sich an die Regeln halten, nutzen müssen und nicht einfach etwas Neues kaufen können. </p>



<p>Wir leben in einer Welt in der wir rund um die Uhr, auch nachts shoppen können. Die meisten Waren sind für uns permanent verfügbar. Wir sind brüskiert, wenn plötzlich Dinge nicht erhältlich sind oder eine Lieferung zu lange dauert. Wir befinden uns in einem Kreislauf aus Konsumieren von Dingen, die wir nicht wirklich benötigen und dem Verdienen des Geldes, das wir für den Konsum benötigen. </p>



<p>Die Werbung suggeriert uns zudem permanent, dass es Dinge gibt, die wir in den letzten Jahrzehnten zwar nicht besaßen, jetzt jedoch ganz dringend benötigen. Die Werbung verspricht Dir, dass die neue Küchenmaschine Dein Leben maßgeblich erleichtern wird. Wenn Du sie kaufst und ehrlich bist, tut sie nicht mehr als die alte Küchenmaschine. Vielleicht hat sie einen stärkeren Motor oder ein hübscheres Design. Aber ihre Arbeit hat auch die alte Küchenmaschine erledigt.</p>



<p>Das Ziel der No-Buy-Challenge ist der Gewinn der Erkenntnis, dass es Dinge gibt, die Du wirklich benötigst und Dinge, die Du gerne hättest. Diese Dinge brauchst Du nicht wirklich. Sie sind nicht lebensnotwendig und es gibt andere Dinge, die ähnliche Aufgaben erfüllen. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was passiert, wenn ich etwas wichtiges brauche?</strong></h2>



<p>Sollten Dir dennoch während der No Buy Challenge wesentliche Dinge irreparabel kaputt gehen, kannst du kostenlose Verschenk-Plattformen nutzen. So bekommst Du zwar „neue“ Dinge in Deinen Haushalt, diese Dinge existieren jedoch bereits, Du musst nichts neu Produziertes erwerben. Du kannst aber auch bevor du mit der No-Buy-Challenge beginnst einen bestimmten Betrag für Notfälle festlegen. Dieses Notfallbudget kannst Du dann einsetzen, wenn Du plötzlich etwas wichtiges kaufen musst. Einige Dinge müssen direkt ersetzt werden. Du solltest jedoch zunächst schauen, ob du etwas Gebrauchtes finden kannst. Wenn du kein Budget festlegen möchtest, weil du nicht weißt, was ersetzt werden musst, kannst du alternativ auch &#8222;Joker&#8220; in Deine No-Buy-Challenge einbauen. Diese Joker kannst du dann verwenden, wenn etwas ersetzt werden muss und du nichts kostenloses finden kannst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vorhandenes nutzen</strong></h2>



<p>Ich finde die No-Buy-Challenge ist  insbesondere für die Menschen, die aus ihrem Konsumverhalten nicht ausbrechen können eine super Sache. Ob es tatsächlich „emotionalen Shoppern“ gelingt, über eine solche Challenge ihre Bedürfnisbefriedigung zu stoppen ist fraglich. Das würde voraussetzen, dass die tatsächlichen Bedürfnisse, die über das Shoppen befriedigt oder überdeckt werden, erkannt und gestillt werden. Während der No-Buy-Challenge wird nicht von Brot und Wasser gelebt. Du kannst alle Dinge benutzen, die sich in Deinem Haushalt befinden. Du wirst merken, dass das mehr ist, als du angenommen hast.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Spontankäufe vermeiden</strong></h2>



<p>Abgesehen vom Frust-Shoppen können andere Arten an <a href="https://simpleandslowliving.de/simpleandslowlivingblog/impulskaeufe-stoppen/#more-259">Spontankäufen </a>vermieden werden. Häufig shoppen wir, weil durch Werbung über diverse Kanäle Bedürfnisse geweckt werden, von denen wir bis dahin nicht einmal wussten, dass wir sie haben. Während der Challenge kannst Du solche spontanen Käufe, sei es im Internet oder in Ladenlokalen nicht tätigen. Die Teilnehmer stellen in der Regel erstaunt fest, dass gerade kurzfristig entstandene Bedürfnisse innerhalb kurzer Zeit vergessen sind. Taucht der Bedarf in verschiedenen Lebenssituationen oder konstant auf, solltest Du den Kauf des Artikels für einen bestimmten Zeitpunkt planen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Regeln der No-Buy-Challenge</strong></h2>



<p>Für die No-Buy-Challenge gibt es keine festen Regeln. Du bestimmst dein Zeitpunkt, an dem du die No-Buy-Challenge startest. Neben dem Zeitpunkt legst Du auch fest, welche Waren oder Warengruppen du kaufen darfst und welche nicht. Auch die Länge wird durch Dich festgelegt. Falls notwendig kannst Du die Challenge abbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt erneut beginnen. Beim Erstellen der Regeln solltest Du nicht zu streng mit Dir sein. Je enger Du die Regeln fasst, umso höher ist die Gefahr, dass du die No-Buy-Challenge abbrichst. Du solltest die Regeln aber auch nicht zu locker aufstellen, weil Du so zu viele Möglichkeiten hast, diese Regeln zu umgehen oder Ausnahmen zu konstruieren. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Nutzen vom Nicht-Kaufen</strong></h2>



<p>Wir leben in einer vom Konsum gesteuerten Welt in der Waren permanent verfügbar sind. Wenn Du diesen Kreislauf durchbrichst, wirst du merken, dass du Zufriedenheit und Glück auch empfindest, wenn du nichts kaufst. Es wird Dir nicht schlechter gehen, Du wirst nicht im Lumpen rum laufen und es fehlt Dir an nichts. Wir leben im Überfluss und können von den Sachen, die wir besitzen, sehr lange zehren. Du wirst merken, wie häufig Du etwas gekauft hast, das Du überhaupt nicht benötigst, sondern nur, um es zu besitzen. Oder weil du in dem Moment sehr glücklich oder unglücklich warst. Möglicherweise dachtest Du auch, du brauchst den Artikel, weil alle ihn besitzen. Häufig wird uns versprochen, dass etwas unseren Alltag erleichtert. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Herausforderungen und Schwierigkeiten</strong></h2>



<p>Während der Challenge kann es immer wieder zu schwierigen Situationen kommen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Du mit Freunden oder Freundinnen unterwegs bist und alle etwas kaufen. Schwierig kann es auch dann werden, wenn ein Artikel, den Du gerne hättest im Sale ist. Wir werden zudem permanent von Werbung belästigt. Selbst dann wenn man wie ich kein Fernsehen mit Werbung mehr schaut. Die Werbefirmen sind schlau und haben Werbung in Social Media und unseren Alltag integriert. Wir können ihr kaum entkommen. </p>



<p>Werbung, auch wenn sie subtil ist und nicht als Werbung wahrgenommen wird, weckt in Dir Bedürfnisse, von denen Du nicht einmal wusstest, dass Du sie hast. Wenn Du plötzlich das Bedürfnis hast ein bestimmtes Produkt zu kaufen, dann überlege bitte vorher, wie Du es bislang bis hierher ohne dieses Produkt schaffen konntest. Richtig. Es ist nicht lebensnotwendig. Als Du nichts von dem Produkt wusstest, warst Du trotzdem glücklich und zufrieden. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Existenzielle Bedürfnisse von Luxusbedürfnissen unterscheiden</strong></h2>



<p>Existenzielle Bedürfnisse sind Nahrung, Wasser, ein sicherer Ort zum Schlafen. Eine teure Creme, Designertaschen, Mascara oder Parfüm gehören nicht zu den Grundbedürfnissen.  Weltweit leiden <a href="https://www.deutschlandfunk.de/welthunger-index-un-massnahmen-krieg-klimakrise-corona-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">828 Millionen Menschen</a> aufgrund eines begrenzten Nahrungsangebots an Unterernährung. Etwa 193 Millionen Menschen litten im Jahr 2022 akut an Hunger. Zudem konnten sich etwa 3,1 Milliarden Menschen keine gesunde Ernährung leisten und etwa jeder dritte Mensch leidet unter Ernährungsunsicherheit. Ernährungsunsicherheit bedeutet nicht, dass die betroffene Person sich nicht entscheiden kann, was sie essen soll. Von Ernährungsunsicherheit Betroffene wissen nicht, ob und wann sie was zu Essen haben werden und sie sind zeitweise von Hunger betroffen. Das bedeutet, jeder dritte Mensch kann nicht oder nicht regelmäßig essen, während wir aus Getreide Biodiesel herstellen. </p>



<p>Wir sind also in der Lage unsere existenziellen Bedürfnisse problemlos zu stillen. Kaum jemand von uns weiß, wie es ist, Hunger zu haben, ohne zu wissen, wann es wieder etwas Essbares gibt. Wir verzichten bei einer No-Buy-Challenge lediglich auf den Zukauf von Dingen, die nicht existenziell notwendig sind. Dennoch fällt uns Verzicht schwer. Weil wir mit all diesen Dingen aufgewachsen sind oder bereits längere Zeit auf sie zurückgreifen können. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was hat der Hunger auf dieser Welt mit unserem Konsum zu tun?</strong></h2>



<p>Vielleicht fragst Du dich, warum ich darauf hinweise, dass jeder dritte Mensch auf dieser Welt nicht gesichert auf Nahrungsmittel zurückgreifen kann? Das hat tatsächlich einen Grund. Wir beziehen Waren, die auf der ganzen Welt produziert wurden. Die Baumwolle für unsere Kleidung wird beispielsweise in China, Indien und Afrika angebaut. Dort wird sie mit Chemikalien besprüht und die Arbeiter und Arbeiterinnen, die die Pflanzen ernten, erhalten einen Hungerlohn. Das ist nur eines von vielen Beispielen, das aufzeigt, wie unser Konsum nicht nur diese Erde zerstört, sondern auch für globale Ungleichheit und Hunger sorgt. Die Menschen, die die Baumwolle für unsere T-Shirts ernten könnten anstelle von Baumwolle Dinge für den eigenen Bedarf anbauen. </p>



<p>Konsumfasten in Form einer No-Buy-Challenge kann ein Einstieg in ein Leben mit einem bewussteren Konsum sein. In der Zeit, in der Du nichts kaufst, musst Du mit den Dingen leben, die Du dir früher gekauft hast. Du verlierst dabei nichts, sondern Du kannst Erkenntnisse über dein Konsumverhalten gewinnen. Nach der No-Buy-Challenge kannst Du prinzipiell wieder kaufen was du willst. Das Ziel dieser Challenge ist es jedoch, dass Du erlernst, dass du nicht alle aufkommenden Bedürfnisse unmittelbar erfüllen musst. Viele Dinge in unserem Leben sind überflüssig und belasten uns mehr als dass sie uns nutzen. </p>
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		<title>Ist ein Ausstieg aus dem Konsum möglich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2022 20:05:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir konsumieren seitdem wir denken können. Früher haben unsere Eltern die Kaufentscheidungen für uns getroffen. Später, als wir älter wurden, haben wir in der Regel ein Taschengeld erhalten, von dem wir uns Dinge gegönnt haben. Irgendwann sind wir in eine eigene Wohnung gezogen. Diese musste zunächst eingerichtet werden. Später müssen wir diese instandhalten. Hierzu müssen wir immer wieder Dinge kaufen. Der Konsum einiger Dinge ist unabdingbar. Wir können eine defekte Glühbirne zunächst einmal nicht ersetzen, weil wir genügend Lichtquellen besitzen, die unsere Wohnung beleuchten. Irgendwann müssen wir zumindest einen Teil ersetzen. In der Küche gehen zudem einige Teile, insbesondere Glas und Keramik kaputt. Nicht zuletzt entdecken wir neue Küchenhelfer, die uns versprechen, das Leben zu erleichtern. Unser Haushalt wächst ständig. Von diversen Dekoartikeln, Hygieneartikeln und Kleidung, die ständig in unseren Haushalt kommt, mal ganz abgesehen. Wir müssen also wissen, warum wir konsumieren: handelt es sich um zwingend notwendige Produkte oder um Produkte, die wir gerne hätten, weil sie versprechen unser Leben zu erleichtern oder dies tatsächlich tun? Warum möchten wir genau dieses Produkt? Wurde Dir in letzter Zeit häufig Werbung zu diesem Produkt angezeigt? Vom emotionalen Konsumenten zum rationalen Verbraucher Da wir es realistisch betrachtet nicht schaffen werden nicht zu konsumieren, stellt sich die Frage, wie wir weniger und nachhaltiger konsumieren können. Zunächst ist es hilfreich, den Ist-Zustand zu erheben. Was besitzen wir, was macht uns glücklich und was brauchen wir tatsächlich. Diese Bestandsaufnahme kann uns bei künftigen Kaufentscheidungen helfen, insbesondere dann, wenn wir ähnliche Artikel bereits besitzen. Den eigenen Bedarf realistisch einschätzen Wenn Du beispielsweise beruflich einen bestimmten Dresscode einhalten musst, ist es unabdingbar, dass du beispielsweise mehrere Kostüme oder Anzüge besitzt. Wie viele das sein müssen, kannst leider nur Du selbst wissen. Niemand außer Dir weiß, ob du diese Kleidungsstücke in der Waschmaschine waschen kannst oder ob du sie zur Reinigung bringen musst. Niemand kann beurteilen, wie Deine Waschintervalle sind. Wenn Du beispielsweise nur alle 14 Tage eine große Waschmaschine mit Buntwäsche wäschst, dann ist es sinnvoll für diesen Zeitraum alle Kleidungsstücke, die Du täglich wechselst in ausreichender Stückzahl zu besitzen. Das wären in diesem Fall 14-16 T-Shirts, Unterhosen, Strümpfe und Unterhemden. Die meisten Menschen besitzen eine weitaus höhere Anzahl an Kleidungsstücken. Vorhandene Dinge bis zum Ende nutzen Wenn das auch auf Dich zutrifft und dir Deine Kleidung passt und sie zu deinem Look passt, dann ist es naheliegend, die vorhandene Kleidung zunächst aufzubrauchen. Aus verschlissenen T-Shirts lassen sich einfach Putzlappen machen. Insbesondere Jerseystoffe kannst du auf die passende Größe zuschneiden und sie zum Putzen benutzen, ohne dass diese ausfransen. Bei Baumwollstoffen empfiehlt es sich, diese mit der Nähmaschine zu versäubern. Der Konsum von Lifestyleprodukten Eine weitere große Branche, die viel Werbung macht ist die Fitness- und Lifestylebranche. Hier werden den Konsumenten in der Regel bahnbrechende Trendwenden nach dem Kauf des Produkts versprochen. Natürlich haben viele dieser Produkte ihre Berechtigung am Markt zu sein und ich möchte deren Erwerb natürlich auch nicht verteufeln aber ein Jeder sollte sich vor dem Kauf die Frage stellen, ob es nicht vergleichbare Produkte gibt, die wesentlich günstiger sind, die man bereits besitzt oder die es in jedem Supermarkt gibt. Das beste Beispiel hierfür sind Superfoods. So werden beispielsweise Chiasamen als Superfood angepriesen und zu relativ hohen Preisen verkauft. Leinsamen, die ähnliche Nährstoffe haben, kosten wesentlich weniger und werden zudem noch regional angebaut. Ähnliches gilt für Kosmetikprodukte. Deine Haut braucht in erster Linie Feuchtigkeit und Fette. Inhaltsstoffe wie Hyaluron sorgen tatsächlich durch die Einschleusung von Feuchtigkeit dafür, dass die Haut straffer und voller wirkt. Die Frage die sich stellt ist, ob man dafür sehr viel Geld ausgeben muss oder ob einfache Produkte oder ein selbst Gemachtes nicht ausreichend sind. Wenn diese Argumente für eine Kauf- oder Nicht-Kaufentscheidung nicht ausreichend sind, dann berechne vor dem Kauf, wie lange du für dieses Produkt arbeiten musstest. Fortlaufende Fortentwicklung und Steigerung der Ansprüche In den letzten Jahrzehnten haben wir unsere Ansprüche ständig gesteigert. Wir sind im Jahr 1990 noch alle ohne Handys ausgekommen, zehn Jahre später hatten die meisten Menschen bereits ein Handy. Mit den Handys der ersten Generationen konnte man lediglich telefonieren und angerufen werden, ein paar Kontakte speichern und später Kurznachrichten versenden, was sehr mühsam war, weil diese Handys noch Tasten besaßen. Wenn Du damals noch nicht auf der Welt warst: die Tasten mussten ein bis dreimal gedrückt werden, je nachdem, welcher Buchstabe gewählt wurde. Heute kann sich kaum jemand vorstellen ohne Smartphone zu leben. In den letzten 30 Jahren sind aus den riesengroßen Totschlägern elegante trendige Smartphones entwickelt worden, die die Voraussetzungen erfüllen ein kleiner Rechner zu sein. Wir verwalten heute nicht nur einen Großteil unserer Kontakte auf diesen Geräten, auch unsere Konten, den E-Mail-Verkehr, Musik und sogar Bücher werden über die Smartphones verwaltet. Etwa zeitgleich wurden unsere Fernsehgeräte weiterentwickelt. Bis 1990 hatten die meisten Menschen einen Röhrenfernseher, der natürlich nicht ins Internet konnte. Zu dieser Zeit wurde in einigen Bereichen erst das Kabelfernsehen ausgebaut. Heute besitzen bereits sehr viele Haushalte einen Smart-TV. Diese sprunghafte Weiterentwicklung der Technik passierte in fast allen Bereichen und das so schnell, dass insbesondere ältere Menschen diesem Fortschritt nicht mehr standhalten können. Vor etwas mehr als 30 Jahren sind wir von Kassetten auf CD&#8217;s umgestiegen, später von Videos auf DVD&#8217;s. Nach dem Umstieg auf Blue ray kamen die digitalen Medien, wir downloaden heute Musik und Filme. Omnipräsente Warenverfügbarkeit Der technische Fortschritt hat auch dafür gesorgt, dass Waren für uns rund um die Uhr verfügbar sind. Die Lieferungen erfolgen teilweise innerhalb weniger Stunden. Wir können Waren auf der ganzen Welt einkaufen. Lediglich der Zoll könnte uns noch einen Strich durch die Rechnung machen. Im Gegensatz zu unserer Kindheit müssen wir nicht mehr auf irgendwelche Dinge warten. Wir müssen keine Wunschlisten zum Geburtstag oder zu Weihnachten schreiben und die Anzahl der verfügbaren Waren hat sich vervielfacht. Wir konsumieren immer mehr und mehr, als würde der Sinn unseres Lebens darin bestehen Dinge zu kaufen und zu besitzen. Warum unser Konsum der Umwelt und anderen Menschen schadet Wir sehen unseren Konsum als „Lohn“ für unsere Erwerbsarbeit an. Wir waren fleißig, also haben ... <a title="Ist ein Ausstieg aus dem Konsum möglich?" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/ist-ein-ausstieg-aus-dem-konsum-moeglich/" aria-label="Mehr Informationen über Ist ein Ausstieg aus dem Konsum möglich?">Weiterlesen</a>]]></description>
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<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/abstract-blur-supermarket-1024x683.webp" alt="Auf dem Bild ist ein verschwommener Supermarktgang mit vollen Regalen zu sehen." class="wp-image-234" width="256" height="171" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/abstract-blur-supermarket-1024x683.webp 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/abstract-blur-supermarket-300x200.webp 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/abstract-blur-supermarket-768x512.webp 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/abstract-blur-supermarket-1536x1024.webp 1536w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/abstract-blur-supermarket-2048x1365.webp 2048w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/abstract-blur-supermarket-scaled.webp 1920w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://de.freepik.com/fotos-kostenlos/abstrakter-unschaerfe-supermarkt_4006965.htm#query=konsum&amp;position=6&amp;from_view=search&amp;track=sph">Bild von lifeforstock</a> <br>Abstract blur supermarket with shopping mall interior for background<br><br></figcaption></figure>
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<p>Wir konsumieren seitdem wir denken können. Früher haben unsere Eltern die Kaufentscheidungen für uns getroffen. Später, als wir älter wurden, haben wir in der Regel ein Taschengeld erhalten, von dem wir uns Dinge gegönnt haben. Irgendwann sind wir in eine eigene Wohnung gezogen. Diese musste zunächst eingerichtet werden. Später müssen wir diese instandhalten. Hierzu müssen wir immer wieder Dinge kaufen. Der Konsum einiger Dinge ist unabdingbar. Wir können eine defekte Glühbirne zunächst einmal nicht ersetzen, weil wir genügend Lichtquellen besitzen, die unsere Wohnung beleuchten. Irgendwann müssen wir zumindest einen Teil ersetzen. </p>



<span id="more-233"></span>



<p>In der Küche gehen zudem einige Teile, insbesondere Glas und Keramik kaputt. Nicht zuletzt entdecken wir neue Küchenhelfer, die uns versprechen, das Leben zu erleichtern. Unser Haushalt wächst ständig. Von diversen Dekoartikeln, Hygieneartikeln und Kleidung, die ständig in unseren Haushalt kommt, mal ganz abgesehen.</p>



<p>Wir müssen also wissen, warum wir konsumieren: handelt es sich um zwingend notwendige Produkte oder um Produkte, die wir gerne hätten, weil sie versprechen unser Leben zu erleichtern oder dies tatsächlich tun? Warum möchten wir genau dieses Produkt? Wurde Dir in letzter Zeit häufig Werbung zu diesem Produkt angezeigt?</p>



<p><strong>Vom emotionalen Konsumenten zum rationalen Verbraucher</strong></p>



<p>Da wir es realistisch betrachtet nicht schaffen werden nicht zu konsumieren, stellt sich die Frage, wie wir weniger und nachhaltiger konsumieren können. Zunächst ist es hilfreich, den Ist-Zustand zu erheben. Was besitzen wir, was macht uns glücklich und was brauchen wir tatsächlich. Diese Bestandsaufnahme kann uns bei künftigen Kaufentscheidungen helfen, insbesondere dann, wenn wir ähnliche Artikel bereits besitzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Den eigenen Bedarf realistisch einschätzen</strong></h2>



<p>Wenn Du beispielsweise beruflich einen bestimmten Dresscode einhalten musst, ist es unabdingbar, dass du beispielsweise mehrere Kostüme oder Anzüge besitzt. Wie viele das sein müssen, kannst leider nur Du selbst wissen. Niemand außer Dir weiß, ob du diese Kleidungsstücke in der Waschmaschine waschen kannst oder ob du sie zur Reinigung bringen musst. </p>



<p>Niemand kann beurteilen, wie Deine Waschintervalle sind. Wenn Du beispielsweise nur alle 14 Tage eine große Waschmaschine mit Buntwäsche wäschst, dann ist es sinnvoll für diesen Zeitraum alle Kleidungsstücke, die Du täglich wechselst in ausreichender Stückzahl zu besitzen. Das wären in diesem Fall 14-16 T-Shirts, Unterhosen, Strümpfe und Unterhemden. Die meisten Menschen besitzen eine weitaus höhere Anzahl an Kleidungsstücken.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vorhandene Dinge bis zum Ende nutzen</strong></h2>



<p>Wenn das auch auf Dich zutrifft und dir Deine Kleidung passt und sie zu deinem Look passt, dann ist es naheliegend, die vorhandene Kleidung zunächst aufzubrauchen. Aus verschlissenen T-Shirts lassen sich einfach Putzlappen machen. Insbesondere Jerseystoffe kannst du auf die passende Größe zuschneiden und sie zum Putzen benutzen, ohne dass diese ausfransen. Bei Baumwollstoffen empfiehlt es sich, diese mit der Nähmaschine zu versäubern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Konsum von Lifestyleprodukten</strong></h2>



<p>Eine weitere große Branche, die viel Werbung macht ist die Fitness- und Lifestylebranche. Hier werden den Konsumenten in der Regel bahnbrechende Trendwenden nach dem Kauf des Produkts versprochen. Natürlich haben viele dieser Produkte ihre Berechtigung am Markt zu sein und ich möchte deren Erwerb natürlich auch nicht verteufeln aber ein Jeder sollte sich vor dem Kauf die Frage stellen, ob es nicht vergleichbare Produkte gibt, die wesentlich günstiger sind, die man bereits besitzt oder die es in jedem Supermarkt gibt. </p>



<p>Das beste Beispiel hierfür sind Superfoods. So werden beispielsweise Chiasamen als Superfood angepriesen und zu relativ hohen Preisen verkauft. Leinsamen, die ähnliche Nährstoffe haben, kosten wesentlich weniger und werden zudem noch regional angebaut.</p>



<p>Ähnliches gilt für Kosmetikprodukte. Deine Haut braucht in erster Linie Feuchtigkeit und Fette. Inhaltsstoffe wie Hyaluron sorgen tatsächlich durch die Einschleusung von Feuchtigkeit dafür, dass die Haut straffer und voller wirkt. </p>



<p>Die Frage die sich stellt ist, ob man dafür sehr viel Geld ausgeben muss oder ob einfache Produkte oder ein selbst Gemachtes nicht ausreichend sind. Wenn diese Argumente für eine Kauf- oder Nicht-Kaufentscheidung nicht ausreichend sind, dann berechne vor dem Kauf, wie lange du für dieses Produkt arbeiten musstest.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fortlaufende Fortentwicklung und Steigerung der Ansprüche</strong></h2>



<p>In den letzten Jahrzehnten haben wir unsere Ansprüche ständig gesteigert. Wir sind im Jahr 1990 noch alle ohne Handys ausgekommen, zehn Jahre später hatten die meisten Menschen bereits ein Handy. Mit den Handys der ersten Generationen konnte man lediglich telefonieren und angerufen werden, ein paar Kontakte speichern und später Kurznachrichten versenden, was sehr mühsam war, weil diese Handys noch Tasten besaßen. Wenn Du damals noch nicht auf der Welt warst: die Tasten mussten ein bis dreimal gedrückt werden, je nachdem, welcher Buchstabe gewählt wurde.</p>



<p>Heute kann sich kaum jemand vorstellen ohne Smartphone zu leben. In den letzten 30 Jahren sind aus den riesengroßen Totschlägern elegante trendige Smartphones entwickelt worden, die die Voraussetzungen erfüllen ein kleiner Rechner zu sein. Wir verwalten heute nicht nur einen Großteil unserer Kontakte auf diesen Geräten, auch unsere Konten, den E-Mail-Verkehr, Musik und sogar Bücher werden über die Smartphones verwaltet.</p>



<p>Etwa zeitgleich wurden unsere Fernsehgeräte weiterentwickelt. Bis 1990 hatten die meisten Menschen einen Röhrenfernseher, der natürlich nicht ins Internet konnte. Zu dieser Zeit wurde in einigen Bereichen erst das Kabelfernsehen ausgebaut. Heute besitzen bereits sehr viele Haushalte einen Smart-TV.</p>



<p>Diese sprunghafte Weiterentwicklung der Technik passierte in fast allen Bereichen und das so schnell, dass insbesondere ältere Menschen diesem Fortschritt nicht mehr standhalten können. Vor etwas mehr als 30 Jahren sind wir von Kassetten auf CD&#8217;s umgestiegen, später von Videos auf DVD&#8217;s. Nach dem Umstieg auf Blue ray kamen die digitalen Medien, wir downloaden heute Musik und Filme.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Omnipräsente Warenverfügbarkeit</strong></h2>



<p>Der technische Fortschritt hat auch dafür gesorgt, dass Waren für uns rund um die Uhr verfügbar sind. Die Lieferungen erfolgen teilweise innerhalb weniger Stunden. Wir können Waren auf der ganzen Welt einkaufen. Lediglich der Zoll könnte uns noch einen Strich durch die Rechnung machen. Im Gegensatz zu unserer Kindheit müssen wir nicht mehr auf irgendwelche Dinge warten. Wir müssen keine Wunschlisten zum Geburtstag oder zu Weihnachten schreiben und die Anzahl der verfügbaren Waren hat sich vervielfacht. Wir konsumieren immer mehr und mehr, als würde der Sinn unseres Lebens darin bestehen Dinge zu kaufen und zu besitzen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum unser Konsum der Umwelt und anderen Menschen schadet</strong></h2>



<p>Wir sehen unseren Konsum als „Lohn“ für unsere Erwerbsarbeit an. Wir waren fleißig, also haben wir es uns verdient, etwas zu „gönnen“. Mit „gönnen“ meinen wir meistens kaufen. Fast schon unabhängig davon, was wir kaufen, werden für unseren Konsum Rohstoffe verbraucht. Und Arbeitskraft bei der Herstellung. </p>



<p>Die meisten der Dinge, die wir kaufen werden in Taiwan, China oder Bangladesh hergestellt. Die Gründe dafür sind relativ simpel: dort sind momentan die Löhne noch am niedrigsten. Selbst dann wenn das Produkt nach der Herstellung um die ganze Welt gekarrt werden muss, ist es billiger, als würde es in Deutschland hergestellt werden. Manche Ressourcen wie Metalle oder seltene Erden schaden den Menschen schon, wenn sie abgebaut werden. </p>



<p>Aber auch die Herstellung unserer günstigen Cashew-Kerne sorgt für gesundheitliche Beeinträchtigungen bei den Arbeiterinnen. Es gibt sicherlich auch Arbeiter in den Cashew-Fabriken, meist sind es jedoch Frauen, die mit bloßen Händen die giftigen Schalen entfernen und dabei <a href="https://tantelemi.wordpress.com/2017/06/15/cashewkerne-handarbeit-die-unter-die-haut-geht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verätzungen an Händen und Reizungen der Atemwege riskieren</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Folgen der weltweiten Warenwirtschaft</strong></h2>



<p>Während wir also shoppen wollen, als gäbe es kein Morgen mehr und es quasi als unser Grundrecht ansehen, Waren günstig zu erhalten, müssen andere Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen diese Produkte herstellen.</p>



<p>Die Menschen tun das nicht, weil sie dümmer als wir sind oder Menschen zweiter Klasse, auch wenn wir sie dazu dekradieren. Sie tun es, weil sie arm sind und sich und ihre Familie ernähren müssen. Sie tun das aber auch immer noch, weil wir sie in diesem Zustand halten, weil es so für uns praktischer ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was passiert, wenn die Löhne in den Billiglohnländern steigen?</strong></h2>



<p>Wenn die Menschen in Taiwan, Pakistan oder Bangladesh sich weiterentwickeln und zur Industrienation werden, dann sind die Zwischenhändler nicht mehr bereit die Peise zu zahlen. Die Herstellung bestimmter Produkte wird in andere arme Länder verlegt. In Länder, in denen die Menschen so arm sind, dass sie zu den Bedingungen, die wir über den Preis diktieren, arbeiten. Ihre Gesundheit gefährden und auch sterben. Für unseren Konsum.</p>



<p>Problematisch wird diese Vorgehensweise dann, wenn beispielsweise die Kaffebohnenproduzierenden Länder sich weiter entwicken und wir allen faire Preise zahlen müssten. In diesem Fall hätten wir wenig bis gar keine Möglichkeiten auf andere Länder auszuweichen, weil Kaffee nur in bestimmten klimatischen Zonen wächst. Dasselbe gilt für Kakao.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Ansprüche und damit den Konsum reduzieren</strong></h2>



<p>Wir können aus diesem Kreislauf des Ausbeutens und permanenten Konsums nur dann ausbrechen, wenn wir anfangen unsere eigenen Ansprüche zu reduzieren. Wir können nicht ausschließlich der Wirtschaft die Schuld für die Produktionsbedingungen geben. Die Nachfrage reguliert das Angebot. Wenn niemand mehr die billigen Produkte, die in aller Herren Länder hergestellt wurden, kauft, werden sie auch nicht mehr hergestellt.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Dann geht es aber den Arbeiterinnen noch schlechter</strong></h2>



<p>Es gibt Produkte wie Kaffee oder Kakao, die wir hier nicht anbauen können. Wir sind auf den Warenimport angewiesen. Es gibt bereits Händler, die den Bauern faire Preise zahlen. Das ist beispielsweise bei Kakao, Bananen oder Kaffee der Fall. Auf diesen Produkten befindet sich ein Fairtrade-Siegel. Und selbst bei diesen „fairen“ Preisen erhalten die Bauern noch sehr, sehr wenig Geld, auch wenn uns der Preis im Vergleich sehr hoch vorkommt.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Aber wir brauchen die Dinge doch</strong></h2>



<p>Brauchen wir diese Dinge tatsächlich? Benötigen wir einen überfüllten Kleiderschrank, von dem wir 80 Prozent nicht nutzen? Ist es notwendig Obst und Gemüse zu essen, das um die ganze Welt gekarrt wurde oder Kaffee für ein paar Euro zu trinken? Alleine die Entfernung, die der Kaffee zurücklegt sollte uns beim Blick auf den Preis stutzig machen. Wir sollen nicht vollständig auf den Konsum dieser Produkte verzichten, sondern sie bewusst kaufen.</p>



<p>Wir können nicht vollständig aus dem Konsum aussteigen. Selbst wenn wir kein Geld mehr für Produkte ausgeben, so müssen wir dennoch essen und trinken. Damit konsumieren wir, auch wenn wir die Nahrungsmittel geschenkt bekommen oder sie uns vom Boden auflesen.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fist-ein-ausstieg-aus-dem-konsum-moeglich%2F&amp;linkname=Ist%20ein%20Ausstieg%20aus%20dem%20Konsum%20m%C3%B6glich%3F" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fist-ein-ausstieg-aus-dem-konsum-moeglich%2F&amp;linkname=Ist%20ein%20Ausstieg%20aus%20dem%20Konsum%20m%C3%B6glich%3F" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fist-ein-ausstieg-aus-dem-konsum-moeglich%2F&amp;linkname=Ist%20ein%20Ausstieg%20aus%20dem%20Konsum%20m%C3%B6glich%3F" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_pinterest" href="https://www.addtoany.com/add_to/pinterest?linkurl=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fist-ein-ausstieg-aus-dem-konsum-moeglich%2F&amp;linkname=Ist%20ein%20Ausstieg%20aus%20dem%20Konsum%20m%C3%B6glich%3F" title="Pinterest" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fsimpleandslowliving.de%2Fist-ein-ausstieg-aus-dem-konsum-moeglich%2F&#038;title=Ist%20ein%20Ausstieg%20aus%20dem%20Konsum%20m%C3%B6glich%3F" data-a2a-url="https://simpleandslowliving.de/ist-ein-ausstieg-aus-dem-konsum-moeglich/" data-a2a-title="Ist ein Ausstieg aus dem Konsum möglich?"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Von der Überforderung im Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2022 22:57:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Du Dich an deinen letzten Supermarkteinkauf erinnerst, wie hast du dich dabei gefühlt? Warst Du gehetzt und gestresst, wolltest schnell wieder raus? Hast du Dinge gekauft, die du eigentlich gar nicht kaufen wolltest? Die Überforderung in Supermärkten Die Überforderung, die wir in einigen Supermärkten empfinden, hat hat ihrenUrsprung in einer Reizüberflutung. Tatsächlich fühle ich mich bei einigen Discountern weniger gestresst als in Supermärkten. Bei Discountern ist es so, dass häufig nur 1 oder 2 Artikel einer bestimmten Ware zur Verfügung stehen. Einige haben nur eine Sorte Weizenmehl. In Supermärkten stehen teilweise bis zu zehn verschiedene Sorten Weizenmehl im Regal. In allen Preisvarianten. Vereinfacht wird die Auswahl ein wenig, dass es extra Mehl für Pizza und für Spätzle gibt (außer man braucht Spätzlemehl, dann gibt es das nicht). Es bleiben aber meist 5-8 Sorten Weizenmehl mit Preisen zwischen 80 Cent und 3 Euro pro Kilogramm. Selbst in meinem nächst gelegenen Bio-Markt gibt es mindestens drei verschiedene Sorten von drei Herstellen. Der Kunde hat die Qual der Wahl Woher soll der Verbraucher, ohne probieren zu können, wissen, welches das beste Mehl für ihn ist? Irgendwann wirkt sich die Überforderung in Lethargie aus und man packt das Mehl ein, das preislich in der Mitte liegt oder das günstigste Bio-Produkt oder eben das Teuerste, in der Hoffnung, es sei das Beste. Aber ist es das wirklich oder ist das Produkt nur so teuer, weil es ein „Markenprodukt“ ist? Wenn ich einen Kuchen backe, in den weitere Zutaten wie Zucker oder Kakao kommen, schmecke ich dann noch einen Unterschied zwischen den verschiedenen Mehlen? Sind objektive Entscheidungen möglich? Theoretisch könnte ich alle 8 Mehle einpacken, einen Pizzaabend mit Freunden machen und wir testen uns gemeinsam durch. Den Test könnte man erweitern und ihn an anderer Stelle mit Pizzatomaten und Käse durchführen. Wir wissen jedoch alle, was bei vielen Blindverkostungen passiert. Relativ selten schmeckt den Testern das teuerste Produkt am besten. Leider gibt der Preis keinerlei Auskunft über Qualität und Geschmack. Der Konsument muss sich durch die Produkte testen. Beim Beispiel Käse wird das Vorhaben schnell unrealistisch. Führt die große Auswahl automatisch zur Überforderung? Eine große Auswahl sorgt dafür, dass viele Menschen, die ein Lieblingsprodukt haben, dieses vorfinden. Eine große Auswahl bedeutet auch, dass wir schon bei alltäglichen Dingen Entscheidungen treffen müssen. Gibt es nur eine Sorte Käse im Supermarkt, würde sich lediglich die Frage stellen ob wir ihn kaufen oder nicht. Natürlich weiß auch ich es zu schätzen, wenn aufgrund der großen Auswahl sich auch mein präferiertes Produkt im Laden befindet. Manchmal mag ich eher Körnerbrot, mal Toast. Die große Auswahl ist häufig komfortabel und sinnvoll. Aber sie zwingt uns dazu, tagtäglich unter mehreren hundert Produkten zu wählen. Produktmarketing im Alltag Neben dem überaus großen Bestandssortiment lassen sich die Hersteller und Supermarktbesitzer immer wieder neue Dinge einfallen, um Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen. Es landen natürlich auch neue Produkte einfach im Regal aber wesentlich lukrativer ist es, Lifestyle- und Trendprodukte auf Aufstellern mitten im Gang zu platzieren, sodass der Verbraucher mit seinem Einkaufswagen quasi reinfährt. Entscheidungsfindung im Überangebot Meine letzte Elektroanschaffung war eine Heißluftfritteuse. Als ich meine erste vor 12 Jahren gekauft habe gab es nur die von Tefal. Möglicherweise hatte Philips bereits Heißluftfritteusen auf dem Markt. Jetzt, 12 Jahre später, als meine Erste den Geist aufgegeben hat, gab es eine Unmenge an Anbietern. Ich habe sie nicht gezählt aber 40 Geräte habe ich mir zu Beginn sicher angesehen. Ich musste diese riesige Auswahl anhand meiner Kriterien auf fünf Modelle runter brechen. Letzten Endes waren sie alle fast gleich teuer, hatten die gleichen Funktionen und alle (wie die anderen 35 auch) relativ gute Rezensionen. Ich habe dann die genommen, die als erstes im Angebot war. Aber es war keine bewusste Entscheidung. Ich kann nicht sagen, dass ich die Heißluftfritteuse gekauft habe, weil sie nach meiner Recherche die Beste war. Sie war eine der Besten, die zum Zeitpunkt X reduziert war. Es lebe der bewusste Konsum. Das Angebot generiert sich auch aus der Nachfrage So ähnlich, wie es mir bei der Heißluftfritteuse erging, ergeht es uns bei vielen Artikeln. Betreiben wir die Recherche online, werden uns noch weitere unverzichtbare Artikel vorgestellt. Ich bin kein Feind von freier Marktwirtschaft und begrüße es auch, wenn innovative Produkte auf den Markt kommen. Im Fall der Heißluftfritteusen wurden diese in den letzten Jahren total gehyped, sodass alle Hersteller diverser Elektrogeräte ein Stück vom Kuchen abhaben wollten. Folglich gibt es jetzt eine unzählbare Menge an Heißluftfritteusen am Markt, die scheinbar alle ähnlich gute Ergebnisse erzielen. Rationale, bewusste Kaufentscheidungen treffen Beim Minimalismus wird weniger und/oder bewusst konsumiert. Bei Smartphones finde ich das unproblematisch. Die Reparaturservices vor Ort nehmen nur Samsung und Apple an. Für alle anderen werden entweder keine Ersatzteile produziert oder sie kommen nur schwer über Chinashops ran, was entsprechend dauern würde, bis die Teile vor Ort sind. Da ich mein Handy, wenn ich beispielsweise wieder das Display geschrottet habe ungerne am Stück weg werfe, hatte ich hier lediglich zwei Hersteller zur Auswahl. Natürlich haben diese auch noch mehrere Modelle, die jedoch in ihren Funktionen relativ klar abgrenzbar sind (wenn man mal von ein paar kurz hintereinander erschienen Modellen ohne essentielle Innovationen absieht). Globaler Produktvergleich Abgesehen von Smartphones ist die scheinbar schier unendliche Auswahl an ähnlichen/gleichwertigen Produkten keine wirkliche Entscheidungshilfe. Natürlich hilft es, wenn man sich an Firmen hält, die tradiert sind und einen zufriedenen Kundenstamm haben. Das wird schwierig, wenn es sich um Produkte handelt, deren Markteinführung ursprünglich in China oder den USA war und es noch nicht genügend renommierte lokale Unternehmen gibt, die dieses Produkt führen. Selbst dann kann nicht ausgeschlossen werden, dass das chinesische Unternehmen nicht das bessere Produkt bereithält. Wir sind bei bestimmten Produkten gezwungen diese weltweit zu vergleichen. Think global, eat local Andere Produkte, nämlich Alltägliche wie Lebensmittel sollten nicht global verglichen und schon gar nicht bezogen werden. Wer schon einmal versucht hat, nur regionale Produkte zu kaufen, wird schnell merken, dass unser Obst und Gemüse überall herkommen, nur nicht aus Deutschland, Frankreich, Polen, Österreich oder Luxemburg. Unsere Äpfel kommen aus ... <a title="Von der Überforderung im Alltag" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/von-der-ueberforderung-im-alltag/" aria-label="Mehr Informationen über Von der Überforderung im Alltag">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Supermarkt-Kuehlregal-1-1024x683.jpg" alt="Auf dem Bild befindet sich mehrere Meter Kühlregal, die mit Milchprodukten und anderen Kühlwaren gefüllt sind." class="wp-image-277" width="351" height="234" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Supermarkt-Kuehlregal-1-1024x683.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Supermarkt-Kuehlregal-1-300x200.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Supermarkt-Kuehlregal-1-768x512.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Supermarkt-Kuehlregal-1-1536x1024.jpg 1536w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/Supermarkt-Kuehlregal-1.jpg 1920w" sizes="(max-width: 351px) 100vw, 351px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/squirrel_photos-7862139/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4052658">Squirrel_photos</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=4052658">Pixabay</a></figcaption></figure>
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<p>Wenn Du Dich an deinen letzten Supermarkteinkauf erinnerst, wie hast du dich dabei gefühlt? Warst Du gehetzt und gestresst, wolltest schnell wieder raus? Hast du Dinge gekauft, die du eigentlich gar nicht kaufen wolltest? </p>



<span id="more-212"></span>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Überforderung in Supermärkten</strong></h2>



<p>Die Überforderung, die wir in einigen Supermärkten empfinden, hat hat ihrenUrsprung in einer Reizüberflutung. Tatsächlich fühle ich mich bei einigen Discountern weniger gestresst als in Supermärkten. Bei Discountern ist es so, dass häufig nur 1 oder 2 Artikel einer bestimmten Ware zur Verfügung stehen. Einige haben nur eine Sorte Weizenmehl. In Supermärkten stehen teilweise bis zu zehn verschiedene Sorten Weizenmehl im Regal. In allen Preisvarianten. Vereinfacht wird die Auswahl ein wenig, dass es extra Mehl für Pizza und für Spätzle gibt (außer man braucht Spätzlemehl, dann gibt es das nicht). Es bleiben aber meist 5-8 Sorten Weizenmehl mit Preisen zwischen 80 Cent und 3 Euro pro Kilogramm. Selbst in meinem nächst gelegenen Bio-Markt gibt es mindestens drei verschiedene Sorten von drei Herstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Kunde hat die Qual der Wahl</strong></h2>



<p>Woher soll der Verbraucher, ohne probieren zu können, wissen, welches das beste Mehl für ihn ist? Irgendwann wirkt sich die Überforderung in Lethargie aus und man packt das Mehl ein, das preislich in der Mitte liegt oder das günstigste Bio-Produkt oder eben das Teuerste, in der Hoffnung, es sei das Beste. Aber ist es das wirklich oder ist das Produkt nur so teuer, weil es ein „Markenprodukt“ ist? Wenn ich einen Kuchen backe, in den weitere Zutaten wie Zucker oder Kakao kommen, schmecke ich dann noch einen Unterschied zwischen den verschiedenen Mehlen?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Sind objektive Entscheidungen möglich?</strong></h2>



<p>Theoretisch könnte ich alle 8 Mehle einpacken, einen Pizzaabend mit Freunden machen und wir testen uns gemeinsam durch. Den Test könnte man erweitern und ihn an anderer Stelle mit Pizzatomaten und Käse durchführen. Wir wissen jedoch alle, was bei vielen Blindverkostungen passiert. Relativ selten schmeckt den Testern das teuerste Produkt am besten. Leider gibt der Preis keinerlei Auskunft über Qualität und Geschmack. Der Konsument muss sich durch die Produkte testen. Beim Beispiel Käse wird das Vorhaben schnell unrealistisch.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Führt die große Auswahl automatisch zur Überforderung?</strong></h2>



<p>Eine große Auswahl sorgt dafür, dass viele Menschen, die ein Lieblingsprodukt haben, dieses vorfinden. Eine große Auswahl bedeutet auch, dass wir schon bei alltäglichen Dingen Entscheidungen treffen müssen. Gibt es nur eine Sorte Käse im Supermarkt, würde sich lediglich die Frage stellen ob wir ihn kaufen oder nicht. Natürlich weiß auch ich es zu schätzen, wenn aufgrund der großen Auswahl sich auch mein präferiertes Produkt im Laden befindet. Manchmal mag ich eher Körnerbrot, mal Toast. Die große Auswahl ist häufig komfortabel und sinnvoll. Aber sie zwingt uns dazu, tagtäglich unter mehreren hundert Produkten zu wählen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Produktmarketing im Alltag</strong></h2>



<p>Neben dem überaus großen Bestandssortiment lassen sich die Hersteller und Supermarktbesitzer immer wieder neue Dinge einfallen, um Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen. Es landen natürlich auch neue Produkte einfach im Regal aber wesentlich lukrativer ist es, Lifestyle- und Trendprodukte auf Aufstellern mitten im Gang zu platzieren, sodass der Verbraucher mit seinem Einkaufswagen quasi reinfährt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Entscheidungsfindung im Überangebot</strong></h2>



<p>Meine letzte Elektroanschaffung war eine Heißluftfritteuse. Als ich meine erste vor 12 Jahren gekauft habe gab es nur die von Tefal. Möglicherweise hatte Philips bereits Heißluftfritteusen auf dem Markt. Jetzt, 12 Jahre später, als meine Erste den Geist aufgegeben hat, gab es eine Unmenge an Anbietern. Ich habe sie nicht gezählt aber 40 Geräte habe ich mir zu Beginn sicher angesehen. Ich musste diese riesige Auswahl anhand meiner Kriterien auf fünf Modelle runter brechen. Letzten Endes waren sie alle fast gleich teuer, hatten die gleichen Funktionen und alle (wie die anderen 35 auch) relativ gute Rezensionen. Ich habe dann die genommen, die als erstes im Angebot war. Aber es war keine bewusste Entscheidung. Ich kann nicht sagen, dass ich die Heißluftfritteuse gekauft habe, weil sie nach meiner Recherche die Beste war. Sie war eine der Besten, die zum Zeitpunkt X reduziert war. Es lebe der bewusste Konsum.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Angebot generiert sich auch aus der Nachfrage</strong></h2>



<p>So ähnlich, wie es mir bei der Heißluftfritteuse erging, ergeht es uns bei vielen Artikeln. Betreiben wir die Recherche online, werden uns noch weitere unverzichtbare Artikel vorgestellt. Ich bin kein Feind von freier Marktwirtschaft und begrüße es auch, wenn innovative Produkte auf den Markt kommen. Im Fall der Heißluftfritteusen wurden diese in den letzten Jahren total gehyped, sodass alle Hersteller diverser Elektrogeräte ein Stück vom Kuchen abhaben wollten. Folglich gibt es jetzt eine unzählbare Menge an Heißluftfritteusen am Markt, die scheinbar alle ähnlich gute Ergebnisse erzielen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Rationale, bewusste Kaufentscheidungen treffen</strong></h2>



<p>Beim Minimalismus wird weniger und/oder bewusst konsumiert. Bei Smartphones finde ich das unproblematisch. Die Reparaturservices vor Ort nehmen nur Samsung und Apple an. Für alle anderen werden entweder keine Ersatzteile produziert oder sie kommen nur schwer über Chinashops ran, was entsprechend dauern würde, bis die Teile vor Ort sind. Da ich mein Handy, wenn ich beispielsweise wieder das Display geschrottet habe ungerne am Stück weg werfe, hatte ich hier lediglich zwei Hersteller zur Auswahl. Natürlich haben diese auch noch mehrere Modelle, die jedoch in ihren Funktionen relativ klar abgrenzbar sind (wenn man mal von ein paar kurz hintereinander erschienen Modellen ohne essentielle Innovationen absieht).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Globaler Produktvergleich</strong></h2>



<p>Abgesehen von Smartphones ist die scheinbar schier unendliche Auswahl an ähnlichen/gleichwertigen Produkten keine wirkliche Entscheidungshilfe. Natürlich hilft es, wenn man sich an Firmen hält, die tradiert sind und einen zufriedenen Kundenstamm haben. Das wird schwierig, wenn es sich um Produkte handelt, deren Markteinführung ursprünglich in China oder den USA war und es noch nicht genügend renommierte lokale Unternehmen gibt, die dieses Produkt führen. Selbst dann kann nicht ausgeschlossen werden, dass das chinesische Unternehmen nicht das bessere Produkt bereithält. Wir sind bei bestimmten Produkten gezwungen diese weltweit zu vergleichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Think global, eat local</strong></h2>



<p>Andere Produkte, nämlich Alltägliche wie Lebensmittel sollten nicht global verglichen und schon gar nicht bezogen werden. Wer schon einmal versucht hat, nur regionale Produkte zu kaufen, wird schnell merken, dass unser Obst und Gemüse überall herkommen, nur nicht aus Deutschland, Frankreich, Polen, Österreich oder Luxemburg. Unsere Äpfel kommen aus Spanien oder Neuseeland, die Tomaten aus Holland oder auch Spanien. Avocados kommen aus den USA oder Mexiko. Weizen, der hier angebaut wird, landet nur selten in unseren Supermärkten. Stattdessen importieren wir Weizen aus anderen Ländern. Bei einigen Obst- und Gemüsesorten ist klar, dass sie in Deutschland nicht angebaut werden. Die Mühe nach Bananen aus Deutschland zu suchen, kann man sich sparen. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wenn die Transportkosten günstiger als der lokale Anbau sind</strong></h2>



<p>Wenn selbst im Bio-Markt das Gemüse aus dem Ausland angekarrt wird, weil die Produktion dort inklusive der Fahrtkosten noch günstiger ist, dann hat der Verbraucher ein echtes Problem. Wir müssen also permanent in unserem alltäglichen Konsum weitreichende Entscheidungen treffen. Das bindet viele Ressourcen außer bei den Menschen, denen alles egal ist, die das erst Beste, was sie greifen, in ihren Wagen werfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Permanenter Entscheidungszwang in allen Lebenslagen</strong></h2>



<p>Die schier unglaubliche Anzahl an Einzelentscheidungen zieht sich durch unseren gesamten Alltag. Wir haben auch in unserer Freizeitgestaltung ebenfalls eine Vielzahl an Möglichkeiten. Unsere Freizeit sowie unsere finanziellen Mittel dafür sind begrenzt. Ich kann beispielsweise fußläufig acht Fitnessstudios erreichen, davon sind zwei sehr teuer, zwei sehr günstig und vier kosten exakt gleich viel. </p>



<p>Sechs dieser Fitnessstudios gehören zu großen Ketten, die zwei ganz günstigen haben rund um die Uhr geöffnet. Die beiden zu mir am nächsten gelegenen Fitnessstudios sind inhaberbetrieben und haben nur bis abends 21 oder 22 Uhr auf und liegen preislich in der Mitte. </p>



<p>Ich bin jetzt in dem Fitnessstudio Mitglied, das laut Google Maps 150 Meter näher zu mir liegt. Es hat die gleichen Geräte wie die anderen Fitnessstudios, jedoch weniger von jeder Art Gerät. Dafür gibt es dort mehr Kurse. Kein Mensch weiß vorher, ob er eher an Geräten trainiert oder in Kurse geht. Man kann es vermuten aber es zeigt sich erst mit der Zeit.</p>



<p>All diese Beispiele zeigen, dass wir tagtäglich mit einer Fülle an Entscheidungen konfrontiert werden. Entscheidungen, die wir anhand objektiver Kriterien überhaupt nicht mehr treffen können. Wir treffen diese Entscheidungen dennoch und es bleibt immer ein Rest Unsicherheit zurück. Wir werden tagtäglich mit Reizen überflutet und müssen Wege finden, diese Reize zu selektieren. Auch wenn das den meisten Menschen gelingt, ist dies doch eine sehr anstrengende Aufgabe und führt in einigen Fällen zur Überforderung.</p>






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		<title>Schadet Minimalismus der Wirtschaft?</title>
		<link>https://simpleandslowliving.de/minimalismus-schadet-der-wirtschaft-und-bremst-das-wachstum/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2022 21:49:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Minimalismus allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Prinzipiell schadet Minimalismus dem wirtschaftlichen Wachstum. Wenn in einer auf Konsum ausgelegten Gesellschaft Menschen aufhören ihre immer neu entstehenden Bedürfnisse durch Konsumverhalten zu befriedigen, dann geht der Industrie und auch dem Handel dieser Umsatz verloren. Auch Dienstleistungen werden unter Umständen weniger in Anspruch genommen. Fast niemand kommt ohne Konsum aus Andererseits ist kaum jemand davon befreit, Dinge kaufen zu müssen. Die meisten Menschen haben einen Haushalt, den sie am Laufen halten müssen. Geschirr geht zu Bruch, Elektrogeräte gehen kaputt. Kleidung muss auch immer mal wieder ersetzt werden. Wird Minimalismus aus Aspekten der Nachhaltigkeit gelebt, werden kaputte Gegenstände an Bastler verschenkt oder durch Reparaturservices in Stand gesetzt. In diesen Fällen werden Dienstleistungen in Anspruch genommen, die Industrie geht zunächst fast leer aus. Weit entfernt von dem, was der &#8222;Normalverbraucher&#8220; leisten kann und will hat Raphael Fellmer fünfeinhalb Jahre lang auf Geld verzichtet. Hierüber werde ich an anderer Stelle berichten. Qualität statt Quantität Dennoch enthalten private Haushalte, die nicht auf permanentes Wachstum ausgelegt sind, der Industrie das Geld vor, das sie ohne den Minimalismus ausgegeben hätten. Andererseits wird unter Umständen bei Neuanschaffungen qualitativ hochwertigere Produkte und damit teurere Produkte zurückgegriffen. In diesem Fall ändert sich die Summe des Geldes, die für Konsum ausgegeben wird, nicht, sondern es werden weniger Produkte gekauft und andere Firmen unterstützt. Die Folgen von Minimalismus für die Wirtschaft Mal angenommen es würden mehr und mehr Menschen quantitativ immer weniger Produkte kaufen, die qualitativ hochwertiger sind, käme es durchaus zu einem Wandel am Markt. Würden beispielsweise nur Label unterstützt werden, die nachhaltige Kleidung produzieren, würde das Budget, das eine Person für Kleidung zur Verfügung hat, nicht weiter steigen. In Deutschland haben Privathaushalte im Jahr 2020 mit einer Person durchschnittlich monatlich 59 Euro für Bekleidung und Schuhe ausgegeben. Das sind 708 Euro jährlich. Konsumentscheidungen treffen Mit einem Budget von etwa 700 Euro ist es möglich, nachhaltig produzierte Kleidung zu erwerben. Da Minimalisten keine Unmengen an Kleidung anhäufen, sondern diese individuell nach ihrem Bedarf erwerben, kann mit diesem Budget der Bedarf an Bekleidung gedeckt werden. Ähnlich verhält es sich mit anderen Konsumartikeln. Konsum planen Abseits von Impulskäufen, die zumeist aus emotionalen Gründen getätigt werden, können wir die meisten Konsumentscheidungen planen. Immer dann, wenn Dinge kaputt gehen, aus Altersgründen ersetzt werden sollen oder zusätzliche Gegenstände angeschafft werden, muss dies in der Regel nicht von heute auf Morgen geschehen. Wir haben also alle Möglichkeiten der Welt uns über ein Produkt schlau zu machen, es mit anderen Produkten zu vergleichen und Kundenrezensionen zu lesen. Vorhandene Dinge optimal nutzen Minimalisten kaufen nicht nur Dinge geplant, sondern sie nutzen diese auch gezielt. Ein Beispiel dafür ist die Capsule Wardrobe. Minimalisten, die nicht einfach ihren Kleiderschrank reduzieren, sondern sich eventuell beruflich Gedanken um einen Dresscode machen müssen, stellen sich eine Capsule Wardrobe zusammen oder ordnen ihren Kleiderschrank zum Beispiel nach dem 333-Projekt. Was kaufen Minimalisten? Tendenziell wird beim Minimalismus weniger und weniger wahllos konsumiert. Allerdings gibt es keine Minimalismus-Formel, die besagt, dass jemand der sich Minimalist nennt, nur noch 100 oder 1000 Teile besitzen darf. Minimalismus ist eine Lebenseinstellung, bei der nur das Notwendigste konsumiert wird. Was notwendig ist, bestimmt jeder selbst. Folgen für das Kaufverhalten Letzten Endes bestimmt auch jeder für sich selbst, wie viel er für ein Produkt bereit ist auszugeben. Deshalb kann ich die Frage, ob Minimalismus der Wirtschaft schadet, nicht eindeutig beantworten. Fließen frugalistische Überlegungen mit in das Konsumverhalten ein und wird ein Großteil des Einkommens bespart, kann sich dies möglicherweise auf die Wirtschaft auswirken. Voraussetzung ist jedoch, dass genügend Menschen das tun. Hier darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, wie das Einkommen bespart wird. Wird das Geld zum Beispiel in Aktien angelegt, befindet sich das Geld dennoch im Wirtschaftskreislauf, in dem am Markt ansässige Unternehmen unterstützt werden. Wer sich also anstelle eines Teslas eine Tesla Aktie kauft, der unterstützt, wenn die Kaufkraft und der Konsumwille bei den Kunden nicht nachlässt, das Unternehmen genauso wie die Käufer der Produkte. Reduktion von Arbeitszeit Etwas anders sieht es bei den Menschen aus, die sowohl ihre Arbeitszeit als auch ihren Konsum auf ein Minimum reduzieren. In diesen Fällen wird zwar sparsam gelebt, die kleine Wohnung kann bezahlt werden und der notwendigste Konsum ist abgedeckt. Leider schädigen diese Menschen schon jetzt die Wirtschaft, handeln aber dennoch häufig umweltbewusst. Sie treffen wenige aber gezielte Kaufentscheidungen. Die Auswirkungen eines verringerten Einkommens auf die Rente Wenn jemand mit Mitte 20 beschließt, dass ihm 1000 Euro netto zum Leben reichen und er damit derzeit alles abdecken kann, dann rechnet dieser Mensch entweder nicht damit, den Renteneintritt zu erleben oder es ist ihm egal, wenn er dann auf staatliche Transferleistungen angewiesen ist. Das was dieser Mensch heute nicht bereit ist für seine Zukunft zu erwirtschaften, das müssen später seine Kinder und Enkelkinder für ihn tun. Oder die Kinder anderer Leute. Von den 1000 Euro wird diese Person in Rente unter 60% erhalten, was bedeutet, dass er Wohngeld und/oder Grundsicherung beantragen wird. Diese 60% sind sowieso zu hoch gegriffen, da die Inflationsrate nicht eingerechnet wurde. Wenn das alle tun würden? Natürlich denken diese Menschen viel zu kurz und ihre Entscheidung wirkt auch ein wenig egoistisch. Andererseits verdienen Menschen, die Mindestlohn erhalten, etwa genauso viel (wenig), wie ein Mensch, der seine Arbeitszeit zugunsten seiner Lebenszeit reduziert. Es kann Dich folglich niemand zwingen, Deinen Lebensstandard an eine in der Zukunft liegende Zeit anzupassen. Dennoch wird ein absolut konsumvermeidendes Verhalten zumindest in Zukunft die Wirtschaft und den Sozialstaat belasten. Die Rente sichern Unsere Renten sind schon lange nicht mehr sicher. Niemand von uns weiß, wie lange er arbeiten gehen kann. Mit 1000 Euro netto wird es schwierig irgendetwas zu besparen. Rücklagen für die Rente können nur dann getätigt werden, wenn die Miete und die Nebenkosten sehr günstig sind. Auch wenn ich der Meinung bin, dass individuelle Handlungen immer gesamtgesellschaftlich betrachtet werden sollten, sollten Interessen der Wirtschaft den persönlichen Entscheidungen untergeordnet werden. Kompromisse finden Auch wenn die persönlichen Interessen nicht von wirtschaftlichen Zwängen abhängig gemacht werden sollten, so muss jeder von uns, Kompromisse eingehen. Würde eine Person, die 1000 Euro netto verdient und halbtags arbeiten ... <a title="Schadet Minimalismus der Wirtschaft?" class="read-more" href="https://simpleandslowliving.de/minimalismus-schadet-der-wirtschaft-und-bremst-das-wachstum/" aria-label="Mehr Informationen über Schadet Minimalismus der Wirtschaft?">Weiterlesen</a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/money-2724241_1920-1024x692.jpg" alt="Auf dem Bild befinden sich mehrere Stapel und ein Glas Münzgeld. Aus den Stapel und dem Glas wachsen Pflanzensprossen." class="wp-image-284" width="367" height="248" srcset="https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/money-2724241_1920-1024x692.jpg 1024w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/money-2724241_1920-300x203.jpg 300w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/money-2724241_1920-768x519.jpg 768w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/money-2724241_1920-1536x1038.jpg 1536w, https://simpleandslowliving.de/wp-content/uploads/2022/11/money-2724241_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 367px) 100vw, 367px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/nattanan23-6312362/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2724241">Nattanan Kanchanaprat</a> auf <a href="https://pixabay.com/de//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=2724241">Pixabay</a></figcaption></figure>
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<p>Prinzipiell schadet Minimalismus dem wirtschaftlichen Wachstum. Wenn in einer auf Konsum ausgelegten Gesellschaft Menschen aufhören ihre immer neu entstehenden Bedürfnisse durch Konsumverhalten zu befriedigen, dann geht der Industrie und auch dem Handel dieser Umsatz verloren. Auch Dienstleistungen werden unter Umständen weniger in Anspruch genommen.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fast niemand kommt ohne Konsum aus</strong></h2>



<p>Andererseits ist kaum jemand davon befreit, Dinge kaufen zu müssen. Die meisten Menschen haben einen Haushalt, den sie am Laufen halten müssen. Geschirr geht zu Bruch, Elektrogeräte gehen kaputt. Kleidung muss auch immer mal wieder ersetzt werden. Wird Minimalismus aus Aspekten der Nachhaltigkeit gelebt, werden kaputte Gegenstände an Bastler verschenkt oder durch Reparaturservices in Stand gesetzt. In diesen Fällen werden Dienstleistungen in Anspruch genommen, die Industrie geht zunächst fast leer aus. Weit entfernt von dem, was der &#8222;Normalverbraucher&#8220; leisten kann und will hat <a href="http://www.raphaelfellmer.de/2015/11/20/ende-des-geldstreiks/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Raphael Fellmer</a>  fünfeinhalb Jahre lang auf Geld verzichtet. Hierüber werde ich an anderer Stelle berichten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Qualität statt Quantität</strong></h2>



<p>Dennoch enthalten private Haushalte, die nicht auf permanentes Wachstum ausgelegt sind, der Industrie das Geld vor, das sie ohne den Minimalismus ausgegeben hätten. Andererseits wird unter Umständen bei Neuanschaffungen qualitativ hochwertigere Produkte und damit teurere Produkte zurückgegriffen. In diesem Fall ändert sich die Summe des Geldes, die für Konsum ausgegeben wird, nicht, sondern es werden weniger Produkte gekauft und andere Firmen unterstützt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Folgen von Minimalismus für die Wirtschaft</strong></h2>



<p>Mal angenommen es würden mehr und mehr Menschen quantitativ immer weniger Produkte kaufen, die qualitativ hochwertiger sind, käme es durchaus zu einem Wandel am Markt. Würden beispielsweise nur Label unterstützt werden, die nachhaltige Kleidung produzieren, würde das Budget, das eine Person für Kleidung zur Verfügung hat, nicht weiter steigen. In Deutschland haben Privathaushalte im Jahr 2020 mit einer Person durchschnittlich monatlich 59 Euro für Bekleidung und Schuhe ausgegeben. Das sind 708 Euro jährlich. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Konsumentscheidungen treffen</strong></h2>



<p>Mit einem Budget von etwa 700 Euro ist es möglich, nachhaltig produzierte Kleidung zu erwerben. Da Minimalisten keine Unmengen an Kleidung anhäufen, sondern diese individuell nach ihrem Bedarf erwerben, kann mit diesem Budget der Bedarf an Bekleidung gedeckt werden. Ähnlich verhält es sich mit anderen Konsumartikeln. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Konsum planen</strong></h2>



<p>Abseits von Impulskäufen, die zumeist aus emotionalen Gründen getätigt werden, können wir die meisten Konsumentscheidungen planen. Immer dann, wenn Dinge kaputt gehen, aus Altersgründen ersetzt werden sollen oder zusätzliche Gegenstände angeschafft werden, muss dies in der Regel nicht von heute auf Morgen geschehen. Wir haben also alle Möglichkeiten der Welt uns über ein Produkt schlau zu machen, es mit anderen Produkten zu vergleichen und Kundenrezensionen zu lesen. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Vorhandene Dinge optimal nutzen</strong></h2>



<p>Minimalisten kaufen nicht nur Dinge geplant, sondern sie nutzen diese auch gezielt. Ein Beispiel dafür ist die Capsule Wardrobe. Minimalisten, die nicht einfach ihren Kleiderschrank reduzieren, sondern sich eventuell beruflich Gedanken um einen Dresscode machen müssen, stellen sich eine Capsule Wardrobe zusammen oder ordnen ihren Kleiderschrank zum Beispiel nach dem 333-Projekt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was kaufen Minimalisten?</strong></h2>



<p>Tendenziell wird beim Minimalismus weniger und weniger wahllos konsumiert. Allerdings gibt es keine Minimalismus-Formel, die besagt, dass jemand der sich Minimalist nennt, nur noch 100 oder 1000 Teile besitzen darf. Minimalismus ist eine Lebenseinstellung, bei der nur das Notwendigste konsumiert wird. Was notwendig ist, bestimmt jeder selbst. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Folgen für das Kaufverhalten</strong></h2>



<p>Letzten Endes bestimmt auch jeder für sich selbst, wie viel er für ein Produkt bereit ist auszugeben. Deshalb kann ich die Frage, ob Minimalismus der Wirtschaft schadet, nicht eindeutig beantworten. Fließen frugalistische Überlegungen mit in das Konsumverhalten ein und wird ein Großteil des Einkommens bespart, kann sich dies möglicherweise auf die Wirtschaft auswirken. Voraussetzung ist jedoch, dass genügend Menschen das tun. Hier darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, wie das Einkommen bespart wird. Wird das Geld zum Beispiel in Aktien angelegt, befindet sich das Geld dennoch im Wirtschaftskreislauf, in dem am Markt ansässige Unternehmen unterstützt werden. Wer sich also anstelle eines Teslas eine Tesla Aktie kauft, der unterstützt, wenn die Kaufkraft und der Konsumwille bei den Kunden nicht nachlässt, das Unternehmen genauso wie die Käufer der Produkte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Reduktion von Arbeitszeit</strong></h2>



<p>Etwas anders sieht es bei den Menschen aus, die sowohl ihre Arbeitszeit als auch ihren Konsum auf ein Minimum reduzieren. In diesen Fällen wird zwar sparsam gelebt, die kleine Wohnung kann bezahlt werden und der notwendigste Konsum ist abgedeckt. Leider schädigen diese Menschen schon jetzt die Wirtschaft, handeln aber dennoch häufig umweltbewusst. Sie treffen wenige aber gezielte Kaufentscheidungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Auswirkungen eines verringerten Einkommens auf die Rente</strong></h2>



<p>Wenn jemand mit Mitte 20 beschließt, dass ihm 1000 Euro netto zum Leben reichen und er damit derzeit alles abdecken kann, dann rechnet dieser Mensch entweder nicht damit, den Renteneintritt zu erleben oder es ist ihm egal, wenn er dann auf staatliche Transferleistungen angewiesen ist. Das was dieser Mensch heute nicht bereit ist für seine Zukunft zu erwirtschaften, das müssen später seine Kinder und Enkelkinder für ihn tun. Oder die Kinder anderer Leute. Von den 1000 Euro wird diese Person in Rente unter 60% erhalten, was bedeutet, dass er Wohngeld und/oder Grundsicherung beantragen wird. Diese 60% sind sowieso zu hoch gegriffen, da die Inflationsrate nicht eingerechnet wurde. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wenn das alle tun würden?</strong></h2>



<p>Natürlich denken diese Menschen viel zu kurz und ihre Entscheidung wirkt auch ein wenig egoistisch. Andererseits verdienen Menschen, die Mindestlohn erhalten, etwa genauso viel (wenig), wie ein Mensch, der seine Arbeitszeit zugunsten seiner Lebenszeit reduziert. Es kann Dich folglich niemand zwingen, Deinen Lebensstandard an eine in der Zukunft liegende Zeit anzupassen. Dennoch wird ein absolut konsumvermeidendes Verhalten zumindest in Zukunft die Wirtschaft und den Sozialstaat belasten.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Rente sichern</strong></h2>



<p>Unsere Renten sind schon lange nicht mehr sicher. Niemand von uns weiß, wie lange er arbeiten gehen kann. Mit 1000 Euro netto wird es schwierig irgendetwas zu besparen. Rücklagen für die Rente können nur dann getätigt werden, wenn die Miete und die Nebenkosten sehr günstig sind. Auch wenn ich der Meinung bin, dass individuelle Handlungen immer gesamtgesellschaftlich betrachtet werden sollten, sollten Interessen der Wirtschaft den persönlichen Entscheidungen untergeordnet werden. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kompromisse finden</strong></h2>



<p>Auch wenn die persönlichen Interessen nicht von wirtschaftlichen Zwängen abhängig gemacht werden sollten, so muss jeder von uns, Kompromisse eingehen. Würde eine Person, die 1000 Euro netto verdient und halbtags arbeiten geht eine Stunde mehr arbeiten pro Tag, käme sie vermutlich auf 1150-1200 Euro netto. Dieses Geld könnte zur Aufbesserung der Rente investiert werden. Das setzt allerdings voraus, dass es zu keiner Währungsreform, einer Hyperinflation und/oder einem Börsencrash kommt. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Konsum in der Zukunft</strong></h2>



<p>Was die Zukunft uns bringen wird, wissen wir alle nicht. Daher können wir nur vage erahnen, was uns die Zukunft bringen wird. Meine persönliche Vermutung ist, dass Konsumgüter in naher Zukunft und für einen langen Zeitraum immer teurer werden. Das ist derzeit bereits der Fall, weil die Rohstoffe am Markt in den vergangenen zwei Jahren künstlich (möglicherweise auch pandemiebedingt und darauffolgende Krisen) verknappt wurden. Das könnte zur Folge haben, dass wir unseren Hyperkonsum endlich in den Griff bekommen und uns auf den Kauf von wesentlichen und notwendigen Dingen konzentrieren.</p>



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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum alle umdenken müssen</strong></h2>



<p>Ein Umdenken muss also bei vielen Konsumenten in naher Zukunft stattfinden. Kaufentscheidungen müssen anders als bislang nicht intuitiv getroffen werden. Steigende Preise durch natürliche oder künstliche Verknappung senken in erster Linie die Kaufkraft der Konsumenten, da die Gehaltssteigerungen nicht an die Inflationsrate angepasst werden. Dieser Effekt wird allerdings in den kommenden Jahren verpuffen, weil die Hersteller weiter produzieren und die Händler verkaufen wollen. Wir hals Käufer haben es jedoch in der Hand, ob die Hersteller hochwertige Waren produzieren oder billigsten Ramsch. Unsere Kaufentscheidungen sind immer ein Stimmzettel für die Zukunft. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Anpassung des Marktes an steigende Rohstoffpreise</strong></h2>



<p>Wenn also die Kosten für Rohstoffe steigen und die Konsumenten weniger kaufen können, weil sie nicht mehr verdienen, dann muss eine neue Lösung her. Der Markt wird reagieren, wie er bislang auch reagiert hat, er schaut sich nach günstigeren Rohstoffen um. Wenn also bislang billige Pressspanplatten mit billigem Kleber zur Möbelproduktion genutzt wurden und die Pressspäne teurer werden, weil das Holz, aus dem die Späne sind, mehr kostet, gibt es mehrere Einsparmöglichkeiten. Es wird entweder günstiger eingekauft oder am Herstellungsverfahren gespart. Das betrifft  den Kleber, die Lohn- oder Lagerkosten. In letzter Konsequenz werden die Pressspäne durch ein industriell hergestelltes Produkt ersetzt (Pressspanersatz). Das hört sich an, als würde an der Qualität gespart. Natürlich würde das nie irgendein Hersteller zugeben aber faktisch läuft es darauf hinaus. Die Menschen möchten billige Waren und davon viel.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Nachhaltige, minimalistische Kaufentscheidungen</strong></h2>



<p>Der Minimalist ist aus dem Konsumkreislauf schon länger ausgestiegen. Allerdings stehen künftig die billigen Produkte den herkömmlichen Produkten mit stark gestiegenen Preisen und den handwerklich hergestellten Produkten gegenüber. Letzteres kann sich nicht jeder leisten, weshalb nachhaltig orientierte Minimalisten und viele andere Menschen gebrauchte Waren kaufen werden. Prinzipiell sind auch genügend gebrauchte Artikel in ausreichend guter Qualität am Markt vorhanden. Vielmehr wird  noch viel zu viel Brauchbares weggeworfen. Allerdings hat ein Zuwachs von Kunden für den Gebrauchtwarenmarkt zur Folge, dass weniger neue Produkte hergestellt werden müssen. In diesem Fall kommt es mittel- und langfristig zu Entlassungen. Diese haben wiederum (insbesondere in unsrem Sozialstaat) gesamtgesellschaftliche Folgen, die wir alle mittragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nicht-Konsum betrifft uns alle</h2>



<p>Auch wenn wir einen Nicht-Konsum, wenn er in sehr großem Umfang praktiziert wird, an anderer Stelle mittragen müssen, gibt es wenig Gründe, die dafürsprechen, weiterhin wahllos Billigprodukte zu konsumieren. Langfristig würden die Menschen, die aufgrund der Veränderungen des Konsumverhaltens arbeitslos würden, an anderer Stelle, beispielsweise im Dienstleistungssektor, Fuß fassen.</p>



<p>Zunächst hört es sich an, als wäre der Ausstieg aus dem Konsum eine egoistische, die Wirtschaft schädigende Handlung. Langfristig betrachtet befinden wir uns an einem Wendepunkt. Wir haben die industrielle Revolution gemeistert und befinden uns inmitten der Digitalisierung. Wir wenden uns ab von materiellen Dingen, weil diese endlich sind und mehr als materielle Ressourcen verschwenden. </p>



<p>Quellen:</p>



<p><a href="https://www.it.nrw/nrw-haushalte-gaben-2020-monatlich-14-euro-weniger-fuer-bekleidung-und-schuhe-aus-als-2019-107162" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.it.nrw/nrw-haushalte-gaben-2020-monatlich-14-euro-weniger-fuer-bekleidung-und-schuhe-aus-als-2019-107162</a></p>
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